• Auf Plattenbörsen und Flohmärkte sind ständig Danzig-Counterfeits zu finden. Die werden auch immer schön nachgepresst, da ein lohnendes Geschäft. Was ich davon kenne, kann ich nur von abraten, alles sehr lausig gepresst.

    Meine ist eine niederländische Pressung für den Vertrieb in Frankreich und Deutschlad mit weißen London-Labels und gestanzter Matrixnummer.

    Hab gerade mal geschaut, exakt diese hier:

    https://www.discogs.com/de/Danzig-Danzig/release/4973114


    Wahnsinn, dass die inzw. so teuer sind. 1988 war ja noch ein Vinyljahr, da wurden doch noch zigtausend Exemplare gepresst. :huh: Da hab ich ja ein Schnäppchen gemacht.

    2009 - 2019 = 10 Jahre AAA-Mitglied

  • Meine ist eine niederländische Pressung für den Vertrieb in Frankreich und Deutschlad mit weißen London-Labels und gestanzter Matrixnummer.

    Hab gerade mal geschaut, exakt diese hier:

    https://www.discogs.com/de/Danzig-Danzig/release/4973114


    Wahnsinn, dass die inzw. so teuer sind. 1988 war ja noch ein Vinyljahr, da wurden doch noch zigtausend Exemplare gepresst. :huh: Da hab ich ja ein Schnäppchen gemacht.

    Ja, das stimmt. Ich wäre neugierig zu wissen, ob deinem Plattenhändler ein Fehler unterlaufen ist oder er mit voller Absicht den Preis so niedrig angesetzt hat.

    Aber eigentlich auch egal, weil die Suche nach einem Schätzchen ein nicht unerheblicher Teil des Spaßes ist, warum man durch 20 Meter deutscher Volksmusik und Schlagercompilations watet.

  • Nur mal so als kleiner Gedanke: Ein Foto kann niemals den echten Zustand des Vinyls wiedergeben!!

    Dann auch ein kleiner Gedanke von mir: ein Foto ist besser als kein Foto zur Zustandsbewertung. Wenn ich schon auf dem Foto eine Diskrepanz zum beschriebenen Zustand erkennen kann, ist es doch eine Hilfe bei der Kaufentscheidung, oder etwa nicht?

    Bei discogs passiert es auch öfter, dass Verkäufer eine Platte - ob absichtlich oder versehentlich - falsch zuordnen. Wenn ich eine bestimmte Pressung kaufen möchte, kann mir das Label oder ein Cover-Foto helfen zu erkennen, ob es sich tatsächlich um die gewünschte Pressung handelt.

    Nicht alle Verkäufer wollen auf Anfrage ein Foto senden, auch das kann ja schon ein Ausschlußkriterium sein.

    Und ein letztes: natürlich kann ein Foto der Platte nicht die Zustandseinschätzung ersetzen, wie sie einem im Laden durch persönliches Anschauen und Anhören möglich wäre. Aber wie sollte das online auch ersetzt werden? Wenn ich aber schon beim Cover sehe, dass das Grading erheblich vom gezeigten Bild abweicht, kann ich schon auch auf das Grading der Platte Rückschlüsse ziehen, auch wenn ich auf dem Foto des Vinyls selbst nicht so viel erkennen kann.


    Viele Grüße,

    Martin

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

  • Platten werden wie Gebrauchtwagen verkauft. In der Beschreibung ein "Neuwagen" und die Ernüchterung kommt dann bei der Probefahrt.... Bei teuren Platten würde ich mir auch aussagefähige Fotos schicken lassen und im Zweifelsfall das Geld lieber für was anderes ausgeben.

  • Viele der LPs die ich kaufe liegen im Bereich um 100,- bis 250,-€. Aber selbst wo ich bei günstigeren LPs auf Bilder bestehe, melden sich auch häufig Verkäufer teurerer Exemplare nicht auf Rückfragen zurück. Die angefragten Platten sind aber dennoch oft noch lang inseriert.

    Da frage ich mich ob das Angebot einfach vergessen wurde, der Aufwand Bilder zu machen zu groß ist oder es sich doch nur eine absichtlich fälschliche Beschreibung handelz, die man mit Bildern nicht widerlegen will?


    Wenn ein Verkäufer nicht antwortet, kann sein ehrliches Verkaufsinteressere in jedem Fall nicht sonderlich hoch sein und dann gibt's von mit auch entsprechend keine Kaufanfrage.

