KT88 Electro Harmonix - positive Überraschung für kleines Geld!

  • ja, muss ich mal loswerden...


    habe mir - mit gemischten erwartungen - spaßeshalber mal ein quartett EH KT88 gegönnt. und siehe/höre da! für um die 150 euronen liefern diese russen eine erstaunlich gute performance ab. präzision, klasse basskontrolle und gute mitten mit power ohne ende lassen (fast) keine wünsche offen. hätte ich nicht gedacht.

    von klangcharakter tendieren sie eher in richtung transistor - aber wie ein extrem guter!


    sie kommen (noch?) nicht ganz an die auflösung, dynamik und "magie" meiner favoriten (Penta SC) heran, haben aber auch erst ca. 8h brenndauer auf dem buckel. ich denke, da tut sich noch was...


    für den schmalen geldbeutel jedenfalls eine dicke empfehlung meinerseits!


    horst

  • die russischen El34 sind allgemein super. Ich hätte nie gedacht wie gut die Svetlana S EL34 spielen und wie stabil sie im Bias laufen. Musste noch nie den Ruhestrom nachstellen was man bei Octave Verstärkern sehr gut beobachten kann

  • Wenn die in einem halben Jahr noch laufen, Gratulation.

    Hörensagen oder sind die wirklich so Ausfallanfällig?

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Ich habe mir die KT 88 vor 8 Jahren beim Röhrendoktor in Worms aus der TAD-Serie (gematcht) gekauft und bin sehr zufrieden mit diesen.

    Von Electro Harmonix hatte ich nur die EL34 ausprobiert.


    Die EL34 von EH habe ich nach 6 Jahren Betrieb ohne Ausfälle dann mal beim Röhrendoktor durchmessen lassen und die Werte lagen da fürs Quartett zw. 24 und 26. Für Billigröhren also soweit immer noch ok.

    Die KT88 von EH sollen ja nicht so lange halten, berichtet man -> hier im Forum

    Betreibe die TAD KT88 im Wechsel mit einem Quartett 6L6GC-STR (TAD selected series) und einem Quartett Svetlana 6L6GC in meinem Leben 600.

    Die KT88 klingen sehr kräftig und hart, aber in den Details längst nicht so schön seidig wie die 6L6GC.


    Blue Note oder 50's Jazz höre ich daher lieber mit den 6L6GC anstelle der EL 34 oder KT88 - aber für satten Rocksound finde ich sie schon ok.


    Grüße

    Rudi

  • Naja, BTB hat diese Röhren ja nicht schlecht geredet da sie für den Preis wirklich top sind. Man solle sich dann einfach noch eine kleine Reserve mit bestellen und alles ist gut. Finde diese Aussage absolut fair und sinnvoll.

    Falls jemand einen Satz KT88 EH benötigt, ein guter Freund hat noch neuwertige über.

  • meine KT88 laufen nur mit 35 mA ruhestrom, das ist sehr moderat und sollte eigentlich röhrenschonend sein. die anodenspannung kenne ich allerdings nicht. zu der mit für den verschleiß sorgenden anodenverlustleistung kann man also leider nichts sagen.

  • Im Datenblatt stehen doch alle Arbeitspunkte drin :) :


    https://frank.pocnet.net/sheets/086/k/KT88.pdf


    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • was soll ich damt anfangen, wenn der hersteller für seinen amp 35 mA empfiehlt/vorschreibt und das ding damit am besten klingt?

    wie die das schaffen mit 35 mA, ist mir auch schleierhaft. ich höre jedenfalls weiter mit 35 mA...

  • Eigentlich kann einem nichts besseres passieren, als daß der Verstärker mit niedrigem Biasstrom am besten klingt - spart Strom, schont die Röhren und die thermisch belasteten umliegenden Bauteile.


    Übrigens hat Mullard vor Jahrzehnten einen Betriebsmodus für die EL84 vorgestellt, in welchem die Röhren bei niedrigerem Ruhestrom an Raa=6k (ggü. den sonst üblichen 8k) arbeiteten, siehe "Mullard 5-10"-Artikel.

    Mir ist nicht bekannt, ob es auch professionelle Hersteller gab, die diese Möglichkeit umgesetzt haben.

    Viele Grüße
    Eberhard

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    Und wenn mit der Finalisierung der allumfassenden Digitalisierung der Mensch als letzte Störgröße klassifiziert wird... =O ?