Lautsprecher allgemein

  • An alle Musikliebhaber -

    Ich kann euch allen Raten, Zieht einmal alle Schrauben an euren Chassis an den Lautsprecherboxen nach. Ich bin Überzeugt das so mancher eine Überraschung erleben wird. Bei mir war es so, dass ein drittel der Schrauben locker waren. Bei 22 Chassis ist das sehr viel. Die Klangsteigerung war enorm.


    Gruß Eberhard

    gewerblicher Teilnehmer Hersteller von Schallplattenreinigungsmittel

  • Hallo Freunde,


    ein interessantes Thema, denn grundsätzlich sind lose Schrauben sicherlich nicht Klangqualitätsförderlich. Aber es gibt noch weitere Dinge, die mir in dem Zusammenhang durch den Kopf gehen:


    1. Ich könnte mir vorstellen, dass gleichmäßiges Anziehen der Schrauben wichtig ist.


    2. Es stellt sich die Frage wie fest muss man die Schrauben anziehen?


    3. Braucht's für's Chassisfestschrauben vielleicht optimalerweise sogar einen Drehmomentschlüssel?


    Was ist ausreichend, wo fängt Overkill an?


    Was lehrt hier die Praxis? Theorie hilft wahrscheinlich nicht viel weiter ;)


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
    Ich höre & genieße mit meiner Ohr/Gehirnkombi! 8) Musikreproduktionsanlage siehe: über mich :)

  • Hallo Calvin,


    ich schätze Deine Beiträge ja normalerweise sehr und weil Du solch einen Einwurf sicherlich nicht "umsonst" machst, meine Rückfrage:


    Wird das Thema durch meine Frage(n) übermäßig verkompliziert, weil Deiner Erfahrung nach "naja, einfach zusehen, dass die Schrauben einigermaßen gleichmäßig fest sind" ausreichend ist?


    Sachdienliche, praktische Hinweise aus Deiner Erfahrung wären sicherlich hilfreich um das Thema weder unter- noch überzubewerten.


    Danke,

    Winfried


    PS: Den ;) habe ich gesehen...

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
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  • Hallo Winfried,

    mach`s doch einfach so, als ob Du am KFZ ein Rad wechselst. Also über Kreuz und erst mal leicht, dann fester anziehen. Es geht doch lediglich darum, den Korb keiner mechanischen Spannung auszusetzen und keinen Luftspalt zu fabrizieren. Da kannst Du definitiv nix falsch machen. Und das Anzugsmoment... Gefühl! Da kannst Du auch nix falsch machen.

    Ansonsten glaube ich, daß kein Hersteller Drehmomente für Lautsprecherschrauben angibt.

    Grüße Ronny

  • Ich finde es schade, dass sich mal wieder bestätigt, dass in diesem Forum viele Themen der Lächerlichkeit, dem Zerreden und off-topic driften preisgegeben werden, obwohl eigentlich klare, zu klärende Fragen gestellt wurden. Dass sich die Moderation daran beteiligt, anstatt Antworten zu geben, finde ich bedenklich. Wer nichts Sachdienliches beizutragen hat sollte auch nicht beitragen, dann bleiben Threads informativ und on-topic.


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
    Ich höre & genieße mit meiner Ohr/Gehirnkombi! 8) Musikreproduktionsanlage siehe: über mich :)

  • Viele notorische Schraubennachzieher werden erstaunt sein, welche geringen Kräfte nötig sind, um eine Schraube sachgemäß anzuziehen.


    Einen Drehmomentschlüssel halte ich bei Grobzeug wie Lautsprecherschrauben zwar für einen Overkill, aber er schützt bestimmt einige vor den Folgen des zu heftigen Anziehens.


    Allerdings muss ein Drehmomentschlüssel sachgemäß bedient werden, sonst sind die Ergebnisse auch wieder daneben.


    So was hilft dem sensiblen High-Ender:

    https://www.stahlwille.de/shop/de/news/sensotork-701/

  • Hallo,

    um Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel anzuziehen sollte man aber die exakten vom Hersteller vorgegebenen Drehmomentwerte kennen, wie zum Beispiel bei Motorrädern, wo für JEDE Schraube das exakte Drehmoment vom Hersteller vorgegeben ist. Wenn mir jemand einen Lautsprecherhersteller zeigt, der die Drehmomente für Chassisschrauben vorgibt, gebe ich einen aus!

    Grüße Ronny

  • Hallo


    Das jeweilige Anzugsdrehmoment einer Schraube kann man nachlesen, Metallfacharbeiter wie ich machen das in einem Tabellenbuch, aber wie das bei Hozschrauben so funktioniert kann ich nicht sagen.

    Ich denke aber das dem Thema zu viel Aufmerksamkeit hier gegeben wird, wie Ronny schrieb mit Gefühl und etwas Erfahrung sollte sich die Frage nicht stellen.


    Beste Grüße

    Oliver


    Calvin wenn’s knackt, einfach eine halbe Umdrehung zurück sagt man bei uns....;)

  • Hallo,

    um Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel anzuziehen sollte man aber die exakten vom Hersteller vorgegebenen Drehmomentwerte kennen, wie zum Beispiel bei Motorrädern, wo für JEDE Schraube das exakte Drehmoment vom Hersteller vorgegeben ist. Wenn mir jemand einen Lautsprecherhersteller zeigt, der die Drehmomente für Chassisschrauben vorgibt, gebe ich einen aus!

    Grüße Ronny

    Ein typischer Denkfehler zum Thema.


    Wenn ein Bauteil (z.B. die Rückwand eines Lautsprechers) vernünftig geplant ist, dann ergibt sich automatisch die korrekte Schraube für diese Aufgabe.

    Und zu dieser Schraube kann man allgemeingültige Drehmomente herausfinden:

    http://www.drehmomentschluesse…ber/drehmoment-schrauben/


    Bei den Schrauben (z.B. an einem Motorrad), von denen Du sprichst, werden die Drehmomente angegeben, weil die Schrauben selber höhere Momente aushalten, als die Bauteile, die sie miteinander verbinden.

  • Hallo Oliver,

    bei Holzschrauben hilft tatsächlich nur Gefühl, zumal man nie so recht weiß aus welchem Material das LS Gehäuse unter dem Furnier besteht. Man wird z. B. eine Schraube in einem MDF Gehäuse eher im Gehäuse überdrehen als in einem HDF Gehäuse.

    Ach so, MDF- mitteldichte Faserplatte, HDF- hochdichte Faserplatte.

    Grüße Ronny

  • Hallo Franz,

    es ging hier aber explizid um Chassisschrauben! Da die meisten Lautsprechergehäuse nicht über eingestzte Gewindehülsen verfügen, erübrigt sich die ganze Debatte eigentlich von selbst. Zumal man dann immer noch das Korbmaterial des Chassis betrachten muß, das geht von Bakelit über Plaste, Blech bis Guß und was weiß ich noch alles. Das listenmäßige Anzugsmoment einer Schraube kann solche Materialien ganz schnell zum Bersten bringen. Das Mittel der Wahl ist Gefühl!

    Grüße Ronny

  • Hallo Oliver,

    bei Holzschrauben hilft tatsächlich nur Gefühl, zumal man nie so recht weiß aus welchem Material das LS Gehäuse unter dem Furnier besteht. Man wird z. B. eine Schraube in einem MDF Gehäuse eher im Gehäuse überdrehen als in einem HDF Gehäuse.

    Ach so, MDF- mitteldichte Faserplatte, HDF- hochdichte Faserplatte.

    Grüße Ronny

    Hallo Ronny,

    ich arbeite fast immer nach Gefühl, außer dort wo Anzugsdrehmomente vorgeschrieben sind.

    So ist das halt in der industriellen I&R und natürlich hält das auch im privaten Einzug.


    Beste Grüße

    Oliver

  • Hallo,

    gerade noch mal sinniert. Es ist ja in den wenigsten Fällen so, daß sich die Schraube löst. Sondern, daß das Gehäusematerial im Laufe der Zeit unter Zug nachgibt und/oder die zwischen LS Chassis und Gehäuse verbaute Dichtung, aus welchen Materialien auch immer (Kork, Plaste, Schaumirgendwas, Pappe, Papier, etc) nachgibt und somit die Schraube als lose erscheint.

    Mir persönlich ist es wichtiger das geeignete und vor allem passende Werkzeug zu benutzen, als mir einen Kopf über Anzugsmomente zu machen.

    Grüße Ronny