Audio Technica AT 33 PTG II oder AT OC 9 ML II?

  • Moin zusammen,


    ich brauche noch ein MC-System und habe mich auf eines der beiden o.g. festgelegt. Montiert werden soll es an einen Wilson Benesch Act 0.5 Tonarm. Ausserdem habe ich noch einen Zweit-Phonovorverstärker an dem das neue System auch ab und an mal laufen wird. Das wäre ein Musical Fidelity V-90 LPS.


    Meine Frage wäre nun welches der beiden Audio Technica Systeme würde am besten zum Tonarm und/oder auch zur Phonovorstufe passen (theoretisch). Blöd wäre natürlich wenn zum Tonarm das eine und zu Vorstufe das andere besser passen würde.


    Carsten

  • Hallo Carsten!


    Betreibe seit Jahren ein OC9 und ein 33 PTG. Die LP entscheidet, welcher Tonabnehmer zum Einsatz kommt.

    Das OC9 klingt spritziger/ brillanter im Hochton, ist etwas schlanker im Bass und hat nicht ganz den Druck des 33ers.

    Ist für mich also eine Geschmacksfrage. Wenn Du nur ein System betreiben würdest und deine Anlage nicht eh schon recht fett klingt, wäre meine Empfehlung das 33er.


    Grüße,


    Ingo

    Jazz is the teacher, funk is the preacher.

  • Rein klanglich wäre das 33er auch meine Empfehlung. Dann müßtest Du aber den Phonopre umrüsten. Der hat für MC einen Eingangswiderstand von 100 Ohm, das AT-33 PTG klingt daran aber nicht. Das braucht mehrere hundert bis 1 Kiloohm. Das OC9 käme auch mit 100 Ohm klar, klingt aber weniger spielfreudig und knackig.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo zusammen,


    Ich habe auch das at 33 und bin ein grosser Fan davon betreibe es ebenfalls am MuFi LPS 90.


    Was wäre denn für ein Phonopre zu empfehen?


    Gruß


    Kai

    Kenwood KA 907, Revox b795 mit Ortofon Bronze, Dual 731q mit AT33PTG II und JBL ES 100

  • Vielen Dank für die Anregungen. Das AT 33 ist auch mein Favorit. Ich bin zufällig auf das OC 9 gekommen da es gerade recht preiswert angeboten wird und ich auch über dieses System schon viel gutes gelesen habe.


    Ursprünglich waren im Rennen auch noch das Hana SL oder das Excalibur Black. Aber da ich mit meinem AT 150 MLX äußerst zufrieden bin, möchte ich bei Audio Technica bleiben.


    Carsten

  • Hi Carsten,


    wenn du das AT150mlx hast, ist ein PTG kein so grosser Unterschied. Ich habe auch ein MLX und ein PTG1, und die beiden klingen sehr ähnlich, auch tonal, ich würde da nicht besser oder schlechter sagen können. Die ATs haben ja einen "Familienklang", der sich bei den meisten Systemen bemerkbar macht.

    PTG war angeschlossen an Übertrager oder MC-Pre von Electrocompaniet, also gute Bedingungen. Das MLX ist schon eine Hausnummer, um das signifikant zu verbessern, musst du wohl höher ins Preisregal greifen.


    lieben Gruss,


    Jürgen

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

  • Stimmt, hab´s bei Frank im vergleich auch mit einem ART 1 gehört:thumbup:


    Der erwähnte Familienklang ist nicht von der Hand zu weisen, selbst favorisiere ich allerdings die besten MM´s von AT auch mit dem markant tönenden ML Schliff.



    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


     

  • Ich stehe gerade vor der gleichen Entscheidung und wäre auch eher in Richtung PTG gegangen. Aber nach vielen Recherchen sieht es wohl so aus, dass zwischen den beiden der Tonarm unterscheiden wird. Das OC9 ist ja gerade für sehr leichte Tonarme geeignet. Ich habe einen ProJect 9CC auf meinem MMF 7.3 und der hat nur 8,5g...das könnte etwas zu leicht für das PTG sein, sollte das 9C aber so richtig zum klingen bringen.

    Was meint ihr? Ich brauche auf jeden Fall kein System was besonders hell ist, aber ich hab das Gefühl, dass viele Sachen über das OC9 die sich jetzt nicht sehr gut lesen von schwereren Tonarmen kommen, wo es wohl nicht so richtig arbeiten kann. Mit 31×10-6cm/dyne (10Hz) auch nicht verwunderlich, würde ich meinen.

  • Ich meine das AT-OC9/III und die dynamische Nadelnachgiebigkeit (18×10-6cm/dyne (100Hz)) welche ich aber, der Vergleichbarkein wegen schon auf 10hz umgerechnet habe, weil die meisten immer @10hz angeben, um die Resonanzen zu berechnen und ich diese Diskussion nicht wieder lostreten wollte ;-)

  • Meiner Erfahrung nach ist der von dir verwendete Faktor zwar zu hoch, aber Version 3 des AT OC 9 scheint, den angegebenen Werten nach, definitiv für mittelschwere (Tendenz zu leicht) Tonarme optimiert zu sein. Dennoch, auch wenn ich speziell das OC 9 III nicht kenne, funktionieren die Systeme von AT, den angegebenen Werten zum Trotz, für meine Ohren meist an schwereren Armen zufriedenstellender. Bisher getestet mit AT 33 PTG, PTGII und 150 MLX.


    Das OC 9 III interessiert mich sehr, da ich den Hausklang von Audio Technica mag.

  • Danke für deine Antwort. Ich habe in verschiedenen Foren gelesen, dass man mit 1,6-1,8 multiplizieren muss. Hatte auch mit jemandem von AT gesprochen und er meinte, dass x1,75 passen sollte wenn man von 100hz auf 10hz umrechnen will.

    Was du sagst ist das, was sich gerade rauskristallisiert. Ich lese sooo viele Empfehlungen für das PTG II aber der 9CC Arm mit 8,5g könnte zu leicht sein, damit es richtig funktioniert. Das OC9 III allerdings scheint geradezu dafür ausgelegt zu sein und wird von einigen EXTREM gelobt, andere finden es solala und meinen mit dem PTG könnte es nicht mithalten. Aber wie gesagt...könnte gut sein, dass es in den Fällen auf "zu schweren" Armen montiert wurde. Die Daten sprechen dafür, dass das OC9 auf leichteren Armen auf jeden Fall mehr zuhause sein sollte als die AT33er. Sonst wäre das PTG II auf jeden Fall mein Topfavorit...bzw. hätte ich dann schon zugeschlagen.

  • Ich betreibe mein AT OC9 ML II an einem langen TP90 auf Thorens TD 520. Der Arm hat so etwa 20g eff. Masse, ist also eher schon etwas schwerer. Dabei benutze ich einen Übertrager mit 1:20. Das Ergebnis überzeugt mich vollkommen, die Kombination werkelt bei mir schon viele Jahre.

    Die Bühne ist sehr groß, die Instrumente haben eine scharfe, eher filigrane Kontur, der Hochton nervt nicht, ist spritzig und brillant. Ich meine, im oberen Bassbereich eine leichte Senke zu hören, die sich bei fettem sound positiv bemerkbar macht und bei dünnerem sound natürlich eher kontraproduktiv ist. Allerdings nicht so, dass man diese Scheiben nicht hören könnte.

    Das AT 33 PTG (bei mir am Jelco SA 750D/ ca.17g eff. Masse) hat mehr Druck/ ist etwas knackiger und nicht so filigran. Der Hochtonbereich ist durchaus sehr präsent, nervt aber nur bei wenigen LPs. Im Vergleich eher der allrounder.

    Das OC9 III scheint sich vom Vorgänger schon in einigen Punkten (z.B. compliance und Auflagekraft) zu unterscheiden. Ist nicht sogar der Diamant ein anderer?


    Grüße,


    Ingo

    Jazz is the teacher, funk is the preacher.

  • Danke für deine Antwort. Ich habe in verschiedenen Foren gelesen, dass man mit 1,6-1,8 multiplizieren muss. Hatte auch mit jemandem von AT gesprochen und er meinte, dass x1,75 passen sollte wenn man von 100hz auf 10hz umrechnen will.

    Was du sagst ist das, was sich gerade rauskristallisiert. Ich lese sooo viele Empfehlungen für das PTG II aber der 9CC Arm mit 8,5g könnte zu leicht sein, damit es richtig funktioniert. Das OC9 III allerdings scheint geradezu dafür ausgelegt zu sein und wird von einigen EXTREM gelobt, andere finden es solala und meinen mit dem PTG könnte es nicht mithalten. Aber wie gesagt...könnte gut sein, dass es in den Fällen auf "zu schweren" Armen montiert wurde. Die Daten sprechen dafür, dass das OC9 auf leichteren Armen auf jeden Fall mehr zuhause sein sollte als die AT33er. Sonst wäre das PTG II auf jeden Fall mein Topfavorit...bzw. hätte ich dann schon zugeschlagen.

    Das 150 MLX hatte ich bspw. am TP 16 MKIII, Micro Seiko MA 505, SME 309 und Jelco 750. Zumindest 2 schwere Arme waren also dabei. Phono waren Omtec Antares, MF VLPS 90 und ein Selbstbau Röhrengerat.


    Mittlerweile läuft das System bei einem Freund an einem, rechnerisch zu schweren, Micro Seiki MA 303 und der VLPS 90 und das ist definitiv die beste Kombination von all den getesteten. Ich besitze u.a. auch die von ihm verwendeten Lautsprecher und auch u.a. den gleichen Verstärker. Der Hörraum unterscheidet sich allerdings :P

    Dennoch ist eine gewisse Vergleichbarkeit gegeben.


    Mein Eindruck bei all den genannten AT Systemen ist, dass sie bei vermeintlich passenden Tonarmen zu hell spielen und leicht nervig klingen können (in Abhängigkeit von Aufnahme und Kette). Diese Assoziationen sind obendrein auch häufig im Netz im Zusammenhang mit AT Systemen zu lesen. Mit schwereren Tonarmen ist davon allerdings nichts mehr zu hören. Der Grundton ist präsenter, es klingt einfach "richtig" (für mich wohlgemerkt) und geil ^^


    Früher hab ich viel gerechnet und mit Testplatten Resonanzfrequenzen ermittelt. Heute ist das für mich nebensächlich. Ich höre nur noch auf den Klang. Das macht wohl die Erfahrung.

  • Früher hab ich viel gerechnet und mit Testplatten Resonanzfrequenzen ermittelt. Heute ist das für mich nebensächlich. Ich höre nur noch auf den Klang. Das macht wohl die Erfahrung.

    Hi,

    nein das macht nicht dir Erfahrung...steh doch auch nicht drauf irgendwas zu berechnen und ich würde gerne auch einfach nur auf den Klang hören. Aber nachdem ich auf meinem Dreher nicht beide Systeme testen kann bzw. es schäbig finden würde beide zu bestellen und eines stark wertgemindert zurück zu schicken, kann ich nur versuchen mich zu informieren.

    Dementsprechend stellt sich mir einfach nur die einfache Frage:
    Was würdet ihr auf einen MMF 7.3 mit 9CC Tonarm eher draufschrauben: Das PTGII oder das OC9 III. Grundsätzlich hab ich mich schon für AT entschieden. Ich denke das EV ist nun schon raus ;-) Da sich die beiden vermutlich nicht sehr viel nehmen, das OC9 III aber anscheinend deutlich besser für einen leichten Tonarm ausgelegt zu sein scheint, würde ich jetzt eher dieses nehmen, wobei das PTG II wohl ein wenig mehr gelobt wird. Für weitere Entscheidungsfaktoren wäre ich dankbar, sonst muss ich wohl einfach eine Münze werfen oder aus dem Bauch heraus entscheiden.

    Aber vielen Dank!

  • Wenn ich mich, stand heute, für eines der beiden Systeme entscheiden müsste und deinen Player hätte, würde ich das AT OC 9 III wählen. Vollkommen ungeachtet der erwarteten klanglich unterschiedlichen Ausrichtung bin ich mir sicher, dass es kein Fehler ist.


    Welche Phonostufe kommt zum Einsatz? Ich erinnere mich, dass die häufig an nicht einstellbaren PhonoPres verwendeten 100 Ohm Standard nicht optimal für das PTG II waren. Hier hatte ich damals um die 240 Ohm als Optimum empfunden.

    Beim ersten PTG habe ich den Wert vergessen.

  • Ich habe eine nicht einstellbare Phone Vorstufe mit 470 Ohm und 70db in meinem RV2 Amp drin.


    Ich erwarte mir auch keine spezielle klangliche Ausrichtung bzw. habe keine eindeutigen Vorlieben...ich hätte gern ein ziemlich lineares System, das vor allem in den Höhen nicht zu stark (überdimensional) aufträgt, meine Anlage war mit dem Quintet Blue schon angenehm hell (unten rum wär vermutlich noch mehr gegangen, vor allem dynamisch), möchte aber nicht, dass es zu hell oder gar anstrengend wird. Fein wärs wenn möglichst das ganze Frequenzspektrum neutral ausgeschöpft wird.