Hörbericht "Ampearl Re-1030" MM - Phonoverstärker mit Röhren - Dampfhammer von der Krim

  • 3 Plattenspieler in zwei Zimmern - also drei Ampearls. Kann einer sagen, boooah ist das langweilig. Aber ich fand bislang keine echte Alternative. Ein Ur Ampearl für MM. Da ist das Netzteil noch anders, der klingt auch roh, mit viel Drive. Dann habe ich das aktuelle Modell für ein MC mit Übertrager- klar. Und dann vielleicht einen mit EZ90. Mit einem anderen Gehäuse, oder zwei Gehäusen. Andere Farbe. Irgendwas neues. so z.B.

    [Blocked Image: http://photo.adiso.ru/photo/resource/ru/104/104338/gibridnyy-usilitel-ampearl-pa-1040-new.0.b.jpg]

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Die ursprüngliche Ampearl Schaltung ist vom Erfinder Karpov neu aufgelegt. Er ist heute wohl kein absoluter Freund mehr der 6N12P. Er meint es gibt dazu keine Äquivalente, was ein Nachteil wäre. Man sei daher eingeschränkt bei der Auswahl. Sie wäre auch nicht geräuschärmste Röhre. Der Gain wäre bei der RE1030 zu hoch mit 50dB. Für MM zu laut und für MC zu leise.

    Nun soll die Schaltung mit ECC88 arbeiten, wenn ich das in seinem neuesten Artikel richtig lese. Die Klang-Charakteristik will er beibehalten haben. Mmm. Ob das hinhaut? Ob Andrey(Ampearl Vertreiber)noch im Kontakt ist mit Karpov und die Re1030 dementsprechend auch anpasst? Ich weiss es nicht. Ich fand den Gain mit 50dB gut, bei mir rauscht nix.

    Andererseits ist Stillstand auch schlecht. Karpov steht nie auf der Stelle und bringt immer etwas neues.


    "Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."

    - Georg Christoph Lichtenberg

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • wäre 'nen Faden wert, ob ein Hifi Teil zum Besitzer passt. So wie Hund und Herrchen sich auch meist ähnlich sehen.^^

    Naja, bei den Diatone und dir weiss ich nicht genau. Könnte fast so sein.

    Ich habe dich kurz mit den Diatone P610 kennen gelernt und war fast traurig, das die verkauft werden sollten.

    Ich denke schon das man in Gegeständen eine gewisse Persönlichkeit wiederspiegeln kann. Das klappt auch mit Hifi.

  • wäre 'nen Faden wert, ob ein Hifi Teil zum Besitzer passt. So wie Hund und Herrchen sich auch meist ähnlich sehen.^^

    Ui! Interessanter Gedanke! Ich mag Vintage 15-Zöller...

    Jetzt hast Du mich sehr, sehr nachdenklich gemacht... ;)

    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Die Ampearl hat 'nen Turbolader bekommen.

    Das ist ein gutes Bild, Knut. Ampearl on Steroids. ^^


    Die Wochen werden zeigen, ob es langzeittauglich ist. Nur nach vorne kann auch aufn Sagg gehen.

    Ich habe mir die Frage ebenfalls gestellt, komme aber ein paar Wochen später und weiteren EZ90/6X4 zur Erkenntnis, dass ich mit der originalen Reflector 6n6p nicht mehr hören möchte. ;)


    Mein Favorit ist mittlerweile eine Tesla 6Z31 (1972, Made in Czechoslovakia, Kosten ca. 12 Euro). Diese ist der Reflector tonal sehr ähnlich, übertrifft sie aber für meine Ohren deutlich. Größere Bühne, mehr Dynamik, offener, etwas farbiger, ohne den "Charakter" der Ampearl zu stark zu verändern. Die Tesla ist neben der noch etwas euphonischer aufspielenden Mullard für mich absolut langzeittauglich.


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    Die 6Z31 habe ich ebenfalls hier gekauft.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

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  • also die Sylvania 6x4 mit grünem Print ist extrem gut in der Tiefenabbildung der Bühne. Der Bass ist richtig tief. Einige Instrumente schillern hell, aber noch im akzeptablen Bereich. Die Stimmen sind, wenn sie bei der Aufnahme schon etwas bedeckt sind, zu verhangen. Das gilt aber zunächst nur für die Anlage im eigentlichen Hörraum. Ich packe die noch in die andere Ampearl. Aber so finde ich Stimmwiedergabe nicht für mich passend. Wobei das alles weit über der russischen originalen angesiedelt ist.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • also in der kleinen Kette im Wohnzimmer habe ich das Gefühl der Ampearl Re1030 mit Sylvania 6X4W muss an die Kette gelegt werden . Das ist echter Wahnsinn. Ich muss den Sub runterdrehen, ich habe das Gefühl den zerreisst es. Die Mitten sind jetzt top. Mit 52pF und einem TSD15SFL am 1:10 Übertrager. Ich habe mir trotzdem ebenfalls noch eine Tesla 6x4 bestellt. Und Andrey gefragt ob er mir noch eine (für mich letzte) schöne Re1030 bastelt. Mal schauen was er sagt. Es soll gleich eine 6X4 rein.

