Welche Mono-Schallplatte habt ihr gerade aufgelegt?

  • Hallo liebe Monophoniker,


    hier soll es, wie der Titel schon sagt, um Mono-Schallplatten gehen, die gerade bei Euch auf dem Plattenteller liegen.

    Man muss nicht, aber man kann gerne einen kurzen oder auch längeren Kommentar zu Klang und Musik geben.

  • Der größte Teil meiner Mono-Schallplatten sind aus der Kategorie Klassik.

    Eine der besten Aufnahmen in meiner Sammlung ist LM2127.


    Strauss - Burleske, Rachmaninoff - Concerto No. 1, Byron Janis, Fritz Reiner, CSO


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    Sowohl interpretatorisch als auch klanglich mit das beste was ich bislang gehört habe.

    Das Klavier steht. wie nicht anders zu erwarten, im Vordergrund, aber auch das Orchster ist, da das Mono-Fenster recht breit ist, sehr gut aufgefächert.

    Unglaubliche Dynamik!




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    Das Klavier steht. wie nicht anders zu erwarten, im Vordergrund, aber auch das Orchster ist, da das Mono-Fenster recht breit ist, sehr gut aufgefächert.

    Unglaubliche Dynamik!

    Unglaubliche Dynamik!

    Das war das erste was mir bei meinem ersten Monoerlebnis auffiel.


    Da wollte man in den Fünfzigern schon demonstrieren was eine echte HIFI Monoplatte in der Lage ist zu reproduzieren. HIFI ist kein Privileg der Stereoaufnahme. Ein kräftiger Vorschub beim Plattenschnitt erlaubt brachiale Rillenauslekungen was mich bei mancher Aufnahme an die Maxisingle mit 45 U/min einnert. Es kommt halt alles wieder.


    Gruß

    skeptiker

  • Sucht man im Mono-Katalog der DGG eine Aufnahme, die den RCA LM oder Mercury MG in Sachen Punch und Dynamik in nichts nachsteht wird man bei LPM 18755 fündig.

    Interpretatorisch wohl neben Karajan/Rostropovich und duPre/Barenboim unter den besten drei Einspielungen dieses Konzertes, liefert dieser Umschnitt auch klanglich alles was ein (Klassik-)Monoherz sich wünscht.


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  • Nicola Paganini Violinkonzert Nr. 1 und 2 Ricci/Collins/LSO


    Die Stereo-Einspielungen von Ruggiero Ricci sind gesucht und entsprechend teuer. Bei den Mono-Aufnahmen wie der auf dem Plattenteller liegenden deutschen Ausgabe von LXT 5075, aufgenommen am 14. & 18.2.1955 in der Kingsway Hall sieht es (noch) ganz gut aus.

    Gut erhaltene Exemplare bekommt man mit etwas Geduld für unter 10 €.

    Und klanglich? Sowohl Mono- als auch Stereo-Aufnahmen klingen verdammt gut. So auch diese deutsche LXT 5075.

    Musikalisch gesehen wird mich persönlich auch die herausragende Violinartistik Riccis nicht zum Fan von Paganinis Violinkonzerten machen.

    Auch nicht wenn man dem Meister durch die hervorragende Aufnahmetechnik aus nächster Nähe zuschauen kann, wie er seiner Guarneri Del Gesù ex-Bronisław Huberman auch in technisch anspruchsvollsten Passagen die glasklarsten Töne zu entlocken vermag.


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  • Delibes: Coppelia-Ballettsuite Chopin-Douglas: Les Sylphides Karajan/BPO


    Für Aufnahmen wie diese Einspielung von Coppelia und Les Sylphides wurde HvK gelobt und verehrt. Die bewegliche Leichtigkeit der Streicher und die präzisen Tutti der Berliner unter seinem Dirigat machen diese Aufnahme zum Genuss.

    Man könnte natürlich auch denken: Hätte diese Aufnahme nur Mercury oder RCA gemacht!

    Und ja, die brachialen Dynamikschübe einer MG oder LM hat LPEM 19257 nicht, aber was die DG hier in die Rille gebracht ist so schlecht nun auch nicht.


