Shakti vergleicht Tonabnehmer der 1000,- eur Preisklasse

  • Nachdem ich mich intensiv mit Tonabnehmern von van den Hul, Koetsu und Audio Technica im Marken internen Vergleich beschaeftigt habe, mag ich meine Studien(zum privaten Vergnügen) mal Markenübergreifend weiterführen.


    Interessant finde ich dabei den Bereich von Tonabnehmern um die 1000,- eur, hier gibt es manches System, bei dem man den Eindruck hat, wenn dieses 3000,-eur kosten wuerde, haette es immer noch Freunde des Klanges und damit Kunden. Insofern werde ich mich mal mit Systemen, die mir in diesem Segment aufgefallen sind, vergleichend beschäftigen.

    Kann mir aber auch gut vorstellen, dass der eine oder andere Forist ein System in dieser Preisklasse nutzt, von dem er so begeistert ist, dass er es in diesem thread vorstellen mag.

    (Da ich in diesem Forum als gewerblicher Anbieter gelistet bin, mag ich darauf hinweisen, dass ich auf alle von mir vorgestellen Systeme (so es diese noch käuflich zu erwerben gibt) kommerziellen Zugang habe, so dass es mir aus kommerzieller Sicht egal sein wird, welches System mir am besten gefaellt, bzw mit welchem System ich zum privaten Vergnügen am meisten Musik hoeren werde.)




    Während meiner Studentenzeit waren meine Plattenspieler haeufig mit einem Goldring Eroica ausgestattet, welches an dem von mir vielgenutzten Rega RB300 Tonarm vorzüglich spielte. Seit dieser Zeit schaue ich immer mal wieder, was es neues von Goldring gibt.

    Seit langem interessiert mich das


    Goldring Legacy MC System (UVP 1060,-eur)


    welches das aktuelle Spitzenmodell von Goldring darstellt.



    Frequency Response 20Hz-30kHz +/- 3 dB
    Channel Balance within 1 dB @ 1 kHz
    Channel Separation better than 25 dB min. @ 1 kHz
    Sensitivity 0.25 mV +/- 1 dB @ 1 kHz
    Static Compliance 20 mm/N
    Dynamic Compliance @ 10 Hz

    12 mm/N

    Vertical Tracking Angle 24°
    Stylus Radius Vital Fine Line

    Stylus Type Non-Replaceable
    Load Resistance 100 Ω
    Load Capacitance 100 - 1000 pF
    Internal Inductance 3 uH

    Internal Resistance 7 Ω
    Cartridge Mass 8.0 g
    Cartridge Mass (inc. fixings)

    8.9 g

    Fixing Centre 0.5" (12.7 mm)
    Playing Weight 1.5 - 2.0 g (1.7 g nom.)


    To ensure a record cartridge reproduces an accurate transcription of the record groove, the cartridge components must be rigidly mounted to the tone arm, whilst simultaneously allowing the tiniest movements of the diamond stylus to be transmitted, via the cantilever, to the sensing coils. The Legacy boasts an ultra low resonance magnesium metal body which is both very light and extremely strong. For convenience and rigidity, it has threaded inserts allowing the cartridge to be easily mounted and accurately aligned into the headshell. The stylus is a very low mass 'Vital' fine line diamond, which is highly polished and gives extremely low distortion. To maintain rigidity, this is attached to a hard alloy cantilever which transfers the maximum level of detail from the diamond to the coils; the latter are hand wound using only the highest purity copper.


    Das Goldring MC-Tonabnehmer-System LEGACY stellt den aktuellen Stand der Technik im Hause Goldring dar: Es verfügt über einen extrem resonanzarmen Magnesium-Körper, der sowohl sehr leicht, als auch schwingungsunempfindlich ist. Für eine maximale Steifigkeit, aber auch um eine komfortable Montage zu gewährleisten, hat das System Einschraubgewinde.

