Schopper TD-125 (Mk-I oder Mk-II) vs. aktuellem Laufwerk, wie etwa Feickert Woodpecker-II?

  • Hallo Zusammen,


    ja - eine Frage die mich (kaufentscheidungsbedingt), irgendwie doch so sehr umtreibt, daß ich mich 'traue', sie hier mal zu stellen.

    Natürlich weis ich, daß ich 'Äpfel mit Birnen' vergleiche - dennoch:

    Wie würdet Ihr laufwerksseitig die Qualitäten eines von Schopper/Schweiz überholt-

    angebotenen Thorens TD-125 (Mk-I oder MK-II, so einer: http://www.schopper.ch/index.php?page=thorens-td125),

    gegen ein - in seiner Preisklasse (und sicher auch noch darüber hinaus) als berechtigterweise top eingestuften Dr. Feickert Woodpecker-II (mit Inertia-Teller) einschätzen - beim Woodpecker spricht man wohl zu Recht von so etwas wie einer 'sicheren Bank' mit hervorragender Preis-/Qualitäts-/Klang-Relation - und deshalb wird er berechtigterweise auch immer wieder empfohlen.


    Warum ich das überhaupt frage? Aus einer im Grunde eher sentimentalen und nicht soo sonderlich rationalen Motivation heraus: Der Woodpecker gefällt mir zwar ebenfalls optisch sehr gut,,,, aber so ein TD-125, von Schopper, in so einer schönen, nostalgischen Holzzarge - Mann!

    Jedesmal, wenn ich mir die Teile auf der Schopper-Seite anschaue, denke ich: 'Verdammt, sehen die gut aus!' - gerade auch wegen des schon erwähnten nostalgischen Flairs, welches sie ausstrahlen und das durch die Restauraution, resp. die schöne, neue (nach Originalmaßen gefertigte) Holzzarge, noch einmal mehr zum Ausdruck kommt.


    Daß der Woodpecker das bessere/besser klingende (klangneutralere) Laufwerk ist, weis ich wohl.

    Um wieviel besser mag er wohl aber gegenüber so einem überholten TD-125 tatsächlich sein? - wie sehr würde Letzterer (ok - es müßten dann auch gleiche Arme +Systeme installiert sein) gegenüber dem Ersteren klanglich 'abfallen'?

    Unpräziserer Bass? Etwas verwaschener? Etwas weniger dreidimensional? - natürlich immer in Relation zum Woodpecker-II beurteilt?

    Ich kauf' mir nur einen von beiden - jetzt im Dezember - kann mein Geld auch nur 1x ausgeben (und hab' auch nur Platz für einen von beiden).


    Hoffe, daß es ok ist (da es mich ja nun doch mehr und mehr 'umtreibt'), daß ich diese Frage hier mal stelle(?)


    Danke im Voraus für 'gute' Antworten.


    Beste Grüße

    Bernhard

  • Warum ich das überhaupt frage? Aus einer im Grunde eher sentimentalen und nicht soo sonderlich rationalen Motivation heraus: Der Woodpecker gefällt mir zwar ebenfalls optisch sehr gut,,,, aber so ein TD-125, von Schopper, in so einer schönen, nostalgischen Holzzarge - Mann!

    Jedesmal, wenn ich mir die Teile auf der Schopper-Seite anschaue, denke ich: 'Verdammt, sehen die gut aus!' - gerade auch wegen des schon erwähnten nostalgischen Flairs, welches sie ausstrahlen und das durch die Restauraution, resp. die schöne, neue (nach Originalmaßen gefertigte) Holzzarge, noch einmal mehr zum Ausdruck kommt.

    Hallo Bernhard,


    ich glaube du solltest den Schopper nehmen. Auch wenn ich Feickert Fan bin, die emotionale Komponente wird er dir nicht in der Weise bieten können, wie du es über den TD 125 schreibst ;)


    Gruß

    Marc

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  • Habe nen 125 mkII von Schopper und bin top zufrieden. Und die Zarge ist wirklich wunderschön.

    Habe ihn leider nie gegen einen Feickert hören können.

    Hilft Dir aber wahrscheinlich auch nicht weiter.


    Viele Grüsse,

    Boris

  • Vor einer ähnlichen Frage stand ich auch mal. Ich hatte einen tollen TD126 und "musste" einen VPI Scout2 haben. Tja, was soll ich sagen... Ich habe den Scout wieder verkauft!

    Die großen Thorens sind, wenn sie optimal eingestellt sind, wunderbare Laufwerke, die nicht so leicht zu toppen sind.

    Daher würde ich deine Aussage "Daß der Woodpecker das bessere/besser klingende (klangneutralere) Laufwerk ist, weis ich wohl" nicht unterschreiben. Woran möchtest du das denn fest machen? Am Preis?

    Würde ein TD125 oder 126 heute produziert, wären sie mMn nicht günstiger...

  • Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für Eure ersten Antworten.

    Ich werd' dann wohl (maximal!) die nächsten 2 Wochen nochmal in 'medias res' gehen und dann endgültig entscheiden.

    Weitere Meinungen sind aber gerne willkommen!


    Beste Grüße

    Bernhard

  • ich weis nicht..... 2000€ für einen TD125? Einfuhrabgaben kommen ja wohl auch noch dazu.....


    das sollte doch, auch mit neuer Zarge, viel günstiger gehen an einen guten TD125 zu kommen. Vielleicht ist dann sogar auch ein noch besserer Tonarm drauf.......


    VG

    Sascha

  • Der Thorens 125 mit TP16 ist mit einem passenden Tonabnehmer ein Plattenspieler für höchste Ansprüche. 😉

    Der einzige Makel des TP16 ist die lästige Montage von unten. Allerdings lässt sich das TP60 Headshell leicht auf die Montage von oben umbauen.


