Resonanz des Plattentellers und dessen Klangbeeinflussung

  • Wenn aber jemand etwas mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit behauptet, ist er in der Nachweispflicht.

    Da hast Du sicherlich recht. Allerdings ist das hier im Forum wohl der falsche Ort, so etwas einzufordern. Da gibt es schon unzählige Eskalationen. Deshalb wird ja gerne von "Messtechnikfraktion" und "Goldohren" gesprochen;). Es soll dennoch Menschen geben, die sowohl messen als auch hören können8o.

    Für den Anfang kannst Du ja z. B. mal über Russell´s Teekanne lesen.

    Der Herr Russel war wohl ebenso erfolglos mit seiner Forderung;). Gegen einen festen Glauben ist kein Kraut gewachsen.


    Zum Thema:


    Ausgeprägtes Resonanzverhalten haben in erster Linie Teller aus Metall, weil Metall eine geringe innere Dämpfung im Vergleich zu Kunststoff hat. Allerdings reicht bereits eine dünne Gummimatte um für die nötige Dämpfung zu sorgen. Wenn die Resonanz damit gedämpft ist, was soll dann noch die Klangbeeinflussung im Sinne des Threadtitels hervorrufen?


    Gruß Alfred

    "Gewerblicher Teilnehmer" -> Großer Bestand an originalen Dual- und Thorens-Ersatzteilen, auch für DIY unter www.dualfred.de

  • Also ich kenn auch so Leute (z.b. auf Messen oder im Hifi Laden), die den Plattenteller abnehmen und dann dran klopfen um zu schauen ob es Doooong oder Dok macht. ich halt das für Blödsinn, da im normalen Betrieb das ja nicht vorkommt. Der Teller wird durch üblichen Betrieb ja nie so künstlich angeregt.


    Hab neulich mal einen "Dooooong"- Thorens 320-Aluteller gegen einen 2 cm "Dok" Acryl Teller ausgetauscht, Ergebnis: Klang auch nicht besser ;-)

  • Woraus besteht eigentlich der Rest der Anlage bei Leuten die Unterschiede höre und bei dennen die sie nicht hören?

    Kann es bei manchen einfach sein, das ihre Anlage einfach keine Unterschiede hörbar macht, weil sie, sagen wir es einmal hart, zu schlecht ist?

  • Quote

    ParrotHH schrieb:

    Wenn aber jemand etwas mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit behauptet, ist er in der Nachweispflicht

    Ja Parrot ist leider wie immer in seinem Hifi-Forum Verhaltensmustern und selbstaufgestellten Regeln gefangen, denn diese Forderungen liest man ja von Ihm und anderen im Hifi Forum bis zur Selbstauflösung. Wieso er es hier, obwohl keiner drauf eingeht, trotzdem tut, ist mir zwar kein Rätsel aber nun gut.....

  • Diese ermüdenden Diskussionen zwischen "Goldohren" und "Meßfraktion", zwischen Objektivisten (Doppelbildtestern) und Subjektivisten (Doppelblindverweigerern) hatten wir doch schon unendlich viele Male in diversem Kontext. Wir wäre es denn mal damit, auf diese Diskussionen einfach zu verzichten und ein paar Fakten zu akzeptieren:

    1. Hören ist immer subjektiv und daher sind Sinneseindrücke zwischen zwei Individuen nur bedingt vergleichbar.
    2. Wenn einzelne Hörer durch bestimmte Tuningmaßnahmen meinen, eine subjektive Verbesserung zu erfahren, ist das ok, auch wenn sie einen wissenschaftlichen Beweis der Verbesserung schuldig bleiben.
    3. Wenn einzelne Hörer sich entscheiden, nur diejenigen Maßnahmen in ihrer Anlage umzusetzen, die messtechnisch oder empirisch (Doppelblindtest) nachweisbar zu Verbesserungen führen, ist das auch ok.
    4. Missionarischer Eifer zwischen den Fraktionen kann im ungünstigsten Fall das Forenklima vergiften, führt aber höchstwahrscheinlich bei keinem der Beteiligten zu mehr Musikgenuss.

    Was also (außer dem Spiel der persönlichen Eitelkeiten) soll die Weiterführung dieser Diskussion bringen?


    Sebastian

  • Flieg doch zum Saturn - dann kannste da mit Sun Ra Kaffee trinken. ^^

    Viele Grüsse,
    Mario


    ٩(͡๏̯͡๏)۶
    "Denn der Grobianismus gehört zu den Deutschen, wie der Zwerg in den Garten. Wir sind die Meister der Pampigkeit! Wir sind Rüpel by nature.." (Ferda Ataman über 'Mürrische deutsche Leitkultur')
    ヽ(⌐■_■)ノ