    Der Abtaster selbst ist ein extrem leichter "fine line" Diamant, der hoch poliert wurde und dadurch sehr geringe Verzerrungen produziert. Um eine maximale Steifigkeit zu erhalten, wird dieser Diamand an einem Ausleger aus einer speziellen Metall-Legierung befestigt. Dieser überträgt ein Maximum an Information vom Diamanten auf die Spulen. Die Spulen wiederum sind handgewickelt und bestehen aus höchstreinem Kupfer.

    Um eine optimale Nachgiebigkeit zu erhalten - die wiederum für einen eleganten Klang und einen breitbandigen Frequanzgang verantwortlich ist - wird ein Dämpfer aus einer eigens angefertigten Gummimischung verwendet. Zuletzt sorgt ein hochpräzieser Seltenen-Erde Neodym-Eisen-Boron Magnet für eine aussergewöhnliche Dynamik.



    Dieses Legacy spielt offensichtlich so gut, dass Transrotor es als Basis fuer das Figaro nimmt und dieses mit kleinen Änderungen zum Legacy immerhin zu 2500,- UVP anbieten kann.


    https://www.fidelity-magazin.d…or-figaro-mc-tonabnehmer/

    https://www.hifistatement.net/…em/1542-transrotor-figaro



    es gibt auch Testberichte zum Goldring Legacy selber (zB von Michael Fremer), habe aber leider keinen zum verlinken gefunden.

    Die Informationen , die ich gefunden habe, reichten mir aber, dass die Neugier gross genug war, das System einfach mal zu bestellen.

    Im Vergleich zu einigen anderen Systemen ist das Goldring sehr gut verpackt, es kommt in einer schönen Lederschatulle mit innenliegendem Holzcase in dem das Goldring Legacy auf seinen Auftritt wartet.

    Die Bedienungsanleitung ist auch gut und wertig umgesetzt.

    In einer solchen Aufmachung erwartet man auf jeden Fall eher ein System der 3000,- bis 5000,- eur Preisklasse.

    Montiert habe ich das System dann in einer Titan Headshell von Yamamoto, Headshell Kabel sind von Ortofon, dazu kommt noch eine headshell "Matte" von Dereneville, mit der ich positive Erfahrungen gemacht habe, wenn es gilt Metall TA Gehaeuse in einem Metall headshell zu verarbeiten.

    Dank Wechselheadshell war schnell ausgemacht, dass einer meiner FR64 Tonarme ganz gut zu passen scheint.

    Der Vergleich zwischen Direktanschluss an meiner Boulder 2008 Phonovorstufe und einem Anschluss ueber einen Fidelity Research R XF-2 H Uebertrager habe ich dem Anschluss mit Uebertrager den Vorzug gegeben.

    Dies hängt sicherlich von der individuellen Phonovorstufe ab.

    Zur tonalen Ersteinschätzung habe ich die beiden


    - Audio Technica AT OC 9 III (UVP 549,-)

    und

    - Audio Technica AT OC 9 MLII (UVP 489,-)


    vergleichend montiert. Beide Systeme sind ebenfalls in Yamamoto Titan Headshells montiert.

      
    Frisch aus der Verpackung war das Goldring Legacy bereits in der Lage, die beiden OC 9 Systeme klar und deutlich zu deklassieren. In dieser Deutlichkeit haette ich dies nicht erwartet.

    Das Legacy liess die Stimme von Dillon ungleich realistischer erscheinen, deutlich involvierender bei gleichzeitig verbessertem und klarer artikulierten Bassbereich.

    Ich werde das Legacy nun mal ein paar Platten lang hoeren, dass es sich etwas einspielt. Die Goldring Systeme sollen ja bereits immer nach wenigen Stunden auf den Punkt spielen. Nach dem ersten Eindruck frage ich mich, was sich da noch viel verändern soll, da auch kritische Passagen der Dillon Platte ohne nervige Härten abgetastet wurden.

    Ich habe vor, das Legacy mit den folgende Systemen zu vergleichen, die ich in den naechsten Wochen bekommen werde, bzw bereits habe:


    - Audio Technica ART 9 (UVP 1090,-)


    - Jico Seto Hori (UVP 1000,-)

    - Ortofon Valencia Classic (UVP 950,-)


    weitere Systeme werde ich mir dann noch überlegen.




    Gruss
    Juergen

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  • Ein Vergleich in dieser Preisklasse sollte m. E. ein Dynavector DV 20L Mk II einschliessen.


    Viel Spaß, Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Ein Vergleich in dieser Preisklasse sollte m. E. ein Dynavector DV 20L Mk II einschliessen.


    Viel Spaß, Grüße von Doc No

    steht auch auf meiner Wunschliste!
    mal schauen, wo sich ein Testsystem auftreiben laesst.

    Gruss

    Juergen

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  • Hallo Jürgen,


    gute Idee, dieser Test.

    Ich selbst habe auch die Erfahrung gemacht das es ab der 1.000€ plus X Preisklasse in allen relevanten Belangen deutlich nach oben geht. Das scheint so eine Art Grenze zu sein die man mit vierstellig überschreitet, so mein Eindruck.


    Viele Grüße

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • da stimme ich Dir gerne zu, zumindest habe ich bei einigen dieser System das Gefühl, einen echten Sprung nach oben zu machen.

    Gruss

    Juergen

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  • Coole Sache Jürgen!

    Schöne Liste Peer!

    Wie wär`s denn noch mit nem Klassiker von Benz in dieser Preisklasse.

    ACE S oder Glider S...


    Liebe Grüße Achim

    Rega p3-2016 SE, Benz Glider SL, Heed Quasar, Audio Research LS7, McCormack DNA125, Dynaudio Contour II, Sennheiser HD600, Isoda, hms, QED, Hannl


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen


  • - Ortofon SPU GM-E MkII (UVP 1000,-eur)


    und


    Ortofon SPU Gold (Marktwert ca 1000,-)

    liegen schon bereit, bzw das SPU Gold ist bereits gegen das Goldring Legacy angetreten :-)

    habe auch noch ein


    Fidelity Research FR7 (Marktwert ca 1000,-eur)

    zum Vergleich.

    Das Cadenza Red hatte ich mal hier, hatte mir damals nicht so gut gefallen, letzte Woche habe ich ein Cadenza Black verbaut, das war prima und wuerde klanglich gut in den Vergleich passen, liegt aber leider deutlich ausserhalb des gesteckten Preisrahmens.

    das Ortofon Valencia habe ich schon ein paar mal gut gehoert, dh habe ich mir das Valencia Classic mal bestellt .

    An Zyx und Grado komme ich leider nicht so ohne weiteres ran, das macht einen Vergleich recht schwer, vielleicht sehe ich mal was passendes gebrauchtes.


    DS Audio ist wohl ausserhalb der Preisklasse (da auch ein anderer PhonoPre notwendig)

    Gruss

    Juergen

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  • Mich hätte einmal interessiert, wie du die Tonabnehmer von Rega im Vergleich einordnest.

    Das Apheta 2 würde mit ca 1500€ leicht über deiner anvisierten Preisklasse liegen.

  • Moin,

    alles recht interessant.

    Aber zum einordnen eines Ergebnisses wäre es noch hilfreich die Tonarme (? SME / Ikeda / Micro? meine ich zu erkennen) zu benennen und die verwendeten Abschlussimpedanzen.

    Das OC9III soll sich ja angeblich in leichteren Armen (bis 10Gr eff.Masse) am wohlsten fühlen.

    Das Legacy hat sich ein Bekannter bestellt. Da bin ich dann auch mal gespannt.

    Viele Grüße

    Andreas


    "Jeder darf sagen was er denkt. Hauptsache, er hat vorher gedacht." (frei nach Harry Rowohlt, ihm zum Gedenken)

  • Interessanter Test, bin gespannt wie es weitergeht.


    Neben den schon genannten Systemen fallen mir da noch ein,


    - Ortofon MC 30 Super Classic - nicht nur vom Preis ein echter Konkurrent zum Valencia Classic.


    - Ortofon Royal N - eine günstige Alternative zum voll SPU, die in keiner Hinsicht denen nachsteht.


    Zum eigenen Vergleich der von dir getesteten Systeme wäre neben deiner Beschreibung ein Soundfile interessant.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    Pioneer MU-70 - Schick 12"/Ortofon SPU Royal N - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • Hallo Jürgen,


    für mich ist das EMT TSD 15 N (SFL) ein System, dass in der 1000-Euro Klasse klanglich heraussticht. Da dieses System lt. Aussage von EMT leider ausläuft, wäre möglicherweise auch der Nachfolger EMT HSD 006 für den Tonabnehmer-Vergleich interessant. Mit 1400 Euro liegt das HSD 006 aber etwas oberhalb des Budgetrahmens.


    Falls mein TSD15 N rechtzeitig aus der Schweiz eintrifft – es wird dort gerade komplett revidiert - könnte ich es Dir für den Event zur Verfügung stellen.


    Viele Grüße "aus der Grube"

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • Wie wäre es mit einem Kandidaten aus der MM- oder MI-Fraktion?

    Vielleicht das Nagaoka MP500 oder ein "großes" Grado?

    Bei den MCs würde ich gerne noch ein Ortofon Quintet Black ins Rennen schicken. Imho deutlich besser als das Valencia, in vielerlei Hinsicht sogar. Und deutlich gutmütiger bei der Wahl des Tonarms.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Acoustical Systems fideles Moving Iron für 990 Euro.

    Viele Grüsse,
    Mario


    ٩(͡๏̯͡๏)۶
    "Denn der Grobianismus gehört zu den Deutschen, wie der Zwerg in den Garten. Wir sind die Meister der Pampigkeit! Wir sind Rüpel by nature.." (Ferda Ataman über 'Mürrische deutsche Leitkultur')
    ヽ(⌐■_■)ノ

  • der Markt an Tonabnehmern ist da schon sehr gross..., insofern werde ich versuchen, mich auf die TA zu ca 1000,-eur einzuschränken.

    Habe zB ein auch Clearaudio Charisma V2 MM System, welches mit UVP 1500,- aber eben ausserhalb des Focus liegt, aehnlich einige andere der genannten System.

    Ein "wissenschaftlich korrekten" Vergleich wird es, wie immer bei mir, nicht geben, da man eigentlich nie genügend Parameter beruecksichtigen kann, um es allen Zweiflern recht zu machen.

    Insofern werde ich versuchen, aehnlich meiner threads zu Audio Technica und Koetsu , den Grundcharakter eines Systems darzustellen und diesen in Bezug zu anderen Tonabnehmern zu setzen.





    Heute nachmittag habe ich noch einige Plattenseiten mit dem


    Goldring Legacy


    Musik gehoert. (welches die Nacht mit der Clearaudio Einspiel LP verbrachte). Das System hat sich gegenüber des ersten Eindruckes nicht dramatisch verändert, es klingt nun etwas freier und selbstverstaendlicher.

    Kein Vergleich dazu, wie sich manch anderer Tonabnehmer nach den ersten 20h verändert.

    Setze ich das Goldring Legacy in einen Kontext zu zB meinen SPU Systemen, so spielt es tonal naeher am vollmundig aufspielenden SPU Gold, als den eher neutral spielenden SPU GM-E MKII, wobei es zwar aehnlich voll im Bassbereich spielt, aber das SPU Gold diesen in den tieferen Oktaven mit nochmals mehr Wucht darzubieten weiss.


    Im Anschluss habe ich die

    "Midnight Tales" von Agnes Obel

    mal mit dem


    Jico Seto Hori


    abgehoert.


    Output: 2 mV

    Output balance: <1.5 dB / 1 kHz Stylus

    pressure: 2.0 g

    Channel separation: 25 dB / 1 kHz

    Frequency response: 15 - 32,000 Hz

    Output impedance: 130 Ω / 1 kHz

    Boron cantilever

    Chip shape: Micro ridge

    chassis: crown and natural wood

    body weight 11 grams



    Das Seto Hora liegt tonal eher beim neutral spielenden SPU GM-E MKII, loest die Musik aber deutlich besserer auf. Der Bassbereich des Seto Hori ist somit (bei mir) deutlich schlanker, als beim Legacy, aber immer noch vollmundiger als bei den kurz gegengecheckten Audio Tecnica OC9 Systemen.

    Hoert man Platten mit dem Goldring Legacy, schwelgt man in vollen Klangfarben und es fehlt eigentlich nichts, hat man aber zwischendurch mal das Seto Hori gehoert, hat man das Gefühl, dass beim Legacy einige Details unterschlagen werden.

    Man merkt, dass das Goldring Legacy in einem Land entwickelt wurde, in dem viel Musik aus kleinen bis mittleren 2-Wege Lautsprechern ertönt. Dort kann ich mich die bassstarke Auslegung des Systems als optimal passend darstellen. Auch sind diese Lautsprecher oftmals eher analytisch, dh mit sehr prägnantem Hochtonbereich ausgestattet, da wird das Legacy perfekt passen.

    In meinem Set up mit 18' subwoofer ist es da mitunter im Bassbereich etwas zu vorlaut. Das Legacy steht mit dieser tonalen Ausrichtung aber nicht alleine da, das SPU Gold in in diesem Bereich eher noch dominanter .

    Das Seto Hori passt da eher in eine Anlage, die auch im Frequenzkeller gut aufzulösen vermag, denn in genau diesem spielt der Keramik Körper des Seto Hori seine Stärken aus. Die Aufloesung im Bassbereich ist einfach sehr gut.

    Im Stimmbereich weiss das Seto Hore ebenfalls Emotionen zu wecken, die Idee , den Keramikkörper mit einer Holzplatte abzuschliessen, scheint speziell in diesem Bereich dem Seto Hori zu satten Klangfarben zu verhelfen. Wohl dank des scharfen Nadelschliffes kann das Seto Hori auch im Hochtonbereich eine sehr hohe Aufloesung aufweisen.

    Die Gesamtaufloesung bei ansonsten nicht unähnlicher Tonalität zum SPU GM-E MkII zeichnen des Seto Hori dann aus.

    Das Seto Hori hat bei mir viele Stunden Einspielzeit benötigt und ist da deutlich anspruchsvoller, als das Legacy.

    Das Ortofon Valencia laesst leider noch auf sich warten, insofern kann ich zu diesem noch nicht viel schreiben.


    Ein Ortofon Quintett black habe ich erst einmal gehoert, da war mir klanglich der Einfluss des Shibata Schliffs zu stark. Wuerde ein solches System aber gerne noch mal aktuell hoeren, ist schon etwas her, dass ich das Quintett da hatte.

    Gruss
    Juergen
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  • da war mir klanglich der Einfluss des Shibata Schliffs zu stark

    Interessante Aussage. Woran machst Du das fest oder anders gefragt, wie sieht für Dich der klangliche Einfluß einer Shibata aus?


    Gruß

    Andreas

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  • Interessante Aussage. Woran machst Du das fest oder anders gefragt, wie sieht für Dich der klangliche Einfluß einer Shibata aus?


    Gruß

    Andreas

    bis jetzt hatten alle von mir mit Shibata Nadel gehoerten Systeme, auch mit Shibata retippte Systeme einen sehr ausdrucksstarken und hochaufgelösten Hochtonbereich. Wenn das Gesamtsystem dies schafft gut zu integrieren, kann es sehr gut klingen, wenn man aber eine Reihe eigentlich identischer Tonabnehmer nimmt, zB Ortofon bei Quintett oder Cadenza , oder Audio Technica bei den 33'er Systemen, gefaellt mit die Variante mit Shibata Schliff haeufig nicht so gut. So hat mit zB das AT33SA einen deutlich zu vordergründigen Hochtonbereich (zumindest in meiner Anlage, die in diesem Bereich schnell zu hart klingt) , da komme ich mit dem AT33PTG deutlich besser klar.

    Meine kürzlich vorgenommenes set up mit dem Cadenza black klang in einem Holzheadshell aber sehr gut, das Holzheadshell scheint da gut gepasst zu haben.

    Aber wie schon mal gesagt, ich probiere das gerne noch mal aus.

    vdh verwendet ja auch einen sehr scharfen Schliff, auch dort gefallen mir die Systeme am besten, die vdh im Holzgehäuse anbietet.

    Gruss
    Juergen

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