    Wenn mir Jmd bereitwillig teils gar viele Bilder macht und in der Mail nochmal ordentlich Beschreibung nachliefert, hinterlässt das häufig bei mir schon ein sympathisches/seriöses Gefühl und damit bin ich auch noch nie auf die Nase gefallen :-).

    Aber meinr Sammlung ist auch erst rund 120 Platten groß - ist vllt noch kein aussagekräftiger Schnitt.

    Immer auf's Bauchgefühl hören und im Zweifelsfall lieber warten!

    Ortofon 2M Black | Pro-Ject RPM 5.1 inkl. Cardas-Verkabelung & Dr. Fuß-Netzteil | ASR Mini Basis Exclusive MK V | Nubert ampX + MiniDSP 2x4HD | Nubert nuVero 11 + XW-700 | ViaBlue Verkabelung


    Taylor GS mini-e Ovangkol

  • Wenn mir Jmd bereitwillig teils gar viele Bilder macht und in der Mail nochmal ordentlich Beschreibung nachliefert, hinterlässt das häufig bei mir schon ein sympathisches/seriöses Gefühl und damit bin ich auch noch nie auf die Nase gefallen :-).

    Guten Abend,

    als erst relativ kurz im discogs-Geschäft tätiger professioneller Händler (und das auch nur wegen Corona - live verkaufen ist einfach in vielerlei Hinsicht besser) kann ich sagen, dass man ab einem bestimmten Verkaufspreis einer Platte ganz einfach von vornerein Fotos machen und diese in der Beschreibung auch gleich verlinken sollte. Warum? Weil man von ~ 90% der Interessenten ohnehin nach Fotos gefragt wird. Und es einem als Verkäufer unterm Strich auch Arbeit und Zeit spart. Eine Einstufung des Covers als VG+ mit einem Link auf Bilder erspart einem die komplette Aufzählung aller Einzelheiten wie "linke untere Ecke leicht angestossen", "Initialen des Vorbesitzers mit Stift hinten auf Cover vermerkt in Größe 1,5x1,5cm", etc.. Und man verkauft die Platten auch schneller.


    Wenn man sieht, wie viele Händler weit über 1.000 Exemplare als Bestand anbieten, dann ist es wahrscheinlich auch eine logistische Frage, Anfragen nach Fotos entsprechend zu behandeln. Das aber entzieht sich meiner Beurteilung, wir haben aktuell einen Bestand von 60 Platten bei discogs. Die aber alle sehr ehrlich beschrieben.


    Fehler können im Übrigen immer passieren.


    Grüße

    Alex

  • Fotos sind trügerisch! Durch geschicktes Fotografieren

    kann man auch Mängel ausblenden!

    Beim Kauf alter Fernseher ist es mir schon mehrfach

    aufgefallen, daß Kratzer und Furnierschäden auf den

    Fotos nicht erkennbar sind, wie will ich die auf einer

    Schallplatte sehen?

    Um z.B. zu überprüfen, ob eine Platte einen Höhenschlag

    hat muß ich sie als Single von der Stirnseite betrachten.

    LPs hingegen kann ich nur auf einem Plattenteller korrekt

    beurteilen, da sie durchhängen.

    Also noch einen Youtube-Videofilm anfragen?

    Letztendlich kann ich nur das Label und die Plattenhülle

    anhand von scharfen Bildern einigermaßen beurteilen.


    Übrigens, Platten die mal im Sommer auf dem Flohmarkt

    unglücklich gestanden haben, sind oft an einer Seite, da

    wo die Hülle offen ist, leicht geschrumpft!

    Folge, es rauscht und die Nadel fliegt aus der Rille!

    Das kann man nur bei guter Beleuchtung mit dem Auge

    erkennen!

    Tja, und auf Flohmärkten wimmelt es leider von Plattenhändlern!<X


    Gruß,

    Fernseheumel

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Dann auch ein kleiner Gedanke von mir: ein Foto ist besser als kein Foto zur Zustandsbewertung. Wenn ich schon auf dem Foto eine Diskrepanz zum beschriebenen Zustand erkennen kann, ist es doch eine Hilfe bei der Kaufentscheidung, oder etwa nicht?

    Bei discogs passiert es auch öfter, dass Verkäufer eine Platte - ob absichtlich oder versehentlich - falsch zuordnen. Wenn ich eine bestimmte Pressung kaufen möchte, kann mir das Label oder ein Cover-Foto helfen zu erkennen, ob es sich tatsächlich um die gewünschte Pressung handelt.

