Boenicke - unterschiedliche Versionen - Voodoo-Bauelemente

  • Hi,

    ich habe mir mal die Webseiten von Boenicke angesehen.

    Sehr interessant finde ich, dass die unterschiedlichen Versionen "Standard", "SE", "SE+" sich u.a. durch Bauelemente unterscheiden, die viele als Voodoo bezeichnen. W8 Z.B. Bybee Quantum Purifier, Harmonix, Steinmusic Speaker Match.


    Das scheint aber kein so ein Thema zu sein. Diejenigen, die sich diese Versionen anhören, scheinen sich nicht daran zu stören. Sie nehmen das wohl als Gesamtpaket und vergleichen die Eregebnisse. Die teureren/aufwändigeren Versionen werden wohl von den meisten als besser wahrgenommen.


    Das finde ich übrigens bemerkenswert. Es passt irgendwie gar nicht zu dem üblichen Gebahren hier im Forum. Es wird normalerweise sehr schnell mit den Hufen gescharrt, wenn etwas nicht direkt erklärbar scheint.


    Ich gebe zu, dass ich als gelernter Ingenieur auch skeptisch bin, wenn ich so manche Erklärungsversuche lese. Aber wenn es funktioniert, ist es für mich auch okay. Dann kann ich es mir vielleicht einfach nur (noch) nicht erklären.


    Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass die Chassis nicht so teure Typen sind. Kümmert wohl auch nicht so sehr.


    Dass die Lautsprecher wahrscheinlich nicht jedem gefallen, ist glaube ich normal. Geschmackssache halt.


    Ich finde das alles spannend.


    Gehört habe ich sie bislang noch nicht. Vielleicht auf den süddeutschen Hifitagen in Stuttgart im September.


    Tschau,

    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • ..es ist halt der Fluch des Haienders, stets den Lockrufen des BS-bingo hilflos ausgeliefert zu sein..

    Und teure, hochwertige Chassisauswahl zu umgehen und mit fluxkompensator-speach die eher simple Basiskonstruktion auf neue Höhen zu hieven, ist betriebswirtschaftlich gesheen der bessere Weg. So sind zum Bsp die superduperspezialentwickelten 'Holzchassis' gerne mal von hier- bzw. vom selben chinesischen Förderband wo auch die Airborne-woodcone herstammen.. Honi soit..

  • Hi Frank,

    es ehrt Dich, dass Du Gerätschaften, die Du nicht persönlich kennst, bei aller Skepsis erst mal eine Chance gibst. Grundsätzlich bin ich da auch Deiner Meinung. Aber ich habe auf der Boenicke Website auch schon Standboxen mit horizontal !!! eingebautem Bändchenhochtöner gesehen. Da kann ich mir schon theoretisch lebhaft vorstellen, wie sich das Rundstrahlverhalten misst. Darauf muss man erst mal kommen.


    Gruß, Jürgen

    Was möglich ist kommt vor.

  • Habe die Boenicke-Produkte auf der Highend in München gesehen und angehört. Optisch machen sie einen sehr schönen und wertigen Eindruck


    Zum Klang kann ich leider kein Urteil fällen: Wo die meisten Hersteller in ihren jeweiligen Räumen Schallschlucker oder Diffusoren platziert hatten, war der Boenicke-Raum eher nackt und entsprechend hallig. Außerdem hatte ich den Einduck, dass Herr Boenicke (der seine Lautsprecher höchstselbst vorführte) zum Vorführen mit viel Hall abgemischte Musik verwendete. Gesangsstimmen waren kaum verständlich. Was man dort zu hören bekam, klang wie eine Musikvorführung im leeren Kölner Dom.


    Schätze, dass die Lautsprecher unter besseren Bedingungen mit geeigneterer Musik merklich besser klingen sollten. Mir völlig rätselhaft, wie man seine eigenen Produkte so unter Wert präsentieren kann.

    Viele Grüße, Christian.


    Shibata ist keine Wintersportart.

  • Wo die meisten Hersteller in ihren jeweiligen Räumen Schallschlucker oder Diffusoren platziert hatten, war der Boenicke-Raum eher nackt und entsprechend hallig.

    Na ja, das gibt einem wenigstens eine leise Ahnung wieso er sich an quer eingebauten Bändchenhochtönern versucht hat.

    Ansonsten vermute ich mal, dass er mit seinen Holzchassis eine neue Klientel bedienen will. Den haiendigen Veganer!

    Gruß, Jürgen

    Was möglich ist kommt vor.

  • So ein Schwachsinn.

    Die Vorführungen waren großartig und der sogenannte Hall ist eine stupende Raumabbildung von Aufnahmen, die teilweise in Kirchen oä aufgenommen wurden. Früher hat man gesagt: erst den Verstand einschalten, bevor man den Mund auftut. Würde auch heute noch helfen.

  • So ein Schwachsinn.

    Die Vorführungen waren großartig und der sogenannte Hall ist eine stupende Raumabbildung von Aufnahmen, die teilweise in Kirchen oä aufgenommen wurden. Früher hat man gesagt: erst den Verstand einschalten, bevor man den Mund auftut. Würde auch heute noch helfen.

    Was sein kann oder auch nicht. Dürfte schwer nachzuprüfen sein, denn wer war denn schon dabei.


    P.

  • Also ich war in München. Wie schon gesagt: Der Raum war wenig bedämpft - und zusätzlich wurden Aufnahmen mit erheblichem Hall gespielt. Mir persönlich hat Raum-Hall + Musik-Hall gar nicht zusagt. Ich empfand die Musik als für eine Vorführung eher wenig geeignet und hätte mir andere Musik gewünscht.

    Viele Grüße, Christian.


    Shibata ist keine Wintersportart.

  • Holzmembranen sind absolut nix neues, die gab es schon von einem kleineren deutschen Hersteller (Name ist mir leider entfallen), als "Veganer" noch eher im Bereich einer fremden Spezies in einer SF-Serie verortet worden wäre.

    "The hi-fi fraternity is bizarre, full of dangerous amateurs" T.d. Paravinchini

  • Hallo Zusammen

    Ich habe die Boenicke W5 letztes Jahr an der Highend in Regensdorf gehört. Der kleine LS hat richtig Spass gemacht. Sie hatten auch ein Rohling des Gehäuses zum anfassen. Es ist aus dem vollen gefräst. Ich finde der LS ist sehr gut verarbeitet, klingt sehr gut und hat für die Grösse einen erstaunlichen Bass. Der Klang selber ist aber wie immer letzendlich Geschmacksache und sicherlich abhängig von der Elektronik.


    Grüsse

    Alessandro

  • Ich finde die Boennicke Lautsprecher auch richtig hübsch, gut verarbeitet und das CNC gefräste Gehäuse faszinierend! Auch tonal habe ich an den Lautsprechern nix auszusetzen. Allerdings bevorzuge ich als Geithain Hörer eher Lautsprecher mit definiertem Bündelungsmaß und höre gerne die Räumlichkeit, die auf einer Aufnahme wirklich drauf ist, statt der Räumlichkeit, die mir ein rückwärtig montiertes Lautsprecherchassis "dazudichtet". Das ist aber wie immer Geschmacksache und jeder hat da seine eigenen Hörpräferenzen.


    Sebastian


    PS zum Thema Räumlichkeit: Ich konnte auch den MBL Biegewellenwandlern auf der High End nix abgewinnen - andere dagegen lieben sie ...

  • Hallo zusammen,

    die Boenicke Lautsprecher habe ich vor 2 Jahren zum ersten mal gehört, und fand die auf Anhieb Klasse. War meiner Meinung nach damals die beste Vorführung auf der Highend. Diesmal würde ich die eher im oberen Drittel ansiedeln. So ist das nun einmal, auch die Musikauswahl fand ich diesmal etwas bescheiden. Die Vorführungen auf der Highend sind was anderes als daheim auf den Punkt gebrachte Anlagen.


    Sebastian : die Boenickes dichten mitnichten eine Räumlichkeit hinzu. Seitliche und Rückwärtig abstrahlende Chassis stellen vielmehr einen Weg dar, die Phasenkorrektur auf akustischem Wege zu erreichen, ohne eine elektronische Korrektur. Das die Projektion anders ausfällt als bei Geithain bringt das System mit sich. Ich denke eher das Boenicke mit der Wahl der richtigen Verstärker noch in der Entwicklung ist - da sehe ich am meisten Potential bei den Lautsprechern.


    Gruss


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Quote

    ...Ich denke eher das Boenicke mit der Wahl der richtigen Verstärker noch in der Entwicklung ist...


    Hallo Matej, wenn das so wäre, fände ich das bedenklich, es sei denn, die Ware wird als Betaversion verkauft. ;)


    PS: Es liegt aber wohl eher an anderen Wiedergabepräferenzen.

  • Rückwärtig abstrahlende Chassis stellen vielmehr einen Weg dar, die Phasenkorrektur auf akustischem Wege zu erreichen, ohne eine elektronische Korrektur.

    Kannst Du mir das bitte technisch erklären? Es wird bei der W8 doch ein rückwärtiger Hochtöner montiert. Der Hochton breitet sich aber anders als der Bass nicht kugelförmig aus. Eine Interferenz mit dem nach vorne abgestrahlten Hochton ergibt sich also schwerpunktmäßig durch Reflexion an der Wand hinter dem Lautsprecher. Da die Entfernung der Wand aber je nach Hörsituation variabel ausfallen dürfte, ist m.E. für den Endverbraucher gar nicht absehbar, was da phasenmäßig passiert - oder wo habe ich da den Denkfehler?


    Gruß

    Sebastian