    Das Angebot von Schopper ist absolut gesehen fair. Allein es geht natürlich sehr viel günstiger.

    Allerdings sind die 125er mittlerweile so alt, dass sich die elektronischen Bauteile verabschieden.


    Ich hatte mit meinem, vor einigen Jahren für €280.- erworbenen MkII bislang Glück.

    Er läuft und läuft und...

    Letztes Jahr habe ich ihn in eine Kirschholzzarge, die mich €160.- gekostet hat, verpflanzt.

    Mit einem Denon DL103 M ist das m.E. ein Plattenspieler für absolute Goldohren.


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  • Wer nie was anderes hatte, kennt es nicht das andere und glaubt, er verstehe schon die ganze Welt.

    Natürlich ist es Dein gutes Recht, meine Aussagen für Schwachfung zu halten. Ich weiß, warum ich mich von meinem TD 125 wieder trennte...

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • Mir sind kontroverse Standpunkte (grundsätzlich) ("Der TD 125 ist nur Optik, der Feickert kann auch wiedergeben, in einer anderen Liga. Angucken oder hören")durchaus willkommen; ich dachte mir schon, daß es auch solche Standpunkte gibt (und deshalb habe ich den Thread hier ja auch initiiert - und darum gebe ich mir auch noch ca. 2 Wochen Entscheidungsspielraum bis zur endgültigen Entscheidung).

    Nur bekommt Euch doch deshalb bitte nicht in die Haare; es soll doch nur - von uns allen - ein schönes Hobby bleiben.


    Beste Grüße

    Bernhard

  • Um es nochmal zu verdichten. Der TD 125 hat Fehler, die nur mit großen Aufwand zu beseitigen gehen, die z.B. beim Feickert schon von Haus aus nicht da sind. Das ganze Teil vom Chris ist deutlich präziser gearbeitet und damit meine ich nicht (nur) das Furnier.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer

    Es gibt nur zwei Meinungen, entweder meine oder eine falsche. ;)


  • Hallo Bernhard,


    der Woodpecker ist im Zweifel das flexiblere Laufwerk, auch im Hinblick auf eine spätere Um-/Aufrüstung mit einem anderen Tonarm und somit auch bezgl. der möglichen Tonabnehmer. Der am Thorens verbaute TP16 ist ein ordentlicher Tonarm, mehr aber auch nicht. Bezgl. seiner eff. Masse von etwa 16.5 Gramm eignet er sich eher für straffer aufgehängte Tonabnehmer; MC bevorzugt. Mit MM-Tonabnehmern ist es ein wenig schwierig, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß.


    Die von Schopper revidierten Thorens sind seitens der Umsetztung erstklassig, bewegen sich aber natürlich in den Grenzen des für Laufwerk und Tonarm machbaren. Und hier setzt der TP16 meiner Meinung nach eher die Grenze als das Laufwerk. Beim Woodpecker hingegen ist man diesbezgl. freier und wählt einfach bei der Anschaffung den Arm seiner Wahl.


    Demnach auch eine Frage dessen, wo Du zukünftig "hin möchtest". Ob Du später gerne auf- bzw. umrüsten möchtest oder den Plattenspieler als Einheit betrachtest und Dich, nicht zuletzt, an der Optik erfreust.


    Gruß,

    Marc


    p.s. Natürlich kann auch auf den TD ein anderer Tonarm montiert werden; einfacher ist es aber beim Woodpecker, zudem kann direkt beim Kauf flexibel entschieden werden.

  • Wer nie was anderes hatte, kennt es nicht das andere und glaubt, er verstehe schon die ganze Welt.

    Woher glauben nur manche Leute zu wissen, was andere schon hatten oder nicht hatten?

    Aber was soll's, darum geht's ja gar nicht.


    Zitat

    Natürlich ist es Dein gutes Recht, meine Aussagen für Schwachfug zu halten.

    Es sind im Übrigen nicht "deine Aussagen", sondern nur die oben zitierte.

    Und meinen Kommentar bekommt jeder, der so oder ähnlich fabuliert.

    Weil es solche "Ligen" einfach nicht gibt.

  • Ich muss mal eine Lanze für den Thorens TP16 brechen. Dass die Thorenstonarme in High-End-Zirkeln kritisch gesehen werden ist ja nichts neues.


    Als TP16-Nutzer gibt es mbMn lediglich zwei Punkte an diesem Tonarm zu kritisieren.


    1. Die Montage von unten, die einen Einbau von Tonabnehmern mit Gewinde verhindert.

    2. Die stufenweise Auflagekrafteinstellung in 0,25er Schritten.


    Ersteres lässt sich durch vorsichtiges Ablösen der Alublende und Entfernen der Montageplatte beheben. Die Lösung von Schopper die Blende durchzubohren halte ich übrigens für nachteilig weil damit der Montageabstand unveränderbar festgelegt wird.

    Letzteres erfordert für die genaue Einstellung von Zwischenwerten etwas Fingerspitzengefühl beim verschieben des Tonarmgewichtes. Etwas Abschmierfett vereinfacht dies sehr.


    Ich habe am TP16 Tonabnehmer mit Compliance-Werten von 14 - 25 gefahren ohne auch nur ansatzweise klangliche Limitation festgestellt zu haben. Schon mit einem Denon DL160 oder einem Shure V15III mit Jico SAS ist man an dem „mehr Plattenspieler braucht man nicht“ Punkt. Mit einem LO-MC wie dem Denon DL103 M hat man bei adäquater Verstärkung feinstes High-End.