Einstieg in die Röhrenwelt - macht der Ear 834 Clone Sinn?

  • vielleicht durch parallele 6n6p ersetzt werden! Wer hat schon mal, die?

    Der Heiti hat einiges ausprobiert mit 6N6, und 6N30 parallel.


    Gruß,

    Dieter.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


    Da LiTe is out 4ever - please stand by! ;)F.A.T. BESTELLTHREAD

  • Was haltet ihr davon?

    Das ist genau die Version der Platine die es gelegentlich aus Bremen als Bausatz gibt. Wurde hier auch schon angesprochen.

    Nur halt komplett .

    Wenn meiner fertig waere koennte ich eventuell was dazu sagen :)

    Da die Beschriftung einiger der Elkos bei mir wohl einen Schreibfehler hatte hab ich mich schon nach Alternativen umgesehen ;)

    Irgendwo gibt es auch eine Anleitung zwecks Modifikation.

    Liegt auch schon hier um :(

    Mein Gehaeuse habe ich mittlerweile etwas erhoeht, jetzt muesste ich nur mal weiter machen


    Gruesse Joachim1

  • Moin, moin, (schei... Zeitumstellung),


    vielleicht mal ein SRPP-Design, such mal hier im Forum nach Phonodude 2018, SRPP mit Passiv-RIAA ist eine feine Sache, wenn es rund läuft. Meine die Phono-Stage von RIKE, folgt auch diesem Prinzip (mit 2 EC 90 pro Kanal), wird gerne angewandt, ist für MM mit 2 Röhren-(Hälften) zu erledigen!


    http://www.dddac.de/tp07.htm

    Kleiner Punkt.... Der Phonodude ist kein SRPP - Es ist ein MU-Follower. Letztere hat eine wesentlich geringere Ausgangsimpedanz als SRPP. was für das RIAA Filter von großes Belang ist


    mfg

    doede

  • Und mit dem Clone kamen die Tränen


    Seit ein paar Tagen spielt bei mir auch ein Clone, von Banix hier aus dem Forum nach Modifikationen von Thorsten Loesch aufgebaut. Grund war einfach Neugierde und eine passende Gelegenheit im Bietebereich. Mit der vorhanden Moon 310LP bin ich nämlich keineswegs unzufrieden. Zudem steht noch ein Röhren-Dreimaster im Schrank, der oTTo Musikant, der allerdings mit passiver RIAA-Entzerrung und ohne globale Gegenkopplung einer ganz anderen Philosophie folgt.


    Da der Spielpartner ein MC ist, Denon DL-304, wird noch ein Übertrager gebraucht, den der Clone aber bereits an Bord hat. Und an der Stelle begannen die Probleme, denn es brummte laut. Da ich noch einen externen Übertrager habe, schloss ich diesen an - es brummte genauso. Da ich noch einen Prepre, einen Denon HA-1000 im Schrank stehen hatte. schloss ich diesen an und konnte nun endlich dem Clone lauschen. Der spielte nun deutlich heller als die Moon, aber ebenfalls sehr räumlich und mitreißender (obwohl die Moon alles andere als ein Langweiler ist). Dagegen vermisste ich den volleren Bass der Moon. Letztlich allerdings ein unfairer Vergleich, da der HA-1000 einen fixen Eingangswiderstand von 100 Ohm hat, ich die Moon zuletzt aber mit 470 Ohm betrieb, die Unterschiede also auch auf die unterschiedlichen Impedanzen zurückgehen.


    Statt zwei Geräten (Moon + SPL Phonitor 2) spielten nun vier, denn ich habe auch noch einen elektronischen Symmetrierer eingesetzt. Warum holt man sich noch eine Verstärkerstufe dazu? Erstens, weil der Phonitor asymmetrisch angesteuert nur einen Eingangswiderstand von 10 kOhm bietet. Das sollte zwar nach dem Prinzip der Spannungsanpassung (mind. 1:10) immer noch passen, denn soweit ich weiß hat ein Clone einen Ausgangswiderstand von ca. 500 Ohm. Mit den 1 MOhm des Funk SAM-1B ist man aber in jedem Fall auf der sicheren Seite und zudem kann der Clone so ganz frei aufspielen. Zweitens bietet der SAM eine kanalgetrennte Lautstärkeanpassung, mit der sich wunderbar Kanalungleichheiten ausgleichen lassen, wie sie etwa durch Abweichungen in den Doppeltrioden der Röhren entstehen können. Die Kette sieht also so aus:

    • Prepre Denon HA-1000
    • Phonopre 834p-Clone
    • Symmetrierer SAM-1B
    • Vorverstärker/KHV SPL-Phonitor 2
    • Kopfhörer AKG K812

    Verkabelt habe ich alles mit Vovox. Gesteckt sind Psvane auf V1 und Vs, JJ auf V3. Da das Gehäuse des Clones durch den Trafo zum Resonieren angeregt wird (mit Stethoskop deutlich zu hören), habe ich das Gehäuse provisorisch mit zwei leichteren Hantelgewichten beschwert, nun war nur noch das Trafobrummen zu hören. Gelagert habe ich den Clone hart, auf drei winzigen Siliziumcarbid-Kügelchen (Keramik-Kugellager, d= ca. 2 mm). Die sind mit jeweils einem Tröpfchen Sekundenkleber auf POM-Zylindern verklebt, die wiederum auf einer sylomergelagerten Panzerholzplatte stehen. Das hat sich in der Vergangenheit als unproblematisch herausgestellt.


    Die Übertragerfrage juckte mich natürlich trotzdem weiter, wird doch mit einem Übertrager 1:10 am Clone genau ein 470-Ohm-Abschluss realisiert. So war der Vergleich zur Moon ja eigentlich mal gedacht. Also habe ich eine andere Aufstellung versucht. Es brummte immer noch. Dann habe ich beim externen Übertrager mit zusätzlichen Masseverbindungen experimentiert. Vom Übertrager zum Plattenspielerlager - brummt. Vom Übertrager zur Masse einer freien Cinchbuchse am SAM (der hat parallel noch eine Desymmetrierstufe) - Totenstille, Bingo! Mit dieser provisorischen Masseverbindung habe ich dann endlich losgelegt. Das klang jetzt nicht mehr so viel heller als mit der Moon, da waren auch wieder vollere Bässe. Das lag also schon mal an der unterschiedlichen Impedanz. Was aber sofort auffiel, war der krasse Lautstärkeunterschied. Mit Übertrager war es eklatant leider. Nun verstärkt der Denon Prepre auch mit 1:16 im Gegensatz zum Übertrager mit nur 1:10. Und dennoch, am Denon hatte ich den das Alps-Poti des Clone auf 12 Uhr, nun musste ich ganz aufdrehen und, um genug Headroom zu haben, auch noch am SAM die Verstärkung etwas erhöhen. Wahnsinn, was da an Energie verloren geht. Lustig fiel auch der Vergleich mit den Abgriffen 1:20 und 1:5 aus. Mit weitem Abstand am leisesten war 1:20 (mit der höchsten Impedanz von 117,5 Ohm), 1:5 war (Impedanz 1880 Ohm) fast genauso laut wie 1:10. Am besten gefiel mir 1:5, da spielte der Übertrager noch am mitreißendsten. Das war nämlich das Problem: Im Vergleich zum Prepre klang es lahm.


    Aber es gibt ja noch den internen Übertrager im Clone! Und das Problem mit dem Brummen habe ich doch gelöst. Also den externen Übertrager raus genommen, zusätzliche Masse zwischen Clone und SAM gelegt und - es brummt. Da habe ich mir dann gedacht, ich geb auf. Häng den Denon wieder dran und gut. Es passt zwar nicht perfekt mit dem Eingangswiderstand, aber besser als so ist es allemal. Also alles wieder umgestöpselt, zwei Cinchkabel untereinander ausgetauscht und den SAM zur Feinjustage der Kanalgleichheit an mein Interface gehängt. Mit einem Testsinus die Lautstärke angepasst, mit Chat Baker in Mono kontrolliert.


