TA Kauf: Lyra Kleos / Skala vs. Dynavector Te Kaitora Rua (glaube ich ...)

  • Hm, Jürgen, wenn ich deine Berichte über die Grados so lese, machst du mich wirklich neugierig, denn ich habe noch nie eins gehört.

    Das scheinen ja wahre Granaten zu sein! Ob sie wohl meine Liebe zu den SPU in Frage stellen könnten...?

    Neben den drei SPU Classic, Meister Silver II und Synergy habe ich noch ein Lyra Kleos SL, das nochmal so ganz anders ist als das normale Kleos. Trotzdem ist es bei mir weitestgehend arbeitslos.

    Es scheint Zeit zu sein, ein grosses Grado wenigstens auszuprobieren.


    Gruss

    Michael

  • Hi Michael,


    soweit ich mich an deine Anlage zurück erinnere war diese schon sehr perfekt. Interessant wäre noch ein Versuch das Grado in den Graham II zu montieren, den du mir verkauft hast. Da der Versuch im Rigid Float aber schon derart gut ist, verspüre ich aber kaum das Bedürfnis derzeit umzumontieren. Ich habe erst mal Spaß am Grado im überaus bemerkenswerten Rigid Float. Für den Thread Ersteller ist das Grado bestimmt ein heißer Tipp bei seiner Beschreibung, die ich anfangs las.


    In dem Schick Arm, den du hast sollte es sehr gut gehen schätze ich. Ein SPU wird es nicht ersetzen können. Das klingt soweit ich mich erinnere auch wirklich anders viel wärmer zumindest. Aber was ich ohne einen direkten Vergleich sagen würde ist, daß ein großes Grado einen genauso eigenständigen Klang hat wie ein SPU das auf seine Weise zeigt. Ich würde aber einmal mutmaßen, das das große Grado anders spielt wie ein SPU - deutlich neutraler, irgendwie wirklichkeitsnäher, unspektakulär und trotzdem mitreißend. Wie schon erwähnt mir fallen die passenden Beschreibungen so richtig nicht ein.


    Solltest Du den Versuch wagen, brauchst du bei deinem Equipment aber kaum bei einem Sonata oder Master einzusteigen. Da lohnt ein Test nur mit dem The Statement 2. Was anderes kann deiner Ausstattung kaum das Wasser reichen.


    Viel Spaß,

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    das ist doch schonmal gut zu wissen.

    Im Moment denke ich auch darüber nach, tatsächlich nochmal einen zweiten Phonozweig aufzubauen. Aber sicher bin ich mir noch nicht...


    Gruss

    Michael

  • Nur zur Info:

    Die Grados der Serie 1 haben eine andere klangliche Signatur als die Serie 2.

    Ich spreche da besonders von der Statement Serie, da ich vom Statement Reference 1 auf die Version 2 gewechselt bin.


    Statement Reference 1 (0,5 mV)

    Wunderschöne Stimmen, soulig - sahnig...

    Dezenter, schöner und detaillierter Hochton

    Samtiger voller und erdiger Bass

    relativ kurze Einspielzeit


    Statement Reference 2 (1,0 mV)

    neutraler als Ref 1, mehr Details an der Frequenzenden

    Mehr Attacke, mehr Dynamik, bessere Durchhörbarkeit,

    Der Bass ist so eine Granate (kraftvoll, zupackend)

    relativ lange Einspielzeit


    Das Gradon Statement 1 mit 0,5 mV hatte eine Tendenz zum Brummen. Das Reference 2 überhaupt nicht.


    Gruss

    Horst

  • Hi Horst,


    da freue ich mich schon auf die Einspielzeit meines Grados was den Bassbereich betrifft nach deinen Aussagen. Denn bei den Höhen und der Abbildung wünsche ich mir gar keine Änderungen mehr nach oder durch die Einspielzeit.


    Was das Brummen betrifft erinnere ich mich rückblickend auch an diese Auffälligkeit. Allerdings streuen meine Motoren oftmals sehr stark in die Systeme ein, aber nur wenn diese in der Arm Ablage auch nahe über einem Motor stehen. Allerdings war dieses Brummen gänzlich verschwunden sobald ein paar Zentimeter mehr Raum zwischen Motor und System gebracht wurden. Heißt in der Einlaufrille war alles ruhig wie ich es mir vorstelle, deshalb hab ich diesem, sagen wir mal, unschönem Phänomen nicht allzu viel Bedeutung beigemessen. Dasselbe erlebe ich aber in abgeschwächter Form auch bei anderen Systemen.