    Bild oben: Das Monster hinter Gittern.

    unten: frei, aber den Saft abgedreht.

    gitter.jpg

    tubes.jpg

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Hi,


    ihr habt mich jetzt ganz heiß gemacht und mich zum Kauf genötigt :). Ich bin schon sehr gespannt wie sich die Ampearl 1030 Pre gegen mein MuFi MX Vinyl mit besserem Netzteil verhält. Ich hoffe dass es ein weiterer, vielleicht auch nur kleiner Schritt nach vorne ist. Tuningmöglichkeiten gibt es ja durchs tuberolling…


    VG

    Bernhard

  • Ich hab meinen auch geordert. Andrey hat richtig fett zu tun. Er hatte eigentlich einen guten Vorrat an Gehäusen. Gestern erzählte er, er müsse neue "housings" bestellen. Gut, für die LCR gehen immer gleich zwei davon weg. Nun wird es wohl wieder mal etwas dauern.:(

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • So dann will ich auch mal Berichten:


    Ich habe von Knut eine seiner (frühen?) Ampearls Re1030 übernommen, die er hier im Forum zum Verkauf anbot.


    Was sofort auffiel: sie ist sehr laut. Für einen MM-Amp am oberen Ende des sinnvollen. Meinen Denon AV Amp hat sie glatt überfahren. Mit dem Audionet Pre1G3 gings aber.


    Erster Eindruck: Mann spielt die schei...e. Total strähnig und unstrukturiert, zwar mit viel Druck aber irgenwie "fahrig".... bin dann erst mal frustriert weggelaufen...


    Am nächsten Tag hab ich nochmal alles gecheckt (Verkabelung OK, einstellen kann man eh nur die Kapazität) dann nochmal was aufgelegt. Und was war das? Mit einem mal war das fahrige weg. Saubere stabile Räumlichkeit, gutes, druckvolles Spiel, nicht so langweilig wie eine ifi iPhono2. So kann das bleiben und blieb das dann auch. (Der Amp lief die ganze Zeit durch).


    Nach dem Urlaub das selbe Spiel: die ersten 2-3 Stunden klingt der Amp total unstrukturiert und unsauber, dann "rastet" ganz langsam er ein und klingt fürs Geld absolut klasse. Auch ein Kollege dem ich das Gerät zum Probehören mitgegeben habe bestätigt das. Zumindest dieser Ampearl muss am Netz bleiben, sonst wird's grausam.


    Das ist mein dritter Röhrenamp und der erste der ernsthaft Aufwärmzeit braucht. Es ist auch das erste Gerät bei dem der Unterschied zwischen kalt und länger gelaufen so extrem ist. Bei meinen sonstigen Phonos ist der Effekt recht vernachlässigbar und nach einer Plattenseite endgültig eingeschwungen, nur hier nicht.


    Fazit: toller lebendiger Pre, fürs Geld sehr gut, man muss ihn aber durchlaufen lassen. Erst nach ca. 8h ist er voll da!. Dann klingt er wie ein Trigon Advance mit 6 Dosen Red Bull intus :-)


    Mike

  • Moin, Mike, du hast ihn direkt von mir?? egal welcher ist, die lange Aufwärmzeit kann ich mir nicht erklären. Der liefert sofort nach Anknipsen ab. Hast du ein MM dran? Hast du die Werte für das Mäuseklavier? GGf. muss die Röhren in der RIAA mal tauschen. Die checke ich relativ oft. 2 runtergeratzte Röhren fand ich in den letzten drei Jahren. Und dann bleibt ja noch die Adapterlösung für die 6X4 in der Stromversorgung. Trotzdem überraschen mich die Aussagen etwas. Denn das Teil spielt ohne grosse Aufwärmung unabhängig vom Preis überragend gut.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Fazit: toller lebendiger Pre, fürs Geld sehr gut, man muss ihn aber durchlaufen lassen. Erst nach ca. 8h ist er voll da!.

    Damit keine Missverständnisse aufkommen:


    Eine aktuelle Ampearl RE 1030 ist spätestens nach 10 Minuten "voll da"! Selbst im eiskalten Zustand spielt sie nicht "unstrukturiert" oder "fahrig". Nach dem Ende der Hörsession kann man sie also bedenkenlos ausschalten.


    Denn das Teil spielt ohne grosse Aufwärmung unabhängig vom Preis überragend gut.

    Möchte das noch einmal hervorheben.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • also wie gesagt, die Röhren in der RIAA könnten Schuld sein. Und gaaanz wichtig: die Knopfbatterien müssen richtig sitzen. Ich habe meine mit BluTack festgedrückt. Ich habe Andrey gesagt er solle mal vernünftige Knopfzellen-Halter nehmen. Er will das jetzt ändern. Die Dinger hüpfen schnell aus der Position(Hinundher-Transport, häufiges Umdrehen des Gerätes, Tiefbassorgien) mit unterschiedlichen Auswirkungen.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"