Wolf im Schafspelz! Goldring G800 / Unitra MF-105 / Tenorel t2001

  • Mich begeistern allemöglichen HiFi Plattenspieler des Ostblocks, ganz besonders Unitra aus Polen.

    Und da gibt es noch die Abtastsysteme von Tesla, Unitra & RFT. Das magnetische Unitra MF machte mich neugierig, da ich momentan einen Unitra GS 424 "Adam" restauriere & so kam es, das ich über einen polnischen Händler mir ein MF-105 besorgte. Was mir zu Ohren kam, was ich über dieses System heraus bekam, ist in meinem folgenden Bericht zu lesen.

    Erworben wurden unterschiedliche Nadeln, teils Original & Nachbau.
    (alle Nadeln sind intakt. die Gummis nicht ausgehärtet)
    neu: Unitra MF-105, Tenorel T2001, Goldring G800 SE (mit Shibata Nadel)
    gebraucht: Goldring G800

    Sonnigst Nadja


    Wolf Im Schafspelz: Unitra Fonica MF-105, Tenorel T2001 & Goldring G800


    Allgemeines
    MI – System

    Wer den Klang der 1960er mag, ist mit dem erdig-warmen Goldring G800 bestens bedient.

    Das Goldring G800 stammt aus einer Zeit, wo die Aufnahmetechnik mehr einen warmen, runderen Grund besaß. Sowie das Musiclabel TACET heute es sich zur Aufgabe stellt, die Wärme in deren Aufnahmetechnik der 1960er, klanglich weiter zu führen. Wer „moderne“ TACET Aufnahmen das erste mal hört, betritt einen wiederbelebten Klang der 1960er. Der dem Einen oder Anderen gewöhnungsbedürftig erhöret.

    Ein junger Tenor erzählte mir, das zu damaliger Zeit wärmer & gehaltvoller gesungen wurde. Heute eher kühl & technisch.

    So sollte auch ein Goldring G800 behört werden. Persönlich habe ich mich von technisch, eher „kühlen“, hochauflösenden, modernen Abtastsystemen zurück gezogen. Verabschiedet habe ich mich vom Goldring 1012, Shure V15 III & IV, alle drei mit ner hyperelliptischen Nadel.

    Es mag sein, das das G800 hier & da nicht die zezierende Auflösung wie ein Goldring 1012 oder die Spitzfindigkeit eines Shure V15 IV HE besitzt, die einen oder anderen Frequenzen nicht feilbietet, doch es bezirrst mit einem warmen, runden Grundton. Dem Scharm der 1960er.

    Rega MMs, die ich auch fahre, gehen den Weg dazwischen. Zwischen damaligem warmen & heute eher technischen Sound. Das G800 E liegt nach meinem Empfinden zwischen dem Rega Stylus2 & Exact. Und doch hat es seinen eigenen, ganz besonderen Charakter.

    Ganz besonders gefällt mir das G800 SE, mit Shibata Nadel. Die Musik wird trotz feinerem Schliff nicht zerhackstückelt oder wandert in Höhenflüge. Im Gegenteil, der Klang wird viel wärmer, runder & unten im Keller, da tost ein Sommergewitter … Es liegt auf der Höhe des Rega Exact, also in der Oberklasse.

    „Kein Mono Freund käme auf die Idee, seine Monoplatten mit einem technokratischen Neuzeitsystem zu „genießen“. In Monokreisen genießen, wegen ihres besonderen Klangs, alte originale Monosysteme hohes Ansehen.



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    Goldring G800

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    Unitra MF-105

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    Tenorel T2001

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    Tenorel T2001 / Unitra MF-105

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    Tenorel T2001 / Unitra MF-105

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    Goldring G800 ED

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    Goldring G800 ED

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    Goldring G800 SE

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    Goldring G800 SE

    G800SE-Systemtest

    "Jeder Leser dieses Berichts sollte keinen Zweifel daran haben, dass der Goldring 800 Super E ein erstklassiges System zu einem äußerst günstigen Preis ist, der die für die besten und teuersten Bewegungsmagnetdesigns typische Qualität darstellt. Wir möchten Herrn Scharf und seinen Mitarbeitern in diesem Unternehmen aufrichtig gratulieren, denn dies ist das erste britische Produkt dieser Art und Klasse, gegen das wir uns auf den Weltmärkten behaupten sollten gegen die amerikanischen "großen Geschütze".
    Hi-Fi News, Mai 1969

    Wer von wem?

    Das Goldring ist eine Eigenentwicklung die 1967 eingeführt wurde. Goldring vergab Lizenzen.
    Ein Indiz könnte dafür sein, das ich ein originales G800 SE in Japan erwarb.
    Auf dem Goldring G800 steht Patent No.? Oder auch nicht.
    Es wird in vielen Foren behauptet, das ein japanischer Lizenzgeber hinter dem G800 System stecke, da es ein Astatic MF-100 gibt. Dahinter soll Mitachi oder Nagaoka stecken.
    Jedoch besitzt das Astatic MF im vorderen Bereich des Systems keinen Magneten, wie beim Astatic IM-10, dem G800 & deren Derivate.
    Siehe: goldring.co.uk/heritage


    Lizenznehmer

    Unitra MF-105 Lizenz von Tenorel T2001 Holland
    Tenorel Lizenz vom Goldring G800 / G820?
    Lenco M95 / M150 Lizenz von Goldring G800 / G820?
    Eagle International FF-20E / LC-07


    Auf dem Tenorel T2001 Manuel steht unter Garantie;
    Condor Electronics LTD London - Catridge made in Holland

    > nachgewiesen ist, das Tenorel Nadeln als Goldring vertrieben wurden
    > Unitra fertigte für Tenorel Nadeln; dynamische D, elliptische ED & Shibata SE (superelliptisch)
    > Unitra Inlandsnadeln haben einen zweifelhaften Ruf, gelten als nicht lange haltbar

    Bei den späteren Unitra System MF-105 fehlt gelegentlich der Hinweis für die Tenorel Lizenz.
    Das spätere, ab 1987, Unitra MF10 E mit einer elliptischen Tenorel Lizenz-Nadel vom T2001 ED.

    Auch die Tenorel T2001er Familie ist ein MI-System mit äußerlicher Ähnlichkeit zu dem Goldring 800/820, jedoch mit unterschiedlichen elektrischen Spezifikationen.

    Goldring versorgte mehrere britische Plattenspielerhersteller mit dem G800/820, wie Ferguson; z.B. Garrard 630. Zwischen Lenco & Goldring bestand eine 20 jährige Kooperation.
    „Goldring – Lenco“ GL 75 mit dem Goldring G800“


    Vergleich mit gleicher Nadel

    Tenorel T2001, Goldring G800 & Unitra MF-105
    > Rega Exact als modernes System
    > dynamische Goldring original Nadel – 334 pF
    > elliptische Tenorel original Nadel – 220 pF
    > Shibata Goldring original Nadel – 220 pF

    Selbst als „Mono“-System überzeugt das Unitra-Tenorel-Goldring.

    Klangverhalten

    Das Goldring G800 E, besser (sehr selten) G820 wird in englischen Foren sehr gelobt. Als Geheimtip gilt die Shibata Nadel. Ein User zieht sogar sein G800 seinen Benz Systemen vor.

    Zitat von Egale, „Das Eagle LC-07 ist ein Transkriptionsprodukt, das nicht für den Einsatz mit minderwertigen Armen oder Plattentellern geeignet ist, die Probleme mit dem Tracking oder Rumpeln verursachen könnten."

    Das Unitra MF-105 E gleicht klanglich wie aus dem Gesicht geschnitten dem Goldring G800 E. Der Bass ist gehaltvoll & sehr warm. Die Unterschiede der beiden klanglichen Zwillinge im Bass sind maginal.
    Von allen drei Systemen gefällt mir der Bass des Unitra MF-105 E am besten.
    Das Tenorel 2001 ED bietet mehr Dampf, Bass im Keller, der warme Grundcharakter bleibt erhalten. Mit einem Hauch von Härte & Trockenheiterkeit wummert der Bass durch den Körper. Was sich nicht unangenehm anfühlt. Bei Jazz & Rock gibt das T2001 ED die prickelnde Würze.

    Das G800 ED & MF-105 ED sind viel räumlicher, präsenter als das T2001ED. Das T2001ED wirkt etwas dumpfer & zurück gezogener.

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    Nadeln von links nach rechts
    Original Tenoreol 2001ED, Pfeifer ED (für G820), Goldring ED & orginal Goldring G800 SE

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    sphärische Nadeln - von links nach rechts
    original Tenorel 2001, Nachbau (ohne Nadel), original Unitra MF-100, original Goldring G800

  • Persönliche Einschätzung vom Unitra MF-105 E

    Mein Unitra MF-105 ist am Headshell entkoppelt verschraubt.
    Es war nagelneu mit einer sphärischen Nachbaunadel, ohne originaler Unitra Nadel.
    Das MF-105 gewinnt durch eine elliptische, ganz besonders durch die Shibata Nadel, mit der passenden Kapazität von 220 pF.

    Das 105 E ist schön warm & grummelt im Keller freundlichst. Zarte Passagen spielts sehr fein & präzise. Das MF-105 E ist in seiner Kirchen ähnlichen Räumlichkeit ergreifend & vor allem mitreißend. Es macht Laune mit dem Unitra System in Klangwelten zu reisen.
    Beim MF-105 E wird nichts in seine Einzelteile zerteilt, was mir mehr als gefällt. Es übertreibt nicht mit den Höhen & Tiefen. Die Tiefen sind sehr kraftvoll & gehaltvoll. Mit einer 4 mm Filzmatte wird der Bass noch wärmer & umwerfend. So könnte das MF-105 E auch einen DJ begeistern.

    Rund & vollkommen, fruchtig-erdig spielt das MF-105 E wie eine Polka auf dem Lande bei jungfreulichen Frühlingswallungen.

    Nicht ohne Grund habe ich mich von meinem Goldring 1012 HE, den Shures V15 IV & III HE getrennt. Die Shure Systeme wirken gegen das Unitra MF 105 E etwas dünn & fade. Mir fehlte bei diesen Systemen & dem Goldring 1012 der natürliche, erdige Klang. Was ich in einem Rega Exact & im Unitra MF-105 E / Goldring G800 ED gefunden habe. Die Shibata Nadel setzt oben eins drauf.

    Rega MMs sind zwar viel lauter & räumlicher. Gut, diese Systeme stammen aus der Jetztzeit. Das MF-105 E wurde bereits 1982, das Goldring G800 1967 geboren.

    Einem Freund gefällt das Unitra MF-105 E besser als das Rega Elys2 & Exact. Die Shures & das 1012 vielen bei ihm gänzlich durch.

    Mit steigender Systemnummer, steigt die Hochwertigkeit des Unitra-MF, das Topmodel ist das 105, bzw. ab 1987 das seltene MF10 E, mit elliptischer Tenorel Lizenz Nadel.
    Die MF Nadeleinsätze unterschieden sich in Belastung, Druckniveau.
    Die MF Familie besteht aus geraden & ungeraden Zahlen, 100 bis 105

    Im Äußeren gleicht das Unitra MF dem Tenorel T2001, klanglich dem Goldring G800.

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    Goldring G800 mit sphärischer Nadel

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    Goldring G800 SE - Super E - Shibata

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    Tenorel 2001 ED

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    Unitra MF-105 mit Pfeifer E Nadel D110 E

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    Tenorel 2001 - sphärisch bzw- dynamisch, mit durchsichtigem Nadelschutz


    Tenorel

    Tenorel war eine niederländische Import / Export-Firma mit Sitz in Bussum, die aus den Niederlanden vertrieben wurde. Ihr bestes System war das Tenorel T2001 SE.
    Das Tenorel T2001 SE galt als ein sehr hochwertiges System, das in einschlägigen Tests äußerst positiv auffiel.
    Die Tenorel T2001-Modelle sind mit den Astatic MF Modellen im Erscheinungsbild ähnlich. Jedoch ist das Astatic ein Moving Flux, MF, System, eine Kreuzung zwischen MM & MC System.

    Von Tenoerel gab es auch ein MC System, TMC TEN.

    Die Tenorel-Linie unterscheidet sich in der Qualität der Nadeln, T2001SE (Shibata), T2001ED (elliptisch), ganz unten das T2001D (dynamisch).


    Technisches

    Derzeitige Marktpreise

    Tenorel T2001, ab 20 € / Goldring G800 ab 20 € / Unitra MF 105 ab 40 € / Goldring G800 SE 150€ - neu

    Ersatznadel
    Goldring D110 SE / E
    Goldring D130 DJ Nadel
    Wink Suche: Goldring G800 / G820 – Tenorel – Unitra MF

    Folgende Nadeln gibt bzw. gab es:
    D Diamant dynamisch – ED Elliptisch Diamant - SE Super Elliptisch (Shibata), DJ & 78
    Die Nadeln sind untereinander tauschbar.
    Die SE Nadel wird leider nicht mehr produziert.


    Unitra Nadeln
    Ungerade Nadeln passen aufgrund des unterschiedlichen Durchmessers des Befestigungsbolzens nicht in gerade Systeme, da die Einsätze (im Gegensatz zu Nadeln) nicht die Modellbezeichnung haben. Ungerade Paare haben kleinere Löcher als gerade Paare.

    Einstellungen

    nach Nadeln
    dynamisch / sphärisch 1,3–3,50g – Kapazität: 340 pF (gesamt)
    elliptisch 0,25–1,75g – 2,4* (unter 2,4 verzerrt es) – Kapazität: 220 pF (gesamt)
    shibata 0.5-1.25g - Ersatznadel weiß: 1.25g – Kapazität: 220 pF (gesamt)
    (Wink: Polypropolenkondensator)
    Impedanz: 47-100k, 67k in einem originalem Goldring G800 SE Messprotokoll
    * originale elliptische Nadel von Pfeiffer & Tenorel

    Unitra Fonica

    MF 105 – 1982 bis 1985
    Nadel: Dynamisch - r = 0,015 mm
    Frequenzgang: 40 Hz bis 20 kHz
    Auflagekraft 10 bis 20 mN empfohlen G = 1,5
    Kanaltrennung > 25dB
    Impedanz: 47 k
    Kapazität: 470 pF
    Systemgewicht: 7 g

    MF-10E - 1987
    Nadel: elliptische Nadel 18 × 5 μm – roter Nadeleinschub
    Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz
    Auflage – 1,25 - 10 bis 15 mN
    Kanaltrennung (bei 1 kHz): 25 dB
    Impedanz: 47 k
    Kapazität: 470 pF
    Systemgewicht: 7 g


    Goldring

    Goldring G-800
    Nadel: sphärisch – Ersatznadel weiß D110
    Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz
    Ausgang: 8mV
    Auflagekraft: 1.3 bis 3.5g
    Kanaltrennung: 20dB
    Impedanz: 47-100 k
    Systemgewicht: 7 g

    G-820 E
    Nadel: elliptisch, Biradial 0.0007" x 0.0003" - Ersatznadel D130E Grau
    Frequenzgang: 10 Hz bis 23 kHz
    Ausgang bei 5 cm/sec: 5mV
    Auflagekraft: 0.75-1.75g - Ersatznadel weiß: 1.50g
    Kanaltrennung: 20dB
    Impedanz: 47-100 k
    Systemgewicht: 7 g

    G-820 Super SE
    Nadel: Shibata .0008“ x .0003“ Erstatznadel: D130 Gelb SE
    Frequenzgang: 10 Hz bis 25 kHz
    Ausgang bei 5 cm/sec: 4mV
    Auflagekraft: 0.5-1.25g - Ersatznadel weiß: 1.25g
    Kanaltrennung: 25dB
    Impedanz: 47-100 k
    Systemgewicht: 8 g

    G-820 H
    Nadel: 0.0007" Diamant (wahrscheinlich 78er Nadel)
    Frequenzgang: 10 Hz bis 25 kHz
    Ausgang bei 5 cm/sec: 8mV
    Auflagekraft: 2.5-3,5g
    Kanaltrennung: 25dB
    Impedanz: 47-100 k
    Systemgewicht: 8 g
    Typ: Stereo & Mono


    Tenorel


    T-2001 D

    Nadel: sphärisch, 15µ
    Frequenzgang: 15 Hz bis 25 kHz
    Ausgang bei 5 cm/sec: 5mV
    Auflagekraft: 1.5-3.0g
    Kanaltrennung: 25dB
    Impedanz: 47k
    Innenwiderstand: 520 Ohm

    T-2001 ED
    Nadel: elliptisch
    Frequenzgang: 15 Hz bis 26 kHz
    Ausgang bei 5 cm/sec: 5mV
    Auflagekraft: 1.00-2.0g
    Kanaltrennung: 25dB
    Impedanz: 47k
    Innenwiderstand: 520 Ohm

    T-2001 SE
    Nadel: Shibata
    Frequenzgang: 15 Hz bis 45 kHz
    Ausgang bei 5 cm/sec: 5mV
    Auflagekraft: 1.00-2.5g
    Kanaltrennung: 25dB
    Impedanz: 47k
    Innenwiderstand: 350 Ohm


    Eagle International

    FF-20E
    Nadel: elliptisch - 0,2 x 0,7 mil elliptisch
    Ausgang: 5mV
    Frequenzbereich: 20 bis 25.000 Hz
    Kanalbalance: + -1dB
    Kanaltrennung: 30dB
    Auflagekraft: 1,5 bis 2,0 g
    Empfohlene Last: 47K Ohm
    Gleichstromwiderstand: 500 Ohm

    Eagle LC-07
    Nadel: dynamisch - 0,7 mil kugelförmiger Diamant
    Ausgang: 7mV
    Frequenzbereich: 20 bis 21.000 Hz
    Kanalbalance: + -1dB
    Kanaltrennung: 28dB
    Auflagekraft: 1,5 bis 2,5 g
    Gleichstromwiderstand: 500 Ohm
    Empfohlene Last: 47K Ohm

  • Keine Frage, als Tonabnehmer noch keine Nischenprodukte waren, hat man viele großartige Systeme gemacht. Ist aber auch kein Geheimnis. Habe erst letze Woche nen Audio Note Dreher mit nem 75iger Shure gesehen. Wenn alles passt, klingt auch ein AT95.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Naim CD3, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • Keine Frage, als Tonabnehmer noch keine Nischenprodukte waren, hat man viele großartige Systeme gemacht. Ist aber auch kein Geheimnis. Habe erst letze Woche nen Audio Note Dreher mit nem 75iger Shure gesehen. Wenn alles passt, klingt auch ein AT95.

    Interessant ist dabei auch, was alles für Spitzen-Systeme außerhalb von Europa existieren, die hier völlig unbekannt sind. Oder wie das G800 völlig in Vergessenheit geraten sind.

    Und auch ganz andere Hörgewohnheiten in anderen Ländern existieren.

  • Die Goldring 800er sind zwar durchaus nicht uninteressant. Richtig spannend ist aber die G900er IGC Linie, insbesondere mit der V.d.H Nadel ein ziemlicher Knaller, dir aber vermutl. nicht erdig genug...


    Mike

  • Weiter gehts ...

    Ich bekam von meinem deutsch/polnischen Dealer eine neue Lieferung.

    Es sollen Unitra MF 105 sein, ohne Nadelträger, keiner meiner Nadelträger passt, da der Nadelschaft einen kleineren Durchmesser besitzt,

    Neue Nadeln für ungerade MF Systeme, 101-103-105 gibt es nicht. Nur für die geraden, die sind identisch mit dem Tenorel & Goldring G800


    Dann war da ein MF, vielleicht 102, wer weiß ...?

    Ein Freund ich haben ausgiebig gehört, gehört & gehört.

    Ergebnis:

    Kapazität 225 pF

    Auflagekraft:

    Elliptisch

    - 2,00 mit weichem Nadelgummi, Pfeifer G820 & Goldring G800

    - härteres Gummi: original Tenorel & Thacker Nadel, etwas anderer Klang

    Shibata

    1,4 gefiel uns am besten


    So, nun kommts ...

    MF 105, Tenorel & Goldring G800 - 600 Ohm Induktion

    MF 102 1,5 kOhm

    Das 105 & G800 klingen mit einer elliptischen am besten.

    Das 102 ist mit der Shibata der Knaller. Ein sehr schönes Bassfundament, die Höhen nicht zu spitz. Die Mitten sehr ausgewogen. Eine Pauke klingt wie eine Pauke. Das Orchester spielt vorn im Raum, warm & äußerst kraftvoll.

    Eine kirchenhafte Atmosphäre die einem mitreißt.

    Bei der richtigen Mugge wummert der Bass wie in einer Disse. Damit können bei der richtigen Mugge Steine aus der Wand gedrückt werden. Trendmöller ist auf dem Weg.

    Das 102 ist nicht zu spitz auflösend, das nicht alle "Vinylunebenheiten" hörbar sind.

    Mit einer elliptischen Nadel gefällt das 102 überhaupt nicht.


    Das Tenorel klingt irgendwo dazwischen. Gefällt mit der elliptischen wie mit der Shibata. Eher für die härtere Gangart.


    Das Rega Exact spielt in einer anderen Ebene, wirkt etwas spitz in den Höhen im Vergleich zum 102 Super E. Trotz seiner 100 pF Anpassung.


    Mein Rega Elys2 darf erstmal pausieren ...


    Gregor fragt bei Jico an, ob für das G800 Shibata Nadeln möglich wären.


    Testvinyl

    Also sprach Zarathustra - Deutsche Grammophon - 136001

    Trendmöller - The Last Resort

    Kool & The Gang - Emergency

    Tacet's Beethovens 5. c moll ist sowas von imposant. Also säße mir das Orchester auf dem Schoß. Es grummelt ordentlich im Gebälk.


    Sonnigst Nadja

  • Moin,


    heute kam eine neue Goldring G820 E Nadel, da ich eine Transplantation in ein Unitra System vorhatte.

    Wahrscheinlich ist das neue Unitra System das wirkliche Unirta 105 MF. Der Nadelschaft ist im Durchmesser kleiner, es gibt dafür ganz schwer Nadeln.


    Die G820 Nadel hat am Ende eine ganz andere Bauform, ist hinten etwas dicker.

    So habe ich die G820 Nadel in einen G800/MF Nadelträger transformiert. Die G800 E Nadel kam in den kleineren MF Träger. Jetzt laß ich das neue MF System erstmal sich einspielen & bin überrascht wie präzise & brilliant dieses MF System spielt.

    Das andere MF System bzw. das Goldring G800 gehen sowas von ab mit der G820 E Nadel. Das System ist viel lauter, wummert ganz doll böse im Keller.

    Obwohl beides elliptische Nadeln sind, sind diese im Charakter & Klang sowas von unterschiedlich. "Böse alte Frau ...?!" Die G820E Nadel erinnert ganz doll an die Super E, Shibata, Nadel. Beide Nadeln sind eigentlich auf der selben Welle. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, welche Nadel mir besser gefällt. Irgendwie ist die 820er Nadel viel feiner, auflösender, vollkommender. Hilfe nochmaleins. Was ist mir denn da zu geflattert?


    Und ich habe 400 Oken für das Rega Exact bezahlt ...


    Sonnigst Nadja