SMD Teile löten, welchen Lötkolben?

  • Moin Moin,

    ich weiß nicht ob es hier richtig ist, aber:

    Hat schon Jemand hier SMD Teilchen auf Platinen gelötet? Ich wüßte gerne, was man da für einen Lötkolben und Spitze dazu benutzen sollte, bzw. was praktikabel wäre?


    Gruß

    HaWe

  • Hi HaWe,

    was willt du löten?

    ICs, Widerstände/Kondensatoren.

    Praktische Erfahrung habe ich nur mit ein paar Widerständen.

    Das geht mit einer normalen Wellerstation.

    Das Zeug ist in realo viel kleiner als man denkt.

    ICs kann man mit einer großen Spitze löten. Schau mal bei YouTube.

    Das sieht da sehr einfach aus. Ist es aber wahrscheinlich nicht.


    Tschau,

    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Hallo ,

    wenn es für mehr als einmal sein soll , ganz klar : JBC .


    https://www.batronix.com/versa…3uHQPhEAAYBCAAEgLPm_D_BwE


    Ich habe lange Zeit andere Markenprodukte benutzt und habe jetzt seit etwa einem halben Jahr eine JBC . Da geht man nicht mehr zurück :) .

    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Man kann zu JBC greifen...muss man aber nicht.


    Daher erlaube ich mir eine andere Empfehlung.

    Für gelegentliches SMD-Löten bietet sich folgende kleine Weller-Lötstation an:


    https://www.pkelektronik.com/w…en-hobbyelektroniker.html


    Dazu passende Lötspitzen mit Flachmeisel und entsprechender Breite:


    https://www.pkelektronik.com/l…pitzen-fuer-whs40-sp.html


    Es gibt für diesen Lötkolben sogar eine Spitze mit Hohlkehle.

    Wie die Nummer hierfür ist, kann ich allerdings jetzt nicht aus dem Hut sagen.


    Mit der WHS40 habe ich meine allererste SMD-Leiterplatte mit ca. 150 verschiedenen SMD-Bauteilen bestückt (0805, SO8...). Ich will mich nicht selbst beweihräuchern, aber das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen und den Vergleich zu einer professionell bestückten musste ich nicht scheuen. Allerdings sollte genügend Zeit, eine ruhige Hand, eine ruhige Umgebung sowie sehr gute Lichtverhältnisse vorhanden sein. Allgemeine Löterfahrungen sollte man aber ausreichend besitzen. Mit einem Muses72320 sollte man auch nicht gleich beginnen... ;-)

    Das entscheidende sind gutes Lot sowie ein brauchbares Flussmittel. Ich nehme dafür gern einen Flux-Stift. Aber hier muss jeder für sich das richtige Material herausfinden. Einzig die Heizleistung könnte bei der WHS40 etwas größer sein. Aber da bleibt ja immer noch der Griff zum großen Bruder, wenn die Massefläche einen mal wieder etwas ärgert. ;-)


    Noch ein kleiner Tip: Da SMD-Bauteile gerne mal stiften gehen, empfiehlt es sich für den Anfang zu einer flachen Schale, Tablett mit Rand oder einem flachen Kartondeckel zu greifen, in welche man seine Utensilien platziert, die Bauteile auspackt und/oder aus den Aufnahmebehältern entnimmt...das grenzt den Suchbereich oftmals deutlich ein und erhöht die Erfolgsquote bei der Bauteilsuche. Weiterhin empfiehlt es sich, gute (SMD-)Pinzetten unterschiedlicher Bauform zu verwenden. Das erleichtert das Handling sowie eine präzise Positionierung der Bauteile erheblich. Ich persönlich nutze zudem gern und viel meine EDSYN Kopflupe mit 5x Vergrößerung bei SMD-Lötarbeiten.

    Achso: Und nicht mit der Löttempertur knausern...lieber heiss und schnell...das stresst die Bauteile am wenigsten.

    Kontaktaufnahme nur per E-Mail. Eigene Adresse ist mitzusenden.

  • Naja, wirklich empfindlich sind da eigentlich nur Halbleiter. Keramik-Kondensatoren profitieren sogar davon, gut aufgeheizt zu werden weil sich durch die Lagerung ihre Kapazität reduziert und die baut sich durch Erhitzen wieder auf.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Quote

    Allerdings sollte genügend Zeit, eine ruhige Hand, eine ruhige Umgebung sowie sehr gute Lichtverhältnisse vorhanden sein.

    ich ergänze mal 'und gute Augen'..

    Ich muss leider eingestehen, das mir letzteres nach und nach den Umgang mit Kleinbauteilen verleidet.. Und je mehr Kompensation via Sehhilfe, desto mehr Licht braucht man am 'Platz'.


    Zeit, nen Lötsklaven zu suchen..

  • Hallo Heinz-Werner,


    ich zitiere mal zum Thema SMD-Löten aus einem anderen Thread:



    Ich habe eine einfache Lötstation von Toolcraft ST -500, also max. 50 W. Die Temperatur kann digital eingestellt werden. Als Spitze nehme ich Meißelform 0,8 mm oder 1,2 mm. Lötzinn Stannol 0,5 mm S-Sn60 PB38Cu2, also nicht bleifrei. Läßt sich besser Löten. Ich habe auch einige bleifreie Sorten gekauft, bin damit aber nicht zu frieden. Ein gutes Flußmittelgel wirkt manchmal Wunder. Ich nehme FL 22 R von EDSYN. 5 ml kosten über 10 €, es lohnt sich aber. Wichtig ist ebenfalls Entlötlitze. Bei SO8 ICs kann man die Pins in der Regel noch einzeln löten. Wenn es feiner wird dann trägt man das Lötzinn auf, kümmert sich nicht darum ob es zu Kurzschlüssen kommt und säubert dann mit Entlötlitze und Flußmittelgel. Ach ja, eine Standlupe 3 Dioptrien mit Beleuchtung und eine Pinzette gehören auch dazu. SMD-Bauteile bis R0603 kann man noch gut löten. Zuerst ein Klecks auf einem Pad, dann Bauteil anheften, die andere Seite Löten und ggf. das erste Pad nachlöten. Mit dem Flußmittelgel gibt es saubere Lötstellen. Soweit das wichtigste.

    mfg Klaus

    VG

    Michael

    Plattenspieler: Clearaudio Solution, Tonarm: Clearaudio Unify 9, Tonabnehmer: Benz Micro ACE L, CD/SACD-Player: Accuphase DP-78, Vorverstärker: Accuphase C280L, Endverstärker: 2 x Accuphase P-370, Lautsprecher: Ecouton Audiolabor LQL200,

  • Moin Moin,

    erst einmal meinen Dank an Euch. Das hat mir wirklich weiter geholfen. Ich besitze eine WTCP 51 Magnastat und habe ´ne Platine wo auch SMD Teile aufgelötet werden müssen. Somit müßte ich es lediglich ab und an mal nutzen.


    Heinz-Werner

  • Ich besitze eine WTCP 51 Magnastat und habe ´ne Platine wo auch SMD Teile aufgelötet werden müssen. Somit müßte ich es lediglich ab und an mal nutzen.

    ....genau so ist es! Die Anschaffung einer neuen lohnt sich nur wenn SMD des öfteren gelötet werden soll. Dann ist die JBC die allererste Wahl , schon wegen dem unerschöpflichen Lötspitzenangebot dafür und dem wirklich unschlagbar schnellem Wechsel selbiger.

    Gruß Bertram

  • Zum Löten von SMD-Bauteilen gibt es spezielle Aufsätze, man lötet/erwärmt dann

    alle Beine eines Ics gleichzeitig!

    Diese Aufsätze, oder besser Strukturlötspitzen haben daher die Form der zu

    verlötenden SMD-Bauteile.

    Sie wurden früher von Philips an den Fernsehfachhandel vertrieben.

    Sowas müßte es aber auch von anderen Herstellern geben.


    Gruß,

    Fernseheumel

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Zum Löten von SMD-Bauteilen gibt es spezielle Aufsätze, man lötet/erwärmt dann

    alle Beine eines Ics gleichzeitig!

    Diese Aufsätze, oder besser Strukturlötspitzen haben daher die Form der zu

    verlötenden SMD-Bauteile.Sowas müßte es aber auch von anderen Herstellern geben.

    .... genau das meinte ich mit dem unerschöpflichen Lötspitzenangebot bei JBC.

    Gruß Bertram

  • Das benötigte Equipment richtet sich halt hauptsächlich nach dem Format der zu lötenden SMD´s.


    Für Passive Bauteile mit 2010er oder MELF Gehäuse geht auch mal ein normaler Kolben mit feiner Spitze.

    Bei 0603 wird's da schon schwieriger, bei 0201 oder 01005 geht ohne Heißluft und Vorwärmen fast nix. Außerdem braucht da schon ein Mikroskope.

    Für QFP IC´s sieht es ähnlich aus.


    Für den Täglichen Einsatz sind die Oben genannten JBC wirklich unschlagbar.

    Die habe ich schon seit Jahren auf Arbeit und mittlerweile auch zu Hause im Einsatz.

  • 0201er Hühnerfutter zähle ich persönlich auch nicht als praxistauglich für Hobby-Löter.


    Ich habe persönlich auch nichts gegen eine JBC, im Gegenteil. Aber Aufwand und Einsatzzeit sollte man vorab durchaus mal abwägen. Ich bin ganz klar für gutes Werkzeug, aber wenn jemand im Schnitt pro Monat nur 1x den SMD-Lötkolben anwirft, so ist eine JBC wohl eher als eine unverzinste Kapitalanlage anzusehen, als ein ersthaft eingesetztes Arbeitsmittel, welches den stolzen Preis rechtfertigt. Darf ich fragen wer von den JBC-Besitzern auch eine gleichnamige Entlötstation besitzt?

    (Bitte kommt mir jetzt aber nicht mit einer ZD-915 als brauchbare Alternative...:wacko:)

    Kontaktaufnahme nur per E-Mail. Eigene Adresse ist mitzusenden.

  • Natürlich sind die Teile für 3X im Jahr viel zu Teuer.

    Die Vergleichbaren Weller Stationen sind aber auch nicht günstiger.


    Wir bekommen meist die neusten Modelle von unserem Anbieter zum Testen an den Arbeitsplatz.

    Deswegen haben haben wir eine schöne Vergleichsmöglichkeit für fast jede Löt/Entlötstation von Weller/JBC und div. Anderen


    Einstimmige Aussage meiner Kollegen:

    Die Entlötstation von JBC taugt nichts.

    Das Ding ist viel zu unhandlich und sagt nicht anständig.


    Zum Entböten ist die ganz alte Weller WDD80 das Werkzeug der Wahl.

    Bei den neuen mit dem Display wurde auch das Handteil und damit die Ergonomie verändert.

    Taugt uns auch nix.


    Wie gesagt, alles nur meine (und die meiner Kollegen) Erfahrung.

    Evtl. taugt sie ja für jemand anderen