Filterzentrale, selbst gebaut, aber wie? Vorschlag...

  • Hallo Jochen,

    bei der Größe empfehle ich entweder:

    a) auf einen Trenntrafo zu verzichten und lediglich den DC-Filter einzusetzen. Für den DC-Filter in 2-kW Ausführung kein Problem. Ich betreibe so meine Endstufen.

    b) einen Trenntrafo pro LS mit min. 1 kW, passt jedoch nicht in das geplante Gehäuse.


    Dazu noch einige Besonderheiten:

    soweit ich weis, verwendet Linn für diese Box ein Schaltnetzteil, dazu auch eine digitale Frequenzweiche. Das Netzteil ist mit Sicherheit mit einem Filter versehen, weshalb eine weitere Filterung entfällt. DC-Filter tun auch einem Schaltnetzteil gut. Meine empfohlene Konfiguration: Zwei getrennte Abzweigungen zwischen DC-Filter und der EMI/Trenntrafo-Kombination für die LS, versehen mit einem Klappferrit. Hinter dem Trenntrafo dann der Rest der Gerätschaften. Passt alles in das geplante Gehäuse.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Matej,

    das ist eine gute Idee. Leider bin ich mir nicht so sicher, dass Linn wirklich wirksame Filter vor den Schaltnetzteilen hat, denn schließlich ist der Erdungspotentialausgleich bei der Schirmung bei der Ethernetschnittstelle auch ein Problem. Dennoch würde ich es nur mit den DC Filter bei den Boxen probieren.


    Viele Grüße


    Jochen


    PS: Das Gehäuse und die Schaltung sind noch nicht endgültig fertig, oder?

  • Hallo Jochen,

    ich würde es auf jeden Fall mit Ferritkernen oder Klappferriten versuchen, für jeden Lautsprecher einen. Also zwei getrennte Ausgänge.


    Bevor du einen weiteren Filter davorsetzt würde ich mich mal bei Linn erkundigen was die dazu sagen. Schaltnetzteile haben anders dimensionierte Filter als Geräte mit klassichen Netzteilen, da könnte möglicherweise was gehen.


    Die Platine für den DC-Filter habe ich bereits fertig. Was fehlt sind das Gehäuse und die Verteilerplatine. Beim Gehäuse warte ich noch auf die endgültige Zeichnung. Wenn der Entwurf angenommen wird dauert es dann noch etwa 14 Tage bis ich die Gehäuse hier habe. Alles alles zusammen noch ca. 4 Wochen. Die Verteilerplatine werde ich in Kürze bestellen, dürfte dann in etwa 14 Tagen fertig sein.


    Der Rest kann von jedem einzeln bei Conrad oder RS Components bestellt werden. Die ausgesuchten Komponenten gehören dort allesamt zum Standardrepertoire.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • DC-Filter tun auch einem Schaltnetzteil gut.

    Hallo Matej,


    ist das wirklich so?

    Im Gegensatz zum konventionellen Trafo liegt die Wechselspannung doch nicht an einem Trafo an, der durch den DC-Anteil in die Sättigung getrieben wird. Beim Schaltnetzteil wird die 230 V Wechselspannung sowieso gleichgerichtet, daher kann man anstelle einer 230 V Wechselspannung auch eine 310 V Gleichspannung anlegen und es funktioniert. Wenn das geht, was soll da ein DC-Offset von unter einem Volt auf der Wechselspannung ausrichten?



    Gruß


    Uwe

  • ..., denn schließlich ist der Erdungspotentialausgleich bei der Schirmung bei der Ethernetschnittstelle auch ein Problem. ...

    Hallo Jochen,


    solche Probleme kann man oft umgehen, indem man einfach ein ungeschirmtes Ethernetkabel verwendet.


    Gruß


    Uwe

  • Hallo Uwe,

    gut argumentier!

    Ich habe an meiner Anlage zwei Geräte mit Schaltnetzteil, eine Zeit lang hatte ich auch die Schaltnetzteile von Funk hier, zum testen mit meinem Phono-Preamp. Fand ich schon recht gut, nur leider nicht gut genug.

    In allen drei Fällen konnte ich eine Verbesserung ausmachen. Vielleicht wegen der Drossel am Eingang?

    Vielleicht ist keine Antwort, das fuchst mich auch. Und andere Erfahrungen würde ich schon noch gerne hören.


    Vorschlag von meiner Seite: wir testen das einfach mal.

    JoB : Hallo Jochen. Deine Lautsprecher wären ein prima Testkandidat. Ich schicke dir ein 2 kW DC-Filter zum Testen. Fertig und sicher verbaut in einem Gehäuse, mit zwei Ausgängen. Rein zum testen, damit du weist was dich erwartet. Und du teilst uns das Ergebnis mit. Was hälst du davon?

    Bei Interesse einfach eine PN an mich.

    Und wir wissen alle mehr...


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Gestern ist ein DC Filter von Matej zum Probehören für meine Linn Akubarik Exakt Katalyst gekommen (Nochmal vielen Dank dafür!!!!). Ich habe sie heute Abend ausprobiert (nur die Boxen über den Filter). Zuerst etwas zum Setup: Wir wohnen im Altbau und das Zimmer hat alte Leitungen. Die Anlage und ein FritzRepeater 1750e hängen an einer Steckdose. Im Stromkreis befindet sich noch eine Deckenlampe mit vier Engergiesparlampen, eine Lampe mit Dimmer und im Nebenzimmer ein Router, Fernseher und diverse Steckernetzteile.

    Das Netzwerk geht vom Repeater über ein Ethernetkabel (Melco) zum Klimax DSM Exakt. Diese Verbindung ist "Kabel-sensitiv" und ein normales Cat5 Kabel hat eine deutlichen Einfluß auf den Klang (wahrscheinlich Massenproblem, denn es wird normales TCP/IP verwendet). Die Boxen sind über Melco Ethernetkabel angeschlossen.

    So, zurück zum Thema. Was hatte ich erwartet: ich war mir nicht sicher überhaupt einen Einfluss zu hören. Gehört wurden vollkommen unterschiedliche Stücke: von Bruhns, Rameau über Beatles in Mono zu M. O'Boyle und schließlich zu Placebo und Deep Purple. Es wurden immer zwei Stücke (FLAC-Streams vom NAS) erst ohne, dann mit, dann wieder ohne Filter gehört. Das Ergebnis war vom ersten Song eindeutig und überaschend: Ohne (!) Filter war es besser. Den Stimmen fehlte mit dem Filter das Leben und alles klang gedämpft. Das Schlimmste daran ist, dass ich das Ergebnis nicht verstehe. Wieso kann der DC Filter vor dem Netzteil einen negativen Einfluss haben? Im schlechtesten Fall sollte er doch unhörbar sein, oder?


    Viele Grüße

    Jochen

  • Hallo Jochen,

    starker Tobak!

    Erklärungen? Bin kein Spezialist für Schaltnetzteile, habe bis jetzt nur wenig probiert.


    Der Einwand von Uwe ist nachvollziehbar, ich hatte jedoch einen anderen Eindruck. Allerdings mit Netzteilen um die 20 Watt Leistung. Von daher - ?


    An den verwendeten Bauteilen gibt es nichts zu meckern. Bisher habe ich United Chemicon, TYP SMH und KMH, sowie EPCOS, TYP B41231 verwendet und im Einsatz. Bei dir sind die EPCOS verbaut, genauso wie auch an meinen Endstufen, allerdings klassische Bauweise, mit 350VA Ringkern pro Endstufe. Und der Filter davor ist genauso aufgebaut wie das Exemplar bei dir. Die Unterschiede waren mit und ohne Filter immer gleich - mit DC-Filter klang es besser, egal ob Epcos oder United Chemicon davor. Schliesse somit Optimierungsmöglichkeiten an der Stelle aus. Am max. Durchgangswiderstand von 0,05 Ohm kann es wohl kaum liegen


    Das Linn ein Netzteil baut was es in sich hat, und jedes China Netzteil locker stehen läßt - ich glaube darüber brauchen wir gar nicht zu zweifeln.


    Hat das ganze also auch was gutes. Würde sowas häufiger vorkommen, dann könnten wir uns den ganzen Kram sparen.


    Jedenfalls bin ich froh das wir das probiert haben.


    Trotzdem sollten noch einige Dinge ausprobiert werden. Du hast das Zeug jetzt da und hast alle Zeit der Welt. Denn eine Geschichte ist ja noch offen:


    Die verbauten Filterstufen in den Schaltnetzteilen dienen vornehmlich dem Zweck, das die Taktfrequenz nicht ins Netz zurück einstreut. Zumindest ist das vom Gesetzgeber so vorgeschrieben. Was von einem bereits versautem Netz in den Verbraucher einstreut kümmert meist wenig. Aber auch hier würde ich die Linn-Konzeption anders betrachten - vor allen Dingen nach diesem Ergebnis.


    Ich habe dir ja noch den Auth-Filter 516 (bis 16 Amp. belastbar) beiglegt. Nach Rücksprache mit dem Techniker von Auth kannst du diesen Filter für Schaltnetzteile bedenkenlos einsetzen. Ich empfehle daher diesen Filter auch zu testen, und zwar ohne DC-Filter. Und egal wie das ausgeht - zum Abschluss nochmal in Kombination - also den Auth-Filter vor dem DC-Filter und dann auf die Endstufen. Wie gesagt, du hast alle Zeit der Welt und hast das Zeugs jetzt da, kannst also die Gelegenheit jetzt nutzen.


    Sollte das alles zum gleichen Ergebnis führen, dann hat sich Linn 5 Sterne verdient. Kommt vor, aber leider viel zu selten.


    Jedenfalls bin ich neugierig geworden. Vielleicht finde ich ja doch noch einen Linn Händler hier vor Ort.


    Und froh bin ich trotzdem - nämlich das wir das probieren konnten.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Zusammen,


    am Verstärkungskonzept liegt es vermutlich nicht. Der Primare I22 reagiert in meinen Ohren mehr als deutlich auf das von mir verwendete Filter von Pithan Audio. Ich kann es, falls Interesse besteht, bei nächster Gelgenheit auch mal am Pioneer A50 checken.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Leider oder zum Glück hat keines meiner Geräte ein Schaltnetzteil.

    Die Auswirkungen sind bei mir nicht aufgetreten.

    Ich denke, es läßt sich keine pauschale Aussage zu grundsätzlichen Verbesserungen machen. Bei dem Einen wirkt es positiv, es kann aber auch sich ins Negative verkehren. (leider)


    Gruß

    Uwe

  • Hallo zusammen,

    also grundsätzlich habe ich die Filtercentrale so konzipiert, das durch den modularen Aufbau die verschieden Situationen aus vorliegenden Störungen, vorhandener Geräte und eigenem Anspruch, gelöst werden können. Insofern ist so ein Fall wie jetzt mit der Linn Akubarik durchaus willkommen, weil dadurch deutlich wird wie unterschiedlich schon allein die Auslegung der Gerätschaften ausfallen kann.

    .....

    am Verstärkungskonzept liegt es vermutlich nicht. Der Primare I22 reagiert in meinen Ohren mehr als deutlich auf das von mir verwendete Filter von Pithan Audio. Ich kann es, falls Interesse besteht, bei nächster Gelgenheit auch mal am Pioneer A50 checken.

    Deep Groove : Thomas, dein Fall unterstreicht eigentlich nur das, was über Schaltnetzteile allgemein bekannt ist: Filterung nach aussen ja, nach innen nein. Wenn mit den Pithan Audio ein weiterer Kanditat zur Auswahl steht, so ist das nur begrüßenswert.Nicht das mir am Ende noch unterstellt wird ich hätte was mit Auth :)

    In diesem Fall geht es jedoch um einen reinen DC-Filter, also keine Filterung von Störungen im Wechselspannungsbereich. Und da muss ich sagen das mir das Ergebnis Kopfzerbrechen bereitet. Keinen Unterschied hören - das lass ich mir ja noch gefallen, aber deutlich schlechter als ohne? Leider fehlen mir dazu einige technische Infos über die Akubarik um dafür eine Erklärung abzuliefern.

    Ich kann nur raten: wenn in der Akubarik bereits ein DC-Filter verbaut ist, dann ergibt sich durch die Reihenschaltung eine niedrigere Kapazität, und somit eine höhrere Resonanzfrequenz, was wiederum den Einsatz für die vorhandene Leistungsklasse einschränkt. Ist aber nur blanke Theorie.


    Er kann ja den Filter zu mir weitersenden und ich Teste das an meinen Crofts mit Ringkern? :)

    Auf solche Fragen habe ich gehofft. Je mehr Leute das mit ihren Geräten in unterschiedlichen Umgebungen testen, desto besser.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Matej,


    vielleicht kann ich etwas zum besseren Verständnis beitragen.

    Die Bewertung von komplexen Schallereignissen ist ja nicht trivial.


    Ich höre die Veränderung in meiner Anlage durch das Filter von Pithan ungefähr wie die Veränderung des Abschlußwiderstandes bei MC-Tonabnehmern. Ohne Filter klingt es im Vergleich zum Filter für mich unruhiger, was dazu führt, dass bestimmte Instrumente an Präzision verlieren.


    Beispiel: Sara K/Hobo Titel Me Missing you. Gleich zu Anfang des Tracks wird rechts ca. 2 - 3m vom Mikrophon entfernt eine Akustikgitarre schnell gezupft. Ohne Filter hört man die einzelnen Saiten nur mäßig getrennt, die Lokalisation im Aufnahmeraum ist unschärfer. Es klingt irgendwie „verhuscht“.

    Mit Filter höre ich die einzelnen Saiten präzise voneinander getrennt und die Position der Gitarre ist sehr genau im Raum zu lokalisieren.

    Es ist also sehr ähnlich dem Unterschied, den man bei Abschlusswiderständen von 100 Ohm vs 47 kOhm hört.Wobei in meinem Kontext 100 Ohm der in meinen Ohren „korrekte“ Abschluss wäre.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, und das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen mit Abschlusswiderständen, dass in anderen Anlagen die 47kOhm als besser, weil lebhafter, die 100 Ohm als zu leblos wahrgenommen werden.

    Genauso könnte es beim Einsatz von Netzfiltern sein.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • So, ich habe nun mit dem DC Filter + separatem Filter ausgiebig getestet gehabt.


    Verschiedene Aufbauszenarien waren:


    Separaten Filter vor alles, oder entweder nur vor den Vorstufen oder nur vor den Endstufen. Ebenso bin ich mit dem DC Filter vorgegangen, entweder vor alles, nur den Vorstufen oder nur vor den Endstufen. Dann noch jeweils in Kombination mit Filter und DC Filter. Ich habe also sehr viel umgesteckt. ;)


    Ich tu mich etwas schwer, hier die verschiedenen Höreindrücke zu schildern. Es viel mir sehr schwer, große Unterschiede herauszuhören. Ich schätze, diese waren sehr minimal vorhanden, könnte aber auch durch die regulären Schwankungen im Stromnetz herrühren. Was ich aber sagen kann ist, dass die Ringkern Trafos der Endstufen auf den zusätzlichen Filter (nicht den DC-Filter) mit verstärktem Brumm reagierten.


    Die fetten Netzteile der Vorstufe + PhonnoPre (je 550VA) zeigten sich komplett unbeindruckt, egal was davorgeschaltet wurde.


    Entweder ist das Stromnetz hier unauffällig oder die Netzteile sind recht robust, so dass ihnen das "Netz" nicht viel anhaben kann. Wir haben hier aber auch kaum Photovoltaik im Umfeld, bei uns auf dem Dach ist nichts.

