Erfahrungen mit Ballistol & Vinyl ...

  • Hallo Zusammen,


    mir erschließt sich nicht so recht was der Einsatz von Kunststoffreiniger bringen soll. Das ist im wesentlichen iso-Propanol mit geringen Zuschlägen an ionischen und nicht-ionischen Tensiden, die die Reinigung sicherlich kaum effektiver machen

    Kunstoffreiniger greift nicht das Vinyl an & reinigt sehr intensiv. Zumal Kunstoffreiniger antistatisch wirkt. Ich verdünne Kunstoffreiniger.

    Als Bürste nehme ich eine Fusselbürste, nach hiesiger Empfehlung, für 2,50 ausm Baumarkt. Ist schön breit & groß. Hat zwei Seiten, mit der Faser & gegen der Faser, ich nutze gegen die Faser. Es ist schon erstaunlich was in der Bürste hängen bleibt.


    Ob eine Reinigung Erfolg hat, hängt auch vom System ab. Manch ein System ist zu feinfühlig, da kommen Dinge zum Vorschein, die mit manch einem Abstater im Verborgenem bleiben.


    Sonnigst Nadja.

  • Kunststoffreiniger hat die gleichen Inhaltsstoffe wie Glasreiniger. Isopropanol und weniger als 5% ionische und anionische Tenside. Letztere werden wohl im Gegensatz zu Aceton-haltigen Siliconreiniger Vinyl nicht angreifen, sicher wäre ich mir aber nicht. Antistatisch wirkt übrigens allein schon die Reinigung mit Wasser.

    Bezüglich der Tiefenwirkung der Bürstenreinigung kann ich nur sagen, dass beim Abspielen der von mir gereinigten Schallplatten, egal ob mit scharfen oder runden Nadeln, keine Schmutzansammlung an den Nadeln festzustellen ist. Insofern ist davon auszugehen, dass die Rille tatsächlich rückstandslos gereinigt ist. Bei der Verwendung von Flächensaugern mit Samtlippe(n) ist es ganz wichtig diese unbedingt sauber zu halten.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Meine Meinung: alles, was man auf die Platte tut, um zu lösen, was auf der Platte sitzt, aber nicht zu ihr gehört, muss auch wieder komplett runter genommen werden.


    Alle Verfahren, die diese Bedingung nicht erfüllen, halte ich für kontraproduktiv.

    Viele Grüsse,
    Mario


    ٩(͡๏̯͡๏)۶
    "Denn der Grobianismus gehört zu den Deutschen, wie der Zwerg in den Garten. Wir sind die Meister der Pampigkeit! Wir sind Rüpel by nature.." (Ferda Ataman über 'Mürrische deutsche Leitkultur')
    ヽ(⌐■_■)ノ

  • Ich denke alle Wundermittel-Methoden verfolgen den Traum durch Anwendung der selbigen aus einer Goldmine „worn“ eine „mint“ machen zu können.

    Es ist sozusagen die ewige Suche nach dem heiligen Gral der Plattenreinigung respektive -restauration.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Der nette Herr im gelben Anzug ist zumindest beherzt und ohne Skrupel drangegangen.

    Was die zwei schnell angespielten Musikbeispiele nun groß verraten sollten... Ein wenig Erfolg ist zu hören.

    Die Nadel nach einer LP-Seite zu sehen, wäre auch hilfreich.


    (Ich habe Nadjas Tipp mit dem Cockpitspray ausprobiert, und ja, das wirkt! und ja, das ist ziemlich schwer wieder runter zu kriegen!)

  • Hallo,


    kann ich so nicht ganz bestätigen. Ich hatte hier mal eine Abdeckhaube, die vollkommen mit diversen Klebebandresten versaut war und die mit nichts zu lösen waren. Die Reste habe ich dann mit WD40 alle wegbekommen, die Haube glänzt heute noch wie neu. Ich würde es dennoch nicht auf Platten verwenden. Ich bin da ganz bei Mario.


    Gruß


    Frank

  • wenn man das WD 40 vollständig entfernt passiert auch nichts aber das Zeug ist wirklich agressiv. Greift Gummis an welche Monate später völlig poröß werden.

    WD greift Polycarbonat an und es entstehen dabei Mikrorisse. Ob das so gut für Platten oder Hauben sein kann? In der KFZ Werkstatt nimmt es auch kaum noch jemand. Es verfliegt nach 1 Tag und schmiert praktisch überhaupt nicht.



  • Sehr wahr!

    Hatte mal Überlegt mit Ultraschall im Ölbad zu arbeiten um aufgrund der höheren Viskosität des Öl mehr Energie in die Platte bei der Reinigung zu bringen;)


    Grüßend,

    wolle

    Insanity is relative. It depends on who has who locked in what cage. ~ Ray Bradbury