Benz Micro Glider L2 - neu aufgebaut

  • Hallo Horst!


    Zum Dynavector noch einen neunen Phono-Vorverstärker hinzu kaufen …. Oha! Das muss ich erst mal in mich gehen und eine Zeit drüber nachdenken.

    Von der klanglichen Beschreibung scheint es aber genau meinen Anforderungen zu entsprechen. Ich überlege mal, ob ich den ein paar Seiten vorher verlinkten Rainer kontaktiere; vielleicht hat der ja Lust und Zeit mir bei dem Dynavector weiterzuhelfen.


    Um Grados habe ich bis jetzt immer einen Bogen gemacht. Von denen habe ich immer gelesen, dass sie sehr weich und soft spielen - toll für Stimmen und natürliche Instrumente sind, aber nicht sonderlich impulstreu sind, zum Brummen neigen und manchmal auch große Toleranzen aufweisen. Ich mag es schon, wenn die Höhen nicht zu betont sind, aber zu soft soll das ganze auch nicht werden. Neutral trifft es eigentlich am besten. Ich werde mich zu dem Thema Grado aber nochmal etwas einlesen. Danke für den Tipp.


    Viele Grüße

    Philip

  • Hallo Horst,


    mein Statement The Statement 2 ist noch nicht viele Stunden gelaufen. Und über deine Fragen könnte ich bereits lange Nachdenken. In anderen Threads hatte ich schon etwas dazu geschrieben.


    Ich weiß natürlich vorher nicht wohin sich das große Grado entwickelt. Aber ich würde bereite jetzt sagen, wenn das Gullwing bisher die längste Einspielzeit brauchte, so wünsche ich mir fast das Grado bleibt wie es ist aus der Box. Außerdem kann ich das Statement The Statement 2 (TS2) mit dem Sonata 1 und dem Master 1 / Reference 1 vergleichen. Und mir fällt ein Urteil noch ein wenig schwer, da das Grado noch weit weniger Stunden drauf hat wie das SLR und Lyra Etna.


    Zunächst mal ich liebe das SLR und das Etna. Das SLR wegen seiner ganz beachtlichen Stimmenwiedergabe und dem Bass Punch gepaart mit sehr guter holographischer Abbildung. Das Etna ist das Mass der Dinge an holographischer Abbildung für mich bislang und hat eine Lässigkeit, die das Benz so zumindest nicht hat. Aber es ist halt etwas analytischer, was nicht bei jeder Musik für mich die erste Wahl ist.


    Wo ich das Grado - derzeit im Rigid Float 7" Arm - montiert hatte und die ersten Platten hörte war ich einfach erstmal nur platt, da es für mich eine neue Hörerfahrung darstellt. Eigentlich war ich bis vor einer Weile ein Grado Hasser wegen einer frühen Erfahrung mit dem günstigen Grado Silver, das ein trauriges System für mich ist.


    Ein neuer Versuch mit einem gebrauchten Sonata 1 hatte mich dann aber auf die Holzbody Systeme gebracht und war schon recht gut wie hier auch oft richtig beschrieben wird. An ein Sonata 1 muss man sich aber ein bissel gewöhnen und sich drauf einlassen. Aber es spielt fürs Geld enorm gut, schon sehr offen, aber ein wenig zurückhaltend. Daran muss man sich gewöhnen. Wenn man noch nix Besseres gehört hat, merkt man das aber vielleicht gar nicht.


    Ein Bekannter brachte dann für eine Session ein paar Systeme mit zu mir, die wir der Reihe nach durch probierten. An seinem recht alten Master 1 oder Reference 1 (das weiß ich nicht mehr so genau) sind wir aber beide binnen Minuten hängen geblieben auf dem Masse LW. Das war spontan offen mit enormer Bühne, präzise, tolle Stimmen, usw. Wir waren beide weg geflascht von der Performance dieses alten Systems.


    Da es kaum Sinn macht die kleineren Holzbodys gegen Größen wie SLR und Etna antreten zu lassen habe ich mir das TS2 bestellt. Seitdem ich das eingebaut habe muss ich viel neu hören. Ich denke ich muss Hören / Klang an sich neu überdenken seither und finde auch noch nicht so ganz die richtigen Worte wie für das SLR oder Etna, das ich sehr viel besser kenne schon über Jahre und die ich besser beschreiben kann.


    So möchte ich meine ersten Eindrücke einfach ungeordnet wiedergeben, die sich aber natürlich noch ändern könnten mit der Zeit, wenn ich an das Grado gewöhnt bin. Wie schon gesagt spielt das TS2 aus der Box unglaublich fertig. Ich wünsche mir an sich nichts mehr an Veränderung. Das ist so ganz erheblich anders wie an den Benzes. Auch das Lyra braucht ein Weilchen länger bis es fertig ist.


    Das Grado nimmt einen sofort für sich ein, denn in den ersten Stunden glaubt man es paart die positiven Eigenschaften des SLR mit den positiven Eigenschaften des Etna. Bekannte behaupten, das macht das Lyra Atlas auch, das ich aber noch nicht gehört habe.


    Das TS2 hat für mich mindestens dieselbe sehr verblüffende holographische Raumdarstellung wie das Etna. Und da fand ich das Etna bisher unschlagbar. Und ich möchte sagen, das Grado ist noch einen Ticken lässiger, hüllt den Hören vielleicht noch selbstverständlicher ein in die Musik. Ich liebe diesen Punkt über alles. Man könnte es auch so beschreiben ... Lautsprecher verschwinden völlig aus der Klangkulisse. Es ist an sich wie in einem Multi-Kanalsystem und ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe nebenbei noch ein Dolby Atmos / DTS:X Heimkino.


    Das TS2 hat dieselben guten Stimmen wie das Benz nur etwas trockener und etwas präziser noch echter. Vielleicht kommt eine Diana Krall auf dem Benz etwas erotischer rüber, aber da frage ich mich ab und an: Ist das in Wahrheit wirklich so ?


    TS2 hat denselben Bass Punch wie das SLR nur eindeutig präziser, aber genauso abgrundtief. Das TS2 spielt dermassend analog, ich möchte fast sagen menschlich, das dies für mich ein komplett neues analoges Feeling darstellt in den Stunden, die ich es bisher gehört habe.


    Das Grado spielt aus der Serie .. Sonata, Master / Reference .. ganz deutlich anders. Mit der bis hier hin gemachten Erfahrung würde ich sagen die Distanz ist größer zu den kleineren wie vom Glider zum SLR, aber das ist natürlich enorm subjektiv und vom Geschmack / Begeisterung abhängig. Hundertprozentig nimmt man aber beim Tausch vom Glider zum SLR den Fortschritt wahr in allen Belangen und das binnen Minuten, wobei der Familienklang bei Benz stärker erhalten bleibt.


    Wenn ich wieder vor dem Grado sitze, gehen mir Sätze durch den Kopf wie ... das kann doch nicht sein, daß hier alles perfekt ist, wo ist der Haken ... habe ich bisher falsch gehört ... muss ich meine Einstellung zum analogen Hören nach zig Jahren nochmal komplett überdenken ... war ein Fabel für die Festlegung auf Benz und Lyra vielleicht verfrüht (und ich liebe die beiden Systeme natürlich noch heute und höre diese gerne und oft) ... ich wehre mich fast dagegen, das dieses Grado meine bisherige Denke zum Klang repositioniert oder repositionieren kann. Ist doch verrückt oder ... ?!


    Fakt ist dieses große Grado ist mit das Beste in dem Preissektor und absolut, was ich bisher gehört habe. Aber auch wenn sich das enthusiatisch anhört möchte ich etwas Kritisches zu mir und der Beurteilung sagen.


    Bei mir ist es so, ich habe den Eindruck mein Hörempfinden ist von Tag zu Tag anders. Stress, Stimmungsschwankungen beeinflussen das was ich wahrnehme. Mal finde ich was überragend, mal frage ich mich, warum das gestern so war und heute nicht. Mal frage ich mich, ob ich gestern richtig justiert habe oder geschielt habe. Es gibt längere Phasen da finde ich etwas gut, dann aber wieder schlechter.


    Was will ich damit sagen, das Grado ist zwar schon fast ein Jahr bei mir, aber ich habe zu wenig Zeit gehabt zum Hören um die obige Beschreibung für mich zu manifestieren. So eine Einstellung zu einem System baut sich über Jahre und viele Hörsessions bei mir erst auf und ändert sich auch mal wieder. Erst wenn sich eine echte Grundeinstellung bei mir gebildet hat, die sich immer wieder einstellt und bestätigt steht meine Meinung zu einem System tendenziell fest. Leider kann man so auch nur wenige Systeme testen, ich höre dann auch viel bei anderen mal Probe, die ich so im Laufe der Zeit kennenlerne, das ist einfach spannend und bringt mir den Vergleich zu dem was ich hier habe - erweitert den Horizont - zum Beispiel zu diesem außergewöhnlichen Grado.


    Ich schreibe das nur, weil ich im Moment derart vom Grado eingenommen bin, damit die Leute nicht gleich alles für bare Münze nehmen. Im Moment ist das Grado mein absoluter Topfavorit, aber ihr glaubt gar nicht wie oft sich der Topfavorit bei mir schon geändert hat. Manchmal sind es auch Launen, die mich ein System favorisieren lassen.


    Noch ein abschliessender Kommentar zum Grado. Dieses System spielt mindestens so richtig anders wie Benz und Lyra. Und genau das ist es was ich gesucht habe auf meinem Masse LW. Deshalb macht das so verdammt Spaß auf einem LW drei verschiedene TA`s zu haben und nach Laune und Musik zu entscheiden was man hören will. Ein Lustvolle Qual ... ;-) Und mit einer SXONO kann man sogar zur Laufzeit umschalten für einen direkten A-B Vergleich.


    Fast kommt bei mir schon der Gedanke an ein Aeon oder Epoch auf. Da stellt sich mir die Frage, die sich andere nun vielleicht auch stellen. Geht es wirklich noch besser als mit dem Statement The Statement 2. Und rechtfertigt das wirklich noch diese snobistischen Preise.


    Highfidelen Sonntag,

    Jürgen

  • Um Grados habe ich bis jetzt immer einen Bogen gemacht. Von denen habe ich immer gelesen, dass sie sehr weich und soft spielen - ... aber nicht sonderlich impulstreu sind, zum Brummen neigen und manchmal auch große Toleranzen aufweisen.

    Hi Philp,


    entschuldige bitte, aber mit diesen Annahmen liegst Du so komplett daneben wie man nur daneben liegen kann. Und es zeigt ganz deutlich, daß du noch nie ein Holzbodysystem oder gar ein The Statement 2 auf gutem Equipment gehört hast. Siehe meine vorige Beschreibung.


    Nix für ungut,

    Jürgen

  • hallo Jürgen!


    Kein Problem. Ich denke, ich habe auch deutlich gemacht, dass ich mit der Firma keine eigenen Erfahrungen habe und es mehr auf einem Hören-Sagen beruht. Das ist bei mir wirklich nur angelesen. und geschrieben wird ja viel....

    Bedenklich finde ich allerdings schon, dass eine Extra-Grado-Brummliste gibt, in dem aufgelistet wird, welches Grado an welchem Plattenspieler brummt.

    Und das ein Tonabnehmer - wie deiner - für einen schlappen Preis für 3500 Euro gut klingt, würde ich bei dem Preis auch erwarten.

    Aber, wie ich oben schon geschrieben habe, werde ich mich näher mit dem Thema Grado befassen. Ich lerne immer gerne was dazu und bin für (fast) alles offen.