  • Hallo Mike,

    um deine "Verwirrung" etwas zu "entwirren":

    Thema DC-Filter: in einem anderen Thread - Ringkerntrafos und verschmutzes Netz - ein besonderes Problem - habe ich Gründe und Auswirkungen von DC-Anteilen im Netz aufgeführt. Dabei ging es in erster Linie um die Probleme von Ringkerntrafos mit DC-Anteilen im Netz. Nach vielen Versuchen und Messungen (auch an komplett anderen Orten) konnte ich folgende mögliche Fehlerquellen ausmachen:

    a. Ringkerntrafos oberhalb von ca. 300 Watt neigen schnell zum Brummen wenn die Qualität nicht 100%ig ist. Und davon gibt es leider zu wenige.

    b. bei DC-Anteilen kommt ein Ringkern schneller in die Sättigung je größer er ist, auch ein guter. In solchen Fällen hilft ein DC-Filter.

    c. kleinere Ringkerntrafos zeigen in der Regel auch bei DC-Anteilen kein Brummen. Ist jedoch DC vorhanden, dann ist auch das Klangergebnis besser wenn man einen DC-Filter vorschaltet - es geht also nicht allein ums Brummen.

    d. DC tritt nicht nur bei in der Nähe verbauten Solaranlagen auf, sondern auch durch einige Geräte im Haushalt. Bei mir habe ich als Ursache damals die Umwälzpumpen der Zentralheizung ausgemacht - neben dem berüchtigtem Fön oder Kühlschrank. Der Witz an der Geschichte: 2 Jahre zuvor hatte ich schon mal einen DC-Filter vorgeschaltet, und damals hat der noch nichts gebracht. Offensichtlich waren die Probleme damals noch nicht vorhanden. Den ersten DC-Filter habe ich dann nach 6 Monaten wieder entfernt, einfach weil der nichts gebracht hat. Ist jetzt über 2 Jahre her, heute verwende ich den DC-Filter wieder, der positive Effekt ist jetzt deutlich hörbar. Messungen in anderen Wohnungen (in Wien, an zwei verschiedenen Orten) zeigten keinerlei DC-Anteile, der gleiche Ringkerntrafo, welcher bei mir immer heftig gebrummt hat, zeigte dort keinerlei Brummneigung, auch ohne DC-Filter.


    Thema Filterung: ich betone nochmals, seid vorsichtig mit dem Einsatz eines zusätzlichen Filters. Bei Thel-Audio wird ausdrücklich darauf hingewiesen, das niemals zwei Filter in Reihe geschaltet werden sollen. Das gilt nicht nur für zwei baugleiche Filter, sondern auch für zwei unterschiedliche Filter. Ich konnte auch an einem eigenem Gerät den negativen Effekt von zwei nacheinander geschalteten Filtern messtechnisch nachweisen. Wenn eine Gerät mit einem Ringkern oberhalb von 300 Watt mit einem vorgeschaltetem, externem Filter anfängt zu brummen, dann würde ich den Filter schleunigst entfernen.


    Und genau dies ist im Moment auch mein größtes Problem. Einerseits bin ich selber unsicher ob ich meine Geräte überhaupt mit einem Filter ausstatten soll, anderseits zögere ich mit einer klaren Empfehlung für dieses Projekt (Filterzentrale). Trenntrafo ja, bringt in 80% der Fälle etwas, aber eine Vollbestückung mit Filtern für jeden Ausgang? Eindeutig nein, bzw. nur im Sonderfall, z. B. wenn man die Einstreuungen von billigen Schaltnetzteilen aus den Kreis heraushalten will. Ansonsten sollte man hier Vorsicht wallten lassen.

    Der DC-Filter vor dem Trenntrafo soll eventuell vorhandene DC-Anteile vom Trenntrafo fernhalten - also erst mal ohne probieren, wenn es brummt, einen DC-Filter davorschalten. Macht natürlich auch nur Sinn, wenn man einen hochwertigen Ringkern verwendet.


    Bei deinem Problem könnte man sich vielleicht noch die Montage des Ringkerns vorknöpfen. Etwas Sylomer darunter und nicht zu kräftig anziehen. Wenn das nichts hilft, dann bleibt nur der Einbau eines hochwertigen Ringkerns, z. B. Müller-Rondo. Oder man nimmt das Brummen in Kauf.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Was hat DC im Netz mit Solaranlagen zu tun?