  • Für mich gab es bisher nur ein audiophiles aha Erlebnis trotz aller Komponenten auf höchstem meßtechnischen und audiophilem Niveau. Das war der Wechsel meiner LS zu offenen Schallwänden. Der ganze Rest ist ab einem gewissen Niveau „anders“, wobei man sich an das anders sehr schnell gewöhnt. Ein objektiv besser kann es nicht geben, da irgendwann die Schere zwischen messtechnisch neutral und Klangerlebnis aufgeht. Ich, und hoffentlich ihr auch, höre so, dass es für mich optimal klingt. Wäre ich auf Meßwerte aus, würde ich meine LP‘s ohne Abhöre nur zur Freude meiner Vorverstärker und Aufzeichnungsgeräte abspielen. Bloß nicht abhören, die Physiker unter uns wissen, warum (-;

    Gerhard

    LP12; TD124; NAGRA -IVS, -Seven, -Jazz, -VPS, -Classic DAC, -MPS, -CDC, -300p; FUNK -MTX, -Kabel; Open Baffle;

    AAA Mitglied;

  • Zu Hr. Parrot noch folgendes, dies hatte er in einem Thread über Klassische Musik innerhalb dieses Forums geschrieben. Nun kann man sich schon ein Bild über die Musikgewohnheiten des Hr. Parott machen.

    Bitte um Entschuldigung, denn seinen realen Namen kennen wir nicht, obwohl hier im Forum allgemein gerne gepflegter Brauch.


    "Musik hören kann ich auch, da mach Dir mal keine allzu großen Sorgen. Aber ich höre eben den Rest auch noch.



    Die Diskussion hatten wir schon öfter. Der - zumindest von manchen - geschätzte Benutzer Holger behauptet ja auch immer, seine neu gekauften Platten wäre alle praktisch perfekt, und auch alte Platten knistern bei ihm nicht.


    Ich glaube aber eher, bei diesen Leuten ist ein komplexer GSP (Gehirn-Signal-Prozessor) am Werk, der die ganzen Störgeräusche irgendwie wegfiltert. Ich aber bin im Kopf halt eher einfach gestrickt. Daher will mir das nicht gelingen, und das nicht nur beim Musikhören. So geht mir auch der Trockner meiner Nachbarn auf den Sack, den ich immer noch deutlich höre, auch wenn ich mit Kopfhörer recht laut Musik höre.



    Neuerdings gibt es dafür ja sogar eine passende Krankheit: Misophonie.":cursing:


    Grüße

    Reinhard

    .

  • >> Der - zumindest von manchen - geschätzte Benutzer Holger behauptet ja auch immer, seine neu gekauften Platten wäre alle praktisch perfekt <<


    Nun, ich kann ja nun mal nix dafür, dass ich mit einwandfreier Ware beliefert werde... ;)


    >> und auch alte Platten knistern bei ihm nicht. <<

    "Nicht" sage ich nicht - viele knistern allerdings so selten und so geringfügig, dass es den Genuss absolut nicht stört.


    >> Ich glaube aber eher, bei diesen Leuten ist ein komplexer GSP (Gehirn-Signal-Prozessor) am Werk, der die ganzen Störgeräusche irgendwie wegfiltert. <<


    Diese Gabe hat halt nicht jeder, sorry.


    :)

  • "Nicht" sage ich nicht - viele knistern allerdings so selten und so geringfügig, dass es den Genuss absolut nicht stört.

    Genau so muss das sein:thumbup:


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufe -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Ich weiß ja nicht, über wen Ihr euch in diesem Thread so aufregt, anscheinend habe ich irgendjemanden unabsichtlich auf meiner Ignore-List, denn mich könnt Ihr eigentlich nicht meinen. Ich bin nämlich gar kein "Messwertefetischist".


    Ich bin aber ein "Nachweisfetischist".


    Zunächst dachte ich, es gereiche mir zur Ehre, wenn jemand sagt, es wäre meine ganz persönliche Idee und selbstaufgestellte Regel, derjenige sei zum Nachweis verpflichtet, der eine Behauptung aufstellt. Aber dann fiel mir leider recht schnell ein, dass so eine Aussage nur von jemandem stammen kann, der die gesamte Diskussion über Erkenntnistheorie, die die Menschheit seit Jahrtausenden führt, in seinem bisherigen Leben offenbar vollständig umschifft hat. Diese "Idee" hatten nämlich schon ein paar Menschen vor mir, und die Frage wie man es damit hält, markiert für mich die Trennlinie zwischen der bloßen Begabung zur Vernunft und deren Nutzung.


    Es kommt mir hier geradezu so vor, als träfen sich Reiner Calmund und Usain Bolt mehrfach, um ein Rennen über 100m abzuhalten. Einmal sagt Calmund, so ein Rennen wäre viel zu komplex und von zu vielen Parametern abhängig, um es überhaupt durchzuführen. Ein anderes Mal stellt sich Calmund bereits vor dem Startschuss ins Ziel, und reißt - als Bolt durch Ziel schießt - seine Arme hoch und schreit "Sieg". Und schließlich laufen sie tatsächlich beide gemeinsan los, aber als Calmund Minuten nach Bolt ins Ziel stolpert, sagt er: "Also, mit der Zeitmessung kann irgendwas nicht stimmen".


    Ich wäre in diesem Falle einfach nur dafür, dass beide erst mal loslaufen, und man dann durch einen unabhängigen Dritten feststellen lässt, wer tatsächlich zuerst im Ziel ankommt. Danach kann man sich dann immer noch für die konkreten Zeiten interessieren, die auf der Stoppuhr stehen, muss aber nicht. Und wenn Calmund als erster einläuft, wäre ich der letzte der das dann Ausreden suchen würde, sondern ich würde mich brennend dafür interessieren, wie er das angestellt hat.


    Parrot

  • Was also (außer dem Spiel der persönlichen Eitelkeiten) soll die Weiterführung dieser Diskussion bringen?

    ..eventuell bringt das vielleicht ja für den ein oder anderen noch etwas besseren Klang?


    gruß

    volkmar



    ps..ich vertraue grundsätzlich meinen eigenen Ohren..wenn nötig und vernünftig natürlich auch handfesten Messwerten, der grundlage unserer tollen Musikmaschinen, ausserdem bin ich immer offen für solche oder andere neue Ideen, Tipps und Infos rund ums Analoge.

    Nebenbei besteht richtig guter Klang übrigens nicht nur aus guten Messwerten und linealglatten Frequenzgängen, die erreicht doch heute schon jede moderne ultragünstige Audiokiste, jeder Wald und Wiesen Verstärker oder 39 Euro Aldi CD Player im handumdrehen.

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufe -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Wir alle wissen doch, wie ein Rennen Calmund ./. Bolt ausgehen würde. Da dürfte es sogar hier im Forum keinen Dissens geben (und das will etwas heißen :)). Warum also bitte sollen die 2 loslaufen. Wem willst Du damit etwas beweisen? Auch ja: Und wer entspricht jetzt in Deiner Analogie Calmund und wer Bolt?

    Gruss

    Sebastian

  • Moin,

    offensichtlich werden Veränderungen (Verbesserungen) mittels unterschiedlichen Plattenspielermatten wohl darauf beruhen das die selbe gleichermaßen den P.-teller wie die Schallplatte ankopelt und ggf. bedämpft.

    Ob es bei den Pom-Tellern nötig ist ist mir wurscht.

    Auf meinem Kunststein-Sandwich-Teller liegt eine Matte aus Graphit, weil ich damit besser in die Musik hineinfallen kann und die Töne feiner ausschwingen.

    Gruß Dietmar

    Was sich nicht messen lässt kann nicht existieren.


    Und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. T. L. P. L. W. :D

  • Wir alle wissen doch, wie ein Rennen Calmund ./. Bolt ausgehen würde. Da dürfte es sogar hier im Forum keinen Dissens geben (und das will etwas heißen :)). Warum also bitte sollen die 2 loslaufen. Wem willst Du damit etwas beweisen? Auch ja: Und wer entspricht jetzt in Deiner Analogie Calmund und wer Bolt?

    Gruss

    Sebastian

    Genau, Sebastian! Und genauso verhält es sich häufig hier mit den Behauptungen von Klang! Während andere Sachverhalte mit gesunden Menschenverstand betrachtet werden, schaltet sich dieser bei der Beurteilung von Klang aber vollständig ab...

  • Genau, Sebastian! Und genauso verhält es sich häufig hier mit den Behauptungen von Klang! Während andere Sachverhalte mit gesunden Menschenverstand betrachtet werden, schaltet sich dieser bei der Beurteilung von Klang aber vollständig ab...

    mein bescheidener gesunder Menschneverstand sagte mir damals , schaffe für Vergleiche identische Rahmenbedingungen , diese in der Umsetzung / Praxis dann so aussahen ,

    bei Plattentellern :


    Jeglicher Teller MUSSTE dasselbe Gewicht und Masseverteilung haben , mit demselben Riemenmaterial / Entfernung/ Spannung / Motor und TA/Arm / Phono ge/erhört werden .

    Weiterhin eine Vergleichs/ Kontroll-Abhörsituation schaffen die von/m Hörenden Bedienungsunabhängig war .


    Dies bedeutete :

    Geld in die Hand nehmen und anfertigen lassen . Dank Hilfe von Handwerksfreunden funtionierte dies damals zum Selbstkostenpreis .


    Die Erkenntnisse daraus waren sehr lehr & hilfreich für meinen weiteren Weg und wir schrieben das Jahr 2002-4 und jegliches Forum war mir fremd .


    Der Grund meiner damaligen Anmeldung hier im AAA , war eine Berechnungsformel für die effektive Masse von Tonarmen zubekommen , weil die damaligen Scheu Tacco Prototypen von TS , mir zu sehr grob berechnet erschienen .


    Laufwerke zu der Zeit waren :

    Brinkmann Balance

    Audiolabor Konstant

    3 LP 12 mit unterschiedlichen Tonarmen bestückt

    Scheu Premier

    Scheu Derivat aus Paduk Holz