High End extrem

  • so , zweimal 15“ pro Seite ?

    Nee, war ein Jordan Fullrange Treiber drin. Eigentlich ein sehr gutes Chassis, aber die riesen Hornkonstruktion war daneben. Der Plan stammte von Nelson Pass und wurde von mir genauestens eingehalten. Damals dachte ich noch, dann kann es ja nicht falsch sein. So kann man sich irren.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Eines der vielen Vorurteile gegenüber Hornlautsprechern ist ja das Thema „Pegel“. Nur weil es laut ginge muss es nicht unbedingt auch gleich laut sein.

    Was ich an großen Horninstallationen häufig sehr schön finde (gutes System vorausgesetzt) ist die sehr gute Auflösung im Mittelton und im Bass. Meine Vermutung ist, dass dies mit der geringen Masse und Auslenkung der Chassis/Treiber zusammenhängt.


    Das weiter vorher beschriebene „Anschreien“ kenne ich allerdings auch. Ein Makel, den man beseitigen kann. Meist hat bei „Schreihörnern“ der Bereich unterhalb des Präsenzbereichs nicht die Dynamik und Energie wie die darüber liegenden Frequenzbereiche. Bei Messpegeln (Frequenzgang) sieht ggf. noch alles gut aus, aber bei Musik oftmals nicht.

    Grüße,
    Jonas


    "Das Problem bei Zitaten im Internet ist, dass man nie weiß, ob sie authentisch sind." -Abraham Lincoln-

  • Meist hat bei „Schreihörnern“ der Bereich unterhalb des Präsenzbereichs nicht die Dynamik und Energie wie die darüber liegenden Frequenzbereiche. Bei Messpegeln (Frequenzgang) sieht ggf. noch alles gut aus, aber bei Musik oftmals nicht.

    Hallo Jonas,

    genau die Erfahrung habe ich auch gemacht und halte das auch für sehr entscheidend bei der Zusammenstellung eines Lautsprechers. Sehr dynamische Hochtonhörner oder auch normale Hochtöner (z.Bsp. Berylliumkalotten) brauchen einen genauso dynamischen 'Unterbau', sonst klingt es im Hochton rau oder vorlaut weil sie scheinbar gerade bei den Transienten den Mittel- oder Tieftönern davonlaufen. Ich kenne aber auch bis heute keine Messwerte zu einzelnen Treiber an denen man das ablesen kann. Da hilft wohl nur Erfahrung oder Ausprobieren.

    VG Jürgen

  • Hallo,


    die Zusammenhänge bei Systemen mit Hörnern / Hornstrahlern sind auch einfacher als man erst denkt. Das kann man sich über die Jahre auch alles erarbeiten. Membranfläche / Schall abstrahlende Fläche muß sich mit sinkender Frequenz möglichst erweitern. Dadurch geht man auch Punkt 2 auf der Pflichtenliste schon gleich mit an nämlich das akustische Wirkungsgrade gemittelt nach Linearisierung in den Wegen nicht zu weit auseinander liegen dürfen. Genau so wie Punkt 3 dadurch keine Sprünge der Wege zueinander um den Übernahmebereich herum bezüglich Membranauslenkung der einzelnen Wege zu einander. So wird auch schnell klar das große Mittenhörner nur im Verbund akustisch funktionieren wenn der Weg da drunter entsprechend ausgelegt wird. Genau deshalb funktionieren viele auch kommerzielle "mit Hornsysteme" auch so schlecht. Akustisch wahrgenommene Entstehungsebenen in der tiefe passen nicht ... kein stimmiges Gesamt Klangbild möglich.


    Viele 'voll Bereichs Hornsystemisten' sind ja auch ein abschreckendes Beispiel wie man es nicht macht. Ziel von naturgetreuer stimmiger Klangwiedergabe ist ja nicht das man sich die 'Jazz Platten mit großen Tonalverfärbern direkt ins Hirn bläst' sondern den Luft > Raum > Ohr Weg schon stimmig mit einbezieht. Um einen 'Raumklang' in einen 'Klangraum' zu projizieren sind Hörner ein reines sekundäres Hilfsmittel und kein Allheilmittel wie es ja viele immer wieder publizieren und verfolgen. Man sollte sich auch mal klar machen wie natürliche akustische Ereignisse denn Aufgenommen werden. Nämlich mit Mikrofonen die auch keine "Hornvorsätze" brauchen / nutzen ...


    ;) Wellenfront

    Auch Gewerblich tätig

  • Hallo Jonas,

    genau die Erfahrung habe ich auch gemacht und halte das auch für sehr entscheidend bei der Zusammenstellung eines Lautsprechers. Sehr dynamische Hochtonhörner oder auch normale Hochtöner (z.Bsp. Berylliumkalotten) brauchen einen genauso dynamischen 'Unterbau', sonst klingt es im Hochton rau oder vorlaut weil sie scheinbar gerade bei den Transienten den Mittel- oder Tieftönern davonlaufen. Ich kenne aber auch bis heute keine Messwerte zu einzelnen Treiber an denen man das ablesen kann. Da hilft wohl nur Erfahrung oder Ausprobieren.

    VG Jürgen

    wenn trotz linearem Frequenzgang solche Effekte zu beobachten sind, zeigt das Wasserfallspektrum (Cumulative Spectral Decay) gravierende Mängel.

    Metallmembranen sind ohne Hörner schon nicht unproblematisch, und mit Hörnern für mich unerträglich.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • wenn trotz linearem Frequenzgang solche Effekte zu beobachten sind, zeigt das Wasserfallspektrum (Cumulative Spectral Decay) gravierende Mängel.

    Solche Effekte gibt es natürlich und ich habe auch schon schlimme Treiber gehört. Was ich mit meiner Beschreibung oben meine hat mit Resonanzen im CSD aber nichts zu tun. CSD kann ich bis 40kHz auch selber messen.

    VG Jürgen

  • Solche Effekte gibt es natürlich und ich habe auch schon schlimme Treiber gehört. Was ich mit meiner Beschreibung oben meine hat mit Resonanzen im CSD aber nichts zu tun. CSD kann ich bis 40kHz auch selber messen.

    VG Jürgen

    Ein auch noch übersehener Effekt ist die sog. "Power Compression". Dieser Effekt entsteht immer durch dynamikabhängige Temperatur- und Widerstands-Schwankung der Schwingspule.

    Der Effekt ist um so geringer, je höher der Wirkungsgrad ist (hohes Bl Produkt ist immer gut) und je besser darauf geachtet wurde, das der empfohlene Frequenzbereich genutzt wird und der "verbotene" Bereich ausreichend bedämpft ist (6db Frequenzweichen mit einem Kondensator vor dem Treiber sind in diesem Zusammenhang extrem problematisch - siehe auch

    http://www.hornlautsprecher.de/download_dichtung.htm

    Auf meiner alten Seite (beim Webarchiv "www.tiefbassuebertragung.de" - eingeben - button "Information") habe ich einen weiteren Grund erwähnt, der sich leider nicht nur auf Subwoofer bezieht.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Ein auch noch übersehener Effekt ist die sog. "Power Compression"

    Den gibt es natürlich auch. Ich höre bei mir jetzt schon lange mit einer EL84 SET mit 1,7 Watt. Da kann man das glaube ich ausschliessen. Deine alte Web-Seite habe ich mir gestern mal angesehen. Vielleicht kannst du von den 1000-2000 Liter Bassgehäusen mit 0,5 qm2 Reflexöffnung noch ein paar Bilder hier einstellen. Das würde ja auch gut zum Thread-Titel passen :) Mich würde aber auch interessieren, wie du solche Gehäuse oder die Schallwände stabilisiert hast. Im Archiv war nur ein Bild von aussen zu sehen.

    Zu dem 'weiteren Grund' habe ich leider nichts gefunden. Da müsstest du mir mal auf die Sprünge helfen.

    Auf die Sache mit den dynamischen Eigenschaften bin ich so vor über 20 Jahren bei einem anderen LSP-Entwickler gestossen, als der mal beiläufig erwähnte, das Bändchen keine Dynamik machen. (Das könnten die Anfänge von Odeon gewesen sein. In Bochum oder in der Nähe hantierten sie da auch mit grossen Multiplex-Hörner). Als ich dann etwas später die ersten Versuche mit einem 1"-Horn (mit DE25 mit Kunststoffmembran) in Verbindung mit der TMR-Standard und im Wechsel mit dem Philips-Bändchen machte, war mir dann klar, was sie meinten. Dieser Effekt ist mir danach aber noch sehr häufig aufgefallen. Bei Tests von kleinen Bändchen in der HobbyHifi sieht man oft, das da bei den Verzerrungen K3 und K5 in gleicher Höhe über den Pegel ansteigen. Das kann ein Hinweis darauf sein, das die Membran sehr schnell in ein Rechteckverhalten übergeht und dann keine Pegelreserve mehr hat. Bei anderen HTs, die auch wenig Dynamik zeigen, ist das aber nicht immer so.

    VG Jürgen

  • Fotos div. Konstruktionen, die von mir geplant und den Anwendern selbst ausgeführt wurden sind hier (ist aber noch weit weg von "High-End Extrem" und eher als Wochenendprojekt zu sehen, wenn man sich Basshörner ansieht wie z. B. von Royal Devices unter

    https://web.archive.org/web/20…oyaldevice.com/custom.htm

    oder

    https://makezine.com/2008/07/15/worlds-largest-subwoofer/)


    1) 1500L mit 2x Focal Audiom 15ax (wegen Umzug sind die Gehäuse jedoch verkauft)

    https://www.ebay-kleinanzeigen…31149-172-4440?ref=search

    2) 350L mit Focal Audiom 12ax - post #10 unter

    https://www.diyaudio.com/forum…-sensitivity-woofers.html

    3) 2500L mit 4x PD184 (Precision Devices) post #1 unter

    https://www.diyaudio.com/forum…cision-devices-pd184.html

    4) 6x PD184 auf 4500L (auf Vorschlag der besseren Hälfte komplette Wandabtrennung) post #15 unter

    https://www.diyaudio.com/forum…ices-pd2150-inside-2.html

    5) 1xPD2150 auf 1800L geschlossen post #1 unter

    https://www.diyaudio.com/forum…evices-pd2150-inside.html

    6) 2x PD2150 auf etwa 1500L (mit sichtbarem Innenleben) post #5 unter

    https://www.diyaudio.com/forum…evices-pd2150-inside.html

    Stabilisierung wurde durch eine engmaschige Verstrebung realisiert, was aber nicht im Detail durch Fotos dokumentiert wurde (bei einigen Fotos sieht man aber, wie es prinzipell gemacht wurde).

    Als weiteren Grund meinte ich

    2) Keine eindeutige Aufteilung der Übertragungsbereiche

    https://web.archive.org/web/20…uebertragung.de/9420.html

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    Edited once, last by A.K. ().

  • Hi A.K.


    stell doch bitte mal anständige Bilder und Texte hier im Forum ein, wenn Du etwas zeigen oder sagen willst.


    Und nicht wie bei Dir üblich unzählige Links, die teilweise schon tot sind oder aus anderen Gründen nicht anzeigbar oder die ihrerseits in weitere Link- und Text-Wüsten führen.


    Meinst Du wirklich, dass jemand das alles verfolgt?

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • ja, wenn man Interesse hat. und Nein, wenn man bequem ist.

    Fotos, die eingestellt wurden, stelle ich nicht nochmal ein, nur weil man Angst hat oder zu bequem ist, Mitglied zu werden

    auf einem anderen Forum.

    Ein bis zwei Klicks und man sieht die Fotos nach dem Einloggen. Auch noch nach Jahren.

    Auf Smartphone-Nutzer nehme ich übrigens überhaupt keine Rücksicht, auch wenn es mittlerweile die meisten sind (da ist es wirklich sehr umständlich sich durch die Links zu hangeln).

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Moin!


    Es ist und bleibt einfach schwer, ein großes Hornsystem in eine optisch ansprechende, Wohnraum kompatible Form zu bringen. Sieht in meinen Augen fast immer unbeholfen aus.


    Da ist mir die schlichte und funktionelle Industrieform der Kinolautsprecher von JBL-Pro, u.a. deutlich lieber.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo