Schaltplan für DIY Röhrenkopfhörerverstärker gesucht

  • Hallo Martin,


    also ich glaube nach dem ich gesehen habe was Du da alles an feinen Sachen gefertigt hast, ist mein Respekt so groß geworden das ich wohl noch einige leichtere Projekte brauche bevor ich mich an Deinen Vorschlag wagen kann :sorry:

    Soll aber auf keinen Fall heißen das ich Deinen Vorschlag einfach beiseite lege versprochen.


    Vielleicht zieht es mich ja auch deshalb zu den Massentauglichen Schaltungen hin. Wenn es vor mir schon so viele geschafft haben, dann schaffe ich es ja vielleicht auch 8o


    Naja und ich schaue schon etwas auf das Budget für dieses Hobby. Möchte aber noch mal sagen das ich allen Vorschlägen und Hilfen offen stehe - vielen Dank.


    Viele Grüße - Max

    Hören mit Röhren - ist eine Sucht ;-)

  • Hallo zusammen,


    der Edcor-XSM10K/600 wäre bei Don Audio in Kürze wieder lieferbar.


    Wäre auch mit knapp 30€ eine interessante Alternative zum Reinhöfer.


    Nur die max 50V rms scheinen mir doch etwas zu wenig, oder?


    Hat den jemand von Euch im KHV verbaut, oder ist der eher ungeeignet?


    Gruß Thomas

  • Hallo Jürgen,


    den Schaltplan kenne ich natürlich. Wollte den zuerst Bauen, allerdings mit einer C3M.

    Erhard hat mir dann seine Schaltung näher gebracht, welche halt einen AÜ hat.


    Weil wir gerade dabei sind: Thema Koppelkondensator


    Was spannungsfestigkeit angeht, sind Wima MKP10 mit 1000DC/600AC nicht schlecht. Ich dachte daran 10 x 1uF parallel zu schalten. Den 10uF MKV welchen H.Siemens vorschlägt, bekommt man eh nicht mehr.


    Verrätst du uns deinen Nachbau?!


    Gruß Thomas


    PS: Mein AKG K240 ist aus Plastik :-)

  • Hallo,


    also wie gesagt , die Angst das ein C im Kopfhöhrerverstärker durchschlägt und man zu ernsten Schaden kommt ist reine Paranoia oder halt Unwissenheit.

    Was soll passieren wenn dein AKG doch aus Plastik ist ?.

    Ich hab mal vor langer Zeit einen Test gemacht , einen Sennheiser KH (ich weiss leider nicht mehgr welchen ) in Alufolie eingewickelt und eine Pfüfspannung von 6kV zwischen den Anschlüssen des KH und der Alufolie gelegt , nicht ist passiert.

    Und was passiert denn wenn der Ausgangs C durchschlagen würde ? Evtl würde dei KH über die Wupper gehen , wie man bei uns so schön sagt .

    Zumindest aber gäbs keine ordentliche Musik mehr und man wüsste gleich was los ist.

    Ausserdem sollte man sich über den Unterscheid von Gleichspannung (Anodenspannung ist Gleichspannung) und Wechelspannung klarmachen. Evtl mal Stromkrieg Edison/Westinghouse, Tesla und armer Elefant nachlesen.

    Zu den Kondensatoren , schau mal bei Mundorf und Konsorten nach die Cs für Frequenzweichen anbieten , die liegen auch meisst bei 600V und höher


    gruss

    juergen

  • Hallo Max

    Welche Röhre du für die erste Stufe in deinem Darling verbauen möchtest hängt davon ab, wie du diesen Verstärker ansteuerst. Hast du einen Vorverstärker oder soll der Darling von einem CD Player angesteuert werden? Die 1626 wird mit einen Gittervorspannung von ca. -28 V betrieben. Die musst dir deine Vorstufenröhre liefern. Hat dein CD Player eine Ausgangsspannung von 1 Volt brauchst du einen Röhre, die daraus ca. 28 Volt macht. ZB eine EF 86. Hast du eine Vorstufe, die dir 6 Volt liefert, brauchst du einen Röhre, mit einer Verstärkung von 5 . ZB eine 1626 !

