Einstieg in die Röhrenwelt - macht der Ear 834 Clone Sinn?

  • Danke für die Antwort,


    leider kann ich danach nichts zu Eurer Klirrfaktor-Diskussion beitragen, da ich da ja dann nicht an die Veränderung der Verstärkerkurve der Röhre ran gehe :-)

    Freundliche Grüße


    peteroli
    (Sonus faber amati - E 450 - DP 500 / lehmann BC2006 - clearaudio performance - MC Symphony)

  • Hallo Andreas,

    hast du nun 3 RCAs zur Verfügung? 1ne.. dann wo gesteckt?


    Gruß

    Peter

    Ich haber die RCA nur in V1, dahinter stecken Tesla E83CC.


    So funktioniert es sehr gut. Der Bass bei Paul Motions „Playing“ ist nun göttlich. Aber auch Mulligan und Webster troöteten sich gestern Abend sehr vielversprechend die Seele aus dem Leib. Schwer zu beschreiben, mir kommen immer wieder die Begriffe „Spielfreude“ aber auch „Auflösung“ in den Sinn. Gut.

    Voodoo eben.

    Gruß, Andreas

  • Neue Röhren werden nie so klingen, oder mann muss sie eben lagern wie einen guten

    Rotwein.

    Gibt es denn von Deiner Seite Empfehlungen für spezielle Lagerbedingungen? Temperatur? Luftfeuchtigkeit? Ich würde gerne optimale Bedingungen für das klangfördernde Altern schaffen...


    Freundlich


    Michael

  • Hallo Peter,

    ich bin derzeit auch dabei einen neuen Röhrenpre aufzubauen. Ich finde den ear834p als sehr gutes Muster. Nun ist mir die Verstärkung eigentlich zu hoch -

    wie wäre es ganz simpel mit einem Lautstärkepotentiometer im Ausgang. Hatte sowohl meine originale EAR als auch meine Kopie.


    Eine weitere Möglichkeit, wenn ein potenterer Kathodenfolger verwendet wird, wäre ein gleichstromfreier Ausgangsübertrager.


    Mann könnte die Verstärkung der ersten Röhre weiter absenken, indem man die Stromgegenkopplung verstärkt. In wie weit sich das auf das Spektrum auswirkt müßte man messen. LTSpice ist in dieser Beziehung nicht sehr zuverlässig.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Servus,


    erstmal, macht viel Spass hier mitzulesen. Hatte Tietze & Schenk drei Jahre unter meinem Kopfkissen liegen, ist eine Weile her aber ich kann noch folgen.


    Ich hatte sehr starkes Klipping mit dem Koln in Verbindung mit dem Goldring (6,5 mV), das lässt sich

    tatsächlich über das Poti abstellen, oder mit einer 5751. Ich denke aber auch das man das bei

    Verwendung eines MC mit richtig dimensionierten Step Up Trafos sehr gut steuren kann.

    Im Klon ist der Platz auf der PCB schon da, müssen nur eingelötet werden.


    Röhren lagern...das war nur ein Gedankenspiel. Im Zweifel gilt: Kühl und trocken ;)


    Ich hab 6 RFT NOS gekauft, alles gematcht unterhalb von 5% (alles selbe charge). Glück gehabt.


    Gruß

    Lucas

  • Hallo Martin,


    die Verstärkung wieder passiv zu reduzieren, geht sicher. Ist aus meiner Sicht aber keine Variante, die ich verfolge. Ich würde lieber weniger aktiv verstärken - m.E. eine Verbesserung. Weiterhin sind mir die sehr geringen Kapazitäten immer ein Dorn, etwas mehr finde ich auch hier praktikabler - allein schon um der Toleranzen (1Pico Abweichung von 105 Pico ist schon knapp 1%, bei 205 bin ich direkt bei 0,5%).

    Freundliche Grüße


    peteroli
    (Sonus faber amati - E 450 - DP 500 / lehmann BC2006 - clearaudio performance - MC Symphony)

  • Hallo Lucas,


    hatte ich auch erst gedacht. Leider finde ich nicht so leicht einen 1:4 oder 1:5 Übertrager. Weiterhin möchte ich gerne meine guten 1:10 Übertrager verwenden, die schon im Einsatz sind.


    Kannst Du mir helfen, wo du auf dem Clone die Einbauplätze siehst. Ich hätte nämlich ansonsten die Übertrager vor / neben die Platine gesetzt. Würde aber sehr gerne die Platine nutzen.

    Freundliche Grüße


    peteroli
    (Sonus faber amati - E 450 - DP 500 / lehmann BC2006 - clearaudio performance - MC Symphony)

  • Beim Klon, oder eben die geklonte PCB hat den Schalter für MM/MC schon hinten verbaut, und die Plätze dafür sind vor V1, also hinten im Gerät. Dazu wird der Step Up über ein 9V Akku gefüttert.

    Auch dieser Platz ist da. Du kannst dir auf Ebay mal die MM/MC Version von douk audio anschauen.

    Die PCB gibts auch ganz nackt ohne Bauteile zum selber aufbauen, da kann mandann richtig

    gründlich vorgehen.


    Stimmt, 1:4 oder 1:5 ist schon sehr exotisch.


    Gruß

    Lucas

  • wenn ich nur den Anodenwiderstand verändere, sinkt die Verstärkung nicht und

    Teufel, das widerspricht meiner Zufuß-Rechnerei.


    V1:

    Bei Ra = 330K macht V1 eine Verstärkung von ca. 54,

    bei Ra = 220K 50,

    bei Ra = 100K 39


    V2 330K 84,

    220K 78,

    100K 61,5.


    Spar mir die dBs. Aber wie gesagt, bei Verringerung steigt der Klirrgrad, im Auge behalten.


    Probieren geht über simulieren!

  • Wenn jemand einen Schaltplan findet, wäre interessant zu sehen was der Akku macht.

    Oder kann das so jemand erklähren?


    Ich hab ja nichts von aktivem Transformator geschrieben ;).


    Im Original fehlt der Akku.


    Die nackte PCB ist nicht mehr auffindbar...eine Anfrage bei Douk Audio. Sie werden sie haben.


    Gruß

    Lucas

  • Hallo Zusammen,

    Ich würde lieber weniger aktiv verstärken - m.E. eine Verbesserung.

    Warum?

    Laut LTSpice verändert sich die Ausgangsspanung bei abgesenktem Ra auf 100K bei V1 und gleichem Rk überhaupt nicht. Im Gegenteil, der Bassbereich fällt ab. Ein interessantes Phänomen, da es eigentlich keinen Einfluß haben sollte. Schließlich liegt die erste Stufe nicht im Gegenkopplungszweig.


    Ich habe das gleiche Verhalten bei einer anderen Schaltung. Dort auch gemessen.


    Spielt der Ausgangswiderstand der Stufe im unteren Frequenzbereich doch eine Rolle? Schaltet man nämlich einen Ck parallel und erhöht die Verstärkung passiert das gleiche.


    Ein gesteigerter Klirr in der erste Stufe muß nicht unbedingt bedeuten das es am Ausgang auch mehr klirrt.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Vertraue nur Selbstprogrammiertem, mein Auto enthält auch keine SW, dafür mehr HR.

  • Hallo Martin,


    dann stimmt bei der Simulation irgend etwas nicht. Ich komme zwar auf etwas andere Werte als Holger (das mag daran liegen das man die Steilheit der ECC83 nicht genau bestimmen kann) aber die Tendenz ist gleich.

    Und ganz bestimmt beeinflusst der Ausgangswiderstand der Schaltung um V1 die RIAA.


    gruss

    juergen