shakti's MC Übertrager Vergleich (ohne DIY)

  • ich habe in diesem thread die Fidelity Research XF1 und XF2 vorgestellt, die sich durch die Reinheit des verwendeten Kupfers unterscheiden.
    Die beiden ÜT sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, somit scheint die Beachtung der Leiterqualität nicht nur der Moderne entsprungen zu sein, sondern schon seit Dekaden angewendet zu werden.
    Mir gefaellt mein FR XF 2 auf jeden Fall sehr gut :-)

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Hallo,


    jede Zeit hat ihre Trends, es wird das geschrieben, was die Leute hören und lesen möchten. Heute kann man keinen Kunden mehr mit Schlagworten, wie OFC-Copper" hinterm Ofen hervorlocken.


    Ich hatte auch XF1 und XF2 in der Vergangenheit, das sind recht gute Übertrager. Ich bin mir fast sicher, das sie sich nicht nur durch das "Wicklungsmaterial", sondern sich auch in kleinen Details unterscheiden.


    MfG

    Robert Graetke

  • Moin Robert,


    hab es nur erwähnt weil es unterschiedliche Modelle davon gibt, und der halt mit Silberdraht gewickelt war den ich gehört habe.Hätte auch ebenso gut mit Kupfer sein können.

    Die haben damals auch nicht auf den Baum geschlafen,man sich sollte ruhig mal ältere Sachen anhören. Meistens bekommt recht günstig wenn man ein wenig Ausdauer hat.


    Gruß

    Stephan

    "Liebe deine Ecken und Kanten.Denn nur eine Null hat Keine."

  • Zitat von "musikliebhaber": In einer Art Fortsetzung zu diesem Thread haben wir (Ron als Gastgeber, dazu ein sehr gern gesehener Leipziger Gast und meine Person + bessere Hälfte) uns nach einigen Anläufen endlich mal zusammen gefunden um einen Übertragertest zu machen.


    In Rons Anlage hat sich seid damals doch einiges getan und besonders der Raum ist doch deutlich akustisch optimiert worden. (dazu kann er selber besser schreiben)


    Etwas beeindruckt (oder auch ernüchtert) ist man allerdings wenn man in die ÜT Etage des Regals genauer schaut. Das sind "mächtige" Gegner. Da kommen die mitgebrachten ÜT doch recht bescheiden her.


    Nach Festlegung der Kombi NPV mit SME 3012 und SPU Classic GME (hiermit hatten alle Hörerfahrungen) als Abhörbasis, wurden die zum SPU passenden ÜT ausgesucht und in nachfolgender Reihenfolge gehört:


    1. Silvercore 1:20 mit Silberwicklung

    2. Audio Note AN-S6c

    3. Kiseki MCT2

    4. Audio Innovations

    5. Bent Audio MU

    6. Fidelity Research FR XF-1L

    7. Grace GS-10


    Diee Musik wurde recht weit gestreut ausgewählt:


    - Graham Nash/David Crosby, "dito" Reson RE, "Page 43"

    - L. Bernstein "Schererazade" NY Philharmonic, Decca, "The Story of the..."

    - Sonny Rollins "Saxophone Colossus", DCC RE, "St. Thomas"


    zu 1.) Jetzt kommt es hart, gleich ein Verriss zu Beginn aber diese Kombi funktionierte so leider gar nicht. Regelrecht dröhnender! Bass (gab es so nicht noch mal zu hören) ein sehr rauhes Klangbild, fehlende Feininformationen und eine nur kleine Bühne. Es gab hier keine Differenzen bei allen 4 Teilnehmern.


    Da hier sicherlich Fragen kommen, ich habe keine Erklärung für das Abschneiden.


    zu 2.) Ja der Wechsel war "unfair" ! lag aber schlichtweg daran das diese ÜT schon im Regal waren und erst danach umgebaut wurde. Gehört wurde passend zum SPU in 3 Ohm Stellung "open" und zu Gehör kamen ganz andere Klangwelten. Die Musik atmete auf, viel bessere Auflösung und Feininformation. Wir konnten den Bass so erst richtig hören die Bühne nahm in allen Dimensionen zu. Insgesamt ein sehr freies und natürliches Klangbild. Ohne viel vorweg zu nehmen, in Summe der Beste ÜT im Test.


    zu 3.) Der ÜT wurde passend zu den Kiseki's TA verkauft und ist daher mit 5,x Ohm gewickelt. Eventuell nicht ganz optimal für ein SPU. Aber ein sehr interessantes Klangbild zu welchem es jedoch keine einheitliche Meinung gab. Die Musik kam straffer und kontrollierter daher. Es war mehr Glanz in den Becken zu hören. Es wirkte daher z.T. "anmachender" zum richtigen Musikmaterial. Bemängelt wurde zum Teil der geringere musikalische Fluss und das Fehlen der einen oder anderen Farbe. Eindeutig alles bereits im Geschmacksbereich. Im Ergebnis aber sicherlich kein typischer SPU Sound.


    zu 4.) Leider sind uns zu dem Audio Innovations keine Daten bekannt, kann hier eventuell jemand helfen? In jedem Fall soll ja dieser ÜT der Vorgänger der kleinen Audio Note ÜT sein und ist in der LOW Stellung auch für ein SPU geeignet. Es tat sich ein recht unspektakuläres und entspanntes Klangbild auf an welchem nicht viel fehlte. Die Raumabbildung wurde als sehr glaubwürdig empfunden. Kritik wurde im Sinne von etwas kühl und zurückhaltend geäußert. In der (Gebraucht) Preisklasse sehr interessant.


    zu 5.) Der ÜT (mit Kupferwicklungen) lief in der max. Übersetzung von 1:20. Leider konnte wir eine weitere Anpassung nicht testen, da ich die Widerstände vergessen hatte. Diesen ÜT gibt es so nicht mehr neu zu kaufen, da die dabei genutzten S&B TX-103 nicht mehr auf dem Markt sind. Gehört werden konnte bei sehr guter Raumabbildung ein sehr vielschichtiges Klangbild mit vielen Farben (z.B. das Sax von Sonny) ...Musik pur. Es gab keine ganz einheitliche Meinung, Kritik wurde im Sinne von nicht ganz so "anmachend" geäußert. Eindeutig wieder alles im Geschmacksbereich.


    zu 6.) Der Fidelity Research hat mit 36dB die größte Verstärkung im Test und ist mit 3 Ohm oder kleiner angeben. Von den Daten her also optimal für ein SPU. Es tat sich ein dunkleres, sehr rundes und warmes Klangbild mit ausgeprägtem Baß auf. Insgesamt eine sehr stimmiges geschlossenes Abbild mit kleinen Einschränkungen

    in der Raumdarstellung. Der ÜT welcher den (uns bekannten) SPU Sound am Besten wieder gegeben hat.


    Zu 7.) Sicherlich ein nicht allzu häufig anzutreffender sehr universeller ÜT mit 2 Eingängen welcher Anpassmöglichkeiten im Ein- und Ausgang bietet. Gewählt wurden 3 bzw. 47k Ohm für E/A. Es kam ein sehr feingliedriges geschlossenes Klangbild zum Vorschein dem die Wucht des FR eindeutig fehlte jedoch auch zu gefallen wusste. Die Raumabbildung gelang sehr gut. Kritik wurde im Sinne von fehlender Spannung/Dramatik geäußert.


    Schwächen im Test, wie immer zuerst das akustische Gedächtnis, die Reihenfolge war sehr willkürlich und nicht "fair" im preislichen Sinne. Dann wurden auch keine weiteren Quervergleiche gemacht (Zeitmangel) und der Lautstärkeausgleich war sicher nicht immer perfekt.


    Fazit, man kann mit ÜT am SPU (ganz sicher auch an anderen TA) ein deutliches Anpassen/Abstimmen aber auch regelrechtes Missmatch vornehmen. Die Unterschiede z.B. zwischen dem Kiseki und dem FR ÜT waren schon ziemlich groß.


    Trotzdem gerade im Vergleich zum verlinkten ersten Test, mit einem TA kann man noch größere Verbesserungen/Anpassungen/Veränderungen erzielen. Zitat Ende

  • Zitat "xronx": Ich finde, ÜT sind ein sehr spannendes Thema. Ich hatte mich dem Thema ursprünglich ganz unvoreingenommen genähert, da ich recht zufrieden mit meiner Audio Research PH5 und Gryphon Orestes Phonostufe war. Als ich jedoch meine aktuelle Paragon Vorstufe bekam bot sich das Thema ÜT natürlich an, da dieses Gerät 3 Phono MM Eingänge besitzt. Nach längerem Parallelbetrieb der verschiedenen Geräte konnte letztendlich die Paragon ÜT Kombi (damals Kiseki und Jensen Modelle) das Rennen klar für sich entscheiden. Was dazu führte, dass ich externe Phonostufen erstmal abgehakt habe.


    Da sich im Laufe der Zeit bei mir verschiedene Modelle ansammelten, ich aber ansonsten keine Erfahrungen mit ÜT’s hatte, war das Treffen eine gute Gelegenheit, ein Gefühl dafür zu bekommen, wo meine ÜT eigentlich klanglich stehen.


    Bei mir sah das Ranking wie folgt aus:

    • Audio Note
    • Fidelity Research und Kiseki
    • Grace
    • Bent und Audio Innovations
    • Silvercore


    1.)

    Das der Audio Note meine NR. 1 ist liegt nicht daran, dass es der mit Abstand teuerste ÜT im Feld ist, sondern einfach daran, dass kein andere ÜT solch eine physische Präsenz der Musik in den Hörraum zaubert. Plastische Raumabbildung und musikalischer Fluss sind top, ein Bent oder Jensen 346/347 löst vielleicht im Hochton einen Hauch besser auf aber kann ansonsten nicht mithalten. Kein anderer ÜT lässt die Musik so für sich sprechen und Hifi vergessen wie der AN.


    2.)

    Der FR präsentierte sich als ausgewogener eher etwas runder klingender ÜT mit sehr guten Leistungen in allen Bereichen. In meinen Notizen findet sich die Bemerkung „Musik“. Sicher eine sehr gute Wahl für das SPU classic, gebraucht auch preislich sehr interessant. Der Kiseki klingt deutlich schlanker und löst enorm gut auf. Bei keinem anderen ÜT kann man die leisesten Informationen so deutlich wahrnehmen wie hier. Bei Sonny Rollins "Saxophone Colossus“ wäre der Kiseki sogar meine erste Wahl. Der Musik hat hier etwas Ungestümes und Raues, dass kommt mit dem Kiseki super rüber.


    3.)

    Der Grace klang für mich ähnlich dem FR nur in allen Belangen etwas hinter diesem. Dafür ist er vielfältig anpassbar, selten, hat 2 Eingänge und sieht sehr gut aus J Die Bühne kommt hier auch sehr schön und groß. Er bekommt von mir ein „hätte ich gern“.


    4.)

    Der Bent ist super solide verarbeitet und bietet die einfache Möglichkeit mit Widerständen das System anzupassen. Klanglich gehört er vielleicht zu den am besten auflösenden ÜT. Der Mittel-Hochtonbereich ist top. Leider klang er mit dem SPU eher statisch und brachte im Vergleich zu den anderen Teilnehmern die Dramatik in der Musik nicht so gut rüber. Hier kann man vielleicht noch mit der Anpassung was raus holen. Der Audio Innovations konnte da in Sachen natürliche Klangfarben und Auflösung nicht im Geringsten mithalten. Er klang etwas stumpf. Hatte im vergleich zum Bent aber deutlich mehr Spielfreude. Ansonsten aber ein Preistip. Deswegen für mich auch gleiche Wertung wie Bent.


    5.)

    Der Silvercore, den ich erst kurze Zeit hatte, konnte insgesamt mit keinem der anderen ÜT mithalten. Hier fehlte es vor allem an musikalischer Geschlossenheit und Spielfreude. Tonal empfand ich ihn nicht so schlimm wie Andreas und Co. Vielleicht war der Silvercore davor lange nicht in Betrieb und hätte eine gewisse Einspielzeit benötigt? Ich weiß es nicht. Ich hatte mal einen hochohmigen Silvercore da, der hatte mir am Kiseki TA nicht schlechter als der Kiseki ÜT gefallen.


    Nach dem finalen Umstecken wieder auf Audio Note war keine Frage, was dieser besser macht. Für sich genommen könnte ich aber mit fast jeden ÜT des Testfelds entspannt Musik hören, das ist ja das wichtigste.


    Insgesamt ein sehr interessanter Abend. Mit fast zu vielen Eindrücken. Zitat Ende

  • tolle Auswahl,
    wir hatten auf einem Workshop mal den silvercore Silber mit dem ANS-7 verglichen, mit ähnlichem Ergebnis. Auch die Beschreibung zum FR XF-1L kann ich gut nachvollziehen. Dieser harmoniert mit einem minimal schlanken PhonoPre ausgezeichnet.

    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Wenn ich mich recht erinnere und ohne jetzt ewig in der Suche wühlen zu wollen, hat Ron den AN später gegen den A23 T1 getestet und letzteren als deutlich überlegen empfunden.


    Nur dass man's ma jesacht hat, wa!? ;)

  • Paßt nicht oder klingt gut und stimmig sind schon mal ne saubere Ansage.

    Daraus kann man doch noch deutlich weniger entnehmen...


    Ich habe übrigens nach mehrjährigem Hören mit Übertragern (FR XF-1 sowie Lundahl 1933) nun den Wechsel zur aktiven MC Verstärkung vollzogen und erfreue mich an besserer Räumlichkeit, druckvollerem Bass und besserer Auflösung. Bei zugegebener Maßen nicht mehr so homogener Stimmenwiedergabe.

    Grüße,
    Jonas


    "Das Problem bei Zitaten im Internet ist, dass man nie weiß, ob sie authentisch sind." -Abraham Lincoln-

  • Beim Kauf eines Ikea 9TT Tonabnehmers war glücklicherweise ein


    - Ikeda IST-201 Übertrager ( UVP ca 5.000,-eur)


    der gern gesehene "Beifang".


    An sich hatte ich nicht vorgehabt mir noch einen Ikeda Übertrager zuzulegen, da ich bereits 4 verschiedene Fidelity Research ÜT im wechselweisen Einsatz habe. Und der IST-201 soll ja nun auf diesen Vorgängern beruhen.

    Zum Gluck habe ich dann doch gemacht. Der IST-201 ist eine interessante Alternative, da er deutlich "moderner" abgestimmt ist.

    Im direkten Vergleich (zumindest in meinem set up) spielt er etwas neutraler als XF1 oder XF2, die zu einem etwas volleren Klang tendieren.

    Er ist nicht ganz so schlank, wie der Air Tight Uebertrager, liegt irgendwo dazwischen.

    fuer mich mit das wichtigste, er ist leise, dh kein Brumm usw.

    Klanglich gefaellt mir der angenehme Mitteltonbereich, der tiefe Raum, die gute Dynamik.

    Vom Preis/Klang Verhältnis sind die FR XF1 oder XF2 immer noch "unschlagbar" gut, aber rein klanglich gesehen wird der Ikeda IST-201 nun mein Hauptübertrager werden.


    Gruss

    Juergen

    ps

    techn Daten sind auf einem der Bilder zu sehen


    IMG_9681.jpgIMG_9676.jpgIMG_9679.jpgIMG_9680.jpg

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