Filterzentrale, selbst gebaut, aber wie? Vorschlag...

  • Hallo zusammen,

    da dieses Thema im Thread "Netzfilter meine eigenen Erfahrungen" - Netzfilter meine eigenen Erfahrungen - Überhand genommen hat und mittlerweile das Thema dominiert, habe ich mich entschlossen einen eigenen Thread dafür zu erstellen. Hoffe das ist im Sinne der Allgemeinheit.


    Als erstes habe ich unten eine Bild angehängt, welches ein generelles Konzept einer solchen Einheit darstellt. Dieses Konzept möchte ich weitestgehend variabel gestalten damit sich eine jeder eine für seine Bedürfnisse geeignete Filtereinheit massschneidern kann.


    Ein zentrales Thema für so ein Projekt ist immer auch das Gehäuse. Mir schwebt da eine Lösung vor, welche alle notwendigen Ausbrüche und Bohrungen enthält, so das ein Aufbau ziemlich einfach von statten geht. Das schränkt die Auswahl der einzelnen Module natürlich etwas ein, was aber zu verschmerzen ist. Bei allen Modulen sind Vorschläge von eurer Seite gern gesehen, und ich denke man wird sich da einigen können.


    Ich beschreibe jetzt einfach mal die einzelnen Module, und führe die geforderten Eigenschaften "von-bis" auf:


    1. C14 Eingangsmodul: hier habe ich auf ein Modul von Schurter zurückgegriffen, es beinhaltet neben der C14 Buchse noch einen Sicherungshalter und einen 2-poligen Wippschalter. Somit ist der Schalter auf der Rückseite angebracht, was ich eh für Sinnvoll halte, denn die Zentrale sollte so wenig wie möglich Ausgeschaltet werden. Keinesfalls sollte es als zentraler Ein- und Ausschalter für die gesamte Anlage "missbraucht" werden. Kosten etwa 10,- €, Monatge Snap-in, Schaltvermögen 10A

    2. DC-Filtermodul: hier habe ich meinen eigenen Entwurf angedacht. Es ist erst mal nur eine Universalplatine (Kosten abhängig von der Nachfrage, Zielpreis etwa 10,- €) welche professionel von einer Firma in Deutschland erstellt wird, mit 70um Leiterbahnstärke. Auch hier hat jeder die Dimensionierung nach eigenem Bedarf in seiner Hand - von 500 Watt bis 2,5 kW. Kosten für die zusätzlichen Bauteile - zwischen 20,- und 50,- €.

    3. Schutztrafo: Ringkern mit einer Leistung von 300 - 600 VA, eventuell auch führ bis zu 1.000 VA. Gedacht ist dieser Störschutztrafo zur Versorgung von Vorverstärkern und Signalquellen, welche in der Regel nicht mehr ziehen als 20 VA. Somit ist ein 600VA Trafo soweit überdimensioniert, das ein Dynamikeinbruch bei den angeschlossenen Geräten nicht zu befürchten ist. In vielen Fällen kann ein 300 VA Trafo schon ausreichen. Ein größerer Trafo beansprucht auch mehr Platz, was zwangsweise auch ein größeres Gehäuse nach sich zieht.

    Benötigt wird eine Ausgangsspannung von 2x 115 Volt AC, eine Schirmwicklung ist sehr empfehlenswert, für manch einen kann auch ein 2x 115 Volt Eingang sinnvoll sein. Zu den möglichen Modellen kommen wir später, es gibt mehrere Anbieter in unterschiedlichen Preisklassen und Qualitäten, welche sich zum Teil drastisch im Preis unterscheiden. Auch hier soll jeder die Möglicjkeit seiner eigenen Auswahl haben, oder eben meiner Empfehlung - oder der anderer - folgen.

    4. EMI-Filter: neben den zur Zeit heiß diskutierten Filter von Thel-Audio gibt es noch andere Anbieter. Allen Gemein ist, das man diese gezielt einsetzen sollte, und die Vorgehensweise "viel hilft viel" auch ein Schuss nach hinten sein kann. Bei Geräten, welche bereits einen Filter integriert haben, reicht oftmals schon ein Klappferrit in der Nähe des Netzeinganges. Die tieferfrequenten Störungen übernimmt eh der Störschutztrafo. Dagegen ist der Whest Audio Phono Preamp, welchen ich bisher schon zweimal hier hatte, ohne EMI-Filter aufgebaut. Diesem würde ein solche Filtereinheit garantiert gut tun. Ob und wieviele Filter jemand verbaut hängt also auch wieder von dessen Gerätekonfiguration ab. Wer unsicher ist hat aber auch jederzeit die Möglichkeit ein Filter (oder mehrere) nachzurüsten. Ein Filter vor dem Trafo macht meiner Ansicht nach wenig Sinn, hat der Trafo selbst schon eine bessere Wirkung als jeder EMI-Filter.

    5. Verdrahtung: die gezeigte Verdrahtung hat einen gefilterten Ausgang vor dem Störschutztrafo, drei gefilterte und zwei ungefilterte Ausgänge. Hier hat wieder jeder völlig freie Hand wie und wo er was anschliesst, gefiltert oder nicht. Das geplante Gehäuse verfügt über die Möglichkeit bis zu 6 Schuko-Anbaudosen zu montieren. Die Ausbrüche werden so gestalltet, das den endgültigen Ausbruch jeder kinderleicht selbst vornehmen kann. So können auch nur zwei Dosen montiert werden, ohne das dann überflüssige Löcher das Bild stören.

    Der Ausgang vor dem Trafo ist für stärkere Verbraucher gedacht - Vollverstärker, Receiver, Endstufen - also Verbraucher welche den Trafo soweit belasten würden, das sich dessen Widerstand eher negativ bemerkbar macht. Ein guter EMI-Filter und ein DC-Filter können schon eine ganze Menge bewirken. Ein Filter hinter dem Trafo kann dagegen gezielt für digitale Gerätschaften und/oder solche Verbraucher sinnvoll sein, welche mit einem Schaltnetzteil ausgerüstet sind. Dabei geht es primär darum, das die Störungen nicht in den Versorgungskreis des Störschutztrafos gelangen, und somit wieder andere Gerätschaften stören. Deshalb gehört auch ein Ferritring zwischen Trafo und EMI-Filter, und das möglichst nah am Eingang des Filters.


    Was noch folgt:

    - eine Beschreibung der einzelnen Module im Detail. Es werden ausschließlich Module empfohlen, welche VDE-Zertifiziert sind. Datenblätter sind jederzeit zu bekommen, und werden von mir in einer PDF-Datei gesammelt zum Download bereitgestellt.

    - eine Anleitung für den Zusammenbau, mit entsprechenden Hinweisen bezüglich der gesetzlichen Anforderungen. Das wird etwas dauern, muss ich das doch mit einem hiesigem Fachbetrieb entsprechend abstimmen. Kritikpunkte, Ratschläge und Empfehlungen der Fachleute im Forum berücksichtige ich gerne. Was habe ich als Kind schon immer gehört? "du kannst zwar alles essen, aber du kannst nicht alles wissen" - ich bin also keineswegs Kritikresistent...:)

    - ein Entwurf für das Gehäuse. Dieses kann ich hier problemlos bauen lassen. Ich kann zwar noch nicht sagen was es kosten wird - ich muss dem Hersteller ja erst mal ein 3-D Model vorlegen - aber aus Erfahrung kann ich sagen das man mit 10 St. schon unter 50,- € kommen kann. Wenn es mehr werden, umso besser für alle. Gefertigt wird es aus 2 mm Blech (üblich sind 1,5 mm, aber der Trafo...), Laserschnitt, dann gebogen. Deckel bekommt eine schwarze Pulverbeschichtung in Feinstruktur.


    Das wars fürs erste.


    Gruß


    Matej

  • Hallo Matej,

    klasse Idee das hier auszulagern.


