LP - Verkaufstipp

  • Hallo,

    ich bin in Sachen Schallplatten ziemlich ahnungslos. Besitze seit Kurzem aus einem Nachlass gut 150 LPs (Rock/Pop, 60er bis 80er Jahre), die ich gerne verkaufen möchte. Habe mich im Netz schon mal ein bißchen schlau gemacht (z.B. discogs, popsike) und dabei festgestellt, dass wohl das ein oder andere "Schätzchen" dabei ist - u.a. mit einer sehr seltenen Original-LP von Canaxis 5 (Technical Space Composer's Crew, SRS002, von 1969). Ich möchte natürlich nicht übers Ohr gehauen werden, sondern schon einen guten Preis für speziell diese, aber auch die anderen LPs, erzielen.

    Wie bzw. wo bietet man so was am besten an? EBAY? discogs? Amazon? Plattenladen? Plattenbörsen? Kleinanzeigen? ... Habe eigentlich weder Lust noch Zeit, jede Platte einzeln zu beschreiben. Was würdet Ihr empfehlen? Die "Canaxis 5" liegt mir natürlich besonders am Herzen :)
    Über jeden Tipp würde ich mich sehr freuen.


    Viele Grüße

    Muppes

  • Moin Muppes,


    hier kannst Du dich mal orientieren, wie Platten gehandelt werden. Beachte auch die Spanne, Platten haben keine festen Preise!


    Dein Beispiel von 1969: https://www.popsike.com/php/qu…Composer%27s+Crew&x=0&y=0

    Viele Grüsse,
    Mario


    ٩(͡๏̯͡๏)۶
    "Denn der Grobianismus gehört zu den Deutschen, wie der Zwerg in den Garten. Wir sind die Meister der Pampigkeit! Wir sind Rüpel by nature.." (Ferda Ataman über 'Mürrische deutsche Leitkultur')
    ヽ(⌐■_■)ノ

  • Wie bzw. wo bietet man so was am besten an? EBAY? discogs? Amazon? Plattenladen? Plattenbörsen? Kleinanzeigen? ... Habe eigentlich weder Lust noch Zeit, jede Platte einzeln zu beschreiben.

    Viele Grüße

    Muppes


    Wenn Du es möglichst einfach haben willst, dann ist der Verkauf als Gesamtpaket an einen Plattenhändler sicherlich die beste Möglichkeit, allerdings preislich die mit Abstand schlechteste. Der Plattenhändler braucht auch noch ´ne Marge, er wird die Schätzchen schnell verkaufen, aber der Rest steht möglicherweise jahrelang rum, so dass Du mit einem Preis, je nach Musik und Zustand, von 1 bis 3 € pro Platte rechnen kannst.


    Wenn Du möglichst viel verdienen willst, dann musst Du Dir schon die Mühe machen, jede Platte auf einer Plattform einzeln anzubieten...


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?


    LINN - MastersounD - hORNS


    Just listen

  • moin, bei Discogs schauen und mittleren Wert aller bereits verkauften nehmen. Ist ja dort alles aufgeführt. Dann da dort alle einzeln rein zum mittleren Preis oder wenn es schnell gehen soll dann mit dem ermittelten Gesamtwert in Ebay-klein als Sammlung oder hier im Bietebereich.

    Grüße

    Knut



    "In der CD isch ka Lebe drin."

  • Habe eigentlich weder Lust noch Zeit, jede Platte einzeln zu beschreiben. Was würdet Ihr empfehlen?

    Das wird dir wohl kaum erspart bleiben, es sei denn du gehst mit dem ganzen Haufen zum Plattenladen und veramscht alles auf einmal für kleines Geld.


    Du würdest doch wohl auch nicht 150 Bücher kaufen ohne um den Zustand und die Titel zu wissen:wacko:

    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"

  • Moijn,


    entscheidend für den Wert eines Albums (so oder so) ist immer noch der Zustand. Eine verkratzte Gurke mit Wasserschaden-Cover ist im Normalfall nichts mehr wert. Schon kleinere Schäden führen normalerweise zur deutlichen Abwertung.


    Es hilft also nichts, jedes Album muss penibel untersucht werden, die LPs auf Kratzer, Hairlines, Rückstände usw., Cover auf Schäden wie Splits, gestauchte Kanten, Preisabrisse, Bemalungen wie Namenszüge (manchmal auch auf den Labels der Scheiben) etc.. Das Ergebnis sollte man systematisch sofort notieren, am besten auf einem kleinen Haftzetteln, den man zur Erinnerung ans Cover pappt. Sonst fragt man sich zwei Wochen später: "Wie war das noch bei dieser Scheibe....?", dazu dann auch den ermittelten Zirka-Preis notieren. Angebliche Top-Preise sind m.E. mit Vorsicht zu genießen, manche scheinen mir durch wiederholte Plattform-Angebote und Fake-Verkäufe gezielt "gehypt".


    Und die eigene Bewertung sollte sehr kritisch erfolgen, also das Vinyl unter gutem, harten Licht mustern, dann schützt man sich vor Reklamationen und evtl. Streit. Bei schwacher Beleuchtung sehen fast alle Platten "gut" aus.


    Mutmaßliche teure Pretiosen verkauft man separat mit detaillierter Beschreibung (auch der Herkunft, also um welche Pressung, wann und aus welchem Land handelt sich, usw.), den guten Durchschnitts-Rest kann man als entweder als Konvolute oder einzeln nach Liste anbieten. Je günstiger, desto schneller sind sie weg. Dann sollte man allerdings auch eine genügende Zahl guter Verpackungen vorrätig haben und sich darüber im klaren sein, dass man eine Zeitlang dafür herumfährt und Stammkunde bei der zugigen Packstation o.ä. wird. :wacko:


    Platten bei einem großen Händler loszuwerden, ist inzwischen auch zu einer Aufgabe geworden. Manche kaufen nur noch gezielt an und wollen den Rest selbst für kleines Geld gar nicht mehr haben, weil sie bereits alles dutzendfach im Keller stehen haben.


    Soweit mein "Senf" dazu...

    Grüße,

    Reinhard

    "Mein Gehirn braucht kein Blut, es muss nur feucht gehalten werden" Al Bundy/Eine schrecklich nette Familie

  • Hallo,

    erst mal vielen Dank für die Tipps. Mein Problem beim Einstellen auf eine entsprechende Plattform ist die möglichst korrekte Beschreibung der Platte samt Cover. Da will man ja auch keine falschen Angaben machen und hat dann später mit Reklamationen zu tun. Habe selber noch nicht mal einen Plattenspieler. Das Beschreibungsschema mit mint, very good usw. kenne ich mittlerweile, müsste es aber dann korrekt auf meine Platten anwenden. Wie seht Ihr die Möglichkeit, die LPs auf Schallplattenbörsen gut zu verkaufen? Am 25.02. ist z.B. in Düsseldorf wieder eine (http://www.schallplatten-boersen.de). Hätte den Vorteil "gekauft wie gesehen". Standgebühr habe ich eben mal per Mail angefragt.


    Viele Grüße
    Muppes

  • Hallo,

    bei der Ermittlung des ungefähren Wertes ist Discogs eine Hilfe.Bedenke aber dass die dort aufgerufenen Preise Verkaufspreise eines Händlers sind,der ja Umsatzsteuer etc mit einrechnen muß.

    Wenn ich den Wert einer Scheibe ermitteln will,gebe ich Titel (z,B.Pigrim)und Interpret(Eric Clapton)ein.Dann klicke ich "alle Versionen"an.Dann kann ich anhand der Angaben des Labels und der Kürzel die auf dem Cover stehen heraussuchen,um welche Ausgabe es sich handelt.

    Es gibt nämlich erhebliche Unterschiede!Eine Nachpressung ( RE )von 1990 der Beatles kann z,B.fünf Euro wert sein,eine originale Exportpressung der gleichen Scheibe fünfhundert.

    Eine Near Mint,die 60 Euro wert ist,bringt in M-vielleicht 50,in VG+noch 30,in VG höchstens10 Euro-wenn sie überhaupt jemand haben will.VG Scheiben sind so gut wie nix wert,es sei denn es sind extrem seltene Sammlerstücke.

    Ohne penibel genaue Zustandsbeschreibungen ( Platte und Cover! sowie Label und Ausgabe)kann man Platten nicht anbieten ohne sich oder Käufern Ärger einzuhandeln.

    Ich würde sie auch nicht ohne akustische Überprüfung anbieten.Mir sind schon Platten untergekommen,die Near Mint aussahen,aber von vorn bis hinten knisterten.

    Nach der c.a.Preisermittlung per Discogs würde ich die 2 Euro Platten einem Händler anbieten,die Raritäten hier im Forum anbieten.Wenn Du hier grob daneben liegst,kannst Du verhandeln,bei Ebay handelst Du Dir evtl.negative Bewertungen ein. Laß Dir Zeit!


    Viele Grüße,

    Jochen74

  • Vielen Dank nochmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu antworten, besonders an Maktnix und Jochen74 für die ausführlichen Beiträge.


    Viele Grüße
    Muppes

  • Hallo Alfred!

    Da hast Du Dir sehr viel Mühe gemacht, es ließ sich auch schön, aber!

    Du hast dem demografischen Faktor vergessen!

    Die Generation die Rock & Roll, Beat und den frühen Rock gehört hat,

    liegt im Sterben.

    Das hört sich unschön an, ist aber so.

    Ich kaufe Schallplatten fast ausschließlich auf Flohmärkten, wenn ich

    die Verkäufer dann frage wo die schönen Platten her sind heißt es: vom

    Onkel, Tante, Vater, Mutter oder von älteren Geschwistern! Wie alt ist denn

    heute die Beat-Generation? Schau dir mal die Totenanzeigen in den Zeitungen

    an.

    Ich gebe auf Preise aus Plattenkatalogen so wenig wie auf die in Brief- markenkatalogen.

    Nach denen haben die billigsten Massenmarken einen Wert! Aber wer zahlt mir den aus?

    Auf einem Flohmarkt erlebte ich folgendes Gespräch:

    Ich: Was kostet die Platte?

    Verkäufer: Die kostet 30 Euro, die steht im Internet sogar mit 50 Euro drin.

    Anderer Interessent der hinter mir stand: Dann verkaufen Sie die doch im Internet!


    Was Du ebenfalls übersiehst, daß die nachwachsenden Generationen, die

    Generation Facebook, diese Musik gar nicht hört, oder sie lieber billiger runter

    laden möchte!

    Zeig mir bitte mal die 20-40 jährigen Plattensammler die bereit sind Preise zu

    zahlen die Du und ich bereit sind zu zahlen.

    Ich bin bei 3 Stammtischen aktiv, schau Dir mal das Altersspektrum an.

    Die älteren haben das meiste schon zusammen getragen. Es sind die Händler die

    für eine Verknappung des Marktes sorgen um so die Preise zu halten.


    Voriges Jahr war ich stolz darauf die schwarze Yardbirds Box für ca. 60 Piepen

    auf einem Flohmarkt an der Nordsee gefunden zu haben, was glaubst Du was

    die meinem Neffen und dessen Klassenkameraden wert ist? Nicht einen Euro!


    Diese negative Entwicklung kannst Du auch bei Briefmarken, Oldtimern und

    Radiosammlern und selbst Fotosammlern beobachten.

    Ich schätze mal das 80-90 % aller auf dem Markt befindlichen Platten keinen

    Käufer mehr finden wird!


    Gruß,

    Fernseheumel

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Moijn,


    na, so negativ wie der Fernseheumel würde ich das nicht betrachten. Junge Leute mögen zunächst den Zugang zur Musik über die ihrer Generation finden (das ist der normale Weg), mancher merkt dann aber schnell, dass viele der aktuellen, gehypten "Stars" nur Eintagsfliegen einer Industrie und Kopierware sind. Zwei Beispiele:


    Ich stöbere in einem der örtlichen Plattenläden, neben mir ein junges Pärchen so um die 18 Jahre ebenso. Ich kann beobachten, wie das Mädchen sich einige Rockklassiker-Reprints auf LP betrachtet und dann unter den Arm klemmt. "Ungewöhnliche Auswahl für eine junge Frau..." oder so ähnlich forsche ich mal nach, und sie sagt, ja, sowas hätte sie bei ihrem Vater gehört und war ganz begeistert. Und sie habe noch nicht mal einen eigenen Plattenspieler (!), aber den würde sie sich bald anschaffen. Die beiden haben einen ordentlichen Schwung LPs mitgenommen...


    Nur mal zum Kaffee beim Hifi-Dealer, konnte ich verfolgen, wie ein junger Mann um die 20 sich wegen eines Plattenspielers beraten ließ. Er erwarb dann einen ordentlichen kleinen Rega nebst ein paar gute und nicht billige LPs aus dem Händlerfundus, und ließ sich dann auch noch die Aufrüstoption einer externen Phonostufe erklären, die er dann zur Probe gleich mitnahm. Er erzählte mir dann, bei einem Kumpel LPs gehört und ganz von den Socken gewesen zu sein, als der eine alte Supertramp-Scheibe auflegte. So geil -und so eine tolle Musik- habe er vorher noch nie gehört! Kannte er alles nicht. Also wurde das Sparbuch geplündert und ab zum Hifi-Händler. Mit dem externen Phono wäre sein Budget dann aber auch erstmal erschöpft. Eigentlich hatte er auf ein Motorrad oder für den Urlaub gespart, aber der LP-Dreher war ihm nun wichtiger.


    Es wachsen also junge Leute nach, die das riesige Universum der Musik ihrer Eltern und Großeltern erst noch entdecken müssen, und das werden sie früher oder später auch. Damit einher geht die Erfahrung, wie sich das haptische Erlebnis eines schönen LP-Albums anfühlt, die Storys dahinter zu erfahren, dazu die Faszination analoger Wiedergabe, und so weiter. Irgendwer muss doch auch die ganzen Rega's, Miracord's, Project's, Technics'e usw. usf. kaufen, die werden ja nicht auf Halde produziert. Selbst die alten Label Dual und Thorens sind ja wieder vergeben und aktiv, und kopieren hemmungslos (warum auch nicht) die historischen Vorgänger. Und nach "oben" gibt es sowieso kein Limit. Gab es früher so eine breite Auswahl guter Dreher? Und Tonabnehmer, Tonarme, Phonostufen? Nein. Und nachdem jahrelang kaum neue LPs nachkamen, wird der Markt inzwischen sogar von den Majors mit den Neuauflagen der Klassiker in allen Musikrichtungen Rock/Pop, Jazz und Klassik beinahe überschwemmt! Die meisten Neuerscheinungen sind genauso als Vinyl zu bekommen. Dazu kommt der riesige Fundus der Gebrauchten zum Entdecken, die durch die viele Neuware aber auch einen gewissen Preisverfall erleben muss.


    Und es gibt in der Musik so viel zu entdecken. Da sitzen junge Leute, die bisher vielleicht nur Shaquira, Rap, DSDS usw. aus TV und dem Handy kennen, in den Vorführungen vor den Anlagen und machen große Augen, wenn ihnen Louis Armstrong und Duke Ellington, Elvis, Beatles und Stones, Kraftwerk usw. usf. auf die Ohren gehauen wird. LPs? Ach, so geht das!


    Also, es gibt eine Nachfrage, der Markt führt es vor. Und die Story wird weiter geschrieben: Sony hat vor kurzem EMI (war es, glaube ich) übernommen, was wird da noch alles zur Wiederverwertung kommen?! Nein, da stirbt nichts aus - da wächst was nach! 8)


    Grüße,

    Reinhard

    "Mein Gehirn braucht kein Blut, es muss nur feucht gehalten werden" Al Bundy/Eine schrecklich nette Familie

  • Ich teile Reinhards Ansichten in vollem Umfang.


    Ich erlebe auch immer wieder, wie junge Menschen um die 20 auf Plattenbörsen und Flohmärkten ausgiebig stöbern und Vinyl-Alben für sich entdecken. Die Beat-Generation mag langsam austerben, die Schlager-Sammler gibt's fast schon nicht mehr - aber das Ende des Schallplattensammelns und -hörens ist daher noch lange nicht gekommen.


    Zitat: "Zeig mir bitte mal die 20-40 jährigen Plattensammler die bereit sind Preise zu

    zahlen die Du und ich bereit sind zu zahlen."


    Mit 20 war ich auch noch nicht so liquide wie heute, daher konnte ich mir damals "teure" Scheiben auch nicht leisten, ansonsten hat die Bereitschaft für begehrte Sammelobjekte auch entsprechende Sammlerpreise zu zahlen nichts mit dem Alter zu tun.

    Nur weil ein Teil der jungen Generation nicht mehr bereit ist, für Musik Geld auszugeben, bedeutet das ja noch lange nicht, dass der andere Teil junger Menschen, der Vinyl kauft und sammelt, dazu nicht bereit ist. Im Gegenteil.


    Die Sammelgebiete mögen sich verschieben das führt teilweise zum Preisverfall aber auch teilweise zum Preisanstieg, das war schon immer so, dass die Nachfrage den Preis regelt und nicht die Vorgabe eines Händlers. Wenn dessen teure Platten unverkäuflich bleiben, wird er handeln müsen: Entweder Aufgabe des Händlerdaseins oder Preisanpassung.


    Schauen wir mal auf den Hardbop Jazz mit Labeln wie Blue Note, Prestige, Riverside etc.:

    Da erzielen Originale heute fast schwindelerregende Preise. Blue Note Scheiben aus den 50ern in tadellosem Zustand wechseln hier nicht selten für hohe dreistellige bis sogar vierstellige Beträge den Besitzer. Und es wird immer erzählt, Jazz sei inzw. fast unverkäuflich. So ein Blödsinn, diese Klassiker erfreuen sich bei Sammlern ungebrochen immer weiter der Beliebtheit, bei jungen wie alten. Auch beim Krautrock und Psychdelic sehe ich aktuell keinerlei Preiseinbrüche, eher im Gegenteil und wenn ich sehe, wie jung die Menschen sind, die z.B. in Berlin auf den Börsen die abgefahrenen Krautrock-Scheiben kaufen, die heutzutage kaum mehr in den gängigen Musikstreams oder gar im Rundfunk zu finden sind, dann wird sich in nächster Zeit daran nicht viel ändern. Die werden schon getriggert von ihrem Umfeld. :-)


    Auch beim Soul der 60er erzielen viele Scheiben Preise, über die man vor ein paar Jahren nicht mal spekuliert hat, dass man sie erreichen wird. Junge DJ's suchen da in erster Linie die alten Originalsingles und legen dafür auch beträchtliche Summen hin. Als ich vor ein par Jahren noch regelmäßig im Bassy Club (gibt's nun leider nicht mehr) war, liefen dort oft saustarke Northern Soul Scheiben. Als ich den DJ (geschätzt Ende 20) mal nach einzelnen Titeln gefragt habe, hielt der mir die Singles unter die Nase und verkündete mir ganz stolz, wo er das rare Teil gefunden und wieviel er dafür hingelegt hat.

    Die Heidi Brühl Singel "Berlin" z.B. hatte einer der DJs damals für rund 300 EUR aus England mitgebracht und war stolz wie Oskar, dass er sie auflegen durfte.


    Vinyl ist inzw. ein Nischenprodukt und es wird, trotz aktuell wieder steigender Beliebtheit, immer ein Nischenprodukt bleiben. Dass der Markt aber völlig wegbricht und in ein paar Jahren niemand mehr an Vinyl interessiert ist, sehe ich nicht.


    Nur, was die gängigen "Preiskataloge" betrifft, da muss ich dem Eumel Recht geben.

    Diese Werke sind inzw. völlig unbrauchbar und das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.

    Preise bilden sich heute so schnell und verändern sich durch die Verfügbarkeit, Nachfrage und Angebote im Web auch schnell - da kann kein gedrucktes Werk mithalten.

    Davon abgesehen sind die Preise im Oldie-Markt Katalog heutzutage absolut kein Maßstab mehr und alles andere als am Sammlermarkt orientiert. Ein Wunder, dass diese Kataloge immer noch gedruckt und verkauft werden. Ich kenne niemanden mehr, der sich noch daran orientiert.


    Viele Grüße

    Rudi


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  • Zeig mir bitte mal die 20-40 jährigen Plattensammler die bereit sind Preise zu

    zahlen die Du und ich bereit sind zu zahlen....


    :meld:


    Gruß Lars

    Yamaha PF800 mit Yamaha MC9, Yamaha YP-B4 mit AT120Eb, Yamaha YP-D6 mit AT5V, Thorens TD 145 MKII mit Ortofon FF150 MKII