Einstieg in die Röhrenwelt - macht der Ear 834 Clone Sinn?

  • Ich sortiere hier für spätere Zeiten mal die interessanten Messungen von AlexK zum Clone aus einem anderen Thread ein.


    Außerdem notiere ich noch, dass ich zwischenzeitlich die JJ ECC83S gesteckt hatte, die auch nichts konkret falsch gemacht haben, aber irgendwie langweiliger klangen. Gesteckt habe ich jetzt:


    V1 Sovtek LPS - die hat von meiner lächerlich kleinen Auswahl (und Tung-Sol sind leider nicht dabei, Jürgen) den höchsten Gain und besten Brummabstand, schon von daher macht sie vor der RIAA-Entzerrung Sinn.

    V2 Psvane Mk II - bringt eine hohe Auflösung und sehr gute Räumlichkeit, deutlich besser als eine Sovtek an dieser Stelle

    V3 Sovtek LPS - warum nicht


    Klingt sehr ähnlich zu der Kombination Psvane auf V1 und V2, hat aber - gerade bei verzerrten Instrumenten - weniger Härten im Hochton und einen etwas volleren Bass. Das liegt vermutlich an mehr harmonischem Klirr (die Sovtek zeigte im Frequenzspektrum - in einem anderen Pre angeschaut - deutlich mehr Klirr als Psvane und JJ).


    Gruß

    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

  • Hallo Jürgen,


    nach dem ich in diesem Therad kräftig mitgelesen habe und mir schon einen Ear 834 Clone in der MM/MC Variante zu 450 Euronen inkl. Versand aus Deutschland bestellt habe, würde ich ebenfalls gerne diese verdächtigen Aufholverstärker durch "echte" SUT von Sowter (1990 mit Abgriff 1:10 mit 20dB bei 500Ohm und mit einem Abgriff 1:20 mit 26dB bei 100Ohm) erstetzten wollen.

    Da ich aber leider nicht "Technik affin" bin, würde ich erfahren wollen, was denn aus dem Clone neben den zwei Kupferkesseln und dem Pufferakku noch alles entfernt bzw. gebrückt werden muss (irgendwelche Widerstände etc.)?


    Ich habe mal eine Remton 383 MK2 (ähnlich Ear 834) gesehen, da waren die Übertrager direkt hinter den Cinchbuchsen am MC Eingang plaziert und durch einen Metallkäfig geschützt und von der Hauptplatine in einiger Entfernung angebracht worden.


    Da hat weit und breit nichts gebrummt. Die Übertrager waren übrigens die o.g. Sowter Typen, die über zwei Widerstandsnetzwerke für den 1:10 und 1:20 Modus vielfältig (36 Ohm -> 470 Ohm) je nach Einstellung der Modi angepasst werden konnten.


    Gruß


    Der Anfänger

  • Moin "Anfänger"

    Das schwierigste an dieser Aktion ist die komplette Demontage, damit du auf die Lötseite der Platine kommst.

    das Geraffel unter dem Kupfertöpfchen musst Du ersatzlos streichen.

    Du benötigst dann acht Stück Lötfahnen, die du an die entsprechenden Stellen (dort wo die Kessel waren) einsetzt.

    Diese Kontakte sind geschaltet, musst mal sehen.

    Ich hatte irgendwo hier im Faden einen Link gesetzt, wo der Schaltplan hinterlegt ist.

    Ich schätze mal so um Seite 35....

    Dann den Stützakku raus und alles ist cool.


    Viel Erfolg


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo Jürgen,


    in # 713 wurde der Link auf die Modding Variante gesetzt. Die dazugehörigen Schaltbilder betreffen allerdings nur die klassische MM-Sektion. MC kann ich da nicht erkennen, oder täusche ich mich?


    Und acht Lötfahnen leuchten mir ein, wenn man die Masse jeweils nicht berücksichtigt.


    Die Vorder- und Rückseite der Platine (die ich dem Link entnommen habe) sieht ja so aus:


    Ear-Clone-MC-Platinenansicht.pdf

    Also einfach alles weg, was die 2 X fünf anbelangt, Akku raus und gut ist? Und stattdessen die Anschlüsse der neuen ÜT, wie Du geschrieben hast, an die dann leeren Stellen anlöten und das war es?


    Klingt einfach...