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  • Hallo Thomas,


    die beiden Violinkonzerte von Paganini mit Ricci und Collins (Dir.) gibt es, so viel ich weiss, nur als Mono-Pressung (LXT 5075). Allerdings gibt es mit Ricci und Max Rudolf (als Dir.) die Kombination 2. VC von Paganini und 1. VC von Saint-Saens auf dem Brunswick Label von Decca (erschienen 1964, die Stereopressung ist SXA 4529, die Monopressung ist AXA 4529). Ich habe nur die Stereo-LP SXA 4529: das Orchester ist das Cincinnati Sy. Orch.


    Viele Grüße,


    Joachim

  • Hallo Joachim,


    ich glaube, dass die Ricci/Rudolf im Original eine DG ist, die ich hier auch irgendwo bei den VCen rumstehen habe.

    Hallo Thomas,


    die DG ist wohl eine Lizenzausgabe, der Produzent der Aufnahme war Israel Horowitz, siehe


    https://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Horowitz_(producer)

    Decca hat Anfang der 1960er das amerikanische Brunswick Label gekauft und auf diesem auch einige (nicht so viele) Klassikaufnahmen herausgegeben, die vorwiegend in den USA aufgenommen wurden (mit z.B. A. Segovia und R. Ricci, unter Sammlern gesucht ist die LP "The glory of the Cremona" mit Ricci). Der Tonmeister der SXA 4529 ist nicht angegeben (ich weiss nicht, ob Decca z.B. K. Wilkinson für Aufnahmen in die USA geschickt hat).


    Meine SXA 4529 ist wie eine SXL wide silverband gepresst (K/T Pressung).


    Aber wir befinden uns hier ja im Mono-Thread, daher belasse ich es hier mit diesem Kommentar ....


    Einen angenehmen Abend!


    Joachim

  • Bartók, Antal Dorati, Philharmonia Hungarica Orchestra ‎– Dance Suite · Deux Portraits · Mikrokosmos


    Ich wollte mein Pulver nicht gleich so früh verschieße, aber was soll’s:

    Hier kommt einer meiner absoluten Favoriten, egal ob Mono oder Stereo.


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    Viele Grüße

    Thomas

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  • Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 - Backhaus/Krauss/VPO


    Die große Stärke von LXT5355 ist ihre Ausgeglichenheit. Es gibt wenige Aufnahmen von KK wo das Verhältnis zwischen Soloinstrument und Orchster so gut getroffen ist. Das klingt auf das erste Hören nicht so spektakulär wie bei LMs oder MGs, anderseits beeindruckt die Aufnahme durch die optimale Platzierung des Mikrofons durch sehr viel Raum und wunderbar seidige Streicher.

    Diese Aufnahme macht auch klar wie groß der Verlust durch den viel zu frühen Tod von Clemens Krauss für die Musikwelt war. Er bringt die Wiener dazu sich mit dem Solisten zu „streiten“ und Backhaus zur Höchstform zu bringen ohne sich zu „zerstreiten“.



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  • Hallo Thomas,


    jetzt will ich auch mal Deiner Aufforderung folgen. Diese hier ist original 1966 von meiner Mutter, die in den 60ern in London lebte. Obwohl sie irgendwann einmal alle ihre LP's verkauft hat, habe ich darauf

    bestanden, die Booker T's zu behalten. Ich bin heute so glücklich darüber, ich kann es kaum beschreiben.

    Trotz des Alters und der unzähligen Abspielungen, auf am Anfang nur Saphir-Nadeln, hören sich alle einfach nur fantastisch an, glaub mir...:love:


    Booker T. & The MG's - Green Onions


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  • Aus dem Urlaub wieder angekommen.

    Endlich wieder mit Röhren hören :-)))

    Aktuell:


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    Zwar ein Sampler von '88 aus Dänemark, aber alles Mono Aufnahmen und nicht auf Stereo umgearbeitet.

    Klingt auch wie Mono. Direkt und emotional.

    Mit der genialen '53er Live Version von Shake a Hand

    Viele Grüsse


    Volker


    --black is no colour, it's a philosophy-- 8)
    --you are lucky, if you live twice.....

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