Günstig vs Mittelklasse

  • Hallo zusammen,


    ich nutze zur Zeit einen NAD PP2, um einen Project Debut 2 mit Ortofon OM10 zu betreiben. Angeschlossen ist das Ganze an einen Arcam Diva A85 mit Dali Ikon 6 MK2 Lautsprecher. Das System wird eventuell mal durch eine OM20 oder OM30 ersetzt.

    Jetzt zu meiner Frage:
    Ich möchte demnächst mal einen anderen Vorverstärker antesten - nicht weil ich mit dem NAD unzufrieden bin (da fehlen mir die Erfahrungswerte), sondern einfach aus Neugierde ob das für mich einen Unterschied macht. Lesen kann man da viel, aber ausprobieren ist besser :). Ursprünglich hatte ich mir mal den Musical Fidelity V90-LPS und den Graham Slee Audio GramAmp 2 auf meine "Interessant-Liste" geschrieben. Nun lese ich öfter mal von einer Low-Budget-Lösung, die sehr gut sein soll: Der Art DJ Pre II.


    2 kurze Fragen dazu:

    1. Kann der günstige Vorverstärker wirklich mit den Mittelklasse-Kollegen mithalten?

    2. Im Gegensatz zum Art DJ ist der V90 und der GramAmp 2 nicht anpassbar (wie mein NAD). Könnte sich das später bei einem System- (oder Dreher-) Tausch als zu unflexibel herausstellen?


    Viele Grüße

    Heiko

  • Wahrscheinlich lehne ich mich gar nicht so weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass ein Upgrade auf eine OM30- oder gar 40er-Nadel klanglich deutlichere Auswirkungen als der Wechsel des Phono-Pres haben wird.


    Grüße

    Det

  • Ich verwende seit einer gefühlten Ewigkeit den GramAmp2 SE. Hatte vorher den normalen GramAmp und finde den SE klar überlegen. Ich hatte auch schon so einige Pre Amps mit Einstellmöglichkeiten hier und die sind alle wieder gegangen. Zum einen nervte mich die Einstellerei und zum anderen bin ihc halt immer wieder zum SE zurück.

    Auch wenn mich hier wahrscheinlich viele von den anderen Profis steinigen, aber die Unterschiede durch unterschiedliche Impedanzen etc fand ich nie so gravierend. In meinen Augen kann man darauf verzichten. Bei mir war es nut gut, um meinen Spieltrieb zu befriedigen (war dann aber auch bald erledigt).

    VG

  • Hallo Det,


    bin mir da nicht so sicher. Der NAD ist wirklich nur für den Einstieg gut zu gebrauchen, nahezu jeder andere Phonpre ist mMn besser.

    Der Art DJ Pre ist auch ein Einsteiger, aber für das Geld wirklich nicht schlecht. Habe ihn auch zum Testen hier zuhause.

    @ Heiko, wenn du möchtest, kannst du den ART gerne mal gegen Erstattung der Portokosten ausleihen. Wenn er dir gefällt, kannst du ihn vielleicht auch für kleines Geld haben. Ich denke aber, du solltest etwas mehr investieren, du wirst bald merken, dass da noch mehr geht und wirst unzufrieden. Meine Oma sagte immer, wer billig kauft, kauft teuer.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Frank,


    danke für dein Angebot - das ist wirklich nett von dir :thumbup:. Allerdings denke ich nicht, dass das nötig ist. Vom Bauchgefühl her tendiere ich eher zum Musical Fidelity. Ich hatte nur nach dem Pre gefragt, da er doch regelmäßig in Foren als "überraschend gut für seinen Preis" beschrieben wird. Ansonsten halte ich es eher so wie deine Oma. Der NAD war halt beim Kauf dabei.


    Viele Grüße

    Heiko

  • Wahrscheinlich lehne ich mich gar nicht so weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass ein Upgrade auf eine OM30- oder gar 40er-Nadel klanglich deutlichere Auswirkungen als der Wechsel des Phono-Pres haben wird.


    Grüße

    Det

    Hallo Det,


    da hast du wahrscheinlich recht. Ich denke, ich werde tatsächlich den Pre erst nach einem Nadel-Upgrade austauschen. Wirklich eilig habe ich es mit beidem nicht. Ich schnuppere noch ein wenig an dem Thema... :)


    Viele Grüße

    Heiko

  • Hallo Heiko,


    würde ich auch so machen wie Det schreibt.

    Später dann eventuell mal einen Pre der dann auch wirklich eine klasse höher ist ...


    LG

    Uli

    >>:everybody has to sometimes break the rules:<<

  • Aufgrund des Hyp habe ich ich auch schon mal vor längerer Zeit den Art Dj Pree zugelegt.

    Den habe ich einmalig angeschlossen und etwas an den Einstellungen verändert.


    Seit diesem Zeitpunkt liegt der bei mir im Schrank, weil er m.E. weit unterhalb des Niveaus eines TVV von DUAL anzusiedeln ist.


    Seit dem höre ich mit dem anpassbaren AIKIDO und bin sehr zufrieden.


    Grüßli

    Dietmar

  • Wirklich eilig habe ich es mit beidem nicht. Ich schnuppere noch ein wenig an dem Thema...

    Hallo Heiko,


    eine gute Taktik! Erst einmal zufrieden hören, recherchieren und regelmäßig in den hiesigen Marktplatz schauen. Es werden ständig Phonostufen angeboten; oft als Schnäppchen. Eine gewisse Vorauswahl, je nach Präferenz, schadet aber nicht. So sollte man schon in etwa wissen, welche Ausstattung/Flexibilität man denn benötigt (MM, MC oder beides; schaltbare Kapazitäten, Widerstandswerte, Verstärkungsfaktoren, etc...)


    Gruß,

    Marc

  • Quote

    Besser die NAD PP2 mit irgendetwas Anderem ersetzen, dann die Nadel...


    Ist der NAD wirklich so mies? habe den noch nie gehört - aber NAD macht doch sonst recht solide Geräte.


    LG

    Uli

    >>:everybody has to sometimes break the rules:<<

  • Ich hatte mal eine ProJect-PhonoBox (1. Serie), die klang dumpf und brummte, mein PP2 machte unauffällig das, was er sollte. Den Umstieg zum gsp-JazzClub habe ich in erster Linie wegen der umschaltbaren Entzerrkennlinien gemacht. Eine deutliche Verbesserung zum PP2 höre ich nicht. (Aber ich kann auch nicht audiophil hören...)

    Stereo: TD-125; 3009; DL-103; gsp Jazz Club; Mono: Dual CS 704; AT-Mono3/LP; iPhono; SABA HiFi-Stereo I; HK CC82

  • Ich binnicht der Meinung, dass der PP2 schlecht ist. Wie gesagt - mir fehlt der Vergleich. Ich bin eher neugierig, aber auch vernünftig genug um nicht vorschnell etwas zu kaufen.

  • schlecht hören konnte ich schon immer gut 8) Im Gegensatz zu verschiedenen Nadelschliffen höre ich bei Phono-Pres eigentlich keinen Unterschied. Cambridge 640 P (gehört mit MM und MC), Tringon Advance und num Naim Stageline klingen doch sehr ähnlich für meine Ohren. Umstieg von MM auf MC (und auf schäfere Schliffe) brachte mehr als der Tausch der Vorverstärker. Aber das muss natürlich jeder selbst erhören.

  • bin mir da nicht so sicher. Der NAD ist wirklich nur für den Einstieg gut zu gebrauchen, nahezu jeder andere Phonpre ist mMn besser.

    Würde ich auch so unterschreiben.

    Ich schnuppere noch ein wenig an dem Thema...


    Das ist ganz gut! Vielleicht kannst Du die mal eine Phonoentzerrung ausleihen...

    Das ist gut und dann würde ich auf so ein freundliches Angebot der Ausleihe auch mal eingehen, denn hören ist noch besser als schnuppern...:)

    Ich binnicht der Meinung, dass der PP2 schlecht ist. Wie gesagt - mir fehlt der Vergleich.

    Eben!



    Es gibt zur Zeit so endlos viele gute Phonopres auf dem Markt, dass man sich wirklich problemlos in jeder Preisklasse verwirklichen kann. Es ist schon bald schwer eine konkrete Empfehlung auszusprechen, weil das Angebot so groß ist. Persönlich halte ich einen Phonopre für einen sehr entscheidenden Baustein und ich hatte schon eine ganze Reihe Pres.


    Vielleicht ist es auch gar nicht verkehrt, erst mal eine bessere Nadel zu nehmen, weil dann auch später die Unterschiede zwischen den Pres deutlicher werden. Ein OM 10 ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Am Ende bleibt immer die Frage, wo man hin will und wie wichtig einem die schwarze Scheibe ist.


    Umstieg von MM auf MC (und auf schäfere Schliffe) brachte mehr als der Tausch der Vorverstärker.

    Je besser das System, desto größer werden die Unterschiede bei den Pres. So richtig gemerkt, wie gut ein schönes MC eigentlich spielt, habe ich erst, als ich auf einen Lehmann siver cube umgestiegen bin, zuvor waren die Unterschiede in dem Ausmaß nicht zu hören.

  • Hallo zusammen,


    ich habe ja einige Erfahrungen mit Pro-ject Playern und Tonarmen unterschiedlichster Preisklassen. Auch den NAD kenne ich und finde ihn nicht schlecht wenn der TA dazu passt.

    Als erstes würde ich ein Upgrade auf OM40 machen, das bringt am meisten.

    Ein sehr enger Flaschenhals bei allen Pro-ject Tonarmen ist die Verkabelung, diese kann man als schlecht bezeichnen. Das ist bei den Armen aber ohne großen Aufwand gemacht. Der finanzielle Aufwand liegt im Bereich eines günstigen PP, bringt aber enorm viel. Als letztes würde ich dann einen anderen PP kaufen, der darf dann aber schon im Bereich 800-1200€ liegen um ein OM40 Einschub voll auszunutzen. Ich habe mit diesen Maßnahmen mal einen Debut Carbon Esprit zu ganz erstaunlichen Qualitäten gebracht.


    Viele Grüße

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Zum NAD.....gab es Unterschiede zwischen Version 1 und der hier genannten Version 2? Letztere hab ich mit mehreren TA an Mittelklasse Laufwerken getestet und fand den MM Zweig nicht schlecht-ziemlich neutral. Preis/leistung fand ich sehr gut . Eigentlich perfekt für Einsteiger. Richtig besser und sofort hörbar wird es für mich erst ab 500 Euro....

  • Da werfe ich doch mal in die Waagschale, das ich den PP2 nur drei Wochen "ausgehalten" habe!

    Seit dem nur noch Deko!

    Sorry aber das war mein größter Fehlkauf!


    Im MM Bereich gibt es weitaus bessere!

    Würde mich mal nach ´ner "IFI" oder REGA Vorstufe umsehen!

    Nur mal so als Denkanstoß


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)