DAC mit USB-Powerbank betreiben?

  • Hallo,


    ich habe einen einfachen DAC mit 5V Schaltnetzteil in Nutzung.

    Aus Experimentierlust habe ich eine USB-Powerbank zur Stromversorgung angeschlossen.

    Das klingt dann doch nochmal deutlich besser. Alles ist glatter, farbiger, geschmeidiger und gefällt mir so.

    Gibt es da technische Einwände?

    Kann der gleiche Effekt mit einem Netzteil hergestellt werden? Habt ihr Tipps?


    Grüße

    Gerhard

    Zu wissen, was man nicht weiß, ist der beste Teil des Wissens.

  • Kann der gleiche Effekt mit einem Netzteil hergestellt werden? Habt ihr Tipps?

    Ein einfaches Netzteil aus Trafo und 7805 Regler sollte eigentlich dieselbe Verbesserung

    bringen.

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)

  • Hallo Gerhard,


    Das mit der USB-Powerbank finde ich eine klasse Idee.

    Hier hast Du dann wirklich keine Verbindung mehr zum Netz wenn das Ladekabel entfernt wird.


    Da ich meinen Entzerrervorverstärker mit +-15Volt betreibe hatte ich dies auch schon mal vor. Jetzt läuft er mit jeweils 4×9Volt Akkus oder Batterien.

    Leider habe ich bis jetzt keine Powerbank gefunden die mir die gewünschte Spannung ermöglichen.

    Wenn Ihr Vorschläge habt nehme ich diese gerne an.



    Gruß

    Bernd

  • Hallo Gerhard,

    interessante Idee - die ich auch schon länger für meinen Hifiakademie Ministreamer im Kopf habe ... habe dass jetzt mal zum Anlass genommen mit Hubert Reith (Hifiakademie) Kontakt aufzunehmen.

    Mail ging eben um 11.37 raus, Antwort kam um 12.00Uhr .... geht Service noch besser?


    Seine Antwort:

    "....Akkus können sehr hohe Ströme liefern, das kann im Falle eines Falles fatal sein. Erzeugt die Last oder das Kabel einen Kurzschluß, muss auf jeden Fall der Akku geschützt werden. Ob dazu eine normale Sicherung ausreicht, kann ich nicht sagen.

    Im miniStreamer geht die eingespeiste Versorgung erstmal auf zwei Elkos mit je 2.200uF, dann auf einen Spannungsregler und weitere 2x 3.300uF. Von dort auf kleinere Elkos und weitere Spannungsregler.

    Es könnte also sein, dass eine normale Schmelzsicherung den Einschaltstrom nicht überlebt. getestet habe ich es nie...."


    Bewerten müsst Ihr die Antwort - da habe ich zu wenig Wissen um das einzusortieren ... ich denke er bezieht sich auf größere Akkus ?


  • "....Akkus können sehr hohe Ströme liefern, das kann im Falle eines Falles fatal sein. Erzeugt die Last oder das Kabel einen Kurzschluß, muss auf jeden Fall der Akku geschützt werden. Ob dazu eine normale Sicherung ausreicht, kann ich nicht sagen.

    Auch ein kleiner LiPo-Akku kann ordentlich brennen. hab das selber mal mit einem alten

    aus einen iPhone 4s probiert. Eine Powerbank sollte aber eine Sicherung drinhaben, das

    könnte sonst fatal werden wenn z.B. ein Ladekabel eingequetscht wird. Eine zusätzliche

    1A-Sicerung vor dem DAC kann aber nicht schaden. Wenn es unbedingt Akkubetrieb sein

    soll bietet sich eher ein Bleiakku an, entweder 12V uns Spannungsregler oder als einfache

    Variante 6V-Akku und die Spannung mittels Dioden auf ca 5V reduziert.

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    Nostradamus (1503-1566)

  • Da die Powerbanken eher für den robusten vor der Tür Einsatz gebaut sind und niemand möchte, dass der Akku in der Hosentasche abbrennt mache ich mir mal keine Sorgen.


    Das Schaltnetzteil ist mit 5V-1A spezifiziert.

    Sind dann Powerbanken, die bis zu 20A und mehr liefern können ein Problem?

    Zu wissen, was man nicht weiß, ist der beste Teil des Wissens.

  • Habe mittlerweile herausgefunden das manche Powerbanken USB Anschlüsse mit 1A bzw. 2,4A haben. Die andere Angabe (20A und mehr) scheint die Kapazität zu sein.

    Es sollte also kein Problem mit diesen geben.

    Falls ich falsch liege bitte ich um eine Belehrung.

    Zu wissen, was man nicht weiß, ist der beste Teil des Wissens.

  • Hallo Gerhard,


    das Problem mit einer USB-Powerbank ist, dass sie ja 5 V liefern muss und es keine Akkuversion gibt, die diese Spannung konstant liefern kann. Ein LiPo-Akku liefert z.B. 3,6 V und sind mehrere Zellen in Reihe geschaltet ein Vielfaches davon. Daher muss die Spannung auf 5 V umgesetzt werden und dies geschieht, um wenig Verluste zu haben, natürlich mit einem getakteten DC/DC Wandler. Also wird somit der Teufel mit dem Beelzebub getauscht.



    Hubert Reith hat auch recht. Du darfst nur DC-Quellen für den DAC verwenden, die der Hersteller zugelassen hat. Oft werden ein Spannung- und ein Stromwert angegeben. Dann darf die Spannungsquelle maximal nur den angegebenen Strom liefern können. Eine Sicherung mit diesem Wert könnte schon zu groß sein.


    Oft wird auch angegeben, welches Netzteil zu verwenden ist. In diesem Fall darf man auch nur dieses verwenden.


    Die dritte Möglichkeit ist, dass nur ein Spannungswert angegeben ist. In diesem Fall braucht die Spannungsquelle nicht strombegrenzt sein, theoretisch, verlassen würde ich mich nicht darauf.


    Du kannst z.B. 7 oder 8 NiMH-Akkus nehmen und eine 5 V Spannungsregler hinter schalten, der eine Strombegrenzung von z.B. 1 A hat. Klar muss zwischen Akku und Spannungsregler eine Sicherung und natürlich solltest du auch eine Elkopufferung vor und hinter dem Spannungsregler vorsehen. Spannungsregler verlangen zusätzlich oft eine Beschaltung mit induktivarmen Kondensatoren.



    Gruß


    Uwe

  • Selbstverständlich macht es einen ziemlich großen Unterschied, welche Stromversorgung man wählt. Hier gibt es eine konsequente Lösung mit Supercaps: Netzteil.

    Im DIYaudio Forum wird es auch bald eine Lösung mit Batterieversorgung geben, 3,3V und 9|12 Volt inclusive. Einen 7805 Regler braucht wirklich niemand mehr, der an sehr guter Wiedergabe interessiert ist.

    Lieben Gruß, Jürgen

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

  • Ich habe mit einem ADI-2 Pro FS experimentiert. Ein Akku (12V Powerbank) brachte tatsächlich ein niedrigeres Grundrauschen in die Anlage.


    Meine Philosophie in der Anlage sieht grundsätzlich vor, alles kurz, gründlich und sternförmig zu Erden und dabei Masseschleifen möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus ist auch der Homecinema-Teil vom Rest der Anlage Masse-Seitig isoliert. Dazu kommen HMS-Isolatoren für Antenne und Surround-In, sowie Medizinische Isolatoren für Ethernet (besser als die serienmässigen Trafos) zum Einsatz. Durch die Anbindung des RME an den Beamer-PC hatte ich dieses Prinzip verletzt, die Powerbank zeigte klar dass auch hier Handlungsbedarf bestand.


    Mit geschaltetem Phono-Eingang zeigte der ADI-2 pro FS ein Grundrauschen von ca. 75dB mit normalem NT. Mit Akku warens ca. 82db. Also habe ich einen Itona USB Isolator auf Ebay besorgt (die "normale" Version) und mit diesem fällt auch bei Netzbetrieb das Grundrauschen auf ca. 85dB.


    Vielleicht ist das ja auch für andere eine Alternative zum Akku..


    Der RME verliert so einen Hauch seiner überbrillianz und die Mitten werden sauberer und haben eine bessere Mikrodynamik.


    Mike

    --- Ich höre hiermit und zwar das--- Ich suche dringend einen FR24 MKII. Bitte anbieten!

    The post was edited 1 time, last by mkoerner: hatte die dB Werte falsch im Kopf.. ().