    Eigentlich wollte ich noch entspannt ein paar Platten hören und dann noch einen Film schauen. Die Tüte Chips lag schon bereit. Und sie liegt noch immer da, denn einen Film wollte ich nicht mehr sehen. Einfach nur die nächste Scheibe auflegen. Bei Svjatoslav Richter: Rachmaninoff habe ich dann mal die Augen geschlossen. Dabei fiel mir auf, dass die typische In-Kopf-Lokalisation beim Kopfhörerhören verschwunden war. Das kommt zwar bisweilen und auch bei bestimmten Platten mal vor, aber ansonsten ist sie leider doch bei mir die Regel - trotz Crossfeed-Schaltung am Phonitor. Mit dem Clone ist sie seither nicht mehr aufgetaucht. Zwar stehe ich bisweilen eher mit auf der Bühne, als dass ich davor sitze, aber immerhin spielt sich das Geschehen vor mir ab und ist in die Tiefe vor mir gestaffelt (während ich sonst sogar schon mal den umgedrehten Eindruck hatte, dass sich die Bühne hinter mir aufbaut). Dass die Wiedergabe nicht perfekt ist (Bassbereich und bisweilen Härten im Hochton), völlig unwichtig, wichtig nur die Musik, die mich schon lange nicht mehr so ergriffen hat.


    Die Tränen, die mit dem Clone kamen, sind also definitiv Freudentränen. Mal hören, ob es heute auch so kommt. Und keine Angst, mehr Pathos kommt hier nicht und auch kein Simmel.


    Was ich also sagen will, ja, der Clone kann durchaus Sinn machen, sogar wenn man eigentlich gut versorgt ist. Und sogar, wenn es nicht so läuft, wie geplant. Und sogar, wenn es nicht perfekt ist.


    Hört gut

    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

  • Chris! Sehr detaillierter Bericht!

    Was ich zum Thema Trafo anmerken möchte ist, daß ich diesen von Anfang an von der Mittelwand gelöst habe, und mit 2mm dickem Kork zwischengefüttert habe, und um ca. 45 Grad im Spulenkern gedreht habe, weil ich davon irgendwie Wind bekommen habe.

    Ich habe nur ein wenig Brummeinstreuung bei meinem internen Übertrager! Der stellt bei mir aber nur eine Ergänzung dar, da ich extern einen LL 1681(Lundahl) benutze

    In so fern mit 3x ECC 83 Tung Sol keine Probleme


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • kann mir eventuell jemand erklären warum im Schaltplan eine ECC83 als Kathodenfolger verwendet wird ?

    Ich dachte immer man sollte eine Röhre mit hohem Anodenstrom nehmen, sprich eine ECC82... man lernt ja nie aus

  • Wer möchte, kann von V3 den Kathodenwiderstand auf 68k kürzen, dann eine ECC82, dickeren Jungen nehmen, P=I * I *R, dann wird es farbenfroher und ihr könnt dann vielleicht auch eure 20kOhm Sandkisten treiben.

  • P=I * I *R??


    P= U* I

    Hallo,


    warum die Fragezeichen , fragst du nach dem Widerstand ? Dann hat Indie ja schon geantwortet und brauchst nicht weiterlesen.


    Falls du die Formel anzweifelst I*R ist gleich U , somit stimmt sie genau wie die von Dir genannte


    gruss

    juergen


    ps mein Beitrag #1014 war kein Joke sondern durchaus ernst gemeint.

  • Hallo

    Mit der 12ax7 hat der 834 einen Ausgangswiderstand von 600 Ohm. Mit der 12au7 ca. 450 Ohm.

    Mit der ECC81 ca. 180 Ohm. Je höher die Steilheit der Röhre, desto niedriger der Ausgangswiderstand. Ich würde einfach mal ausprobieren was am besten gefällt. (Wenn man überhaupt einen Unterschied hört)

    Gruß Stefan