    Viele Grüße

    Philip

  • Zitat:

    Zum Dynavector noch einen neuen Phono-Vorverstärker hinzu kaufen …. Oha! Das muss ich erst mal in mich gehen und eine Zeit drüber nachdenken.

    Ich weiß nicht, ob Horst das optimal ausgedrückt hat.

    Das Dynavector 20x2 braucht nicht zwingend eine andere Phono Vorstufe. Aber wenn du die DV P75 MK II - IV im enhanced Modus laufen lässt, spielt sie auf einem Niveau, dass du nur ungläubig lächelst. (z.B. mit Benz Glider mit 12 Ohm, DV 20x2 oder Ortofon Cadenza Bronze jeweils 5 Ohm).

    Ich habe meine P 75 MK II mit Kekes Netzteil u.a. gegen die SXONO gehört. Ich halte die SXONO, die besser und wärmer klingt als eine alte XONO für sehr, sehr gut. Es handelt sich hierbei um ein professionell aufgebautes DIY Gerät, welches

    m.E. mit Neugeräten ab 4 - 5000€ vergleichbar ist.

    Aber die P75 war so nah dran, dass sich das Thema Phono Vorstufe für mich erledigt hat.

    Mit Standard Stecker-Netzteil war die Räumlichkeit und die Breite der Bühne bei der SXONO deutlich besser als bei der DV P 75 MKII. Mit dem zusätzlichen Kekes NT war der Unterschied bei Räumlichkeit und Breite der Bühne zur XONO minimal und fast in den Bereich persönlicher Geschmack einzuordnen.

    Getestet habe ich mit Benz Glider L bei einem Kollegen.


    Sorry für bissle :off:


    LG Hubert



    Gruß
    Hubert

    The post was edited 3 times, last by Hubert T ().

  • Hi Philip,


    ja mache das es lohnt sich mit den Holzbody Grados. Für mich ist dieses Grado sowas wie der nächste Schritt nach dem SLR Gullwing im Moment. Und es hat die seidigen Höhen, die du suchst bei Ausleuchtung bis an beide Frequenzenden heran.


    Zum Brummen:

    Ich neige zu der Einstellung, daß wenn es brummt irgendwo etwas falsch ist. Bei mir brummt gar nix, das TS2 ist enorm leise. Ich muss das nochmal prüfen, aber ich glaube es ist das leiseste System von den Nebengeräuschen her, die sich bei mir eigentlich nur noch im Grundrauschen der Elektronik zeigt. Zumindest bei mir habe ich für jedes Brummen immer eine Lösung gefunden auch wenn es manchmal Arbeit bedeutete.


    Einzig meine externen Synchronmotoren streuen je nach System mehr oder wenig ein. Das aber ist bei allen Systemen komplett weg, sobald der Abnehmer über der Einlaufrille ist. Es ist eine Designschwäche des Plattenspielerantriebs, den der Designer so nicht bedacht hat oder gesagt hat es ist irrelevant, wenn es weg ist, sobald die Nadel in Höhe der Einlaufrille ist. Ist ja auch absolut okay so.


    Daß bei einzelnen Abnehmern Brummen zu hören ist in Verbindung mit einigen Plattenspielern, rechne ich eher dem Dreher Design zu, besonders bei alten Schätzchen. Da zeigt sich halt doch so ein altes Design als solches. Muss ja nicht bei allen Vintage Drehern so sein. Oft ist es ein schlechtes Motordesign, eine Elektronik, die damals nicht auf EMV geprüft wurde, eine schlechte interne Masseführung, schlechte Erdung des Tonarms, usw. usw. ... die Gründe können vielfältig sein.


    Nie lag es bei uns am Tonabnehmer selbst. Einzig kann man vermerken, daß das eine oder andere physikalische Prinzip tendenziell anfälliger als andere ist. Ein MC ist wahrscheinlich grundsätzlich empfindlicher als ein MM wegen der viel niedrigeren Ausgangsspannung ist nun mal das S/N-Verhältnis schlechter beim MC System. Bei einem MI System ist es vielleicht das ganze Generator Prinzip, daß ein wenig anfälliger ist als bei MM beispielsweise.


    Es ist aber grundsätzlich falsch zu sagen, daß ein System brummt, das andere nicht. Es gibt kein System, daß nicht Brumm frei spielen kann, wenn man alles richtig macht. Wobei ich mal unterstelle, daß die Hersteller nicht alles richtig machen oder besser gesagt damals nicht alles richtig machen konnten, weil man über verschiedene Dinge gar nicht nachgedacht hatte zu diesem Zeitpunkt. Dennoch gibt es auch dort Kombinationen die funktionieren.


    Bei einem MM wie dem AT150MLX erreichen mich viele Mails wie man das Brumm frei bekommt, weil viele ein Brummen bei diesem MM feststellen. Und es geht immer, wenn nichts defekt ist. Man muss nur genau wissen was man zu tun hat schon geht`s.


    Also verabschiede Dich von dem Gedanken Grados brummen ... sorry so ein Schmarrn. Die Firma wäre schon lange Pleite, wenn das so wäre.


    Der Preis allein sagt im Übrigen noch wenig über die Qualität eines Systems aus. Das Lyra Etna kostet fast das Doppelte und ich finde das nicht doppelt so gut wie das Grado im Gegenteil. Ich habe in dem Zusammenhang Aussagen Glider vs. SLR und Sonata / Reference vs. The Statement gemacht und die beruhen auf echten eigenen Erfahrungen unabhängig vom Preis.


    Man glaubt manchmal wenn man das wirklich gute Glider oder auch gute Sonata oder Reference hört, das geht nicht noch besser, aber geht es eben doch und das in einer Weise die offensichtlich ist, wenn das Equipment in der Lage ist, das auch aufzuzeigen. Das ist oft das Problem bei den Versuchen. Und das macht einen riesen Spaß ...


    Viele Grüße,

    Jürgen

  • Man glaubt manchmal wenn man das wirklich gute Glider oder auch gute Sonata oder Reference hört, das geht nicht noch besser, aber geht es eben doch

    Es geht hier aber nun mal um das frisch erworbene Glider und Systeme in ungefähr dieser Preislage. Ich wünsche Philip weiter viel Spass damit und bin gespannt auf weitere Höreindrücke zum Glider nach der Einspielzeit. Ich liebäugel auch schon ein bisschen mit dem Glider. Das 20X2L war wuchtig, aber das feine seidige in den Stimmen fehlte mir manchmal.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Mir fällt auf du lässt die MK I raus. Hat das einen bestimmten Grund?

    Die soll angeblich etwas schlechter sein als die P75 MK II. Ich kenne nur vom direkten Vergleich P 75 MKII und III. (klanglich zu 99 % identisch) .Die MKI hab ich nie gehört.


    LG Hubert


    PS

    Zitat:

    Das 20X2L war wuchtig, aber das feine seidige in den Stimmen fehlte mir manchmal.

    PS das feine seidige in der Stimme hängt auch vom Lautsprecher ab.

    Philip hört mit Dynaudio LS - Typ unbekannt, ich mit Dynaudio C1. Die haben schöne Klangfarben und tolle Stimmen. Das DV 20x2 ist natürlich mit vielen Klangfarben aber beschönt auch nichts. Stimmen kommen über diese LS mit DV 20xs super rüber...


    d.h. es kommt wie immer auch auf Kette, Raum und persönlichen Geschmack an.



    Gruß
    Hubert

    The post was edited 2 times, last by Hubert T ().

  • Ich kenn die P75 MK I schon, ich finde die neben dynamisch und mega räumlich gleichzeitig warm und angenehm in den Mitten. Tolles Teil. Ist halt auch häufig am Markt gebraucht zu finden und ein Tick günstiger. Insgesamt sind die glaube ich alle gut. Wicht ist der Enhancer.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Hallo Hubert, Knut und Jürgen!


    Gut, dass du, Hubert, das Dynavector auch mit anderen Phono-Vorverstärkern als gut klingend bewertest. Der Beitrag deines Bruders ließ ein bisschen durchblicken, dass das System erst an dem Dynavector-Pre richtig gut klingen würde - so kam es mir auf jeden Fall vor. Ich habe ab Mittwoch zwei Wochen Urlaub und werde mich dem Thema "Dynavector" weiter annehmen und vielleicht auch eines bestellen. Nachrüsten bezüglich des Phono-Vorverstärkers könnte ich ja später immer noch.


    Jürgen, dass mein Glider nicht das Ende der Fahnenstange ist, ist mir klar. Aber ich muss ein bisschen auch auf meinen Geldbeutel im Auge behalten - leider. Zu gerne hätte ich auch so ein System und den dazu passenden Phono-Vorverstärker. Ich fühle mich in der momentan angestrebten Preisklasse sehr wohl und habe kein schlechtes Gefühl oder Gewissen, den Preis für das Dynavector oder Glider zu bezahlen. Bei einem Preis jenseits der 3000 Eurogrenze wäre das wohl anders. Ich muss auch sagen, dass ich solche System nur aus dem Internet kenne und sie selbst nie gehört habe.


    Knut, mein Glider spielt immer besser (bilde ich mir ein oder höre es tatsächlich?). Momentan höre ich ein paar Metal-Platten (gerade läuft die letzte Iced Earth) und bin von dem Klang begeistert. Besonders die Auflösung und die Impulstreue (oder wie man das nennen mag) sind für mich phantastisch. Und von einem Höhenpeak kann keine Rede mehr sein. Alles klingt sehr ausgewogen. Ich bin sehr, sehr zufrieden.


    Viele Grüße

    Philip

  • Ich kenn die P75 MK I schon, ich finde die neben dynamisch und mega räumlich gleichzeitig warm und angenehm in den Mitten. Tolles Teil. Ist halt auch häufig am Markt gebraucht zu finden und ein Tick günstiger. Insgesamt sind die glaube ich alle gut. Wicht ist der Enhancer.

    Knut,

    ich glaube ich werde hier bald rausgeschmissen wg :off:.


    Gehen wir mal davon aus, dass die p75 MKII im enhancer Modus vergleichbar klingt.


    Dynamik ist eine Stärke der P75 vergleichbar zur AR PH 6 (die hat zusätzlich andere Qualitäten z.B die Klangfarben bei Kontrabass sind unschlagbar)


    Bei der Räumlichkeit sehe ich das differenzierter.

    Die räumliche Tiefe ist extrem gut, bei der räumlichen Breite ohne hochwertigem Zusatznetzteil nur Standard.

    Die Mitten würde ich als neutral ansehen.

    Etwas wärmer in den Mitten ist die SXONO, deutlich wärmer die Tom Evans the Groove.... deutlich analytischer XONO.



    :sorry: für :off:


    LG Hubert



    Gruß
    Hubert

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  • Ich habe ab Mittwoch zwei Wochen Urlaub und werde mich dem Thema "Dynavector" weiter annehmen und vielleicht auch eines bestellen. Nachrüsten bezüglich des Phono-Vorverstärkers könnte ich ja später immer noch.

    Da sich dein Glider noch einspielen muss, könntest du ja auch mal die DV P75 MKIV am Glider testen.

    Kostet auch nicht mehr als ein 20x2L.


    Ich kenne leider deine MX Vinyl nicht und kann keinen Vergleich anstellen. :sorry:

    Allerdings braucht die P 75 auch wenigstens 1 Woche Einspielzeit;)


    Grüßle Hubert

  • Hubert, mich stören deine kleinen Ausflüge nicht. Kannst ruhig weitermachen - ich lese interessiert mit.


    Viele Grüße

    Philip


    Nachtrag: das war auf deine Entschuldigung zum Off-Topic bezogen.

  • Hallo Jürgen , @ all,

    kaum hat man gefrühstückt, da muß man sich durch diverse Threads lesen.


    Grado Reference 1 der Statement Serie 0,5 mV Ausgangsspannung:

    Dieses System hatte das wesentlich teurere Benz LP Wood bei mir (knapp) verdrängt, da es einen super samtigen, kräftigen Bass hatte, gepaart mit einem Schuss Wärme und wunderschönen Stimmen (Mitten). Emotionen pur, sozusagen.


    Grado Reference 2 der Statement Serie 1 mV Ausgangsspannung:

    Diese System unterscheidet sich dramatisch von der Ref. 1 Serie. Diese System punktet aufgrund

    einer enormen Dynamik gepaart mit einer sehr präzisen Abbildung und mehr Details an beiden Frequenzenden und den immer noch schönen Stimmen/ Mitten. Die Mitten sind allerdings nicht mehr so betörend schön und cremig. Das Ref. 1 ist das schönere und das Ref. 2 das authentischere System. Auch dieses System verdrängte mein Benz LP (ohne S), wenn auch auf eine andere Art.


    PS: Ich habe beide Grados ca. 1 Jahre parallel zum Benz ausgiebeig getestet/ gehört.


    Warum habe ich dir das Dynavector und gleichzeitig das Grado Master 2 vorgeschlagen.


    Dynavector 20x2 low Output:

    Weil es mMn in deine gewünschte klangliche Richtung geht und weil es mit einer gebrauchten P75II ( ca. € 300) die inkl. Tonabnehmer (€ 700) insgesamt €1000 Euro kosten würde (Falls man eine gebrauchte P75 findet). Der Dynavector Synergy-Effekt (Phono/TA) ist nicht zu unterschätzen!


    Ich lese gerade, dass Du 3 Phonovorstufen hast, MUFI die EAR eine Restek. Dann wäre es ein wenig vermessen eine 4. Phono vorzuschlagen. Trotzdem, wenn dir mal eine gebrauchte P75 über den Weg laufen sollte... ;)


    Warum das Grado Master 2

    Weil es in der € 1000,- Preisklasse mMn ähnliche Eigenschaften besitzt wie mein Ref. 2 für ca.

    € 1600,- und klanglich auch in eine etwas andere Richtung geht als dein Benz. Je teurer das Grado, desto mehr Details an den Frequenzenden (sagt man..)

    Mit der Ear würde ich eventuell das Master 2 der Reference Serie (5mv) versuchen. Könnte eine schöne Kombi werden. Außerdem hat das Grado 2 etwas mehr Attacke, was auch für Rock/Funk/ Fusion sehr gut passen würde.


    Das sind nur ein paar Gedanken auf deine Fragen. Hör Dir erst einmal dein Benz in Ruhe an, bis es 100% eingespielt ist. Du hast ja selbst festgestellt, dass es sich noch "entwickelt".


    Schönen Sonntag


    Horst

    LG


    Horst

    The post was edited 1 time, last by Horst_t ().

  • Hallo Horst,


    wenn das Off Topic hier stört können wir auch einen anderen Thread aufmachen, denn der hier so langsam richtig interessant mal wieder. Weil ausnahmsweise mal Leute hie rposten, die SELBST und in ECHT mal was ausprobiert haben und nicht nur Erzählungen aus 3. bis 27. Hand wiedergeben.


    Deine Anmerkungen hätten von mir sein können. Die Grado 1er Serie spielt deutlich wahrnehmbar "cremiger" wie du es ausdrückst. Die 2er Serie ist straffer und "authentischer" (das Wort klaue ich bei dir bei Gelegenheit) das trifft es genau und das kommt meinem Geschmack mehr entgegen. Ich würde allerdings nicht generell sagen die 2er sind die besseren Rocker. Sie klingen bei Rock wirklichkeitsnaher und live haftiger vielleicht. Für Leute, die ein paar Oberwellen im Bass brauchen (die da nie und nimmer in echt produziert werden) und sich die Magengrube massieren lassen wollen, könnte ein gebrauchtes 1er auch eine gute Wahl sein.


    Bis zu dem System für 1600 € scheint sich die Serie immer weiter zu steigern. Erst mit dem The Statement 2 empfinde ich einen größeren Schritt zur perfekten Neutralität und absoluten echten und wahren Klangreproduktion. Dieses System würde ich ein klein wenig aus dem Holzbody Familienklang herausnehmen wollen dieser Serie Tonabnehmer.


    Und damit ich nicht auch wegen Off Topic rausgeschmissen werde zurück zum Glider. Ich sehe für Philip das Reference The Reference 2 als Option an (1600€), wenn ihm das Glider in den Höhen einfach nicht den letzten Kick geben will auch nach der Einspielphase. Denn mit den ein Master 2 ist kein großer Schritt nach vorne, dafür ist auch das Glider schon viel zu gut.


    Ich habe eben ein paar Platten auf dem TS2 und dem SLR gehört. Also bei Rock gefiel mir das Grado eben auch besser abhängig davon was für eine Scheibe gerade dreht, weil es einem in die Birne ballert, wenn Power gefragt ist und bei entsprechender Lautstärke auch die Einrichtung bewegt wird. Das Grado spielt hier sehr deutlich feiner und im Bass aber absolut trocken, die Bass Drums könnten da auch live in meinem Wohnzimmer stehen. Das ist meiner Ansicht nach der Unterschied der beiden Systeme im Bassbereich.


    Dynamik, Attacke haben beide Systeme wenn auch in einer unterschiedlichen Gangart.


    Noch was zu SLR und LPS,d as ein Bekannter hat und die wir schon verglichen haben. Die beiden Systeme klingen eigentlich sehr ähnlich. Was man vernimmt ist den Holzbody am LPS, der diesem einen hörbaren Schuß mehr Wärme verleiht, während das SLR auch wahrnehmbar offener spielt. Reine Geschmacksache nicht eine Frage von besser oder schlechter. Wer ein SLR hat kann damit das LPS ganz gut simulieren, in dem man ein Gewicht von etwa 4g auf das Headschell montiert und das ausbalanciert wieder. So kommt man recht dicht mit dem SLR an den Klang des LPS heran. Der Tipp ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern den habe ich von Hr. Jacobsen, der zumindest früher für Benz die Kommunikation und Logistik in Deutschland abgewickelt hatte. Ein echter Kenner und Insider der Benz Systeme und ich möchte mich nicht mit fremden Ideen schmücken.


    Viel Spaß noch,

    Jürgen

  • Philip,

    mit der Restek MRIA+ hast du ja auch noch eine gut anpassbare Phono Vorstufe.

    Gerade für die Grado MI Systeme mit 1mV Ausgangsspannung sind 47KOhm mit ca. 50 dB Verstärkung ziemlich gut.


    Evtl. kannst du mal was zu der Restek MRIA+ schreiben.

    Ich finde sie optisch sehr schön, nur gehört hab ich sie noch nicht.


    Gruß Hubert

  • Hallo Hubert!


    Die Restekt MRIA+ ist in der Tat sehr vielseitig einstellbar. Die unterste Kapazitätseinstellung beginnt bei 100pF (hier wären mit 50pF lieber gewesen) und lässt sich kontinuierlich steigern. Ebenso lassen sich sehr viel Ohm-Werte für MCs einstellen (allerdings nur bis 680 Ohm). Die Verstärkung geht von 32-64 dB.

    Die Anfassqualität ist super; das Gerät ist schwer und vollkommen aus Metall.

    Klanglich würde ich sie als sehr neutral einstufen. da wird nichts aufgedickt oder vernachlässigt. Musik und der Eigenklang des Tonabnehmers werden einfach weitergereicht. Ich finde sowas gut. Dem Musical Fidelity MX VYNL würde ich eine leichte Tendenz ins Warme attestieren. Das hat das Restek-Gerät nicht.

    Ich habe den Phono-Vorverstärker übrigens hier im Forum von Shakti (Jürgen) gekauft und es bis heute nicht bereut.


    Viele Grüße

    Philip