Phonovorstufe gesucht

  • Hallo!

    Ich bin noch nicht so lange im Bereich Phono und Schallplatten unterwegs. Allerdings habe ich meine Anlage etwas aufgewertet. An meinem Laufwerk (einem Clearaudio Concept) ist jetzt ein Soundsmith Otello montiert, das ich zunächst am internen Phonoeingang eines Magnat MA 1000 betrieben habe. Eine Kombination, mit der ich ganz zufrieden war. Nun habe ich aber verstärkerseitig etwas zugelegt und mir einen Naim Nait XS 2 gegönnt, der dem Magnat insgesamt deutlich überlegen ist. Ich kann das aber leider erst nur über digitale Medien beurteilen, da der Naim ja über keinen internen Phonoeingang verfügt.

    Nun bin ich auf der Suche nach einer externen Phonostufe. Die Qualität sollte mindestens auf dem Niveau der internen des Magnats liegen, wenn es geht noch besser. Meine Frage ist nun: Wieviel muss ich da investieren, um das das Soundsmith ordentlich auszureitzen? Im Grunde reicht mir eine MM-Vorstufe, da ich nicht vorhabe, mir mittelfristig ein anderes System zuzulegen.

    Reicht da eine der "gehobeneren" Einsteigervorstufen wie z.B. die Cambridge Solo oder die Musical Fidelity LS2-LPS oder eine Aikido oder ist es sinnvoller in eine Trigon Vanguard III oder eine Gold Note PH-1 zu investieren (die ich beide gerade günstig bekommen kann)? Oder gibt es noch andere Tips?

    Ich möchte auf jeden Fall ein Gerät, das ich nicht erst durch Bastelei oder Tuning "tunen" muss, sondern ein möglichst unkompliziertes Teil.

    Vielen Dank für konstruktive Ratschläge!

  • Guten Abend Mike,


    mit der Aikido machts Du nichts falsch.

    Aufrüsten kannst Du immer noch, aber wahrscheinlich für deutlich mehr Geld.

    Die PH1 soll auch sehr gut sein.


    Gruß

    Frank

  • Schau mal im Bietebereich nach der D3a Phono, das ist ein Wolf im Schafspelz. Die ist richtg gut und der Preis sehr ok.

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

  • ja, guter Tipp mit dem Lehmann, vorallem ist dies sogar ein SE. Erkennt man am großen Netzteil und damit klingt er noch ein wenig feiner. Der Preis ist eigentlich hier wirklich zu niedrig. SE kosten sonst noch knapp 400,- gebraucht

  • Moin,


    ich nutze den Fidelity V 90-LPS, zusammen mit einem 12 V Akku ist der Phonopre eine Ohrenweide. Sogar meine Monos mit einem Mono-System klingen damit sehr brillant.

    Den Fidelity V 90 gibt es gebraucht ab 60€, was meiner kostete. Dafür kannste das Ding testen & bei nicht gefallen weiter verkaufen.

    An dem Fidelity V 90-LPS hängt u.a. ein Rega Exact & Grado Reference Platinum 2.

    Freunde nennen den Klang bei mir wie im Konzertsaal ...


    Sonnigst Nadja

  • aber ein Accunetzteil ist bei einer Phonostufe auch nicht zu verachten und bringt die kleinen Mufi V Klasse auch nach vorne. War ich immer ein großer Fan und nutze es noch immer beim DAC und der Frequenzweiche meiner Bässe.


    Für kleines Geld schon top wobei der Lehmann SE trotzdem noch besser klingt und vielseitig anpassbar ist

  • Omtec Antares Cp-1 :thumbup:

    Die gibt es für 400-500 Euro Gebraucht und ist Top. Die genügt auch höchsten Ansprüchen. :D

    Meine (EUR 410) ist heute gekommen (aus dem Forum) und läuft gerade im MM Modus mit einem Thorens TD 125 (TA Shure V IV) und klingt einfach gut. Einem Freund habe ich so eine auch schon mal aus dem Forum vermittelt und der ist auch zufrieden.

  • Guten Morgen Mike


    Ich würde dir empfehlen nach einem Graham Slee ausschau zu halten,

    schon der kleine GramAmp 2SE macht seine Sache sehr sehr gut.

    Der ist Neu auch noch relativ günstig.


    Größere Modelle gibt’s ebenfalls ab und zu hier im Forum zu ergattern.


    Beste Grüße

    Oliver


    PS bei einer Era Gold komm ich immer etwas ins Schwanken, bei einem Jazz Club tu ich mir immer am schwersten den nicht zu kaufen.;)

  • Hallo

    Wenn du es unkompliziert und schon einen Nait XS hast, warum dann nicht bei Naim bleiben und eine Naim StageLine N für MM kaufen.

    Der Nait kann sie mit Strom mitversorgen.

  • Der Lehmann Black Cube SE ist gut !


    Für das Geld bekommst Du nichts besseres....

    So unterschiedlich können Meinungen sein: ich hatte mal einen Black Cube SE und hab ihn nach wenigen Stunden wieder verkauft. Konnte vor Kraft nicht laufen...

    Und nein - das Ding permanent am Netz zu lassen ist für mich schon rein aus Prinzip keine Option:thumbdown:Sowohl aus ökologischen Gründen als auch aus Kostengründen, Brandverhütung etc. Ein Hifi-Gerät hat gefälligst maximal eine Viertelstunde nach dem Einschalten gut zu klingen, sonst ist es eine Fehlkonstruktion...

    Ach ja: gut und günstig sind z.B. eine Musical Fidelity VLPS, der Forums-Preamp LiTe oder vielleicht noch die Project Phonobox S.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo nochmal


    Eine gebrauchte Croft RIAA stellt natürlich auch eine großartige Option dar, sofern Röhre erwünscht.

    Hat meine Octave EQ.2 verdrängt.

    Würd die Croft heute noch haben, wenn nicht die Versuchung einer Preisklassen höheren gewesen wäre.


    Beste Grüße

    Oliver

  • @ ake:


    Ich hatte mal einen Black Cube SE und hab ihn nach wenigen Stunden wieder verkauft...


    dann hast Du Dir mit Deinem sehr schnellen Urteil vielleicht einfach nicht genug Zeit gelassen....


    Das "Ding" ist sehr fein anpassbar und das SE -Netzteil ist u.a. sehr gut aufgebaut und hat u.a einen Trafo mit Schirmwicklung....


    Aber man muss sich damit intensiv beschäftigen und das geht eben nicht in 5 Minuten.... (aber auch nicht mit anderen "ordentlichen" Phonostufen ).

    Du bist aber schon so lange dabei, das weisst Du eigentlich selbst....



    Zu Deinen "Öko Argumenten": Wieviele Geräte hast Du in Deinem Haushalt, deren Trafos bzw. Schaltnetzteile ständig am Netz hängen und keine richtigen Ausschalter mehr haben ?

    Ganz ehrlich ? ;)


    Ich will aber hier keine Diskussion darüber vom Zaun reissen, das ist für mich ein "Nebenkriegsschauplatz"....


    Ich hatte vor etwa 10 Jahren den Black Cube in der nach 2006-er Version aufwendig verglichen und der hat mir damals sehr gut gefallen....


    Hier gibts meinen Test noch zu lesen:


    http://new-hifi-classic.de/for…ic=1646.msg39628#msg39628


    ist natürlich meine ganz persönliche Ansicht.


    Hier eine kleine Zusammenfassung meines damaligen Tests:


    LehmannTab1b.jpg


    Lehmann BC Test (Teil 5)



    Die Black Cubes machen, wie bereits angedeutet, zunächst einen eher „unscheinbaren“ Eindruck.

    Diese Geräte sind aber von der Sorte „mehr sein als Schein“, eine Tugend, die heute leider eher selten geworden ist, die ich persönlich allerdings sehr schätze.



    Mit einem Black Cube sollte man sich genauer beschäftigen um ihn „voll und ganz“ auszureizen. Man muss aber nicht, es geht auch (fast) „Plug and Play“.

    Die auf den ersten Blick zunächst als eher etwas mager erscheinenden Einstellmöglichkeiten (von Impedanzen-> MM und Kapazitäten-> MC) erweisen sich doch als Praxisgerecht, verwiren sie doch etwas weniger technisch ambitionierte Anwender nicht gleich vollständig. Trotzdem ist eine ganz genaue Anpassung für experimentierfreudige Leute voll gegeben, durch die im Gehäuse inneren zugänglichen Steckplätze für Impedanzen und Kapazitäten.

    Intern mittels Jumper schaltbare Roll Off Filter und die Möglichkeit die Ausgangskapazitäten zu Brücken runden dieses Bild ab.



    (Ich habe die Black Cubes auch mit weiteren TA Systemen und Plattenspielern aus meiner Sammlung betrieben und eigentlich mit den Standard Einstellmöglichkeiten eine sehr ordentliche Wiedergabequalität erreichen können).



    Ich muss gestehen, zunächst war ich etwas skeptisch, aber nach mehreren Wochen am Netz wurde insbesondere der Black Cube 2006 mit dem PWX Netzteil für mein Empfinden derart gut, dass ich bei mir einmal wieder der „Sammler und Jägertrieb“ durchkam und sagte „den will ich auch haben“.



    Insbesondere faszinierte mich die ausgezeichnete Stimmenwiedergabe, die Natürlichkeit, die absolute Verzerrungsfreiheit und die Möglichkeit des stressfreien Hörens, selbst bei großen Lautstärken. Das alles geht natürlich nur bei wirklich einwandfreiem Programmquellen.



    Zur Relativierung: Alle in meiner anliegenden Tabelle getesteten Geräte spielen bereits auf einem hohen Niveau. Die Unterschiede sind z. T. nicht leicht auszumachen, schon gar nicht bei einer schnellen Händlervorführung bei der womöglich die einzelnen Geräte erst angeschlossen werden müssen und zwischen den Vergleichen mehrere Minuten (mit eventuellen Pegelsprüngen) vergehen.