    Einen solch direkten Langzeitvergleich zwischen 1er und 2er Serie habe ich leider nicht, möchte allerdings hinzufügen, daß ich bei dem Unterschied Faktor 2 im Bereich der Ausgangsspannung kaum Pegelunterschiede zwischen den Serien ausmachen konnte. Würde ja eigentlich eine deutlich höhere Lautstärke bedeuten zwischen zwei ansonsten ähnlichen Systemen aus den beiden Serien. Das ist schon ein bissel überraschend, aber eigentlich auch nur eine Randnotiz.


    Viel Spaß beim Fußball,

    Jürgen

  • Ich würde auch noch die Spezialvariante Kleos SL mit einbeziehen. Die ist laut einigen Berichten noch eine Ecke besser als das normale Kleos.

    Linn LP12/Keel/Radikal/Urika/Ekos 2/Akiva/Linn Akurate DSM Katalyst/QNAP 219P II/Cisco WS-C2960-8-TC-L/Linn Akurate Tuner/1 x Majik 6100 & 1 x Majik 4100/Linn Akubarik (aktiv), Grado PS500e

  • Ich bin erst heute auf diesen Thread gestossen. Da ich ein ähnliches Setup habe erlaube ich mir noch meinen Kommentar beizufügen auch wenn ich erst als Schüler :wacko::wacko: eingestuft bin.


    Bei mir läuft u.a. ein TR Darkstar mit SME 309 und eine Whest PS.30DTSE. Als Topsystem betreibe ich ein Lyra Kleos, daneben ein Benz Wood SL und ein Kiseki Blue NS. Das Lyra Kleos habe ich als upgrade zum Lyra Delos erstanden.


    Das Kleos hat sehr vieles, wie z.b. Auflösung, grossen Raum, Separation, Bass, klare Höhen und unverzerrt, aber schmelzende Höhen würde ich ihm nicht attestieren. Ein Orchester mag es unerhört gut zu abzubilden, auch Jazz geht hervorragend. Soloinstrumente wie Violine oder Piano können mitunter etwas hell und anstrengend herüberkommen. Besonders wenn die Höhen und Details durch andere Komponenten wie Verstärker oder Lautsprecher akzentuiert werden. Es gibt erfahrene Hörer die bezeichnen es tendenziell als hell und dünn.


    Man sollte es unbedingt im eigenen Setup und Raum hören und mit dem eigenen Gehör, es ist sicher nicht unproblematisch.


    Das Benz und Kiseki haben unterschiedliche Charaktere. Das Benz musikalischer, das Kiseki in den Mitten zurückhaltender, sanfter. Am besten hat mir die Tonalität des Lyra Delos gefallen. Es spielt aus tiefem, gut strukturiertem Bass, druckvoll und klar, nie nervig. Hat mich am meisten überzeugt. Hier stimmt auch Preis-Leistung.

  • Den Unterschied vom Delos zum Kleos muß ich mir noch reinziehen und erörtern. Aber ich bin mit dem Delos bereits sehr zufrieden. Hell und nervig empfinde ich es auch nicht mehr, anstrengend ist allenfalls der Input an Detail, so wie eben eine Livemusik es auch ist.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
    (Reparaturen, Service, Modifikationen)
    Keine Emails mehr, nur PN. Emailfunktion ist deaktiviert.


  • Um mal einen Deckel auf den Thread zu machen: ich habe mich für ein Lyra Kleos entschieden. Das hatte auch damit zu tun, dass ich aufgrund einer guten Beziehung zu meinem Händler einen saftigen Abschlag auf den neuen TA bekommen habe.

    Ich kann teils bestätigen, was jorgjean oben geschrieben hat. Schmelz ist sicher nicht die primäre Qualität, aber wenn es dünn klingt, dann liegt es am setup. Das Kleos klingt alles andere als dünn. Ich habe das Gefühl, jede einzelne Note wird zelebriert und mit einem Schampus angestoßen bevor sie an den Pre geht. Das zuvor genutzte Glider ist sicherlich kein Schmutz, aber Detaillierung, Bühne, Präsenz, Punch und hochgezogene Augenbrauen sind schon signifikant bedeutender. Selbst aus miesen Platten holt es Details raus, die vorher zwar auch schon da waren, aber irgendwie verbacken wurden. Interessanterweise würde ich auch erwarten, dass der TA bei Staub oder kleineren Rillenschäden diese ebenfalls "herausstellt", dem ist aber nicht so. Ich kann nicht beurteilen, ob das am Line-Contact Schliff liegt oder an der Aufhängung ... ist aber auch nicht wirklich wichtig.

    Mit dem TA komme ich jetzt auch an Referenz-SACD / HDCD Aufnahmen ran, was zuvor nicht möglich war. Nicht dass das musikalisch relevant wäre, es zeigt mir aber, dass es bei TA doch weitreichende Unterschiede gibt.