    Gruß,

    Uli

    Eine fehlerhafte Synchronisation, bzw. eine geringfügige Abweichung bei der Einspeisung ins Netz verursacht DC-Anteile auf der Netzleitung. Sagen die Experten - ebenso wie mein Elektriker, welcher selbst eine Solaranlage auf seinem Dach hat.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Zusammen,

    es geht endlich weiter, jetzt aber richtig. Nachdem ich mich einiger unangenehmer Aufgaben entledigt habe, kann ich mich endlich wieder Dingen widmen welche mich auch persönlich interessieren. Und so habe ich endlich ein fertiges Gehäuse hier, und habe natürlich sofort meinen bis jetzt provisorisch aufgebauten Netzfilter richtig aufgebaut. Siehe Fotos unten, weiter Fotos folgen.


    Das Gehäuse ist ja das eigentliche zentrale Element für eine flexibel gestaltbare Filter- bzw. Stromverteilungsanlage. Beim Zusammenbau fielen mir laufend weitere Varianten und Ausstattungen ein. Egal ob mit DC-Filter oder ohne, mit Trenntrafo oder ohne, Trenntrafo als Ringkern von 300 bis 650 VA oder einem Trenntrafo Lundahl (Schnittbandkern), mit voller Filterbestückung oder ganz ohne (reine Verteilungsfunktion wie eine Steckdosenleiste, nur nach eigenen Anforderungen), eine reine Deko-Frontplatte oder 19-Zoll Front mit Schaltern, Kontrollleuchten oder sonstigen Funktionen - alles ist einfach realisierbar.


    Deshalb werden noch einige kleine Modifikationen am Gehäuse vorgenommen. Am Preis ändert das nichts, nur die Anzahl an Möglichkeiten wird deutlich erhöht. Dazu gehören:

    a.) - als Anschluss ans Stromnetz habe ich eine C14-Buchse mit Schalter und Sicherung gewählt. Typ KM00.125.11, gibt es preiswert bei Mouser und RS Components, für ca. 6,50 €. Wird per Snap-in befestigt und fertig. Nicht jedem gefällt diese Lösung. Dafür gibt es zwei zusätzlich Plättchen, eins ohne Vorbohrung, eins für einen Standard-Kabeleinlass.

    b.) - für die Front sind zwei Löcher vorgesehen, über welche man eine Frontplatte montieren kann. Diese Frontplatte hat jedoch nur dekorativen Charakter, Funktionen sind nicht vorgesehen. Deshalb werden noch weitere 4 Löcher für die Aufnahme einer 19-Zoll Frontplatte sowie eine große rechteckige Aussparung gemacht, um Platz zu schaffen für die Montage von Schaltern, Kontrollleuchten und anderen Funktionellem Kleinkram.

    c.) - es werden noch weitere Löcher für die Befestigung eines Lundahl Schnittbandkerntrafos LL1662 (300VA) gemacht. Ist für die Interessenten welche lieber diesen einsetzen wollen (anstelle des Ringkerns). Übrigens, den DC-Filter kann man sich damit sparen.


    Der Preis für das Gehäuse beträgt 46,00 € incl. MwSt. ohne Versand. Vorausgesetzt ich komme auf 20 Bestellungen. Bei 50 Bestellungen werden es 39,00 € incl. MwSt. ohne Versand. Natürlich können sich auch Leute aus einer Gegend zusammentun, dann spart das Versandkosten.


    Gehäuseboden und Deckel sind aus 1,5 mm Stahlblech und werden mit 16 Schrauben (werden mitgeliefert) M4 zusammengehalten. 16 Schrauben auch deshalb, weil damit der Einsatz einer 19 Zoll Frontplatte und der damit verbundenen Montagemöglichkeit im Rack Rechnung getragen wird.


    FZ_von innen.jpgFZ_von oben.jpg


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer