Messungen bei Bandmaschinen

  • Die Maschine nicht, aber das VU-Panel habe ich gebraucht gekauft und das hatte einige Defekte und nun hat die Uncal-Taste Kontaktprobleme. Habe aber noch Ersatz aufgetrieben. Meine MK1 ohne VU vom Jürgen Heiliger wurde auch noch komplett überholt. Hier wurde der Mono/Stereo Switch in eine Vor- Hinterbandumschaltung umgebaut und ein Poti für den KH integriert. Ansonsten erinntert mich die B67 an meine Guzzi. Traktortechnik...


    Die Tage kommen noch die Seitenleisten für die MK1. Ich hatte endlich bezahlbare und stabile Griffe gefunden (gebraucht für 6€ Stck.) und Ulrich Siebert, der die Seitenteile bei Ebay verkauft, hat mir diese eingepasst.


    Hier noch ein paar Bilder von der Revision. Bei 19+38cm ist sie auf SM900 eingemessen. Mit dieser Einstellung geht LPR90 auch.


    Bei SM900 und 1000nWb/m hat sie 1,5% Klirr:)

  • Nee André, bei Jürgen Heiliger hatten wir sie vor der Revision schon eingemessen und als wir mit analogem Sinusgenerator die Freuquenzen durchgingen, bewegte sich da kaum was am RTW mit 0,25dB Auflösung. Ich bin mit dem Freuqenzgang auch sehr zufrieden. Die Lady und die Köpfe sind auch nicht neu. Hier mal zum Vergleich die meiner vorherigen B77.


    Wenn man sich die Excel-Tabelle vom Jürgen ansieht, dann hat er das mit SM468 etwas besser hinbekommen, allerdings ist ja auch der Punkt, dass es in der Produktion sicher größere Toleranzen gibt, als hier der FG abweicht. So what...


    Das ist meine

    http://new-hifi-classic.de/for…=5806.msg144288#msg144288

  • Also, die leichte Welligkeit ist noch der Software geschuldet, mit etwas Glättung sieht es denn realistischer aus. Wenn das bei einer B77 geht, dann sollte eine Studiomaschine nochmal deutlich glatter gehen, zumal die B67 mehr Einstellmöglichkeiten hat. Man beachte die Skalierung der Y-Achse.

    Wegen eines Potibruchs komme ich mit den Einmessungen gerade nicht weiter, dabei geht es hauptsächlich um Meßmethoden mit dem Audio Tester.

    Dateien

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • Das Gefühl habe ich auch. Beim Jürgen mit einem alten Röhrensinusgenerator zappelte das RTW mit 0,25dB Auflösung innerhalb 30 bis 16kHz zwischen 0,25 und max. 0,5dB Abweichung.


    Studer gibt im Manual eine Frequenzgenauigkeit von +-1dB von 60Hz bis 12kHz bei 19cm/s an.

    +-2dB bei 30-15kHz


    Das wären dann Bereiche von 2dB und 4dB Abweichung. Es bestätigt sich, dass Studer ihre technischen Toleranzen eher zu gering auslegte. Sieht man heute eher selten.


    Hier noch ein Bild von gestern. Dank an Linus!


    Die zwei 26er Spulen brachte ich gerade so noch auf eine 27,5cm Spule aus Eigenfertigung.

  • Ob die Soundkarte einen linearen F-Gang hat ist recht einfach zu prüfen und nach meiner Erfahrung im hörbaren Bereich alles andere als sehr ungenau.

    Das kann ich bestätigen. Meine Soundkarten (extern wie intern) weisen sowohl mit ARTA als auch HBX gemessen sehr geradlinige Frequenzgänge auf. "Händisch" gemessen zeigen sie ebenfalls von (zb. ESI Juli@) 5Hz - >25 kHz einen geraden Verlauf.


    Gruß Dietmar

    Revox B77 MK II, Fostex R8, UHER 4000 L Report, UHER 4200 Report IC, Technics RS-AZ7, Tesla B115, Tesla Start

  • Ich habe hier zur Messung ein Behringer Uphoria verwendet, der FG ist genau 1 Pixelreihe auf dem Monitor, genauso wie die Hilfslinien. Ich mache mir die Mühe mit einer richtigen Einmessung, wenn die Maschine das hergibt, soll sie das auch. Bei einer Werkstatt gegen Geld wäre ich mit einem FG, der bis 10dB abweicht jedenfalls nicht zufrieden. Eine M15A läßt sich sogar innerhalb 0,2dB einstellen, die war eine ausgesprochene Rundfunkmaschine.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • André, wie kommst Du jetzt auf 10dB Abweichung?

    Die Einmessung auf SM468 lag auch in dem Bereich der Abweichung wie bei der Messungm it Soundkarte auf SM900. Mehr ist da eben nicht drin.

    Ich kann damit völlig beschwerdefrei leben.

  • André, die Messung fand bei -10dB Eingangspegel statt! Soweit ich mich erinnere steht das auch so im Servicehandbuch. Mit 0dB habe ich nur eine Messung bei 38cm hier vorliegen. Bei 19cm/s ist er etwas glatter.

    B67_mk1_38cm_0dB SM900.png


    Hier ist der FG bei -10dB, weil das der Messpegel ist. Das sind deshalb doch keine 10dB Abweichung.


    B67_mk1_19cm_-10dB SM900.png

  • Der FG wird bei -20dB gemessen, das ist bei meinem Diagramm noch nicht normiert. Bei 0dB gibt es keinen Unterschied, ausser das etwa ab 10kHz der FG schon deutlich früher abfällt.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • Macht das Sinn bei den heutigen Bändern? Das SM900 fährt man ja mit mehr Pegel als die Bänder, welche zur Herstellungszeit der Maschine zur Verfügung standen. Die MK1, von der die Messungen stammen, wurde nicht in einer offiziellen Werkstatt überholt. Das ist ein Freund von mir, E-Ing. und Bandmaschinenliebhaber. Ich glaube mich zu erinnern, dass er was sagte von eigentlich -20dB, aber das halte er heute für nicht mehr korrekt.


    Hier geht es doch um Bilder....

  • Vielleicht erwartet man von 40Jahren alten Studiomaschinen bessere Werte als von z.B. einer Revox B77, aber ich denke da tut sich nicht viel. Die Verarbeitung/Bauweise unterscheidet sich aber maßgeblich. Ich bin ja Mechaniker und habe nur nebenberuflich mit Tontechnik zu tun. Nun versuche ich mich etwas näher mit der Einmesserei zu beschäftigen.


    Ich habe gestern nochmal die Frequenzen mit dem Sinusgenerator durchgewählt und da zappelt eine LED im hörbaren Bereich. 1 dB Pegelungleichheit habe ich noch irgendwo, aber am Wochenende bekomme ich einen Einmess-Workshop und da wird sich das Problem schon lösen lassen.


    2018-03-07 20.26.52.jpg

  • 30Hz bis 20kHz +0,3/-1dB bei -10dB ist mehr als hervorragend - was genau sollte da besser sein bzw. werden?


    Beim dargestellten FG der B77 fehlt schonmal die Angabe bei welchem Pegel gemessen wurde.

    Ich nehme an bei -20dB, denn das ist üblich.


    Deine B67 wurde bei -10dB gemessen - hier möchte ich mal die B77 sehen...


    Grundsätzlich ist einem analogen Meßgerät jedoch immer mehr Vertrauen zu schenken als Messungen am PC.

    Dort sind Einstellungen zu beachten, Treiber können oftmals böse dazwischenfunken usw.

    Ich kann Dir eine verkurbelte Gurke mit dem PC auch hübsch darstellen...

    Die extreme Welligkeit des B77 FG zeigt ja schonmal, daß da grundsätzlich was nicht stimmt.


    Außerdem: nicht zuviel auf die FG geben - lieber höre!

  • Vielleicht kann die Moderation das Thema mal in einen eigenen Faden separieren, hier geht es ja um Bilder. Dann antworte ich auch wieder inhaltlich.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)