zwei Gleichrichter-Röhren parallel

  • Hallo,

    ich habe hier einen Verstärker vor mir bei dem zwei Gleichrichterröhren parallel geschaltet sind.

    Es handelt sich um 2x 5AR4.

    Das sich der Innenwiderstand der Gleichrichter nahezu halbiert ist mir schon klar, auch die Verlustsspannund wird geringer.

    Aber wie verhält es sich mit dem nachvolgenden Kondensator ?

    Lt. Datenblatt sollte der C bei einer 5AR4 die 60µF nicht überschreiten, welchen Wert darf ich maximal bei Parallelschaltung einsetzen?

    VG

    Hanno

    Der Pessimist sieht nur einen dunklen Tunnel
    Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels
    Der Realist sieht einen Zug auf sich zukommen


    Der Lokführer sieht 3 Idioten auf dem Gleis...

  • Hallo ,


    es ist richtig das sich Innenwiderstand und Verlustspannung reduzieren , aber rechne eher mit 75% bezogen auf eine Röhre.

    Der max C wird durch die maximale (Einschalt)Stromspitzen die die Röhre verträgt bestimmt. Bei 2 parallelen Röhren darf dann auch der C doppelt so gross sein . Bedenke aber das 2 Röhren selten zu 100% gleich sind. Also lieber etwas drunter bleiben und evtl mit 2 Widerständen für eine gleichmäßigere Stromverteilung sorgen.


    gruss

    juergen

  • Hallo Hanno,


    meine Idee bei zwei Gleichrichterröhren (in einem Stereoverstärker) wäre, diese jede einen Kanal einzeln versorgen zu lassen und die Stromversorgung hinter den Gleichrichtern konsequent zu trennen.

    Hab ich schon öfters bei Transistorverstärkern gemacht und dann kann es gerne mal auf einem Kanal richtig rumsen - was den anderen dann völlig kalt lässt...


    Schöne Grüße,

    Andreas

  • Hallo Zusammen,


    wenn es die Ub und die nachfolgende Siebkette erlaubt, sollte der Ladekondensator möglichst klein sein. Das schont nicht nur die Gleichrichterröhre, gute NOS werden inzwischen ziemlich teuer, sondern verringert auch die Ladestromspitzen, welche durchaus Störungen verursachen können.

    meine Idee bei zwei Gleichrichterröhren (in einem Stereoverstärker) wäre, diese jede einen Kanal einzeln versorgen zu lassen und die Stromversorgung hinter den Gleichrichtern konsequent zu trennen.

    Bei dem erforderlichen Platzbedarf in einem vorhandenen Gerät könnte das schwierig werden.


    Ich würde diesem Weg auch nicht einschlagen. Ich empfinde Stereonetzteile klanglich durchaus reizvoller als Doppelmono.


    Viele Grüße,

    Martin

  • ..hier habe ich mal den Schaltplan des Gerätes, da sind noch mehr "Merkwürdigkeiten" zu finden.

    Spark.jpeg


    Netzteil allein

    PWS.jpeg


    Mich "irritiert" auch die V2b, macht die wirklich Sinn ?

    VG

    Hanno

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  • uppps..vergessen..

    V1 - 6SL7

    V2 - 6SN7

    V3 - 300B

    V4,5 - 5AR4


    Im Netzteil (ganz unten rechts) befindet sich eine Spannungsversorgung 5 VDC, der Anteil der FB-Empfangseinrichtung ist im Schaltplan nicht enthalten.

    VG

    Hanno

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  • Hallo,

    ich bin als erstes über den C14 "gestolpert", der ist sicher zu groß und tut den beiden 5AR4 nicht gut.

    Die Drossel mit 5H 180mA könnte etwas größer sein, dann folgt mit C15 wieder ein sehr ambitioniert dimensionierter Kondensator.. :)

    Wie gesagt, so eine Schaltung mit 2 Stück 5AR4 parallel war mir bis zu diesem Amp fremd.


    Aus dem Konstrukt V2a und V2b werde ich nicht wirklich schlau, für mein Dafürhalten macht die V2b im Signalweg "nix" .

    Ich persönlich würde an dieser Stelle die V2 > 6SN7 mit beiden Systemen parallel schalten, damit die 300B mit "richtig Dampf" angesteuert werden kann.

    Bei dieser Beschaltung fällt der Koppelkondensator (C24) und ein Gitterwiderstand weg.

    Die Kathode der 6SN7 muß allerdings sorgfälltig "hoch gelegt" werden.

    Mittels 0,1 - 0,22µF kann dann die 300B angesteuert werden.

    Bei dieser Idee würden fast alle Bauteile um V2a&b wegfallen.


    Die beiden 6SL7 arbeiten im Eingang in SRPP, in Endverstärkern nicht mein Favorit, hier würde ich es aber dabei lassen, der Amp lässt sich so prima als Vollverstärker einsetzen.