    Hast du eine Quelle, die dir 0,4 Volt gibt, kannst du die 6sl7 einsetzen, die Le Bong verwendet hat. Die hat ein µ von 70.

    Eine Röhre, die am aller besten klingt gibt es leider nicht.

    Einen Darling als erstes Projekt zu bauen ist eine gute Idee. Habe ich auch gemacht. Habe auch die Reinhöfer Trafos verwendet. Sehr gute Teile!

    Gruß und viel Erfolg Stefan

  • Quote

    allerdings mit einer C3M

    Hallo Thomas,


    ich habe noch einmal C3g/C3m verglichen, die Unterschiede sind z.T. doch beträchtlich!

    Die Schaltung sollte also angepaßt werden.

    Mit Übertrager kommt dann eine Spannungsverstärkung von 1 bis 2 heraus- da muß das Umfeld dazu passen.


    Gruß

    Erhard

  • Hallo Erhard,


    klar, dass man die Schaltung so nicht verwenden kann. Allein die Heizung mit 20V, Kathodenwiderstand etc. muss natürlich alles angepasst werden.

    Die C3G ist halt relativ teuer im Verhältnis zur C3M (welche ich inklusive der Loktal Sockel ergattern konnte).


    Gruß Thomas

  • Hallo ,


    m.E. ist die C3g auch die wesentlich bessere Röhre und das sag ich jetzt nicht weil ich noch ca 200 davon rumliegen habe.

    Die C3g ist eine Spanngitterröhre und ihr eq. rauschwiderstand ist 3 fach kleiner als der der C3m.

    Mag allerdings im Kopfhörerverstärker nicht so entscheidend sein.


    gruss

    juergen

  • Besser oder schlechter gibt es bei der C3g oder C3m nicht !

    Beides sind Weitverkehrs-Röhren der Bundespost.

    Die Qualität von beiden ist hervorragend, aber sie sind für sehr

    unterschiedliche Aufgaben entwickelt worden.

    Die C3m ist als Universal-Röhre gedacht, die 20 Volt Heizung kommt

    von der Amtsbatterie, die hatte 60 Volt, als drei in Reihe.

    Sie war von NF bis etwa dem einstelligen MHz Berreich gedacht.

    Aber auch so gebaut das sie als echte Triode betrieben werden konnte.

    Auch als Gegentakt-Endstufe oder Telegrafie-Röhre ( Impulsbetrieb)

    Es war die erste Neuentwicklung nach dem 2.Weltkrieg, in den frühen

    50er Jahre von LORENZ, Telefunken hat das Rat nochmal neu erfunden, deshalb unterschiedliche Bauformen.

    Alte LORENZ sind unschlagbar langlebig, echte LORENZ haben Typ

    und Fabrikat im Alublech eingebrägt. Den Aluschirm zu entfernen ist

    nicht ratsam, im Inneren ist Asbest, also eigentlich "SONDERMÜLL"

    Die C3g ist eine HF-Röhre für ZF-Verstärker mit 70 MHz also eine ganz

    andere Hausnummer.

    Als Triode geschaltet aber auch eine gute Treiber-Röhre für 2A3/300B

    Die 1626/VT137 habe ich mal als Line-Stufe mit einem SOUTER-ÜT

    verwendet (10K auf 600Ohm)

    Klanglich nicht schlecht, aber auch als Mikrophon brauchbar.

    Wenn mit ÜT würde ich die C3m nehmen, wenn ohne, die C3g.

    Wenn jemand solche Röhren braucht, bitte melden.

    Gruß

    heinrich

  • Hallo Zusammen,

    m.E. ist die C3g auch die wesentlich bessere Röhre und das sag ich jetzt nicht weil ich noch ca 200 davon rumliegen habe. Die C3g ist eine Spanngitterröhre und ihr eq. rauschwiderstand ist 3 fach kleiner als der der C3m.

    Alles schön und gut, aber die C3g ist verdammt empfindlich was Mikrophonie angeht. Zumindestens die die ich hatte.


    Ich habe dann auf C3o gewechselt, was recht einfach, da meine C3gs alle die gleiche Sockelbeschaltung wie die C3m/C3o hatten.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo,


    ja die Sockelbeschaltung C3m,C3o,C3g ist identisch. Die C3o ist ja eine C3m mit 6,3 Volt Heizung .


    Seltsam das ihr mit der C3g Mikrofonieprobleme hattet. Hab damit schon mehrfach Phono-Pres gebaut und nie Mikrofonieprobleme gehabt. Ausserdem war deutlich geringeres Rauschen im vergleich zur C3m für mich der Grund bei der C3g zu bleiben.


    gruss

    juergen


    Achso , Nachtrag ich betreibe die C3g/m/o nur in Triodenschaltung

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  • Hallo Jürgen,

    ja die Sockelbeschaltung C3m,C3o,C3g ist identisch.

    Eben nicht. Die C3g hat normalerweise eine andere Sockelbeschaltung. Es gab aber mal eine Serie, wo das der Fall war.


    Ich habe schon von vielen gehört, die Mikrophonieprobleme mit der C3g hatten.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Jürgen ,

    das hatte ich mal entdeckt und auch so in Jogis Forum beschrieben , leider ist das Archiv mit dem Beitrag nicht mehr einsehbar , sodaß nur noch dieser Verweis im Radiomuseum existiert .

    MfG , Alexander .


    https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_c3g.html

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hallo Alex,


    ja ich weis , war ja früher auch in Jogis Forum und hab Deinen Beitrag gelesen . Ich hatte sogar mal ein paar der alten C3g , hab ja früher bei der Post im Fernmeldedienst gearbeitet :)


    gruss

    juergen

  • Morgen allerseits,


    ich möchte nocheinmal das Thema Koppel C bei einem eisenlosen Aufbau ansprechen.


    Bin jetzt nicht der große Mathematiker und stufe mich eher selbst als Hobbyelektroniker ein, also habt bitte Nachsicht mit meinen Fragen.


    Welche Kapazitäten würdet ihr für einen vernünftigen Frequenzverlauf ansetzen? H.Siemens hatte seinerzeit 10uF angesetzt, was mir etwas zu konservativ scheint. Wenn man die gängigen Schaltungen der im Umlauf befindlichen OTL so betrachtet, werden dort vor allem Elko's mit um die 250uF eingesetzt.

    Da ich das ganze lieber mit Folien C's bauen möchte, bräuchte ich hier den rat der Experten.

    Hatte irgenwo mal die Formel zur Berechnung dazu gelesen, finde diese aber leider nicht mehr .....


    Die ganzen High End C's (ala Mundorf) kommen aber nicht in Frage, da mein Budget beschränkt ist ;-)


    An die Wima DC-Link Kondesatoren käme ich bei uns im Geschäft kostengünstig heran. Wobei 20x10uF parallel x2 ganz schön groß für einen KHV werden kann ...LOL


    Freue mich auf Eure Meinungen und Vorschläge!


    Gruß Thomas

  • Super! Das ist mal ne Ansage. Werde ich gleich


    Die Wima DC-Link sind ja eher Zwischenkreiskondensatoren. Die Wima MKP10 hingegen sollen eher für Audio Anwendungen geeignet sein. Wirken sich die Unterschiede klanglich aus, oder ist das eher vernachlässigbar? Wie gesagt, soll der Aufbau eher Mid-Budget und nicht High End sein ;-)


    Gruß Thomas