    Ich habe mich im Thread "Netzfilter meine eigenen Erfahrungen" überzeugen lassen, dass eine Isolationsüberwachung im Sekundärteil des Trafos in so einer Schaltung die Sicherheit erhöht und wohl auch gefordert sei bei Anschluss mehrere Verbraucher wegen Unwirksamkeit eines primärseitigen Fi-Schutzschalters.


    Auch frage ich mich, ob nicht zumindest eine (Fein-) Sicherung am zenralen Pol der Sekundärseite sinnvoll wäre.


    Im Hinblick auf eine evt. künftige (Sammel-) Bestellung würde mich leistungs- und preisabhängig ggf. ein 230 auf 2x 115 Volt Trafo mit Störschutzwicklung interessieren.

  • Hallo Matej,


    den parallel laufenden Thread habe ich mit Interesse verfolgt und für mich entschieden solch eine Filterzentrale auszuprobieren/nachzubauen.

    Dein Vorschlag hier kommt mir also sehr entgegen, danke!


    Mir schwebt da eine Lösung vor, welche alle notwendigen Ausbrüche und Bohrungen enthält, so das ein Aufbau ziemlich einfach von statten geht.


    Die Idee ist geradezu Ideal, allerdings dachte ich daran eventuell auf die Neutrik PowerCon True1 zurückzugreifen.

    Ist das eventuell machbar und sinnig und wenn ja kann man das, so denn ein Bedarf besteht, berücksichtigen?


    http://www.neutrik.com/de/powercon/powercon-true1/

    LG

    Berthold


    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von LIZARD () aus folgendem Grund: Link angehängt!

  • Hallo Matej,


    gerade wenn man hier eine Schaltung erarbeitet, die vielleicht mehrere Leser umsetzen, sollte man darauf achten, dass sie den gesetzlichen Anforderungen (die in Normen definiert sind) entsprechen. Daher möchte ich daran erinnern, dass eventuell ein FI oder eine Isolationsüberwachung notwendig sein könnte.


    In dem anderen Thread wurden ja Links zu USVs geliert. In dem einen Link wurde auch das Thema FI hinter einer USV angesprochen. Genauso wie ein Trafo wird durch eine USV eine galvanische Trennung realisiert und daher könnten den Ausführungen in dem Link durchaus interessant sein. Ich habe mir den Link nicht detailliert durchgelesen, empfehle es euch aber dies zu tun, wenn ihr hier eine Schaltung mit einem Trafo plant.



    Gruß


    Uwe

  • Wenn der sekundäre Mittelpunkt des Enstörtrafos geerdet ist funktioniert auch ein FI auf der Sekundärseite....

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Meine Generation hat es fantastisch verstanden, alles zu beschreiben, was nicht funktioniert. Wir haben aber vergessen festzuhalten, wo Menschen versuchen, begehbare Wege zu finden. [Ronald D. Laing]

  • Moin Matej,

    ich würde den Netz-Trenn-Schalter stärker dimensionieren oder sogar Doppelkontaktschalter verwenden. Ich denke je nach Gerätschaften, es ist ja nicht nur der Trafo, "altert" der ziemlich schnell ... und dann wird die ganze Kette müde.

    Jrooß Kalle

  • Moin moin!


    - Braucht man überhaupt einen Netztrennschalter?

    - Wie sieht es mit einem Einschaltstrombegrenzer bei größeren Trafos aus?

    - Bitte (Schmelz-)sicherungen hinter dem Trafo für beide stromführenden Leitungen berücksichtigen.


    Gigawatt verwendet hydraulische Sicherungsautomaten von Carling. Sie schreiben irgendetwas von "eigener Konstruktion", glaub ich aber nicht. Die Teile von Carling sind nicht billig (ca. 50,-/ Stk.) aber vielleicht nicht uninteressant?


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • Hallo zusammen,

    da ist ja einige über Nacht passiert. Aber der Reihe nach.

    Die Sicherung(en) im Sekundärkreis habe ich ganz einfach vergessen, selbstverständlich gehört da eine (zwei) rein.

    soundhaudegen : die Nummer mit dem FI auf der Sekundärseite hat sich eigentlich schon geklärt (nicht notwendig). Ich werde jedoch unabhängig davon hier einige Fachleute vor Ort befragen, und auch selber Tests durchführen, welche ich hier auch dokumentieren werde. Ich hoffe auf ein eindeutiges Ergebnis - egal in welcher Richtung.

    LIZARD : die Berücksichtigung der Neutrik POWER-CON ist möglich, würde passen. Ob das sinnvoll ist oder nicht wird sich noch klären. Warum willst du auf POWER-CON gehen?

    Uwe Mettmann : deiner Forderung (ebenso wie anderer auch) wird auf jeden Fall entsprochen, habe ich im Eingangsbeitrag ja auch schon erwähnt

    Kalle Mk II : guter Tip, zumal ein fest verbautes Modul hier wenig Möglichkeiten einer einfachen Reparatur bietet. Mir schwebt da auch schon was vor, dazu später mehr (wenn die einzelnen Module besprochen werden)

    baltaman : auch deine Anmerkungen kommen bei den Besprechungen der einzelnen Module zu den TOPs.


    Eigentlich wollte ich die Module ja der Reihe nach besprechen. Doch hat sich bezüglich der Trafos mittlerweile was getan, so das ich erstmal diesen Punkt behandeln möchte.

    Die bisherigen Anforderungen an den Trafo lauten:

    600 VA - prim. 230 Volt - sek. 2x 115 Volt - Schirmwicklung - Teilverguss

    - die 600 VA können als variabel angesehen werden (Stichwort: individuelle Lösung)

    - die sek. 2x 115 Volt sind ein Muss,

    - die Schirmwicklung wird sehr empfohlen (erhöht die Filterqualität)

    - Teilverguss wird sehr empfohlen (Stichwort: Drucklose Montage)


    Nun ist es ja so, das es solche Trafos schon fertig zu kaufen gibt, und wenn nicht, kann man sich diese auch wickeln lassen. Kandidaten dafür wären:

    Sedlbauer - gibt so ein Fertigmodel, nur ohne Schirmwicklung, mit Leistungen von 100 VA, 200 VA, 300 VA, 500 VA und 1.000 VA - http://www.sedlbauer.de/de/pro…nten#rkt-standardprogramm

    Multi-CB - dort kann man sich gute Trafos in allen gewünschten Leistungsklassen und allen Optionen wickeln lassen, per online-Kalkulator kommt man sofort zum Preis, recht günstig - https://www.multi-circuit-boards.eu/index.html

    HIT-Elektronik - kennt keiner, ist mein hiesiger Anbieter (Slowenien). Ich meine zu wissen das er Multi-CB beliefert. Ob das für alle Ausführungen gilt weis ich nicht.

    Problem sind hierbei jedoch die Versandkosten - https://www.hitelektronik.si/deutsch/dtoroidi.htm

    Tauscher - sehr gute Qualität "Made in Germany", wickelt alles was man haben will (und Sinn macht) - http://www.tauscher-transforma…html/ringkerntrafos2.html

    Müller Rondo - Premiumqualität "Made in Germany", teurer als Tauscher - http://www.mueller-rondo.com/produkte.htm

    Plitron - vielleicht das beste was man bekommen kann, sündhaft teuer, Modelle für den Audiobereich wurden in Zusammenarbeit mit Bryston entwickelt (der Vorreiter der DC-Filter Entwicklung), ansässig in Kanada - wer das beste will und bereit ist dafür tief in die Tasche zu greifen - bitteschön: https://www.plitron.com/


    Nun hat sich über Nacht ja was getan. Forumsmitglied dieter12 kauft regelmässig bei Müller Rondo, und hat sich für die Organisation einer Sammelbestellung bereit erklärt. Meine ursprüngliche Idee sowas selbst zu organisieren kann ich somit fallen lassen, weil der hiesige Anbieter zwar gute Trafos baut, aber einerseits an Müller Rondo nicht herankommt, und die fälligen Versandkosten jegliche Preiskalkulation verschmutzen.


