Röhre kaputt gegangen - was kann die Ursache sein?

  • Hallo,


    Eine meiner erst knapp 4 Monate alten 845er Röhren ist kaputt gegangen.

    Ohne Knall oder Geräusch.

    Nach dem Einschalten glomm sie nur noch schwach und es kam kein Ton mehr.

    Der Getter Spiegel ist quasi weg 😬 (Siehe Bild)

    Die Endstufe läuft mit meinen alten 845er wieder ganz normal.

    Was kann das für defekt bzw. Grund sein (aus Neugier)?


    Gruss


    Christian

    img20180816_195651.jpg

  • tja , da die Röhre ja offensichtlich keine erkennbaren äusseren Schäden hat , gehe ich davon aus das warscheinlich die Anschlussdrähte nicht sauber eingeschmolzen wurden und dort der Fehler zu suchen ist.

    Für mich ein klarer Reklamationsgrund.


    gruss

    juergen

  • nach 4 Monaten wird es sicherlich schwierig.

    Mir hat ein Händler schon mal nach 2 Tagen eine Reklamation ausgeschlossen mit der Begründung, daß es viele Gründe geben kann, warum eine Röhre so schnell kaputt geht. Defekte Widerstände usw. Es war eine EL34 JJ von Anette Kunisch welche über Ebay erwoben und leider zu schnell positiv bewertet wurde. Sie prüften das kurz am Telefon ab und lehnten dann ab.

    Eine Frechheit und seit dem nie wieder dort bestellt. Leider war ich damals noch totaler Anfänger .

  • Ueblicherweise gibts auf Röhren seitens Gerätehersteller 3 Mon. Garantie.


    Bei Röhrenverkäufern gelten die ABG...


    Kein Getter mehr = Vermutlich undicht, hat Luft gezogen, wie schon erwähnt.
    Produktionsfehler...

    Gewerblicher Teilnehmer

    Rundnadel-MC, Quasi-Tangentialarm, Reibradantrieb,RIAA mit var.EQ, A/D 24/192,Digitalpre, Raumkorrektur, Aktiv-XO, Digitalpower , Bändchenflächenstrahler und Subwoofer, 2 gebrauchte Ohren, Q-Tips , viel 33 1/3, Fun

  • Bin da selbiger Meinung, nehme bitte deswegen den Verkäufer aufs "Korn" und poche auf Umtausch

    M.f.G.
    justus :thumbup:



    Onkyo TX8050; Onkyo TA2760; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27; Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M3002L; Uher 4000 Report L; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601

  • also wer die beweislast hat, ist immer im nachteil. wenn der händler in den raum wirft, dass etwa durch das handling beim kunden ein pin verbogen und das glas drum herum deshalb bröselig/undicht geworden sein könnte, geht das mit der never ending story einfach immer so weiter. evtl. kommt die wahrheit nie ans licht, aber man fährt mit freundlichen worten und der bitte um kulanz wahscheinlich besser als mit einem strikten pochen auf gewährleistung. besonders, wenn man schon ein regelmäßiger kunde war.

  • Hm, das ist natürlich ärgerlich!


    Ich empfehle in erster Instanz das (freundliche) Gespräch mit dem Händler und Bitte um Kulanzersatz. Das hilft häufig Wunder (Thema Wald und hineinrufen...). Sollte der sich quer stellen oder gar nicht erst reagieren (zumindest letzeres kann ich mir bei TAD nicht vorstellen), greift die gesetzliche Gewährleistung, wobei die Beweislast innerhalb der ersten sechs Monate beim Händler liegt. Selbiger müsste schlüssig nachweisen, daß der Defekt durch Gebrauch und/oder Fehlbenutzung verursacht wurde. Der letzte Schritt wäre dann juristischer Art; empfehlenswert aber nur bei kostenintensiven Artikeln und starken Nerven... ;)


    Gruß und viel Erfolg,

    Marc

  • wenn der händler in den raum wirft, dass etwa durch das handling beim kunden ein pin verbogen und das glas drum herum deshalb bröselig/undicht geworden sein könnte, geht das mit der never ending story einfach immer so weiter.

    Ein verbogener Pin ist schnell mal zurückverbogen, aber ein Röhrensockel bricht so gut wie nie durch Handling und Glas ist auch nicht sonderlich flexibel. Also, wenns knallt gleich nach dem einstecken ist was zerbrochen, danach ists Glückssache wer schuld war.( Scherben bringen nicht immer Glück.)

    Ausser bei handgeblasenen HighEnd-Röhren vom Jahrmarktschreier zum Alienpreis, die sind heikel.


    Je teurer,umso kritischer.


    Aber ein Händler, der solche Schokolade von wegen brösligem Glas erzählt, dem sollte man ein gut geheizte 845 am passenden Ort einstecken bis die dann wirklich zerbröselt.

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  • Hallo,


    das mit den verbogenen Pins mag zwar für z.B. Noval-Röhren wie ECC81 usw gelten , aber nicht für eine 845.

    Bei dieser Röhre sind die Stifte nicht im Glas eingeschmolzen. Es werden nur Anschlussdrähte eingeschmolzen , die dann mit den Sockelstiften (mit etwas Spielraum) verlötet werden.

    Man könnte also theoretisch die Pins alle aus der Fassung rausbrechen ohne das Vakuum zu gefährden.


    gruss

    juergen

  • Hi

    Habe auch so meinen Verdacht, daß viele Röhren defekt gehen weil sie zu oft umgesteckt werden. Vorallem wenn sie noch nicht vollständig abgekühlt sind was bei Klangvergleichen gerne passiert

  • Meine Herrn, Röhren gehören nur abgekühlt umgesteckt.

    Zwei Minuten nach ausschalten reichen sicherlich.

    Klar, wir haben die Dinger früher unter Vollast gezogen und umgesteckt, aber ein bisschen Hingabe schadet nicht.

    Ein Unterbruch schadet nicht so viel, ein Kurzschluss ist meist etwas deier.


    Umstecken wenn kalt geht fast endlos, Lötstellen am Sockel halten dann auch.

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  • Brauchst du auch nicht, hab ich auch nicht und nie behauptet.

    Die Lötstellen am Sockel neigen wegen der Hitze oft dazu, schlecht zu werden, gleichzeitige mechanische Bewegung fördert das eher. Ist aber nicht zwingend.

    Generell schmilzt Lötzinn irgendwann beim erhitzen, ist ja Sinn von dem Zeug.


    Zieh mal ne Röhre im Betrieb ab, dann hörst du es unter Umständen in den Boxen, warum man sie abkühlen lassen sollte, und wenn du es ohne Handschuhe tust, merkst du noch etwas.


    Der Röhre selbst ist es ziemlich egal.

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