AT 33 PTG II am Technics SL 1710

  • Hallo,


    habe mir gestern das AT 33 PTG II bestellt. Bin mal gespannt wie es sich anhört.

    Gibt es etwas grundlegendes bezüglich der Justierung an meinem Technics oder besonderes zu beachten?

    Ich würde hierzu erstmal mein Original Technics Headshell benutzen (das mit der Überhangeinstellschraube oben).


    Danke im Voraus.


    Viele Grüße

    Andreas

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Hallo Andreas

    das System erfordert eine penible Höhenjustage, einfach nur Tonarm parallel reicht nicht. Einfach hinten etwas höher stellen - aber nach Gehör! Das kann etwas dauern...


    Abschlussimpedanz größer 100 Ohm - am besten irgendwas zwischen 140 - 200 Ohm.


    Auflagekraft eher am oberen Ende der Herstellerangabe - also ca. 2,2 gr.


    Wünsche dir jedenfalls viel Freude mit dem System, die Mühe bei der Einstellarbeit lohnt sich. Sollte sich der Arm als zu schwer herausstellen, dann kannst du es noch mit einem anderem Headshell probieren.


    Gruß


    Matej

  • Hallo Marej,


    danke für Deine Tipps. Aber mein Phono DS hat nur 10, 100, 1000 Ohm zur Auswahl.

    Welche nehmen? Welch Kapazität soll ich einstellen?


    Was mache ich bei unterschiedlich hohen Platten (140 gr -> 200 gr.) ?


    Viele Grüße

    Andreas

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Hallo Andreas,

    100 Ohm wäre die richtige Wahl, Kapazitätswahl wirkt nur bei MM, ist also in dem Fall unwichtig. Wenn du es genau machen willst, dann besorgst du dir solche Y-Stecker - https://www.dienadel.de/viablu…adapter-paar/a-353632352/ - stellst die Impedanz auf 1.000 Ohm, und steckst dort Widerstandsstecker mit 160 bis 200 Ohm ein. Die Audio Technica Tonabnehmer reagieren da durchaus positiv drauf.


    Aber für die erste Einstellung reichen die 100 Ohm.


    Die Tonarmhöhe ist ein Kapitel für sich, man sollte sich aber auch nicht zu sehr in der Präzision verlieren. Mit einer von dir ausgewählten Referenzplatte, welche du sehr gut kennst (jeder hat seine eigenen Favoriten, ich empfehle irgendwas spartanisches mit Gesang, also kein 100 Mann Orchester), stellst du so lange ein, bis du den optimalen Punkt getroffen zu haben meinst. Dann klingen auch alle anderen Platten gut. Sich bei jeder einzelnen Platte darüber Gedanken zu machen halte ich für übertrieben - es gibt aber durchaus Leute die das machen.


    Aber: wenn du jetzt bei 100 Ohm einstellst und soweit zufrieden bist, dann kann sich der Eindruck wieder ändern, wenn du die Impedanz auf ca. 150 Ohm einstellst, allerdings spielt sich das dann auf einem höherem Niveau ab. Das gleiche gilt für einen Headshellwechsel. Je idealer das Umfeld wird, desto deutlicher treten die unterschiedlichen Einstellungen der Tonarmhöhe zu Tage. Es kann gut sein, das du mit dem ersten Headshell und 100 Ohm Abschlussimpedanz gar nicht so große Unterschiede hörst (wird aber trotzdem schon sehr gut sein -:))


    Gruß


    Matej

  • Hallo Andreas,


    auch ich würde 100 Ohm nehmen. Bei 1000 klingt es vielleicht ein wenig zu spitz. Der Tonarm sollte mit 12 g effektiver Masse (mittelschwer) passen. Und der Höhenunterschied bei 140 zu 200 g Platten ist nicht allzu groß. Das Fenster der Überhöhung hinten sollte groß genug sein, damit das Klangbild sowohl bei den dünneren als auch dickeren Platten "einrastet". Einfach ausprobieren.


    Gruß Jan

  • Hallo Andreas,

    die beste Perfomens holst du mit einem passenden Übertrager aus dem AT 33.

    Grüße,

    Marco

    Ich werde es erstmal so versuchen. Bin gespannt auf den Unterschied zwischen dem MP150

    und dem AT 33;)

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Habe gestern das AT bekommen. Ich bin schwer begeistert. Die Höhen und alles was vorher

    gefehlt hatte ist nun da. Es macht irgendwie alles stimmig und sehr feinzeichnend.:thumbup:


    Der Sprung vom Nagaoka zum AT ist schon gewaltig, hätte ich so nicht erwartet...



