Teure Basen, Racks und Kabel, wie sinnvoll sind die wirklich? Wie am besten testen? Welche sind empfehlenswert?

  • Mittlerweile bin ich mit meiner Anlage an einem Punkt angelangt wo es für mich kaum noch weiter geht.

    Ich bin auch sehr zufrieden, kann ich doch auch sehr deutliche Unterschiede allein bei der Aufstellung der Gerätschaften hören.

    Die Abstimmung ist genauso wie ich sie haben will.

    Von daher bin ich bei Änderungen sehr vorsichtig.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen dass recht hohe Investitionen in Basen etc. sinnvoll sein können, wenn sie in Relation zur Anlage stehen.

    Deswegen halte ich auch teure Kabel oder Basen etc. für u. U. sinnvoll.

    Ein Rack für 2k-3k könnte ich mir schon vorstellen, 40k für Critical Mass o. ä. wäre natürlich bei mir völlig übertrieben.

    Problem ist nur, wie testen? Bei Kabel kann man ja Testkabel ordern, bei Basen sollte das auch noch möglich sein, aber bei einem Rack?

    Ich gebe zu dass bei einem Rack bei mir auch die Optik eine Rolle spielt.

    Will in naher Zukunft auch noch einige Kabel testen und evtl. Basen. Tipps sind durchaus willkommen.


    Viele Grüße

    Frank

  • Alle von dir genannten Bereiche von Audio-Equipment können Einfluss auf den Klang haben. Im positiven wie im Negativen.

    NF-Kabel haben unterschiedliche elektrische Werte, auf die die angeschlossenen Geräte unterschiedlich reagieren bzw. untereinander interagieren. Deshalb sind im Studio- und PA-Bereich die Anschlusspedanzen definiert. Im HiEnd Bereich leider nicht. Deshalb erlangt ein simples Kabel schnell Komponentenstatus, weil sich der Klang so stark verändern kann. Das treibt lustige Blüten, wie Kabel zu 4-Stelligen €-Preisen.

    Bei Lautsprecherkabeln ist das noch schlimmer. Hier werden z. T Kabel mit abenteuerlichen Kapazitäten, Wirren Materialmischungen, Abschirmungen etc. angeboten, die in Verbindung insbesondere mit „schnellen“ Endverstärkern abenteuerliche Phasengänge und Impedanzachwankungen bewirken. Zobelglieder, spezielle Flechtungen und sonstige Zauberkästchen in den Kabeln machen die Chose noch unberechenbarer. Klingen tut es stets etwas anders von Kabel zu Kabel und eine große Frage bleibt immer: klingt es nur anders oder gar besser oder doch schlechter. Da wird es sehr subjektiv und daher gilt: über Geschmack lässt sich nicht streiten und des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

    Das Gleiche gilt für Racks, Pucks, Stands und natürlich auch für informierte Bäpper. 😉

    "Ist doch alles nicht so wichtig!"

  • Die Abstimmung ist genauso wie ich sie haben will.

    Dann wäre es doch jetzt n guter Zeitpunkt, mit dem Höher-schneller-weiter aufzuhören ;)


    Ansonsten: Ich hatte Geräte auf Ikeatischen und Holzschränken. Dann ein A-Capella-Rack daneben gestellt und Gerät für Gerät einzeln rübergehoben und dann gehört ...


    Später von A Capella auf günstiges Creaktiv genauso.


    Mir ist klar, dass etwas anderes Unterschiede machen würde, aber es ist mir wurscht und der Aufwand würde mir auf sden Sack gehen. Irgendwann evtl. mal Gütte oder so. Falls ich Bock habe. Aber im Moment bin ich viel zu winterfaul und im Frühling/Sommer bin ich draußen, also eher nicht ... ;)


    Beste Grüße

    Sören

  • Die Stellflächen für die Geräte sind schon wichtig. Man kann dort einiges an möglichem Klangpotential heben. Leider sind gute Racks meist teuer. Wer handwerkliches Geschick und Ahnung von der Materie hat, kann durchaus selbst sich was bauen, was Hand und Fuß hat.


    Ich hab mir vor Jahren ein paar sog. "Klangplattformen" von der Akustik Manufaktur gegönnt, die man sehr schön zu einem sideboard stapeln kann. Das war - wenn auch kostspielig - eine gute Ausgabe: http://www.akustik-manufaktur.de/5.html


    Das kann dann so aussehen:


    [Blocked Image: https://abload.de/img/delphifranz4cwkjd.jpg]

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Von Frank an Frank:

    du öffnest die Büchse der Pandora.... ZUFRIEDENHEIT .... "bitte drei mal laut aussprechen!" .... ist unbezahlbar!

    Das andere ist der Weg in die High End Verdammnis, mit ewigem Zweifel, tauschen, verkaufen etc.!

    Und wenn sich winzige Unterschiede in deinem jetzigen Setup hören lassen:

    - IST DIE VERFLUCHTE ANLAGE IM ABSOLUTEN OM UND ZEN -

    also einfach weiter Musik hören, Platten kaufen, leben :-))


    Gruß von Frank, der gerade NICHT mehr weis, ob es so oder anders mit dem oder dem Teil besser klingt (selbst schuld, hörte auf den kleinen Teufel)

    Hyperspace, SAEC 8000, ACE SPACE 294, ZYX Omega, ART - 9, ZYX DIAMOND, GROOVE, GROOVE+ PXR, VIBE und PULSE 2, SPECTRAL, CARDAS, 908, NSA, CIA, FBI => MAD!

  • Hi Franz,


    Sehen toll aus. Auf der Website schweigen sie sich leider über den Preis aus.

    Magst Du was zur Grössenordnung sagen, gerne auch per PM.


    Viele Grüsse,

    Boris

  • Das ist doch mal wider so ein Laber ,Laber .ich hau dir auf die Fresse Faden. Der wird bestimmt bald beendet.<X:cursing:

    Das liegt wenn dann an Leuten wie dir. Man braucht sich ja nicht zu beteiligen, wo liegt das Problem?

    Man kann was dazu beitragen, oder schweigen. Solche Kommentare bringen überhaupt nichts.

  • Frank

    Hast ja nicht unrecht.

    Werde aber auf jeden Fall noch ein paar Lautsprecherkabel testen, sind preiswerter als meine.

    Vielleicht sind die ja wirklich so gut und besser als meine, würde mich freuen, da ich meine sehr gut verkaufen kann.

    An ein Rack denke ich auch aus optischen Gründen. Sollte aber wenn dann auch den Klang noch verbessern. Ich will für mich auch sicher stellen, dass ich nicht viel Potential verschenke, nur weil ich ein paar Euros an einer guten Aufstellung spare.


    Quote

    Ich hab mir vor Jahren ein paar sog. "Klangplattformen" von der Akustik Manufaktur gegönnt, die man sehr schön zu einem sideboard stapeln kann. Das war - wenn auch kostspielig - eine gute Ausgabe:

    Mich würde auch eine unverbindliche Preisangabe interessieren. Scheinen auch interessant zu sein.


    Viele Grüße

    Frank

  • Hallo Boris,


    ich hatte Glück und konnte Ausstellungsstücke bekommen, die hinten ein paar kleine, kaum sichtbare "Macken" hatten. Das verbilligte das Angebot um die Hälfte. Neu hätte das Rack 8000 € gekostet. Das hätte ich mir auch nicht leisten können, war so schon am Rande dessen, was ich mir da leisten wollte. Hab das aber wirklich nie bereut. Sie erfüllen ihre Funktion ausgezeichnet.

    Die Preise muß man bei Herrn Jäger, dem Inhaber der Manufaktur erfragen. Sie sind sehr arbeitsintensiv und aufwendig bearbeitet, mehrfach gefräst, und innen mit einer speziellen Mischung ausgefüllt, über deren Inhalt er sich ausschweigt. Das ganze wird dann mit einer nicht aushärtenden Paste noch gefüllt. Wer Schreinerarbeiten kennt, weiß, wie zeitaufwendig sowas sein kann.


    Ich hatte vorher andere Racks und Stellflächen und kenne die Unterschiede. Man kann dort auch hinfahren, und Herr Jäger demonstriert mit mehreren unterschiedlichen Stellflächen, wie Elektronikkomponenten darauf reagieren. Hochinteressant, was da passiert.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Die Stellflächen für die Geräte sind schon wichtig. Man kann dort einiges an möglichem Klangpotential heben.

    Da bin ich ganz bei dir!


    Seltsamer weise sehe ich oftmals schicke Installationen die in (sehr) direkter Nähe zu den Schallwandler stehen. Beliebt ist natürlich auch die Rückwand hinter den Lautsprechern, wo es mal so richtig rappeln kann. Da tut Beruhigung der Standfläche wahrlich Not.


    Nur, warum stellt man ausgerechnet die lieb gewonnen Gerätschaften erst an einem [sub]optimalen Platz auf, um dann mit Racks, Basen, Dämpfer und allerlei Gedöse Feintuning "al gusto" zu betreiben? Gerade die Vinyl Wiedergabe profitiert immens von einem sehr ruhigen Standplatz, auch wenn das vielleicht nicht immer ad hoc nachvollziehbar ist und sich erst nach längeren Hörsession erschliesst.


    Beim Kochen wird bekanntlich auch erst zum Schluss abgeschmeckt. Aber wenn schon das Basisrezept nicht stimmig ist ... ;)



    Gruß

    Max

  • da stimme ich Dir gerne zu 100% zu, wir haben letztens bei einem Freund das Rack, welches zwischen und hinter den LS stand, einfach nur verschoben, 20% weiter vorne klang es deutlich schlanker und praeziser.


