Ursachen Kanalasymmetrie?

  • Moin -


    hab’ da mal eine Anfängerfrage.


    Trotz sorgfältiger Ausrichtung und Einwinkelung meiner Lautsprecher auf den “Sweetpoint” in einem gleichwinkeligen Dreieck

    ist das “Klangbild” nicht symmetrisch/mittig sondern immer etwas nach rechts verschoben.


    Der Raum selbst ist leider nicht symmetrisch und somit die Reflektionsflächen sowohl nach hinten als auch seitlich different.

    Neben dieser raumtypischen wahrscheinlichen zumindest Mitursache ist mir noch bewußt geworden, daß die Länge der Lautsprecherkabel an den Passivlautsprechern unterschiedlich ist: Rechts ca. 2 Meter, links fast 4,5 Meter.


    Kann ein längeninduzierter höherer Kabelwiderstand bei einem Einzelkabeldurchmesser von geschätzt 4 mmxmm zu deutlichen

    Lautstärkedifferenzen führen?

    Hatte mich seinerzeit überzeugen lassen, daß eine althergebrachte identische Kabellänge nicht nötig/hörbar sei und 2,5 Meter “aufgerolltes” Kabel hinter/unter dem Rack problematischer seien.


    Das Problem ist übrigens bei allen drei Quellen ( 2 Tonarme mit jeweils eigener Phonopre und dem AuralicAltair ) wahrnehmbar.


    Vielen Dank schon im vorab für wertvollen fachlichen Input!


    Gruß


    Reiner

  • Der Raum selbst ist leider nicht symmetrisch und somit die Reflektionsflächen sowohl nach hinten als auch seitlich different.

    Hallo Reiner,

    da sehe ich das ausschlaggebende Problem.

    An anderer Stelle habe ich die IsoTek Setup Disk empfohlen. Die adressiert genau dieses Problem.

    Meiner Erfahrung nach ein prima Werkzeug. Wenn die Positionen der LS nicht absolut fix sind, wäre das mein Tipp.

    Viele Grüße

    Andreas


    "Jeder darf sagen was er denkt. Hauptsache, er hat vorher gedacht." (frei nach Harry Rowohlt, ihm zum Gedenken)

  • Hallo Reiner, wenn du das mit dem Kabel klären konntest, versuche doch mal die Aufstellung zu ändern, weg von Ecken und Wänden, aber vor Allem mehr auf den Hörplatz ausrichten. Am einfachsten kannst du das mit einem Monosignal testen.

  • Danke Philipp für den Tipp -


    Kabel mal eben tauschen ist ‘ne gute aber kostspielige Idee für einen Try-and-Error- Versuch.

    Ich werde aber mal beim Kabelhersteller nachfragen, ob noch ein langes eingespieltes Kabel zum Ausleihen liegen hat.

  • Bestellnummer 200323

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    AUDIO Ausgabe: 10/2018


    Artnr.: 05085

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    Jörg B : Nee, hab’ ich noch nicht. Aufgrund eines Tipps hier im Forum hab’ ich diese Zeitschrift bestellt, in der die 29€ CD als Beigabe enthalten sein soll:

  • @ Kolle:


    Ohne eine leidige Diskussion lostreten zu wollen: Ich bin streng kabelgläubig.

    Ich glaube, was ich sehe und ich glaube, was ich höre und weiß deshalb, daß es

    zwischen verschiedenen Geräten besser und schlechter klingende/passende Kabel gibt. Habe ich

    letztens noch deutlich bei verschiedenen Netzkabeln (spätestens jetzt bin ich stigmatisiert)

    erlebt. Ich gebe aber auch offen zu, daß ich die Gründe lieber verstehen/messen können würde,

    als Try-and-Error-Versuche machen zu müssen.

    Deshalb auch die Frage an die Messenden: Lässt sich mein Problem aufgrund einer Kabelwiderstandsdifferenz oder anderer physikalischer Parameter erklären?


    Gruß

    Reiner

  • Das Kabel bzw. dessen Länge sehe ich jetzt nicht so als Ursache. Aufstellung der LS wurde schon genannt, da kann man ansetzen. Desweiteren kommen Toleranzen der Lautsprecherchassis in Frage, wobei das nicht mehr als 1dB sein sollte. Eventuell könnte auch ein Fehler im Balanceregler des Verstärkers die Ursache sein (sofern vorhanden). Auch ein suboptimaler Kontakt bei den Kabelklemmen käme u.U. in Betracht, besonders dann, wenn diese nur geklemmt sind. Steckverbindungen wie Bananas sind hingegen sehr zuverlässig und bieten reproduzierbar guten Kontakt.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Ich gehe fest davon aus, dass es an der Lautsprecheraufstellung und dem Raum liegt. War bei mir genau so, bis ich die aktiven Geithains genau ausgepegelt hatte. Am Kabel liegt es definitiv nicht! Um einen Fehler am Verstärker (ungenaue Balance) auszuschließen, schließe mal den rechten LS am linken Kanal an und umgekehrt. Bleibt der Effekt erhalten, liegt der Fehler jenseits des Verstärkers, d.h. beim Kabel (glaub ich nicht!), Lautsprecher und/oder Raum.


    Gruß

    Sebastian

  • @Reiner

    OK, dann fix das mögliche Problem mit gleich langen Kabeln.


    Bei 4,5m würde ich über Monoblöcken symetrisch angesteuert nachdenken... (bzw. ich habe es seit langen so gelöst) und selbst der verbleibense Meter Kabel wirkt.

    have fun! - Platten gehören auf den Teller, nicht ans Moped!
    Gruß - Kolle
    :)

  • Hallo Reiner,


    wenn die Lautsprecherkabel einen vernünftigen Querschnitt haben, wird die unterschiedliche Länge nicht der Grund für die verschobene Balance sein.


    Ich würde erstmal ermitteln, ob vielleicht der Verstärker oder die Lautsprecher die Ursache sind. Für den Verstärkercheck schließt du die Lautsprecher vertauscht am Verstärker an. Ist die Lautstärke weiterhin nach rechts verschoben, dann ist es nicht der Verstärker.


    Nun platzierst du den linken Lautsprecher rechts und den rechten links. Bleibt es rechts lauter, sind auch die Lautsprecher auch nicht die Ursache und es liegt an der Aufstellung.



    Gruß


    Uwe

  • OK - Danke allen für die Anregungen!


    Plan steht:


    1. Kanaltausch am Verstärker zur Balanceprüfung -

    je nach Erkenntnis:

    2. Lautsprechertausch rechts nach links

    3. Montage der bereits bestellten Diffusoren an der rechten, relativ glatten Seitenwand -

    ergebnisabhängig:

    4. Ersatz/Umbau der Kabel durch/zu identisch minimalst möglich lange/n

    5. jeweils zwischenzeitig und schlußendlich Prüfung/Justage der Lautsprecherposition mit der erwarteten Isotek CD


    Monoblöcke sind raumsituativ leider nicht möglich - der WAF ist bis zur Oberkante Unterlippe ausgereiztest:whistling:.


    Gruß

    Reiner