    P.S. Sowter hat mir gerade eine EMail zukommen lassen, dass die ÜT eine Lieferzeit von bis zu 12 Wochen haben werden. Die Ausrede warum, kann man sich ja denken...


    Gruß der Anfänger

  • Du täuscht Dich!!

    Im Original-Schaltbild--gepunktet dargestellt


    Im Clone geht sek. + auf den Transistor ( In der Dose gibt es einen Kontakt zu diesem)

    (prim. + auf Schalter gedrückt, bzw Cinch+)


    Masse is klar


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Vielen Dank für die erhellende Antwort. Und dieser Transistor muss dann "ausgeschaltet" bzw. gebrückt werden?


    Bitte meine unsachgemäßen Fragen und Antworten nicht missverstehen, aber ich bin wirklich nicht technik affin.


    Mit besten Grüßen


    Der Anfänger

  • Kann man diese "Dosen" eigentlich öffen, ohne sie zu zerstören?


    Gruß


    Der Anfänger

  • Hallo in die Runde. Ich würde meinen Ear834 Clone gerne um die Funktion einer passiven Vorstufe erweitern. Nun liegt am Ausgang ein 200kohm Widerstand und meine Audio Note hat laut Schaltbild einen 470kohm Widerstand anliegen. Ich besitze einen 47kohm 24-Stufenpoti und würde ihn gerne dazwischen verwenden und zusätzlich einen Schalter mit Quellenwahl verbauen. Kann ich also per Umschalter das Poti Parallel zum Ausgang des 834 schalten und den Abgriff Richtung Endstufe schicken? Ziel ist es meine Anlage zu entschlacken und meine Röhrenvorstufe aus der Kette zu nehmen. Geht das ganze oder bekomme ich Impedanz- bzw. Kapazitätsprobleme? LG Eddi

  • Hallo Eddi,


    mein originaler EAR834P, als auch meine Kopie, hatten ein 47K Poti im Ausgang. Damit hatte ich ein paar Kebschull 35/70 Endstufen angetrieben, die einen 47K Widerstand im Eingang hatten. Das hat Jahre funktioniert.


    Bis zu dem Zeitpunkt wo ich eine Vorstufe in Betrieb genommen habe. Diese wollte ich nicht mehr missen.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo Martin, danke für die Antwort. Ich wollte aber nun den 200kOhm der Ear belassen dahinter einen Wahlschalter mit weiteren Quellen danach das 50kOhm-Poti danach die Endstufe. Reden wir von derselben Sache? Meine AntiqueSoundLab Vorstufe macht Ihren Job gut, aber irgendwie denke ich das 9 Röhren im Signalweg (3Phono, 3 Pre, 3 ENdstufe) auch ein wenig reduziert werden könnten. Lieben Gruß Eddi

  • Hallo Eddi,

    Ich wollte aber nun den 200kOhm der Ear belassen dahinter einen Wahlschalter mit weiteren Quellen danach das 50kOhm-Poti danach die Endstufe

    So sollte es auch sein. Ich würde höchstens den 200K durch einen 1M ersetzen.

    ... aber irgendwie denke ich das 9 Röhren im Signalweg (3Phono, 3 Pre, 3 ENdstufe) auch ein wenig reduziert werden könnten

    Das ist etwas, was du selbst herausfinden mußt. Ich ärgere mich über die verschwendete Zeit in der ich ohne Vorstufe gehört habe.


    Viele Grüße

    Martin

  • Ich weiß, ein alter thread - aber beim studieren diverser Moddingvarianten bin ich auf folgende Aussage (wohl von Th.Loesch) gestoßen:


    "Remove C5, R6 & R7, then bridge R7 with a piece of high quality wire. If you want to be sure to stop any possible tendency of oscillation in the cathode follower place a 100 Ohm carbon composite 1/4W Resistor in the R7 Position C5 and R6 remain omited. If you wish to retain an ECC83 for V3 change R9 from 68K to 120K. If you plan to change the V3 to a 12AU7/ECC82 or at least 12AT7/ECC81 leave it as is in Value".


    Meine Frage betrifft R9 - muss beim Entfernen der mittleren Koppel-Cs wirklich dessen Wert (bei Beibehaltung der ECC83) verändert werden? Ich hätte diesen Wechsel eher beim Stecken einer ECC81/82 erwartet.

    Kann ein Experte vielleicht kommentieren?