    Aktuell kenne ich auch nur Grandinote als Hersteller, der bzgl der Geräteaufstellung seiner Endstufen explizit davon abrät, diese auf einer Achse zwischen oder neben die LS zu stellen.


    Wer den Raum und die Moeglichkeiten hat, einfach mal das Rack im Raum etwas verschieben, der Klangeindruck kann sich dabei durchaus wahrnehmbar verändern .


    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Nur, warum stellt man ausgerechnet die lieb gewonnen Gerätschaften erst an einem [sub]optimalen Platz auf, um dann mit Racks, Basen, Dämpfer und allerlei Gedöse Feintuning "al gusto" zu betreiben?

    Häufig ist es seitens der räumlichen Gegebenheiten nicht anders möglich als die Geräte samt Rack z.B. zwischen die Lautsprecher zu stellen. Ein Kompromiß, natürlich, den man aber mittels sorgfältiger Maßnahmen zumindest entschärfen kann.


    Gruß,

    Marc

  • Die Aufstellung des Racks resultiert aus den Gegebenheiten des Raums und den Geräten. Die Lautsprecher müssen ja auch verkabelt werden, und die Steckdosen müssen in der Nähe sein. Das hat also pragmatische Gründe. Am liebsten würde ich alles aus dem Raum komplett verbannen, geht aber nicht. So hab ich das beste draus gemacht - jedenfalls meine ich das.


    Wer bei mir schon mal gehört hat weiß, daß das Ganze doch recht gelungen ist. Das Rack macht an der Stelle das, was es soll. Nachteile dieser Aufstellung hab ich noch nicht bemerkt.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Aus leidlicher Erfahrung kann ich sagen, das die Aufstellung auf der Rückseite der Lautsprecher bei mir zu einer unruhigeren Musikdarstellung führte. Gerade bei bassreicher Musik machte sich das recht deutlich bemerkbar. Nachdem ich dann ein wenig im Raum umher gewandert bin war schnell klar, das die Anlage und gerade der Plattenspieler an einer anderen Stelle weniger durchgeschüttelt würde. Nach dem Umräumen bestätigte sich das dann auch. Auch wenn ich keine ultimative High-End Anlage betreibe, profitierte die Darstellung enorm vom Umstellen. Es war sehr gut nachvollziehbar wie nun mehr ruhe in der Musikdarstellung war und auch bei längeren Hören sich Zufriedenheit einstellte wo vorher noch einige Stressspitzen zu vernehmen waren. Das hätte ich wahrscheinlich nur mit erheblichen finanziellen Aufwand an Tuningelementen erreicht, wenn ich die Anlage an der Rückwand hätte stehen lassen.


    Aber letztlich muß das jeder für sich entscheiden wie der Weg zur schön klingenden Tonkonserve auszusehen hat ... :/


  • Häufig ist es seitens der räumlichen Gegebenheiten nicht anders möglich als die Geräte samt Rack z.B. zwischen die Lautsprecher zu stellen. Ein Kompromiß, natürlich, den man aber mittels sorgfältiger Maßnahmen zumindest entschärfen kann.


    Gruß,

    Marc

    Hallo Marc,


    damit hast du natürlich Recht. Nicht jeder hat die Möglichkeit einem optimalen Standplatz für die teils empfindlichen Geräte im Raum auch zu nutzen.


    Aber immer wieder sehe ich auch teils hochpreisige Installationen für die es extra einen Hörraum gibt. Und trotzdem werden Plattenspieler oder auch Röhrengeräte oftmals in der nähe der Lautsprecher oder in Zonen wo´s richtig Rumpelt hingestellt, und das obwohl überhaupt keine Not herrscht.


    Mensch sieht halt auch gerne beim Musik hören was den Ton macht ...


    Gruß

    Max

  • Eigentlich ist es ganz einfach:

    Wenn man was ganz teures kauft (am Rande dessen, was man sich grad noch so leisten kann), ist man eigentlich immer auf der sicheren Seite - da sind die Unterschiede zum Positiven anerkanntermaßen immer am größten, die (Selbst)Zweifel (dass es vllt noch besser ginge) am geringsten, man erhält idR. den meisten Zuspruch innerhalb der Zielgruppe, bei (unerwünschten) Widerworten hat man in der Diskussion den Preistrumpf auf seiner Seite und man hat was für die Ewigkeit was idR. auch gut aussieht.

    Kauft man dagegen was billigeres, ist man sich nie sicher das Ende der Fahnenstange im Rahmen dessen was finanziell geht, erreicht zu haben und Zweifel werden immer zumindest unterschwellig vorhanden sein ...