Yamaha GT-5000

  • Im DJ Bereich gibt's die Dinger schon lange. Sind wohl besser zum Scratchen. Im Hifi Bereich sind die Stummeltonarme bisher eher Mangelware....

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Moin,


    nur nochmal zum Tonarm: der kurze ungekröpfte Arm hat bei Yamaha durchaus Geschichte: So einen Arm gab es bereits 1985 als Alternativbestückung für den GT-2000X, den YSA-2. Hat André auch schon auf der ersten Seite dieses Threads erwähnt.

    Ob das jetzt technisch Sinn mach, kann ich nicht beurteilen. Vom Rigid Float abkupfern mußte man bei Yamaha für den neuen Spieler aber ganz offensichtlich nicht.


    Grüße, Brent

    Gewerblicher Teilnehmer

  • ... und vor allem weil sie nicht schlechter ist.

    Das sehe ich etwas anders. Neben den besseren Meßwerten hat ein Direktantrieb zumindest mal den Vorteil, nahezu verschleißfrei zu sein. Da muß man nicht alle Nasen lang einen Riemen wechseln und dann auch noch hoffen, daß er nicht toleranzbedingt zu lang, zu kurz, zu weich oder zu hart ist. Und zwischen Subchassis und kein Subchassis gibt es wohl auch erhebliche Unterschiede, die freilich je nach Wohnsituation nicht unbedingt zum Tragen kommen müssen. Und wie steht es mit so versteckten Sachen wie die Qualität und Reibungsarmut der Tonarmlager? Das gibt (wohl aus gutem Grund) kaum ein Hersteller an. Duals und Technics bedienen sich hier wohl noch aus Altbeständen, die aus den 80er Jahren übrig geblieben sind und wo man die Kugellager in Millionenstückzahlen eingekauft hatte. So sind die Technicse mit nur 7mN Reibung spezifiziert, die Duals dürften nur knapp darüber liegen (zu Zeiten eines 1229 waren's glaub ich 7 bis 9mN). Aber schon ein Jelco - gewiss kein schlechter Tonarm, ich mag die Dinger durchaus gerne - ist mit 20mN angegeben und das unabhängig vom Modell (gilt was ich so gelesen habe selbst für die erheblich teureren OEM-Modelle für Ortofon und Konsorten). Eine Ausnahme dürfte hier meiner Einschätzung nach nur SME sein wobei die vielleicht auch noch auf Altbestände zurückgreifen können. Und natürlich Einpunkter. Aber sonst?? Und versuche heute mal Kugellager in der Qualität zu kriegen, wie sie Technics verwendet. Neu ab Werk. Die besten, die man so als Normalsterblicher kriegen kann, sind um Welten schlechter, selbst sog. Präzisionslager für ca. 50€ / 4 Stk. Da muß man dann schon 10 Stk kaufen, die Dinger auswaschen und dann selektieren... Oder man kauft ein paar Millionen davon, dann kan mann diktieren, wie sie gebaut sein sollen...X/


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Nun ja, "bessere Messwerte" und "nahezu verschleißfrei" sind für mich eben keine relevanten Faktoren, um etwas "besser" als einen Konkurrenten da stehen zu lassen.

    Ein Riementriebler und sogar ein Reibradler machen in einem normalen Hörumfeld - und NUR darauf kommt es doch in der Realität an - genauso gut Musik wie ein DD, selbst wenn dieser eben "nahezu verschleißfrei" und 'n Zehntelchen genauer laufen sollte...


    Aber da setzt jeder andere Prioritäten, schon klar. Alles gut.

  • Die Geschichte mit dem WLAN-Plattenspieler mit Multiroom-Funktion ist doch einfach nur die konsequente Einbettung von Plattenspielern in die heutige heimische Beschallungsinfrastruktur.


    Ich mache sowas seit Anfang dieses Jahres mit Geräten der Bose Soundtouch Familie. Dort gibt es eine Funktion "Aux Rebroacasting": Das analoge Signal kommt über den Aux-Eingang rein und wird an die anderen Multiroom-Geräte digital weiterverteilt. Und dieser Aux-Eingang des Soundtouch besitzt bei mir eben eine Verbindung zum Phono Pre. Damit kann meine heimische Anlage quasi dasselbe wie der neue Yamaha - nur mit zwei getrennten Geräten. Damit kann ich jeden Plattenspieler als Quelle verwenden und bin nicht an ein spezielles Gerät gebunden.


    Ist eine feine Sache, wenn man in der ganzen Wohnung Schallplatten hören kann. Insbesondere in Wohnzimmer und Küche dieselbe Musik gleichzeitig. Kann mir vorstellen, dass sich der Yamaha Dreher bei Besitzern von Yamaha MusicCast-Anlagen gut verkaufen wird.

    Viele Grüße, Christian.


    Shibata ist keine Wintersportart.

  • (zu Zeiten eines 1229 waren's glaub ich 7 bis 9mN). Aber schon ein Jelco - gewiss kein schlechter Tonarm, ich mag die Dinger durchaus gerne - ist mit 20mN angegeben und das unabhängig vom Modell (gilt was ich so gelesen habe selbst für die erheblich teureren OEM-Modelle für Ortofon und Konsorten)

    Hat die Messwerte schon mal jemand geprüft?

    Messwerte in der HIfi Industrie sind selten brauchbar!X(X(

    Wie wird den gemessen, hoffentlich mit Tonarmverkabelung:(

  • In allen Lebensbereichen: Es gibt keine Fakten mehr. :(

    nun ja, als Vinylfan könnte ich mich zumindest mit der Behauptung arrangieren, dass die Erde eine Scheibe sein soll. Der Streit geht aber hier wahrscheinlich gleich wieder bei der Frage los, welche...:whistling:

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

  • Na ja, zumindest hat Yamaha auch noch was richtig Modernes in petto: https://www.maclife.de/news/ya…m-funktion-100106721.html

    Leider nicht, das ist nur eine Farbeimervariante eines Chinadrehers, der auch unter anderen Markennamen günstig feil geboten wird, Teac in knallrot ist auch dabei. In einem Vergleichstest auf einer US-Seite aktueller Dreher hat er als Teac-Derivat eher bescheiden abgeschnitten.

  • Mich würde mal interessieren wo der Plattenspieler hergestellt wird. Japan oder ? Auf dem Web sieht man immer die gleichen Werbe Bilder wo aber das "Made in" auf der Rückseite fehlt. Tatsächlich gibts ein Youtube Film wo der GT 5000 von hinten gefilmt wird. Mit dem Zufall, dass man genau nur die Aufschrift "Made in" sieht und der Rest mit Kabel überdeckt ist.

    Gruss

    Felix

    Der Tonfilm verdirbt Gehör und Augen!
    Fordert lebendes Orchester!