Spindelloch zu groß. Abhilfe?

  • Das sehe ich ja ein, das war ja aber schon von Anfang an ein Pressfehler und hat nix mit dem ausgeleierten Loch zu tun, das wäre ja dann noch hilfreich in dem Falle

    um die Platte zu zentrieren.

    Ausserdem sprechen wir doch da denke ich über recht kleine Maßeinheiten im 0,irgendwas mm Bereich, das hört sich ja aber so an als wäre das Loch schon 2 cm

    groß, wenn man die Platte so auf dem Dorn schieben kann.



    Gruß Lars


    Yamaha PF800 mit Yamaha MC9, Yamaha YP-B4 mit AT120Eb, Yamaha YP-D6 mit AT5V, Thorens TD 145 MKII mit Ortofon FF150 MKII

  • Als Uhrmachermeister kann ich da nur folgenden Rat geben:


    Platte auf der Planscheibe optisch ausrichten und festspannen. Loch aufdrehen und ausbuchsen:P


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Hallo Dieter, das ist sicherlich die perfekte Lösung. Aber vielleicht wird da doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen, d.h. der Aufwand ist recht hoch und für einen normalen Analogi, der nicht über die Expertise und die notwendigen Utensilien verfügt, nicht praktikabel? LG Konrad

  • Hallo Konrad


    Für einen Nichtfachmann, der keine Drehmaschinen zur Verfügung hat habe ich eine Super Methode um das Mittenloch kleiner zu kriegen. Habe es selbst schon einige Male gemacht.


    1. Man nehme einen Cent, der ist bekanntlich aus Kupfer und wird schnell warm.


    2.Lege diesen genau auf das Mittelloch der Schallplatte.


    3.Nun erhitzt man diesen mit dem Lötkolben und drückt dabei etwas auf das Centstück. (mit Gefühl-nicht zu heiß)


    4. Das Vinyl verformt sich nun, und das Loch wird kleiner.


    5. Sollte es zu klein geworden sein, so nimmt man einen 7,2 - 7,3 mm Bohrer und bohrt es wieder auf.



    So sollte es auch bei euch klappen.


    Mit f.G. Eberhard

    gewerblicher Teilnehmer Hersteller von Schallplattenreinigungsmittel

  • Mann so viele Tipps und Erfahrung - Ihr seid echt Spitze.
    Das mit dem Kupfercent probiere ich mal aus. Eine super Idee. Habe vor einigen Monaten eine gute Pressung von Dark Side of the Moon weggeschmissen, weil ich (Doofkopf) das zu kleine Loch mit einer Aale Entgratet habe und dabei natürlich ein nicht zentrisches Loch fabriziert habe. Das gab dann wirklch hörbare Jauler und regte mich so auf, dass ich neu kaufen musste. Heute habe ich einen Plattenloch-Bohrer von Clearaudio und der ist top scharf und ich kann zu kleine Löcher sanft (und zentrisch!) aufbohren.
    Habe aber auch einige Exemplare wo der Cent Trick zu anwendung kommen könnt. Echt gut!
    Vielen Dank für die praktischen Tipps!

    Unsere grösste Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. (T. Alva Edison -
    Erfinder des Phonographen, der Kohlenglühfadenlampe und des Betongiesverfahrens)