    Bedauerlicherweise - und das ist natürlich Folklore in diesem Forum - ist es de facto unmöglich, eine Reihe von in Betracht kommenden TA probe zu hören, so dass ein nicht unwesentlicher Teil des Entscheidungsprozesses auf googeln basierte. Und da entscheidet man sich in dubio für einen nicht exotischen TA.

    Ich denke aber, dass das dieser TA eine absolut sichere Bank ist, die man sich ex post auch nicht schön reden muss ob der Investition. Kurz: saugeiles Ding, das.

    Nicht mehr müssen müssen ...

  • Hallo Alex,


    na denn viel Spass mit dem Dingen.

    Viele Grüße

    Andreas


    "Jeder darf sagen was er denkt. Hauptsache, er hat vorher gedacht." (frei nach Harry Rowohlt, ihm zum Gedenken)

  • Sehr gute Wahl. Und noch mal ein Wort zu den "erfahrenen Hörern", die das Kleos hell und dünn finden. Da gibt´s nur 3 Möglichkeiten:

    1. So erfahren sind die dann doch nicht

    2. Das Kleos ist kaputt

    3. Es ist falsch eingebaut und oder angepasst.

    Lyras schicken mit ihrer massearmen Konstruktion enorm viel Energie in den Tonarm und wer das nicht berücksichtigt, wird einen solchen Klang finden. Wer den richtigen Tonarm, Übertrager (alternativ: Aktiv-MC), Tonarmkabel (niederkapazitiv) und Phonostage mit sehr sorgfältiger Justage paart, wird einen wundervoll integrativen, fließenden, natürlichen Klang bekommen. Alles andere ist dann eben...kaputt oder verkehrt genutzt.
    Grüße
    Chris

  • 4. Die Hörpräferenz ist anders/verändert


    Das Kleos war in einem Kuzma 4point lange Zeit mein Favorit. Mittlerweile empfinde ich es als dünn...

    Ich habe auch ein Skala (aktuell in einem Triplanar) das mir besser gefällt.

  • Moin,

    das Kleos nicht zu fest anziehen, dann kommt der Fußwippfaktor.

    Frage Normale oder SL Übertrager Version.


    Viel Spass damit;)


    Gruß

    Stephan

    "Liebe deine Ecken und Kanten.Denn nur eine Null hat Keine."

  • Das habe ich woanders auch schon gelesen. Ich muss aber gestehen, dass "nicht so fest anziehen" bei Tonabnehmern für mich nicht völlig klar ist. Kein Mensch wummert die Schrauben so fest, dass ein Hinweis, eben dies nicht zu tun, mein limitiertes Vorstellungsvermögen übersteigt. Heißt das, die Schrauben gerade so bis zum ersten Gegendruck zu schließen??? Ich denke, wir bewegen uns hier irgendwo sowieso im mNm Bereich?

    Nicht mehr müssen müssen ...

  • Als Vergleich: optimal für Linn Arkiv, Akiva und Kandid ist im Bereich 0,9 - 1,0 Nm, diese sind ja relativ ähnlich den Lyras.

    Linn LP12/Keel/Radikal/Urika/Ekos 2/Akiva/Linn Akurate DSM Katalyst/QNAP 219P II/Cisco WS-C2960-8-TC-L/Linn Akurate Tuner/1 x Majik 6100 & 1 x Majik 4100/Linn Akubarik (aktiv), Grado PS500e

  • Ist 1 Nm nicht schon ziemlich fest für solche Schräubchen?

    Klappt bei mir mit dem Linn Ekos 2 Tonarm. Wenn du aber ein Headshell aus Holz hast eher nicht...

    Linn LP12/Keel/Radikal/Urika/Ekos 2/Akiva/Linn Akurate DSM Katalyst/QNAP 219P II/Cisco WS-C2960-8-TC-L/Linn Akurate Tuner/1 x Majik 6100 & 1 x Majik 4100/Linn Akubarik (aktiv), Grado PS500e

  • Herzliche Gratulation zum Kleos. Ich bin bei Lyra hängen geblieben, hatte schon das Argo, Delos und schlussendlich das Kleos. Habe einige andere Abnehmer durchprobiert, die Lyras sind für mich. Beim Phono Pre bin ich bei Whest hängen geblieben, nach Whest 2, PS.30R schlussendlich die SE Version.


    Ich digitalisiere alle LPs, zt auch für andere Personen. Bei den Wandlern bin ich bei Benchmark hängen geblieben, Benchmark ADC. Im Highend Setup der Benchmark DAC3 HGC ist auch ein sehr potenter audiophiler analoger Vorverstärker. Auch bei den Lautsprechern bin ich hängengeblieben, Dynaudio.


    Die Suche nach noch besser kostet ja immer, insofern hat sich diese Sucht seit einiger Zeit gelegt.


    Als zweit System betreibe ich noch Rega mit P7, Apheta und Aria. Ist auch sehr gut aber nicht die Liga Lyra und Whest.