    Alternativ gäbe es noch sehr gute Trafos von Talema, recht günstig. Sehe ich durchaus als Konkurenz zu Müller Rondo oder Tauscher.


    Das wars fürs erste, jetzt muss ich arbeiten...:)


    Gruß


    Matej

  • Hallo Matej,


    was wäre mit dem NTT-650 von Thel? Kostenpunkt 129,-/ Stk.


    Das Ding baut bei mir eine symmetrische Sekundärspannung auf (Hr. Hartwig wusste das selbst nicht) und hat eine Schirmwicklung. Der RKT ist vollvergossen und brummt nicht ein klitzekleines Bischen. Er wird auch nur handwarm. Der maximale Verbraucher (Vollverstärker, ich habe alle Geräte meiner Kette an dem NTT) zieht allerdings auch nur 250VA max., den Rest (Tuner, Phono-Pre, Dr. Fuss-Motorsteuerung des Plattenspielers) würde ich auf ca. 50VA schätzen.


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • Hi,


    mein Vorschlag wäre sich mit einer kompetenten Firma zusammen zu setzen, z.B. Freicomp, und ein Filter zu erstellen, das dann als Groupbuy Projekt realisiert werden könnte.

    Die oben genannte Firma ist in dem Marktsegment angesiedelt und stellt Filter und Wickelgüter vorrangig Kunden-spezifisch her, hat aber auch einen Portfolio an Standard-Produkten.

    Das hätte sicher mehr Hand und Fuß als die zahlreichen Spekulationen die hier bereits ins Kraut geschossen sind.

    jauu

    Calvin

  • Hallo Calvin,

    warum sollte ich das tun, wo ich doch genügend Fachleute hier vor Ort habe?


    Die genannte Firma mag in dem Marktsegment angesiedelt sein, aber ich sehe keinerlei Produkte und Referenzen im Audio-Bereich.


    Was die Spekulationen angeht - sicherlich kommen jede Menge Fragen von den potentielen Interessenten, aber es sind normale User, welche lediglich eine Lösung suchen. Konstruieren tun sie das Gerät nicht. Das mache ich ganz allein. Wenn ich Grundmaterial liefere, dann nur Zeugs was Hand und Fuß hat und jegliche VDE und sonstige Prüfungen besteht. Wäre ja nicht mein erstes Gerät. Auch wenn diese Prüfungen für Bausätze nicht notwendig sind, so sollten und werden doch alle verwendeten Bauteile über entsprechende Zertifizierungen und Zulassungen verfügen.


    Wo ist das Problem?


    Gruß


    Matej

  • Hi,


    Meine Güte, das war nur ein wohlmeinender Vorschlag an die Gemeinde :wacko:

    Aus meiner Sicht gibt es einige und sehr gute Gründe in die Richtung eines -nenn ich jetzt einfach mal so- Forenfilters zu denken.

    - fertiges Gerät/Baustein/Modul

    - Ausschluß von DIY Fehlerquellen

    - Sicherheit für den Endanwender bezgl. Funktion, Zuverlässigkeit und Approbationen

    - Sicherheit in der Auswahl der verwendeten Bauteile, Werkzeuge und der Verarbeitung

    - Sicherheit, daß die gesetzlichen und Sicherheit-technischen Vorschriften eingehalten sind

    - alles aus einer Hand und zuverlässiger Quelle

    - unbestreitbare Kompetenz .... medizinischer militärischer Bereich, Zulieferer u.A für Schaffner und sicherlich mehr oder detaillierter als von jemandem, der gelegentlich ein Filter baut (womit ich ausdrücklich nicht Dich meine!)


    Das sie im Audiobereich keine Referenzen angeben heißt nicht, das sie nicht auch in diesem Bereich als Zulieferer/OEM tätig sind.

    Und allen Ernstes .... es geht um Filter .... eine technisch klare Aufgabe .... am besten nüchtern angegangen .... ohne nebulösen HighEnd Dummfug ..... im Verlaufe der Entwicklung kommt sonst sicher ein Goldohr noch auf die Idee X- und Y-Kondensatoren durch Silber-Gold-Folien-Caps zu ersetzen und eine Commonmode-Drossel durch Bandspulen ;)

    Oder schlimmer noch ... es sähe am Schluß so grusig aus wie diese kürzlich gezeigten Isotek-Leisten.

    Das wären nicht mal alle Gründe, sollte aber allein schon reichen.

    Ansonsten gilt wie üblich: Macht doch was und wie und mit wem Ihr es wollt. 8)


    jauu

    Calvin

  • Edit: Quelle http://www.freakingnews.com/Me…-Model-Pictures-55174.asp



    ....und nun zurück zum Thema:


    Ich dachte immer, ein FI-Schutzschalter braucht 3 Anschlüsse - Phase, Null und Schutzleiter - und reagiert auf Differenzen zwischen Null und Erde?


    Ich selbst habe mich jetzt für ein BENDER-Isolationsüberwachungsgerät-IRG-140P entschieden.

  • Hallo Steffen,


    bist du bzgl. der symmetrischen Sekundärspannung wirklich sicher? Wenn man das Bild des Trenntrafos aufruft und die Sekundärwicklungen ansieht, wie soll das bitte funktionieren? 1x 10VAC und 1x 220VAC. Da kann doch keine Symmetrie rauskommen. Hierfür bräuchtest du 2x 115VAC als Sekundärwicklung.


    Viele Grüße,

    Mike

  • Den Thel NTT-650 halte ich auch nicht der Symmertierung fähig.


    Aber eine Möglichkeit auch andere Spannungen für individuelle Anwendeungen zu überdenken, finde ich gut.


    Beispiele wären 220V, 110/115V oder auch z.B. die oft diskutierten 200V für Thorens TD124


    Edit: die müßten auch nicht zwangläufig symmetrisch sein

  • OK,

    aber....

    ohne nebulösen HighEnd Dummfug ..... im Verlaufe der Entwicklung kommt sonst sicher ein Goldohr noch auf die Idee X- und Y-Kondensatoren durch Silber-Gold-Folien-Caps zu ersetzen und eine Commonmode-Drossel durch Bandspulen ;)

    Leute die nebulösen HighEnd Dummfug anstellen, machen das auch bei Fertiggeräten. Das wirst du nie verhindern können.

    Meine grundsätzliche Aussage, egal um welche Gerätegruppe es auch immer ging, war bisher immer, das ein Gerät technisch und handwerklich richtig gemacht sein muss - erst dann kann man über HighEnd reden und auch beurteilen. Ich habe viele Geräte (nicht nur im Audio-Bereich) vor mir gehabt, und bin oft genug auf Modelle gestoßen, bei welchem ich die Verantwortlichen am liebsten wieder auf die Schulbank geschickt hätte.

    Alles schön und gut - ein Fertiggerät ist selbstverständlich das sicherste. Aber wer ein Fetiggerät anbietet, der muss es auch Certifizieren und entsprechende Prüfungen durchführen lassen. Das wird teuer, und lohnt sich nie für 30 oder 50 Geräte (oder auch weniger). Dann kommst du nämlich wieder in diese Preisschleife, bei welchen die Leute dann so gern von Abzocke reden - was mir immer wieder gegen den Strich geht.


    Mit einem - sagen wir mal - Open Source Projekt, werden viele Probleme in einem abgearbeitet:

    1. mögen die ein oder anderen Vorschläge von den Interessenten bei dir Augenrollen verursachen, so hat es doch einen entscheidenden Vorteil - diese Sonderwünsche werden angesprochen und die dahinterliegende Problematik erklärt. Es kommt somit zu einem Lerneffekt für die Teilnehmer, was den Blick auf die Technik aufhellt und die eigenen Ansprüche in Frage stellt. Offen darüber reden, ohne dem anderen gleich Schwachsinn oder zu kurz geratene Körperteile zu unterstellen führt eher zum Ziel. Das hat im angesprochenem Thread ja weitestgehend funktioniert.

    2. - somit kommen wir zu dem Punkt der individuellen Lösung. Mit einem Fertiggerät geht man in 90% der Fälle an den Anspruch vorbei, den Leuten das zu bieten was die Leute an Ausstattung und Leistung brauchen. In manchen Fällen reicht eine 300 VA Version, in anderen Fällen sind selbst 1.000 VA zuwenig. Dem einem reichen 3 Anschlüsse, der nächste benätigt min. 10. Was nun? Mehrere Modelle bauen? Jedes Model prüfen lassen für mehrere tausend Euros?

    3. Ich habe lange damit gerungen ob ich das ganze überhaupt anbieten soll. Zu diesem Schritt habe ich mich entschlossen, als einige Fachleute im Ausgangsthread kritische Bemerkungen äusserten bezüglich des Konzepts und der Beurteilung der Betriebssicherheit einiger selbsgebauter Kisten. Da habe ich mir gedacht "ok, gemeinsam kriegen wir das schon hin". Den gerade die Argumente der elektrischen Sicherheit und der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften sind wichtig und müssen besprochen werden. Der obligatorische Schlusssatz in roter Schrift ist auch nur eine gesetzliche Vorschrift und gerne Gedankenlos überlesen. Darüber reden mit Leuten welche in diesem Fach zuhause sind macht da deutlich mehr Sinn. Man akzeptiert solche Vorschriften eher wenn man sie auch versteht und den Sinn dahinter begreift.

    4. ein weiterer Lerneffekt dürfte auch sein, das die Teilnehmer gute Arbeit von schlechter Arbeit zu unterscheiden lernen, und somit auch einfacher eine Entscheidung treffen können - auch wenn sie sich nicht für dieses Projekt entscheiden und lieber auf ein Fertigprodukt zurückgreifen


    Und all das - oder zumindest das meiste davon - würde hinfällig, wenn man das ganze einem Fachbetrieb in Hände gibt, und man sich selbst wieder schön zurücklehnen kann. Ist ja auch weniger anstrengend.

    Oder schlimmer noch ... es sähe am Schluß so grusig aus wie diese kürzlich gezeigten Isotek-Leisten.

    ....

    .....

    Nicht mit mir!:cursing:

    Und wenn du dabei wärst noch weniger:)


    Gruß


    Matej

  • Ein FI Schutzschalter braucht nur L und N Anschlüsse. Wenn man sich an die VDE Regeln halten möchte wäre ein FI Schutzschalter auch nicht ausreichend. Für solche Ortsveränderlichen Geräte braucht es eine SPE-PRCD Schutzeinrichtung.

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Meine Generation hat es fantastisch verstanden, alles zu beschreiben, was nicht funktioniert. Wir haben aber vergessen festzuhalten, wo Menschen versuchen, begehbare Wege zu finden. [Ronald D. Laing]

  • Danke Dieter, klingt überzeugend.


    "....Nach dem Prinzip des Summenstromwandlers vergleicht der SPE-PRCD den über den Außenleiter zum Verbraucher hingeleiteten Strom mit dem über den Neutralleiter vom Verbraucher zurückkehrenden Strom. Stellt der SPE-PRCD eine Differenz die größer als 15 mA - 30 mA (0,5-1x I Delta N) ist fest, schaltet er den Stromkreis innerhalb von 0,2 s ab, da der Strom den Stromkreis offensichtlich auf einem nicht dafür vorgesehenen Weg verlässt..."

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/SPE-PRCD


    Ist wohl Gesetz, einen tatsächlichen Vorteil gegenüber Isolationswächtern muss ich wohl deshalb getrost nicht weiter hinterfagen. Würde mich aber interessieren....