Tonarm aus dem 3D Drucker

  • Körperschall kannste es auch nennen, da biegt sich nix, wenn ich mit dem Stethoskope an meinem 60mm dicken Plattenspielerchassis höre, und mit dem Finger auf dem Alu drüberstreiche, dann wird der Schall übertragen, bzw. resoniert.... aber das massive Chassi verbiegt sich bei der Krafteinwirkung nicht.

  • Jedes Material hat seinen "Eigenklang". Carbon, Plastik oder Aluminium, jedes Material hat einen anderen Klang. Leider kenn ich mich nur mit Alu aus und auch wie die Schwingungen bedämpft werden, weiss ich nur für Alu. Vielleicht kann ja einer schreiben, wie mit Carbon umgegangen wird? Sind die Masnahmen gleich wie bei Alu?

    Gruss

  • Servus,


    es geht nach privaten Verbindlichkeiten wieder ein bisschen weiter.

    Wegen der Steifigkeit habe ich gar keine Bedenken. Resonanzen, man wird sehen. Denke aber eher auch nicht.

    Der Arm ist jetzt erstmal der erste Prototyp, angedacht ist ja auch die Option ein Carbonrohr implementieren zu können, wie schon geschrieben.


    So, bei mir ging es wieder ein wenig weiter. Bilder sagen mehr als tausend Worte.


    Die Idee die Gewicht Box mit Sand oder auch Bleikugeln zu füllen finde ich ziemlich Geil und daran halte ich erst auch mal fest. Ziel ist es das Gewicht auf die Arretierung aufschieben zu können und somit gleich das Einfüllloch zu verschließen. Mittels eine M5 Schraube die hier noch nicht sichtbar ist, wird sich die Feineinstellung vornehmen lassen. Die Schraube wird durch die Rändelmutter geschraubt und ist somit fest verbunden. In die Arretierung kommt noch auf Höhe des Schraubendurchgangsloch eine Nut in der man eine M5 Mutter einstecken kann. Die Schraube inkl. der Rändelmutter duch die Arretierung geschraubt und letztendlich durch das hintere Loch, wird das Schraubenende mit einer M5 Sicherheitsmutter versehen. Somit funktioniert die Einstellbarkeit an starrer Position.


    Mit den Armlagern bin ich noch nicht so ganz sicher, werde jetzt mal kleine Modellbaulager bestellen und mit diesen die ersten Tests machen.


    Ich bin müde, bis dann,

    Thomas

    Dateien

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Hallo Thomas

    Wie besprochen, schreibe ich etwas zum Tonarm-Gegengewicht. Ist es wie bei deinem Tonarm, tiefer gesetzt, muss damit gerechnet werden, dass bei Höhenschlag einer Lp, das Auflagegewicht zunimmt. Je nachdem kann dies so um 0,07 bis 0.15 Gramm pro Millimeter höhenschlag sein.

    Ist aber auch nicht schlimm, da mehr Auflagegewicht besser ist, als zu wenig!


    Tiefer gelegte Gegengewichte, machen vorallem, nicht nur, bei Einpunktern, sinn.

    Gruss, Kurt

  • die Billigdrucker ohne beheizten Bauraum haben alle das gleiche Problem: die drucken schlecht!

    Kleine Teile geht so einigermaßen, sobalds flächiger wird, biegt sich der Druck.


    Deswegen sollte man sich gut überlegen, ob die Investition in einen Billigdrucker mit schlechtem Ergebnis lohnt, oder halt einen gescheiten Druck (alphacam fabberhouse) der später maßhaltig ist.

  • Kann aber auch an der Lagerung liegen.

    Mit dem Druck und dem beheizten Bauraum geb ich dir recht, bekommt man aber mit verschiedenen Temperatur Kurven während des druck einigermaßen im Griff. Bei mir hilf z.b die Bettheizung nach 4-5mm Materialhöhe auszuschalten. Wird nicht perfekt aber besser. Zumal nicht jeder mit nem High End Drücker beginnt. Die Drucker helfen ungemein um die Materie zu verstehen. Am WE Druck ich mal den Arm. Werde dann Messungen machen. Bleibt Spannend!!!!


    Kugellager sind bestellt, Vertikallagerung und passendes Headshell muss noch konstruiert werden.


    Thomas

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • sehr spannendes Thema. Gerne mehr. gerade wie es klingt würde mich interessieren.

    Ich baue gerade verschiedene Headshell-varianten aus Holz zum testen.

    Aber meinen Drucker würd ich gerne mal wieder anwerfen :)

  • Servus,


    hier geht es auch mal wieder ein wenig weiter. Ich habe den Arm mal 50% skaliert und ohne Stützstruktur gedruckt. Wollte einfach mal den Arm in der Hand haben um ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Gedauert hat das Ganze ~50min. Wenn ich ihn in Original Größe gedruckt hätte, wären 4h vergangen.

    Was man aber sagen kann ist das der Arm alleine in voller Größe 29 Gramm wiegen würde.

    Natürlich ist er dadurch auch sehr filigran un macht Druckfehler leicht erkennbar. Mir war erstmal wichtig wie der Verzug ist. Der ist bei der 50% Variante so gut wie gegen 0. Flexen (Steifigkeit) tut er schon noch richtig, ist aber auch der geringen Materialstärke geschuldet. Was sich aber in meinem Fall wieder bestätigt hat, das Slicer Programm Cura (Freeware) ist halt doch nicht das Gelbe vom Ei. Ich werde, wie ich auch schon länger wollte auf das Slicer Programm Simplify 3D (Payware) umsteigen. Damit sollte der Druck bedeutend besser werden. Und es liefert eine Vielzahl von Einstellungen die Cura gar nicht hat. Für meine bisherigen Anwendungen hat es Cura auch immer getan, nutze aber dieses Projekt um umzusteigen,....

    Gerade eben drucke ich den Bereich des Arm wo die Kugellager später drin sind in voller Größe.

    Kugellager habe ich auch schon da, dazu aber später mehr.


    Anbei ein paar Bilder von dem skalierten Arm ohne Stützstruktur gedruckt und somit optisch nicht ansprechend.<X


    Greetz,

    Thomas

    Dateien

    • IMG_8560.JPG

      (584,05 kB, 31 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • IMG_8561.JPG

      (444,63 kB, 18 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • IMG_8562.JPG

      (599,69 kB, 31 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Hi Kurt,

    das finde ich auch reichlich schwer, mein ein meter langer Bambus-Tonarm wiegt mit Headschell 34 gramm. Vieleicht wird es ein Tonarm fürs SPU.

    Dietmar

    Was sich nicht messen lässt kann nicht existieren.


    Und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. T. L. P. L. W. :D

  • Ok, was für ein Gewicht sollte man denn anvisieren?


    Grüße,

    Thomas

    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

  • Das Gewicht geht schon zB mit einem Denon dl 103R. Allerdings darf die Headshell nicht auch noch besonders schwer werden.

    Kannst du nicht die Wandstärke reduzieren?

    Ein Idealgewicht gibt es ja nicht wirklich, je nach Compliance des Tonabnehmers. Aber mit 15 Gramm bist du etwas flexiebler, wenns geht nicht über 20 Gramm. Ist aber meine persönliche Meinung und nicht in Stein gemeiselt.

    Gruss