    Die einzelnen Black Cubes haben eine unterschiedliche Maximalverstärkung

    BC Statement und BC 2005 61 dB, BC 2006 66 dB.

    Der Aqvox rauscht hörbar bei Verwendung von „leisen“ MC systemen



    Ich bekam von Norbert Lehmann nachträglich auch noch einen Black Cube Statement Phono Vorverstärker zum Testen zur Verfügung gestellt.

    Diesen konnte ich in meine systematische Liste leider noch nicht aufnehmen, da sich zwischenzeitlich mein EMT TSD 15 SFL MC-TA System verabschiedet hat.

    Es bedarf einer Überholung. Ohne dieses System ist leider eine seriöse, objektive Vergleichbarkeit aller Kriterien mit den anderen Kandidaten für mich nicht möglich. Aus meinem Empfinden heraus beurteile ich das 3 Wochen am Netz konditionierte Gerät einmal pauschal als zwischen dem BC 2005 und dem 2006 angesiedelt. Der BC Statement kommt allerdings nicht nicht ganz an die Qualitäten des BC 2006 mit PWX Netzteil heran (insbes. die Unangestrengtheit und Weite der Bühnendarstellung). Dafür kostet er auch nur ungefähr die Hälfte. Für diesen Preis ist er m.M.n. allerdings ein absotutes „best buy“.



    Ich hoffe ich konnte durch diese kleine Testreihe den interessierten Forumskollegen in seiner Entscheidung für einen bestimmten Phono Vorverstärker ein bisschen weiter bringen.

    Die Black Cubes sind sehr hochwertige und interessante Phono Vorvestärker, die auch noch wohl einmalige Upgrademöglichkeiten bieten (u.a. nachträgliches Aufrüsten mit PWX Netzteilen und Platinenupgrade auf die neueste Version). Diese kleinen unscheinbaren „schwarzen Würfel“ sollte man gehört haben, wenn man qualitativ hochwertig Musik hören möchte !


    ........


    Irgendwann lief mir noch ein Lehmann Silver Cube über den Weg, aber das ist eine andere Story... ;)


    Gruss, Udo

  • Zu Deinen "Öko Argumenten": Wieviele Geräte hast Du in Deinem Haushalt, deren Trafos bzw. Schaltnetzteile ständig am Netz hängen und keine richtigen Ausschalter mehr haben ?

    Ganz ehrlich ?

    Wenn es für die Funktion unerläßlich ist, dann ist es eben so. Aber daß da irgendwas völlig unnötig Strom saugt, sehe ich halt nicht ein, weil es eben auch anders geht...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • selbst in der Bedienungsanleitung des Lehmann Black Cube steht geschrieben, daß dieser erst nach mehreren Stunden am Netz richtig gut und geschmeidig klingt. Und so ist es auch. Das Teil zieht so wenig Strom , daß dies praktisch keine Rolle spielt aber der Klang enorm davon profitiert.

    Und die meisten modernen reinen Transistorphonostufen benötigen viele Stunden um auf ihrem Top Niveau zu spielen. Die Pass Xono braucht 1-2 Tag um mal nur ein Beispiel zu nennen.

  • Hallo Mike,

    Ich habe den Black Cube auch seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz.

    Viele Komponenten sind gegangen und wurden durch neue ersetzt.

    Der Lehmann ist jedoch geblieben und hat bis heute zuverlässig treue Dienste geleistet.

    Ich habe ihn ca. in 2008 auf die 2006 Version upgraden lassen.

    Das hat ihn noch einmal deutlich nach vorne gebracht.

    Wenn ich mich nicht irre, hat Herr Lehmann diesen Service für 200 € angeboten.

    Der im Audiomarkt angebotene scheint noch die alte Version zu sein.

    Vor diesem Hintergrund erscheint mir der Preis nicht so attraktiv zu sein.

    Wenn Black Cube, dann bitte auch gleich die aktuelle Version als SE und evtl. etwas mehr ausgeben.

    Lieben Gruß

    Markus

  • Lehmann Black Cube 2006 - 009-LR.JPGHallo Markus,


    Du könntest recht haben, dass der im Audiomarkt angebotene Black Cube noch eine vor 2006- Version ist.

    Die Seriennummer ist in den 60XXX .

    Ich habe einen "geupdateten" mit der Serienunmmer um 72xxx und ein "Pepperl" mit dem Vermerk Update gemacht und Herrn Lehmanns Unterschrift drauf.

    Mein Zweiter war schon ein nach 2006 Modell, da wurden die Seriennummern auf 06-XXX umgestellt.


    Einmal aufschrauben und man sieht auch die Unterschiede.....


    Das untere Bild mit den "dicken" (blauen) Folienklondensatoren und den jetzt 4 Operationsverstärkern (früher 3) ist die "nach 2006" Version.


    Lehmann Black Cube 2005 - 003-LR.JPGLehmann Black Cube 2006 - 009-LR.JPG



    Gruss,


    Udo