    VG

    Hanno

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  • Hi,

    W1 dient zum Abgleich der 300B , man kann von aussen an den Punkten TP ein Voltmeter anschliessen.

    W2 dient zum Brummabgleich, nach meiner Meinung würde bei der Art Schaltung wie weiter oben beschrieben gar kein Brumm entstehen.

    VG

    Hanno

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  • ein 300B Amp sollte mit 2 Röhren auskommen (Zitat aus #8)

    im Prinzip bin ich da bei Dir, in diesem Fall wäre das Ding zu unempfindlich als Vollverstärker, da ist der Einsatz der V1 ok.

    Ich will an dem Gerät nicht alles umbauen müssen, der soll schon als fernbedienbarer Vollverstärker weiterleben.

    Was mir sauer aufstösst, ist der rapide Verschleiß der 5AR4 durch das viel zu dicke Netzteil...und eben die merkwürdige Schaltung der V2.

    VG

    Hanno

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  • eben, dieses Poti macht nur bei Wechselstrom Heizung sinn. Bei Gleichstromheizung ist es völlig überflüssig.

    V2b ist als Katodenfolger geschaltet und sorgt für eine niederohmige Ansteuerung der 300b. Bei der 300b halte ich das aber auch für berflüssig.

    Ja mach C14 kleiner und die Röhren werden es dir danken.


    gruss

    juergen

  • Hi, V2b als Kathodenfolger gut und schön, aber der Aufwand an dieser Stelle ist einfach zu hoch.

    M.E. wäre an dieser Stelle weniger einfach mehr gewesen.


    Ich weiß jetzt leider nicht, ob die Ansteuerung der 300B mit dieser Schaltung wirklich optimal ist (das ist mein erster 300B Amp)

    Gerade bei höheren Lautstärken (an LS mit 97dB) habe ich den Eindruck, das es dann etwas harsch klingt, so, als wenn die 300B so gerade eben genug "Futter" bekommt.

    Daher meine Idee des Umbaus wie oben beschrieben.


    VG

    Hanno

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  • Der Umbau insbesondere um V2b ist nicht so einfach. Irgendwo muss ja auch die negative Gittervorspannung für die 300b herkommen. Das parallelschalten der V2 Systeme bringt es auch nicht. Die 300b bekommt über den Katodenfolger mehr "Dampf" als bei der von Dir geplanten Änderung.

    Mache C14 kleiner <100µF und lasse den Rest . Falls es Dir nicht gefällt schau im Netz , da gibt es ne Menge guter 300b Schaltungen, mit 2 Röhren für 0,7-1V Eingangsempfindlichkeit und auch mit 3 Röhren für eine höhere Eingangsempfindlichkeit und bau Dir was neues :)


    gruss

    juergen

  • hehe..

    was Neues steht schon in den Startlöchern, ich suche noch was passendes als Gehäuse, Rest ist alles zusammen.

    Für C14 habe ich noch Folien-Cs mit 33µF 900V, davon kann ich zwei oder drei Stück nehmen.

    Wobei zwei Stück eigentlich reichen sollten.

    Macht es evtl. auch Sinn, den C15 auch mit diese Folien Cs zu ersetzen ?


    VG

    Hanno

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  • nein , C15 liegt hinter der Drossel und stellt somit keine Gefahr für die Gleichrichterröhren dar. Klangliche Unterschiede , Folien Cs , Elkos etc im Netzteil muss jeder mit sich ausmachen.


    gruss

    juergen

  • Ok, die Folien habe ich noch nie in einem Netzteil eingesetzt, werde ich mal testen.

    Danke für Deine Auskünfte.

    VG

    Hanno

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  • Hi,

    mit einem Kathodenfolger eine 300B anzusteuern bringt folgendes,

    du fährst die 300 B bei vollen durchsteuern mit Gitterstrom um das letzte Wättchen rauszupressen, bringt klanglich absolut nix,

    macht diese Röhre kaputt, so etwas macht man mit einer 211 ...

    Der Ladeelko ist so gross dass die Lebesdauer der 2 5Ar4g begrenzt ist, der ripple wird dadurch auch nicht geringer sondern grösser, 100 uf mit ausreichender Spannungsfestigkeit hier einsetzen,


    über die Sinnhaftigkeit des Gesamtkonzeptes kann man sich streiten ....


    brauchst du mehr Leistung nimm eine 300B pse Schaltung


    Jörg

  • Hallo Zusammen,

    Also meine Meinung , ein 300B Amp sollte mit 2 Röhren auskommen ...

    Mit einer kräftigen Pentode reicht sogar eine Stufe.


    Genauso wie man mit einer Gleichrichterröhre auskommen könnte.


    Bei der Verringerrung des Ladekondensators, sollte man berücksichtigen, das es dann mit der relativ kleinen Drossel bei sehr empfindlichen Lautsprechern anfangen könnte zu brummen.


    Viele Grüße,

    Martin