    Gruß

    Andreas

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Blöde Frage: wenn ich den Pre auf 50db verstärkung stelle, anstatt auf 60db, hat der Verstärker

    dann mehr zu leisten? Das ich mehr aufdrehe und so...


    Gruß

    Andreas

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Nein, Verstärkungsfaktor ist nicht gleichzusetzen mit mehr oder weniger Leistung. Er sagt nur, mit welchem Faktor das Eingangssignal verstärkt wird. Und ob Du die 10dB im Phonopre machst oder im Vollverstärker ist egal - die Leistung, die am Lautsprecher ankommt, bleibt gleich (sonst würde es lauter werden...).


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo Andreas,

    Habe gestern das AT bekommen. Ich bin schwer begeistert. Es macht irgendwie alles stimmig und sehr feinzeichnend.:thumbup:
    Der Sprung vom Nagaoka zum AT ist schon gewaltig, hätte ich so nicht erwartet...

    Der AT33 ist schliesslich ein ausgereifter Klassiker mit unschlagbarem Preisleisungsverhältniss bei dem man kaum noch was besser machen kann.


    War ja ne Blitzendscheidung, Glückwunsch zum Sahneteil:thumbup:



    Was mache ich bei unterschiedlich hohen Platten (140 gr -200 gr.) ?

    Am besten gar nichts, siehe auch hoerohr..


     

    stellst du so lange ein, bis du den optimalen Punkt getroffen zu haben meinst. Dann klingen auch alle anderen Platten gut.

    Punktlandung:)



    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hallo zusammen,

    der unterschiedliche Gain in der Phonostufe wird sich aber auf jeden Fall klanglich bemerkbar machen. Das hängt von der verwendeten Elektronik ab:

    a) mit geringerem Gain erhöht sich normalerweise auch die Bandbreite, die Kombination klingt dann etwas offener und souveräner

    b) ein zu geringer Gain bedeutet aber auch mehr Gegenkopplung, wodurch der Klang dann Richtung glatt und steril abdriften kann.


    Also je nachdem wie der Innenaufbau des Phonopres gemacht ist, kann es in die ein oder die andere Richtung gegen. Das AT33PTGII ist eigentlich prädistiniert für die 60dB Stellung. Abhängig von der nachgeschalteten Elektronik könnten aber schon 50dB Gain ausreichen, in manchen Fällen kommt die bessere Lautstärke-Regelbarkeit ja gerade recht.


    Also probieren was besser klingt. Falsch oder gar kaputtmachen kann man da nichts.


    Gruß


    Matej

  • Nicht zwangsläufig: heute wird der Gain meistens über den Pegel des Signals eingestellt und nicht in der Gegenkopplung. Nur in der Gegenkopplung werden theoretisch Bandbreite und Klang beeinflußt. Wenn der Signalpegel vor der Verstärkerstufe reduziert wird, leidet höchstens der Rauschabstand, dafür könnte der Klirr reduziert werden.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


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  • ....heute wird der Gain meistens über den Pegel des Signals eingestellt und nicht in der Gegenkopplung. ....???

    Habe ich da was verpasst?? Hast du weitere Infos über diese Technik?


    Beim Project DS geht es ganz klassisch über die Gegenkopplung.


    Gruß


    Matej

  • Hi

    Höre auch ein AT33 PTG2 und bin sehr zufrieden. Allerdings finde ich selbst 60db Verstärkung noch ein wenig lahm , besser sind 66-68db. Es funktioniert natürlich mit 60db ebenfalls aber die 50db sind definitiv viel zu leise. Auch leidet die Dynamik und der Bass unter der zu geringen Vorverstärkung. Deine Vorstufe im Verstärker will ja schließlich auch leben und braucht Futter. :-)

  • Hallo,


    ich danke für die vielen Meldungen. Mit der Tonarmhöhe habe ich noch ein wenig Probleme.

    Mein Technics hat ja keine Höhenverstellung, also habe ich einmal eine Filzmatte unter der Gummimatte gehabt und heute mal mit einer alten Schallplatte darunter, gehört.

    Ich sehe kaum die Paralellität des Tonarms. Fällt mir irgendwie schwer.

    Vielleicht ein knick in der Optik:S

    Ist echt besch... ohne Tonarmhöhenverstellung...


    Habt Ihr irgendwelche Tipps bezüglich Schablone oder so ähnlich?


    Gruß

    Andreas

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love: