Mein Weg zum GrooveMaster II

  • Der GM macht sich doch optisch gut zum 1200G. Wobei das immer das nachlaufende Kriterium sein sollte. Hören sollte man mit den Ohren.

    Ein Bogenrohr ist durch den geometrisch größeren Hebel etwas anfälliger auf Torsionsschwingungen. Da würde ich das "gerade" J-Rohr bevorzugen, sollte es GM noch anbeiten. Das wäre schon ein direkter Konkurrent zum Schick. Titan als Material ist als Kompromiß gedacht. Leider sehr teuer, aber hat die Festigkeit von Stahl, jedoch mit halben Gewicht. Alu wiegt nochmals knapp die Hälfter weniger als Titan, wobei es hier auch auf die verwendete Wandstärke ankommt. So das Alu oft dann nur noch auf 2/3 kommt.

    Anscheinend verbaut GM hochwertigere Kugellager als Jelco, welche gute Industriequalität lieferten, aber eigentlich nicht hochanspruchsvoll in ihrer Ausführung waren.
    Ein Indiz auf Lagerreibung ist die Pendelfähigkeit im ausbalancierten Zustand. 3 Pendelausschläge (1cm Amplitude am Anfang) sind ok, 10 schon sehr gut. Durch geringsmögliche Lagerreibung spielen die meisten Tonabnehmer hörbar feiner und detaillierter auf. Oder emotional ausgedrückt "lebendiger". Euren Berichten nach scheint mir der GM eine gute Wahl, möchte man einen Arm mit SME-Kompatiblen Headshell, was auch meine Bevorzugung ist.

    Der Vorteil vom 1200G ist der Teller mit Messingauflage ohne Kante, hier kann man noch mit Matten weiter optimieren. Klanglich dünn empfinde ich meinen Technics nicht, alles da.

  • Mit einem Groovemaster Holzheadshell liegt der VTA , bzw die Tonarmhöhe ungefähr auf dem Level eines SPUs.

    Bei meinen Benz Systeme plus Groovemaster Headshell sogar marginal darüber.


    der VTA Lifter baut ca 6mm höher. Wenn man diese Tonarmhöhe nicht umsetzen kann, passt es nicht.

  • Hallo Horst!


    Mit einem Groovemaster Holzheadshell liegt der VTA , bzw die Tonarmhöhe ungefähr auf dem Level eines SPUs.

    Bei meinen Benz Systeme plus Groovemaster Headshell sogar marginal darüber.


    der VTA Lifter baut ca 6mm höher. Wenn man diese Tonarmhöhe nicht umsetzen kann, passt es nicht.


    Ein Groovemaster Holzheadshell habe ich auch noch bestellt, um dies mit dem Ethos auszuprobieren. Ist schon auf den Weg und sollte die nächsten Tage eintreffen.


    Ein SPU probiere ich natürlich auch noch aus, dazu hatte ich jedoch gestern Abend nach der "Schraubenarie" zum EInbau des Groovemasters in den Technics SL1200G keine Lust mehr. Wollte erstmal ein bißchen Musik genießen.


    Ein Vorteil hatte die Schrauberei, man bekommt einen ganz guten Eindruck vom Aufbau und der Qualität des Technics SL1200G Plattenspielers. Schon beeindruckend.


    Gruß Stephan

  • Hallo Lando,

    hallo Nemu, ich möchte mir auch ein Ethos zulegen. War es vorher etwas bass-schwach und nur der passende Arm wie der Groovemaster fördert das ganze Potential zu Tage?


    VG

    Lando

    einen schwachen Bass hat das Ethos nicht. Auch schon mit dem Original-Arm am Technics SL1200G ist der Klang sehr ausgewogen mit einen angenehmen Bass.


    Durch den Groovemaster geht der Bass des Goldring Ethos jetzt eher in Richtung eines SPU GM E, ist also noch satter, runder und präziser. Dies ist mir zumindest gestern Abend beim ersten Hören direkt aufgefallen.


    Gruß Stephan

  • Heute Abend hat der 9‘‘ Groovemaster auf dem Technics SL1200G Einzug gehalten. Hier ein paar Bilder, auf die Schnelle gemacht mit meinem iPad:

    ...
    Jetzt erstmal ein paar Scheiben hören.


    Gruß Stephan

    Hallo Stephan,


    schaut gut aus - obwohl der Lifthebel fast aufliegt...


    Bin gespannt, wie es im Vergleich zum Serien-Arm klingt mit dem Ethos.


    Musikalische Grüße

    Tom

    Is that what you wanted, Alfred?

    DPS3 iT: Colibri XGP

    DDX-1500: FR64s/XF-1 L/Classic GME MKII, TA-1/Seto Hori



  • Hallo Tom,


    das sieht nicht nur so aus, der Lifthebel liegt auf. Stört mich aber nicht. Vielmehr bin ich froh, das ich den „Arsch“ des GrooveMasters schön Tief bekomme. Geht besser, als mit dem Original-Tonarm.


    Gruß Stephan

  • Hallo Tom,


    das sieht nicht nur so aus, der Lifthebel liegt auf. Stört mich aber nicht. Vielmehr bin ich froh, das ich den „Arsch“ des GrooveMasters schön Tief bekomme. Geht besser, als mit dem Original-Tonarm.


    Gruß Stephan

    Pass auf mit dem Hebel und Lift! Ich bin halb wahnsinnig geworden mit meinem Jelco Arm. Plötzlich lief die Nadel nicht mehr weiter und rutschte immer Richtung rückwärts! Dachte irgendwann der Arm oder Tonabnehmer sei hin! Der Arm kam bzw. lag je weiter der nach innen lief auf die Liftbank weil der Arm einfach zu tief stand.

  • Hallo Roland,

    Pass auf mit dem Hebel und Lift! Ich bin halb wahnsinnig geworden mit meinem Jelco Arm. Plötzlich lief die Nadel nicht mehr weiter und rutschte immer Richtung rückwärts! Dachte irgendwann der Arm oder Tonabnehmer sei hin! Der Arm kam bzw. lag je weiter der nach innen lief auf die Liftbank weil der Arm einfach zu tief stand.

    danke für den Hinweis. Dein beschriebenen Probleme können durchaus auftgreten, ist bei mir jedoch nicht der Fall. Die Einbauhöhe desTonarmlifts lässt sich mit einem kleinen Inbus auch gut und präzise nach Bedarf einstellen. Der Lift ist vollständig unten, aber der Lift-Hebel einfach sehr lang.


    Wie gesagt kann ich die Höhe des Tonarms jetzt besser einstellen, als mit dem Original-Tonarm. Ich komme jetzt bei Bedarf mit dem Groovemaster wesentlich tiefer.


    Bei sehr flachgebauten Tonabnehmern und Headshells besteht beim Original Technics-Arm immer schon das Problem, das ich den Tonarm horizontal nicht gerade stellen konnte, also nicht tief genug kam. Hier musste dann immer mit zusätzlichen Spacern in der Headshell gearbeitet werden.


    Gruß Stephan

  • Eine dickere Matte (z.B.: https://www.amazon.de/OYAIDE-Turntable-br-12-enthält-Ausladung-schwarz/dp/B00A8QAS26 ) hilft auch, und klingt auch besser😉!

    Dazu noch ein Plattengewicht: https://www.highend-hifi-shop.…sator-gewicht-rc-103.html (ist notwendig, da die Matte konkav ist).

    Grüße aus Wien


    Michael

  • Und wie bereits erwähnt, baut das Groovemaster Holzheadshell auch ca. 2-3 mm höher als z.b. ein Standart Jelco Headshell. So bekommt man dann mit dem GM Headshell etwas mehr Spielraum in der Tonarmhöhe;)

  • Hilllfäääh!

    Wie stelle ich den Azimuth am GM Ebony-Headshell ein?

    Das Headshell ist drehbar im Bezug zum Anschlusssstecker. Und zwar relativ leicht. Soll es ja auch. Aber dann sollte mans fixiren können.

