Erklärung Tonkopf "Einschliffe"

  • Hallo,


    Was hat es eigentlich mit diesen ominösen "Einschliffen" bei Tönköpfen auf sich?


    Hatte selbst einige Maschinen aber noch niemals das Thema näher betrachtet bzw. Probleme gehabt, wie erkennt man wann ein Tonkopf verschlissen ist?

    Im web gibts infos die auf eine gewisse "spiegelnde" Fläche innerhalb der Kopfspur ab einer bestimmten größe hinweißt, ist irgendwie einleuchtend, aber wie ermittelt man das ganz genau, bzw ist jeder Tonkopf ab einer gewissen Laufzeit betroffen?


    Danke und Gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hi Jürgen,


    Aha, der sichtbare "spiegende" teil im Kopf bedeutet also verschleiß, ist schon klar, und wie kann man das messen, oder wird das geschätzt?


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hallo Volkmar,


    man kann es messen entweder im Vergleich mit einem neuen Tonkopf oder gleich im Neuzustand messen und dann jeweils später, hat nur den Nachteil, das man den Kopf zumeist dazu ausbauen muß. Allerdings kann man keine verbindlichen Aussagen machen, wieviele Spielstunden noch drauf sind, das hängt auch vom Bandmaterial ab. Wenn der Kopfspalt "aufgeht" ist Ende. Da sind dann aber schon mindestens 6mm Spiegel auf dem Kopf. Das Breiterwerden des Spiegels verlangsamt sich aber mit der Zeit aus geometrischen Gründen.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • ..auch mit der Fettstift Methode ermitteln, muss man aber nicht


    http://new-hifi-classic.de/Gal…ums/userpics/IMG_6300.JPG

    Gott sei dank=O
    Sieht aus als wenn jemand mit gewalt seine Köpfe endgüldig ruinieren wollte.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


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  • Nach einer Kur durch Schliff und Läppung kann man ihn wieder völlig neu und frei justieren.

    Den Abrieb sieht man auch so, dort wo es glänzt wie ein Spiegel mit den Abgrenzungen. Nach einer Läppung kann man beobachten, wo das Band angreift und ggf. nachjustieren. Dazu gehört auch der Bandzug, insbesondere wenn der Einschliff nicht gerade verläuft.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • Wenn Referenzbänder mit 10, 15 und 20 Khz vorhanden sind, kann man den Höhenabfall messen, welcher durch den Verschleiss eintritt.

    Hersteller wie Nakamichi hatten in ihren Tapedecks deshalb sogar Schaltkreise drin, mit welchen man den Verlust ein oder zweimal kompensieren konnte, weil die sehr schmale Spalten hatten und somit auch empfindlicher waren. Irgendwann ist dann endgültig Feierabend.


    Je nach Hersteller halten die Köpfe ein paar tausend h, das verwendete Bandmaterial und dessen Oberflächenvergütung hat da einen sehr grossen Einfluss.

    Gewerblicher Teilnehmer

    Rundnadel-MC, Quasi-Tangentialarm, Reibradantrieb,RIAA mit var.EQ, A/D 24/192,Digitalpre, Raumkorrektur, Aktiv-XO, Digitalpower , Bändchenflächenstrahler und Subwoofer, 2 gebrauchte Ohren, Q-Tips , viel 33 1/3, Fun

  • Hallo,


    Lebensdauer der unterschiedlichen Kopftypen Revox / Studer (unverbindlich 8o)

    1.316.xxx.xx ca. 3000 h (Recovac)

    1.317.xxx.xx ca. 3000 -10000 h (Hi My)

    1.318.xxx.xx ca. 6000 - 10000 h ( "Glasmetalköpfe")

    Diese Angaben sind nur Richtwerte und sind abhängig von dem verwendeten Bandmaterial

    und von der verwendeten Geschwindigkeit.


    Mit freundlichem Gruß von Föhr


    Jürgen

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila