XLR auf Cinch mir symm. Kabel?

  • Hallo alle,


    ich bekomme demnächst ein Pärchen Genelec 8040 zum Ausprobieren. Da die Genelec nur einen XLR-Eingang und meine Vorstufe nur einen Cinch-Ausgang haben, muss ich mir was basteln. Vorhanden sind XLR (male) - und Cinch-Stecker sowie symmetrisches und unsymmetrisches Kabel. Bei der Belegung mit dem unsymmetrischen Kabel wäre Masse/Minus auf Pin 1 und 3, Signal auf 2. Wie ist es denn richtig, wenn ich jetzt das symmetrische Kabel benutzen möchte? Signal Plus auf 2, Signal Minus auf 3, Schirm auf 1. Wie belegt man dann im Cinch-Stecker. Schirm auch auf Masse oder nicht?


    Danke im Voraus


    Bonzo

  • Hallo Bonzo,

    ist die Motivation für Deine Frage die Hoffnung, dass unterwegs eingefangene Störsignale durch die Gleichtaktunterdrückung des symmetrischen Eingangs ausgemerzt werden? Dann müsstest Du in der Tat den Schirm am Cinch-Stecker offen lassen.

    Wenn die Verbindung nicht besonders lang ist, würde ich ein unsymmetrische Kabel nehmen und so beschalten wie Du es beschrieben hast.

    - Peter



  • Vielen Dank! Es war mir nicht klar, ob ich mir damit evtl. Probleme einhandeln würde - mein erstes Gerät mit XLR beziehungsweise die erste Nutzung. Bei 2 x 5 Metern nehme ich dann halt die asym. Leitung.

  • Da 5m nun nicht "kurz" ist: Welchen Ausgangswiderstand hat Deine Vorstufe? Betreibst Du z.Zt. auch Aktivlautsprecher in dieser Entfernung?

    Hintergrund meiner Frage ist die Kabelkapazität. Ein hochkapazitives Kabel könnte bei 5m und sagen wir mal einem Ausgangswiderstand der Vorstufe von 1KOhm schon Probleme bereiten.

    Meine Erfahrung ist, dass manche Kabel durchaus mehrere hundert pF pro Meter aufweisen. Ein für mein Verständnis gutes Kabel hat i.d.R. eine Kapazität bis maximal 100pF pro Meter.

    Der Vorverstärker sollte einen Ausgangswiderstand von deutlich unter 1 KOhm haben um längere Kabel problemlos zu treiben.

  • Der VV hat einen Ausgangswiderstand von 100 Ohm, die Genelec einen Eingangswiderstand von 10 KOHM - das sollte an sich passen. Sind tatsächlich die ersten Aktivlautsprecher (mit Ausnhame von Subwoofern), die ich zu Hause in Ruhe anhören kann.

  • Hi,


    bitte am Chinchsteckerschirm -> Schirm und kaltes Ende des symmetrischen Kabel verbinden. Heißes Ende der symmetrischen Leitung auf den Pin des Chichsteckers löten.


    VG


    jokeramik

  • Hi,


    ist hier beschrieben: https://www.google.com/url?sa=…Vaw22H5icVNoUOnvmYo5FZa4h.


    Im Prinzip arbeitet der Erzeuger die PDF`s von Bill Whitlock (Jensen Transformers) auf.


    Am besten wäre die transformatorsymmetrische Auskopplung des Signales aus Deiner Vorstufe. Damit wären etliche Vorteile verbunden: galvanische Trennung von Vorverstärker und Aktivboxen, symmetrische Ankopplung usw.


    Von Jensen Transformer gibt es da ein paar Sächelchen:-))))


    VG


    jokeramik

  • Ich weiß nun nicht mehr, was Variante 1 ist - aber wenn es um das symmetrische Kabel auf Cinch-Stecker geht und Schirm und kaltes Ende am Cinchstecker verbunden wird kann man vermutlich genauso gut das unsymmetrische Kabel nehmen - da gibt`s dann auch weniger Geknäuel im Cinch-Stecker. Gleichtaktunterdrückung der auf dem Kabelweg eingefangenen Störungen dürfte damit unwirksam sein, da so die Störung die am symmetrischen Eingang Pin 2 ankommt eine andere ist als die, die auf Pin 3 ankommt. Gleiche Bedingungen und damit die Möglichkeit zur Gleichtaktunterdrückung treten auf, wenn nur eine innere Ader an Pin 3 ankommt - so wie an Pin 2.

  • Ich weiß nun nicht mehr, was Variante 1 ist - aber wenn es um das symmetrische Kabel auf Cinch-Stecker geht und Schirm und kaltes Ende am Cinchstecker verbunden wird kann man vermutlich genauso gut das unsymmetrische Kabel nehmen - da gibt`s dann auch weniger Geknäuel im Cinch-Stecker. Gleichtaktunterdrückung der auf dem Kabelweg eingefangenen Störungen dürfte damit unwirksam sein, da so die Störung die am symmetrischen Eingang Pin 2 ankommt eine andere ist als die, die auf Pin 3 ankommt. Gleiche Bedingungen und damit die Möglichkeit zur Gleichtaktunterdrückung treten auf, wenn nur eine innere Ader an Pin 3 ankommt - so wie an Pin 2.

    Da gibt es nicht wirklich ein Geknäuel oder wie auch immer im Cinchstecker. Löten solltest Du können. Schirm und kaltes Ende auf den äusseren Anteil des Cinch-Steckers. Heißes Ende auf den Pin vom Cinch-Stecker.


    Beste Lösung siehe anderen Thread von mir.


    VG


    jokeramik

  • Moin,

    der verlinkte Artikel ist ziemlich interessant, danke!

    Da steht auf S.19, dass beide Methoden Vor- und Nachteile haben und oft das Wörtchen "kann".

    Das bedeutet letztlich, dass von Fall zu Fall probiert werden muss. Vermutlich aus demselben Grund ist bei manchen Geräten die Kopplung der Signalmasse an das Erdpotential nicht fest verdrahtet, sondern mit einem "ground-lift" Schalter versehen.

    - Peter

  • Hallo,


    das trifft häufig nur für Geräte zu, deren metallische Gehäuse mit dem Schutzkontakt verbunden sind. Diese Probleme treten auch auf wenn Tuner bzw. SAT-Tuner mit mit diesen Geräte verbunden sind.


    Bei schutzisolierten Geräten liegt keine Verbindung mit Schutzkontakt bzw. Erde vor.


    VG


    jokeramik

  • Mal kurz Rückmeldung geben. Habe jetzt das symmetrische Kabel genommen und cinch-seitig Minus und Schirm angelegt. Funktioniert einwandfrei und klinget richtig gut. Danke für den Support.


    Gruß


    Bonzo


    PS: Muss jetzt mal gucken, wo man die Dinger günstig her bekommt-oder gleich die 8050?. Momentan tanzt meine Familie zu Parov Stellar live (mag ich nicht).

  • 5m sind für eine Monitor Abhöre schon viel! So viel das ich denke die scheint auch Zimmerlautsprecher LS benutzt zu werden...

    Warum ich schreibe - es gibt gute Genelec nachbauten mit Chinch dran, die sich auch von Monitor Abhöre zu angenehmer klingenden LS umschalten lassen... Schreib mir eine Nachricht für mehr Infos...

    Stecker sieht so aus..125281-xlr-auf-chinch

    Insanity is relative. It depends on who has who locked in what cage. ~ Ray Bradbury