    Auf der Unterseite des HS ist eine kleine Buchse/Inbusschraube oder ähnliches. Ich denke die ist zum Festsetzen. leider passt mein kleinster inbus 1,5 mm nich t- zu groß. Im Manual steht nichts zur Buchse am HS, sondern nur zur Buchse am Arm. Hier wird ein Imbus 1,3 mm angegeben als Werkzeug. Soll der auch die Buchse am HS festziehen? Na klasse, der liegt leider nicht bei. Im Baumarkt haben sie so was auch nicht, nur bis 1,5 mm.


    FürSachdienliche Hinweise mit Dank

    Costa

    -------------------------------------------------------------

  • Hallo Costa,

    ich habe damals angeregt, beim Groovemaster Headshell einen passenden Schlüssel beizulegen.

    Offensichtlich wurde das bis jetzt nicht gemacht. Hifi12 hat ein günstiges Inbus Set. Einfach mal anrufen wo du den Groovemaster und Headshell gekauft hast. Vieleicht rücken die ein SET raus...


    Der passende Schlüssel ist 1,27 mm. Das Set geht von 4mm bis 0,89 mm.

  • Hallo,


    ich will mir vielleicht einen Groovemaster in 12 Zoll kaufen. Ich brauche dazu mal eine helfende Hand. Kann mir jemand, der einen Groovemaster hat, mal messen, wie weit das Gegengewicht nach hinten raussteht, gemessen vom Mittelpunkt des Lagerdeckels (da ist ja praktischerweise auch ein kleines Loch eingebracht)? Ich brauche dieses Maß, um zu sehen, ob der Arm unter die Haube passt. Wäre wirklich lieb.


    Gruß


    Frank

  • Habe ich in diesem thread schon geschrieben ...Ich habe allerdings den 295mm Groovemaster 12".

    Es gibt ihn auch in 305mm.

    In der ungünstigsten Variante (schweres Headshell und leichtes Gewicht) sind es max 105mm.

    Das schwere Ausgleichgewicht (ohne Alu) baut kürzer. siehe #154

  • Hallo Horst, danke für die Info!


    Also muss man doch festziehen.

    Ok,hier gibts noch ein Spezialgeschäft für Werkzeug, werde zunächst da mal nachfragen.


    Ich habe jetzt ne Platte (Mulligan meets Ben Webster) gehört und eigentlich sogar in unangezogenem Zustand nichts Negatives gehört.

    Im Gegenteil: Mit einem Dynavector 20x2L und Ebony HS spielt der GM sehr schön sauber und kontrolliert, auch im Bass, dazu auch stimmlich genau im rechten Maß. Die Ortofon Holzheadshell aus Eichenholz+Urushi-Lack spielt dagegen etwas verwaschener, hat aber einen enorm schönen Ton bei Stimmen und zB Saxophon. Hintergrundinstrumente kommen aber nicht so gut und der Bass ist nen Ticken zu fett. Das GM HS liefert insgesamt die ausgewogenere und daher langzeittauglichere Vorstellung, das Ortofon HS nervt schon manchmal mit dem superüppigen Klang.


    Das Ausbalancieren hat mich einigen Schweiß gekostet:

    -das lange Stahlgewicht ist viel zu schwer

    -das lange Alugewicht+die beiden kleineren Gewichte ist ebenfalls viel zu schwer

    -langes Alugewicht+das größere kleine Gewicht führt dazu, dass ich nur 1,65g Auflagekraft habe, wenn ich das Gegengewicht ganz an die Lagerkuppel rücke. Da müsste ich Zusatzgewicht aufs HS packen

    -Jetzt fahre ich das Alugewicht+das kleinere Zusatzgewicht. Das geht. Ich muss aber das Gegengewicht jetzt schon recht weit nach außen auf der Achse schieben.


    Wie fahrt ihr so die Gegengewichte? Das 20x2L wiegt 8g.


    Gruß Costa

    -------------------------------------------------------------