Verwendung von Y Adapter - für 2 Tonarme an einem Phono Pre denkbar ???

  • Ein freundliches Hallo in die Analog Gemeinde.


    Habe da mal eine echte NiewbieFrage..... :

    Vermutlich ist meine Idee technisch gar nicht machbar, aber da ich es eben nicht genau weiss, frage ich hier einfach mal in die technisch wissende Runde.


    Ich verwende mehrere Tonarme, mit unterschiedlichen MC Tonabnehmern an meinem Dreher.

    Nun geht mir aber seit einiger Zeit das Kabel-umgestöpsel am Vorverstärker irgendwie auf den Geist.

    Kann man denn nicht einfach ein Cinch Y-Adapter (eigentlich für Subwooferbetrieb gedacht) am Photo Pre anbringen, beide MC bestückten Tonarme daran anschliessen und dann gemeinsam am selben MC Eingang nutzen?

    Natürlich nicht gleichzeitig.... sondern eben paralell nacheinander. Oder entstehen dabei unüberwindbare Probleme mit den Anschlusswiederständen, Kapazitäten... usw. wenn 2 bestückte Tonarme gleichzeitig angeschlossen sind ?

    Die selbe Frage stellt sich dann natürlich auch für den MM Eingang.

    Eine Cinch Eingangserweiterung wäre vermutlich die bessere und technisch richtigere Alternative, aber dann habe ich ja wieder eine weitere Kiste im Rack zu stehen.... (darum dieser naive Gedanke).

    Zur Info: Als Phono Pre benutze ich den einstellbaren Vincent PHO 701.


    Thanks für eure Antworten.

    Gruss

    Joerg

    Musik kommt an Stellen, da kommen die Hände gar nicht hin

  • Hallo Jörg,


    funktionieren wird das sicherlich, irgendetwas wird aus den Lautsprechern rauskommen.

    Natürlich nicht gleichzeitig.... sondern eben paralell nacheinander. Oder entstehen dabei unüberwindbare Probleme mit den Anschlusswiederständen, Kapazitäten... usw. wenn 2 bestückte Tonarme gleichzeitig angeschlossen sind ?

    Als ein Resultat sieht aber der gerade aktive Tonabnehmer nicht nur den Phonoeingang (mit einer definierten Eingangsimpedanz von beispielsweise 47 kOhm), sondern auch den parallelgeschalteten zweiten Tonabnehmer. Das führt zu einer Absenkung der effektiven Eingangsimpedanz, was bei vielen Tonabnehmern zu einem anderen Klangbild führt.


    Gruß Roland

  • Oder entstehen dabei unüberwindbare Probleme mit den Anschlusswiederständen, Kapazitäten... usw. wenn 2 bestückte Tonarme gleichzeitig angeschlossen sind ?

    Die selbe Frage stellt sich dann natürlich auch für den MM Eingang.

    Hallo Namensvetter, Beieinflussungen der beiden Zweige sind vorprogrammiert. Versuch's doch einfach mit einem Cinch-Umschalter für den Eingang. Das ist nach meinem Dafürhalten auch keine optimale Lösung, funktioniert aber problemlos.


    PS: Benutze mal die Suche, da gibt's Einiges

  • Wie wäre es mit 2 Vorverstärkern?

    Leider sind die Schaltkontakte eines Umschalters auch eine Quelle für

    neue Probleme wenn sie auf der Strecke MC zum Vorverstärker eingesetzt

    werden.

    Mit 2 Tonarmen hören ist nun mal wie mit 2 Plattenspielern hören!

    Gruß

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Hallo Joerg,


    die konsequentesten Lösungen wären entweder die Anschaffung eines zweiten PHO 701 oder eines anderen Phono-Vorverstärkers mit zwei unabhängigen Eingängen.

    Allerdings kann ein externer Umschalter, sofern er hochwertig ausgeführt ist auch eine gangbare Lösung darstellen. Das Problem ist aber nunmal, daß vor der Vorverstärkung geschaltet wird und dort ist gerade das MC-Signal noch sehr anfällig. Von Y-Adaptern ist aus den bereits genannten Gründen abzuraten.



    Gruß,

    Marc

  • Hallo Jörg,

    hatte kürzlich das gleiche Problem. Wichtig beim Einsatz eines Phono-(Cinch-) Umschalters ist,

    dass die Masseverbindungen mitgeschaltet werden, sonst handelt man sich schnell Brummprobleme ein! Leider ist bei den meisten günstigen Standardumschaltern die Masse durchverbunden so dass Probleme vorprogrammiert sind. Hochwertige Umschalter werden z. B. von Dodocus (http://www.dodocus.de/) angeboten. Ich habe einen (gebrauchte) Dynavox AMP-S mit Cinch-Buchsen versehen - funktioniert tadellos. Absolut brummfrei und (für mich) keine Klangeinbußen hörbar. Die Umschaltbox AUX-S gibt es auch noch, allerdings bin ich da nicht sicher ob die Masse nicht auch durchverbunden ist.

  • Das Problem bei den Umschaltern ist aber, dass am Phonovorverstärker noch separat die Kapazitäten bzw Eingangswiderstände umgeschaltet werden müssen, wenn man Tonabnehmer mit unterschiedlichen Eigenschaften verwendet.

    Bei meinem Phonovorverstärker müsste ich zum Umstellen das Gehäuse öffnen.

    Das ist sehr umständlich.

    Mich würde es aber wahrscheinlich auch stören, wenn ich diese Einstellung über Bedienelemente an der Front vornehmen könnte.

    Deshalb würde ich lieber einen Phonovorverstärker mit mehreren Eingängen oder gleich mehrere Phonovorverstärker nutzen.

  • Naja, ob da immer etwas umgeschaltet werden "muss", darüber kann man durchaus auch unterschiedlicher Meinung sein.

    In Ausnahmefällen kann ja ein veränderter Wert mal Vorteile bieten, im Normalfall jedoch kann man sich - zumindest mEn - den ganzen Bohei sparen, da die Unterschiede dermaßen gering sind, dass man schon viel Phantasie aufwenden muss, diese überhaupt in Worte zu fassen.

  • Ich habe 3 verschiedene Umschalter (ca. € 20-30-Klasse) ausprobiert von denen einer auch als "Phono-Switch" bezeichnet war - hatte bei allen 3 Typen Brummprobleme. Eingangwiderstände werden bei mir durch Cinch-Parallelstecker geschaltet welche für jeden Eingang separat an der Umschaltbox sitzen - so hat jeder TA den passenden Abschluß.

  • Es muss vielleicht nicht umgeschaltet werden.

    Wenn aber jemand den Aufwand betreibt, verschiedene Tonarme mit unterschiedlichen Tonabnehmern zu betreiben, dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass er diese auch korrekt anschließen will und entsprechend bei jedem Wechsel die Einstellungen ändert.

    Selbst wenn man das nicht hört, weiß man es ja, wenn etwas nicht korrekt eingestellt ist und achtet dann unbewusst mehr auf mögliche Klangverschlechterung, statt einfach nur gemütlich Musik zu hören.

  • Nun, welchen Aufwand er betreiben möchte und wie teuer es werden darf... das kann eh nur der TE entscheiden. Alternativen gibt's wohl genug... und eines ist ganz bestimmt die beste Lösung:

    ein zweiter Phonopre oder Tausch des vorhandenen gegen einen mit zwei Eingängen.


    Ach ja, ganz vergessen - zwei meiner Spieler habe ich über einen Übertrager an einen Phonoeingang angeschlossen, das funzt auch bestens und kann MM oder MC, wie man möchte.

  • Hallo

    Die Umschaltbox AUX-S gibt es auch noch, allerdings bin ich da nicht sicher ob die Masse nicht auch durchverbunden ist.

    ich habe die AUX-S in Gebrauch, funktioniert sehr gut. Klanglich kann ich mit oder ohne AUX-S keinen Unterschied ausmachen. Vielleicht höre ich aber mit 57 auch nicht mehr so gut.

    Wie die Masse geschaltet ist, weiß ich aber nicht. Wenns mir langweilig wird, schaue ich mal nach.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Frank,

    habe auch von mehreren Usern gehört dass normale Umschalter problemlos funktionieren - bei mir allerdings nicht. Die AUX-S ist ja möglicherweise auch mit geschalteter Masse ausgestattet, ich wollte nach meinen Fehlversuchen aber kein neues Risiko eingehen - bei der AMP-S war ich mir sicher. Ferner werden auch nicht mehr als 2 Eingänge benötigt. Unterschiede mit/ohne Box höre ich auch nicht, mein Gehör ist für das Alter (50+) noch recht gut (wird berufsbedingt regelmäßig gecheckt).

  • Also ich habe einen einfachen (15-20 Euro) manuellen "Audio-Umschalter", mit dem ich drei MC-bestückte Plattenspieler an einen MC-Prepre angeschlossen habe, der dann in den MM-Phonoeingang des Vollverstärkers ging.

    Hat problemlos funktioniert.

    Das macht mich stutzig!

    Hab schon mal früher darüber nachgedacht.

    Wenn ein MC-Signal nun nach RIAA behandelt wurde (Höhenabsenkung. Tiefenanhebung),

    darf ich es dann überhaupt erneut in einen Phono-Eingang einführen?

    Da der Phonoeingang offensichtlich auch nach MM-Kriterien korrigiert/verstärkt (RIAA/CCIR), hätte ich doch dadurch eine Klangbeeinflussung die nicht erwünscht ist.

    Müßte das Signal (Größe am Ausgang des Vorverstärkers müßte reichen) nicht besser in den

    AUX eingeführt werden? Ich unterstelle dem AUX eine lineare Verstärkung.

    Gruß

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: MC-Tonabnehmer haben derart niedrige Generatorimpedanzen, dass sich zwei einfach (per Y-Adapter) parallelgeschaltete Tonabnehmer extrem beeinflussen. Sie sehen sich sozusagen als gegenseitige Last, so dass von den paar Nullkommairgendwas Millivolt (bei korrektem Abschluss) nur noch ein paar Mikrovolt am Phonoeingang anstehen und das - zudem auch im Frequenzgang - stark bedämpfte Signal im Rauschen des Pre untergeht.


    Mindestens eine Umschaltbox ist für die Umsetzung Deiner Idee erforderlich.

    Gruss,


    Hendrik
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    Die Schallplatte ist das Tollste, auf das sich je eine Nadel gesenkt hat, seit Marilyn Monroe gegen Pocken geimpft wurde.
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    Mitleid ist die subtilste Form der Verachtung, und Neid die plumpeste Form der Bewunderung.

  • habe ein TSD15sfl und ein Coral 777EX an einem AUX-S Umschalter angesclossen, von da aus geht es zu einem Silk 220A SUT......

    Das funzt eigentlich ganz gut, jedoch würde ich gerne das Coral 777EX gerne an einen Coral T-100 SUT "den ich noch dringend suche" anschliessen und das ganze vor dem AUX-S anschliessen..........

    Das stärkere Signal müsste sich besser umschalten lassen, oder liege ich da falsch...........?