    Nicht alle Verkäufer wollen auf Anfrage ein Foto senden, auch das kann ja schon ein Ausschlußkriterium sein.

    Richtig, aus dem Grund lasse ich mir im Zweifel auch immer Fotos schicken.

    Dann auch ein kleiner Gedanke von mir: ein Foto ist besser als kein Foto zur Zustandsbewertung. Wenn ich schon auf dem Foto eine Diskrepanz zum beschriebenen Zustand erkennen kann, ist es doch eine Hilfe bei der Kaufentscheidung, oder etwa nicht?

    Zur Zustandsbewertung taugt ein Foto m.E. wirklich nur bedingt. Für mich ist entscheidend, wie eine Platte spielt. Gibt es Störgeräusche, vermehrtes Knacksen, Rauschen, hörbare Kratzer etc.? darf bei einer nm Platte nicht vorkommen, auch wenn sie optisch tip top aussieht.

    Optische Spuren, die man jedoch nicht hört, stören mich nicht. Soll heissen: Hat eine nm bewertete LP lange Wischer, oder die US-typischen Schlieren oder Hairlines durch eine harte Innenhülle, die man zwar deutlich erkennt, die man aber nicht hört, dann behalte ich die Scheibe trotzdem und reklamiere sie nicht. Eben weil es mich persönlich nicht stört.

    Kann man unterschiedlich sehen, ich weiss. Jeder hat nun mal andere Kritierien.

    Bislang habe ich bei discogs jedoch fast nur positive Erfahrungen gesammelt.


    Natürlich kann sich ein Verkäufer auch mal irren. Kürzlich hatte ich mehrere LPs eines Berliner Plattenaldens via discogs geordert, der Anbieter schrieb bzgl. einer LP zurück, dass er sich bei einem Album bei der Bewertung vertan hat, statt nm leider nur vg mit hörbaren Spuren.

    Er bat einen großzügigen Rabatt an, der mir aber nichts gebraht hätte, weil ich das Album in vg schon besitze.

    Kommunikation ist eben wichtig. Bekomme ich auf meine Fragen keine Antwort oder eine unzureichende Antwort, lasse ich die Bestellung bleiben.


    In der momentanen Situation kaufe ich wieder regelmäßig via discogs und bin insgesamt äusserst zufrieden. Währen ich bei ebay nach etlichem Ärger und schlechten Erfahrungen schon seit Jahren nicht mehr auf gebrauchte LPs von privat biete.

    Da kaufe ich nur noch in den Händlershops ein.


    Grüße

    Rudi


    Grüße

    Rudi

    2009 - 2019 = 10 Jahre AAA-Mitglied

  • Ich kaufe auch sehr viel über discogs, was auch in den meisten Fällen sehr gut klappt, es gibt mal Ausreisser in der Bewertung oder bei der angebotenen Version, aber in allen Fällen konnte man das mit der Kommunikation mit dem Verkäufer regeln. Die Preise, gerade bei den gesuchten Platten sind meist deutlich unter den E-Bay angeboten.


    Für mich ist auch der hörbare Zustand einer Platte wichtiger als die Optik. Was nützt mir eine nach Bild Mint Platte, die knistert wie Lagerfeuer, weshalb ich auch meine Platten nur nach Höreindruck bewerte. Bei Covern ist es etwas anderes.


    Wenn ich tausende von LPs in discogs anbieten würde, währe mir der Aufwand mit Bildern auch viel zu groß. Bei LPs im dreistelligen Bereich o.k., da kann man Bilder senden, aber für Platten, die für ein paar Euro über die Theke gehen lohnt sich der zeitliche Aufwand meist nicht.


    Wenn man als Verkäufer fair bewertet, schlägt das sich auch in den Bewertungen der Käufer wieder und diese kaufen auch wieder bei Einem. Große Anbieter werden ein Teufel tun und sich ihren Bewertungsschnitt kaputt zu machen.


    Das Problem sind vielmehr Neueinsteiger, die meist kaum eine Ahnung von Platten haben und hier die schnelle Mark wittern, bei Scheiben, die sie schon auf dem Flohmarkt nicht los werden.


    Wolle

  • Zur Zustandsbewertung taugt ein Foto m.E. wirklich nur bedingt

    Hallo Rudi,


    Du hast völlig Recht. Ursprünglich ging es ja um die Frage, ob Fotos überhaupt etwas bringen. Klar, den Zustand kann ich erst beim Hören richtig einschätzen. Ich habe bei alten Jazzplatten schon häufiger erlebt, dass sie super aussehen, aber durch früheren Gebrauch soviel Verschleiß haben, dass es verzerrt. Umgekehrt spielen viele Platten besser als sie aussehen.

    Ich finde, am meisten bringt es noch, dass man das Label verifizieren kann, wenn man ein Foto der Platte bekommt.


    Ich hatte zuletzt eine Blue Note aus den USA bestellt gehabt, die als van Gelder/Liberty-Pressung bei discogs eingegeben war. Ich hatte beim New Yorker Händler extra noch mal mir die Pressung per Mail bestätigen lassen. Es kam dann eine Liberty ohne van Gelder Stempel... Da hätte mir das Foto vermutlich auch nichts genutzt, da ich den Stempel nicht hätte erkennen können, aber es zeigte mir mal wieder, dass selbst eine schriftliche Bestätigung manchmal nichts bringt...

    Ich denke der Händler hat es nicht absichtlich gemacht, obwohl er erst 5 Wochen später auf meinen Hinweis der Fehlangabe geantwortet hatte. Mir war es am Ende nicht wert, die Platte zurück zu senden oder über einen Nachlass zu reden, weil sie auch so gut spielt und ich happy war.

    Aber bei teuren Platten ist es bei discogs immer ratsam, sich nochmal vor dem Kauf zu vergewissern, wenn man Enttäuschungen vorbeugen will (auch wenn es nicht immer klappt).


    Viele Grüße,

    Martin

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

  • Wenn ich tausende von LPs in discogs anbieten würde, währe mir der Aufwand mit Bildern auch viel zu groß. Bei LPs im dreistelligen Bereich o.k., da kann man Bilder senden, aber für Platten, die für ein paar Euro über die Theke gehen lohnt sich der zeitliche Aufwand meist nicht.

    Ja, klar. Von einer 5 oder 10 EUR Platte fordere ich auch kein Bild an, wenn es aber um eine teure, gesuchte Rarität bzw. eine bestimmte Version einer LP geht, die ich mir in der Regel aus dem Ausland schicken lasse, dann ist ein Vorab-Foto sehr von Vorteil und kann evtl. vor Ärger, Enttäuschung und Diskussionen schützen.


    Grüße

    Rudi

    2009 - 2019 = 10 Jahre AAA-Mitglied

  • Die Preise, gerade bei den gesuchten Platten sind meist deutlich unter den E-Bay angeboten.

    Auch da stimme ich mit Wolle überein, ich beobachte den Markt auf ebay ja weiterhin, auch wenn ich (bis auf wenige Ausnahmen) dort nichts mehr kaufe. Ich frage mich manchmal, ob die Bieter sich nicht mal vorab bei discogs informieren und schauen, ob die gesuchte Platte dort verfügbar ist, bevor sie sich gegenseitig hochbieten und so oft wesentlich mehr bezahlen, als wenn sie die Platte ganz entspannt via discogs ordern. Von den vielen überteuerten Festpreisangeboten in der Bucht ganz zu schweigen.

    Na ja, kann mir nur recht sein.


    Grüße

    Rudi

    2009 - 2019 = 10 Jahre AAA-Mitglied

  • Mal eine Frage zum Bezahlen bei Discogs ... wie kann man da bezahlen? Nur per Paypal oder wie?

    Sorry, ich hab nämlich null Ahnung ?(

    Das legt der Verkäufer in den Bedingungen fest. Ich glaube aber, paypal ist seit einiger Zeit obligatorisch. Ich habe aber inzw. ein paar Händler gespeichert, bei denen ich regelmäßig in die Angebote schaue und da frage ich dann meist in einer email an, wenn ich Interesse an einer oder mehrerer LPs habe. Aber nicht via discogs (obwohl es da in der Nachrichten-Funktion noch keinen Filter zu geben scheint, wie bei ebay), sondern direkt per Mail. Von den Anbietern, bei denen ich schon mal gekauft habe, oder die mir Bilder von Platten per Mail zugedsandt haben, habe ich ja eine Mailadresse. So umgeht der Händler die discogs Gebühren und gewährt i.d.R. einen Rabatt. Als "Stammkunde" bekommt man so bei einzelnen Anbietern durchaus auch mal etwas großzügigere Rabatte. Psst.;)

    Einzig bei begehrten Alben, sollte man nicht so lange warten, sondern schnell handeln - sonst sind die weg, bevor der Verkäufer auf die Mail geantwortet hat. ;)


    Grüße

    Rudi

    2009 - 2019 = 10 Jahre AAA-Mitglied