Teure Basen, Racks und Kabel, wie sinnvoll sind die wirklich? Wie am besten testen? Welche sind empfehlenswert?

  • Letztlich musste ich unter jedem Gerät noch eine Schieferplatte auf Gummidämpfer setzen, damit das am Boden angekoppelte Rack nicht so viel Vibrationen an die Geräte abgibt.


    Wie hast du das Problem gelöst? (Bzw. wie sind die Standflächen von Creaktiv bedämpft?)

    Habe bei meinem schwimmenden Paket unter das Rack Gewicht auf Gummi, dh unter den Regalböden nix, aber unter den Lautsprechern und unter dem Rack "viel"

    Bei meinem Bruder mit schwingendem Dielenboden haben wir und Sylomer unter Gehwegplatten ausrechnen lassen und haben diese nun unter dem Rack liegen.

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Da hätte die GÜTTE-Bank mit den Schwingungsdämpfern durchaus gute Dienste geleistet. Gerade bei schwierigen Fußböden nähert sie sich dem Ideal.

    Gerade mit den Dämpfern eine deutliche Verbesserung beim Verklingen von Tönen. Und sieht irgendwie auch cooler aus :-) Habe auch eine Holzkonstruktion ohne schwimmenden Estrich.

  • Hallo Max.


    ich habe Laminat. Ob verklebt oder ich weiß ich nicht. Darunter ist jedenfalls Beton. Also kein Holzfußboden. Probleme habe ich mit dem Boden nicht. Konnte auch vorher schon rumspringen, ohne das die Nadel hüpft.



    Zur Gütte-Bank, die war für mich nach einigen Informationen kein Thema.

    Würde ich den Plattenspieler auf den "Tisch der Ruhe" stellen, müsste ich immer noch eine lange Bank haben, dann auch noch 2 Endstufenbasen die es so nicht gibt. Dann bekäme ich auch Platzprobleme, der Raum ist nicht nur fürs Musikhören da.

    Die Bank selber besteht wohl "nur" aus Holz, die "Arbeit" machen dann wohl die Niederfrequenzdämpfer.

    Diese Dämpfer kann man aber auch so kaufen, deswegen könnte ich die ja auch unter mein Rack setzen. Allerdings sehe ich da für mich keinerlei Handlungsbedarf, werde später auch mal was zum Ergebnis schreiben.

    Die Bank kann man auch in Weiß lackieren lassen, mich stören dann aber die geschlossenen Holzseitenwände. Gerade wenn ein Rack zwischen den Lautsprechern steht, ist eine seitlich offene Konstruktion vorzuziehen. Das wäre aber kein Grund für mich die nicht zu kaufen, vielmehr stört mich dabei die Optik. Bei der Bank fehlen ja nur noch Türen vorne und fertig ist der Schuhschrank oder die Kommode.:sorry:



    Von der Akkustikmanufaktur habe ich ja jetzt "The Rock" mit 75mm dicken Basen. Die Basen sind nicht nur aus Holz sondern innen auch aufwendig gefüllt. Womit und wie bekommt man verständlicherweise kaum Informationen.


    Mein Rack gibt es ja auch als Tische mit Holzfüßen. Gefällt mir auch optisch nicht so gut, wie die zurückgesetzten Metallrohre. Weiß nicht ob ich mir die so überhaupt gekauft hätte. Würden die Metallrohre an den Ecken sein, wie sonst üblich, würden diese Racks auch einiges von der optischen Wirkung verlieren.

    Ist natürlich auch Geschmacksache.


    Grüße

    Frank

  • Soweit ich weiß, sind die Tische meiner sog. "Klangplattformen" der Akustik Manufaktur mehrfach gefräst und innen mit einem Materialmix befüllt worden. Was da genau an Materialien genommen wurde, darüber schweigt sich Herr Jäger verständlicherweise aus, schließlich hat er dafür jahrelang experimentiert. Das alles wurde dann mit einer nicht aushärtenden Paste verbunden. Ich gehe davon aus, daß deine Basen auch in der Art behandelt wurden. Im Ergebnis ergibt es jedenfalls eine Auflagefläche, die beste Voraussetzungen für ein Gerät liefert, welches daraufgestellt wurde. Meine damaligen Vergleiche mit anderen Unterstellflächen, Racks und Basen ließen jedenfalls diese Akustik Manufaktur Tische als klaren Sieger hören. Erstaunlich, was sich tut, wenn man Geräte auf unterschiedliche Stellflächen stellt und mal konzentriert zuhört.

    Also nochmals meinen Glückwunsch zu dieser Entscheidung und deinen Mut, dafür mal etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen als man es normalerweise für solche Basen tut. Dafür wird man aber auch in klanglicher Hinsicht belohnt.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Im Ergebnis ergibt es jedenfalls eine Auflagefläche, die beste Voraussetzungen für ein Gerät liefert, welches daraufgestellt wurde. Meine damaligen Vergleiche mit anderen Unterstellflächen, Racks und Basen ließen jedenfalls diese Akustik Manufaktur Tische als klaren Sieger hören. Erstaunlich, was sich tut, wenn man Geräte auf unterschiedliche Stellflächen stellt und mal konzentriert zuhört.

    Also nochmals meinen Glückwunsch zu dieser Entscheidung und deinen Mut, dafür mal etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen als man es normalerweise für solche Basen tut. Dafür wird man aber auch in klanglicher Hinsicht belohnt.

    Meine Vergleiche waren nicht so umfangreich wie zuerst geplant.

    Ich hatte 2 Racks von Creative hier, ein mittleres und ein großes.

    Unter einigen Geräten hatte sich bei mir Basen von Perfect Sound als ordentlich rausgestellt. Zog ich jedenfalls meinen Experimenten mit Schiefer und Sylomer vor.

    Das erste von Creaktiv war schlechter, als mein Bastelrack mit den Basen. Auf dem Creaktiv waren die Basen auch nötig. Das größere von Craektiv war zwar besser, aber diese kleine Steigerung wurde sehr teuer erkauft. Hatte jeweils 3er hier und dann mit CD-Player, Wandler und Vorverstärker verglichen. Andere Racks waren zum Testen eigentlich kaum zu bekommen.

    Hatte zwar noch ein recht teures hier, was mich aber sehr enttäuschte.

    Denke bei Herrn Jäger hätte ich auch was zum Testen bekommen können, aber gebraucht gibt es die fast gar nicht, wer die einmal hat ist auch zufrieden, und der Versand bei solchen Sachen ist auch nicht ohne.


    Geld ist natürlich relativ.

    Wenn ich die Listenpreise meiner Komponenten addiere, ist das Rack eigentlich gar nicht so teuer, im Verhältnis.

  • So, versuche mal meine ersten Eindrücke zu schildern.

    Optisch schon mal das was ich mir erhofft hatte.

    Zunächst hörte ich extra nur mit kleinerem Besteck. Statt der Vor-Endkombi ließ ich den Synsthesis A40 die Verstärkung verrichten.

    Was mir auffiel: Gegenüber vorher mit der großen Kombi fehlte mir etwas an Auflösung. Auch der Bass war nicht ganz so schön und durchgezeichnet. Als ob die Transmitter die Zingalis noch etwas besser im Griff haben als der Synthesis.

    Aber deutlich besser als vorher war der Raum/Bühne, mehr Substanz in Stimmen und Instrumente, es machte auch so schon mehr Spaß als vorher.

    Quelle war zunächst nur CD, da ich ohne die EAR 912 keinen Phonoverstärker habe.

    Dann habe ich die EAR davor geschaltet. Mein Wandler von Lampizator hat 2 parallele Ausgänge, so das ich gleichzeitig in den Vorverstärker und in den Vollverstärker gehen kann. Dann brauche ich nur einen Eingang am Vollverstärker per Fernbedienung umschalten und kann zwischen reinem Vollverstärker und Vollverstärker mit Vorverstärker wählen.

    Sofort war die Auflösung da die ich bei nur dem Vollverstärker vermisste. Auch der Bassbereich wurde etwas besser, war aber noch nicht perfekt. Der Rest gewann auch noch etwas dazu. Insgesamt bringt die Vorstufe noch einiges, was man beim Umschalten auf den reinen Vollverstärker auch sofort hört.

    Insgesamt war ich damit schon deutlich weiter als vorher mit den Transmittern und der alten Aufstellung. So kann ich schon sehr gut Musik hören. Im Sommer auch zu empfehlen, da der Synthesis bei weitem nicht so viel Wärme erzeugt, wie die Transmitter.

    Einen Tag später kamen dann die Transmitter dran.

    Es fällt mir schwer das weiter zu beschreiben was passierte. Eigentlich kann ich jetzt sagen, das ich angekommen bin. Kann mir kaum noch vorstellen was sich weiter verbessern ließe. Natürlich weiß ich das es noch weiter gehen kann, aber ehrlich, so habe ich vorher noch nie irgendwo Musik gehört. Diese Bühne, der Raum um einzelne Instrumente und die Präzision auch in der Höhe ist kaum vorstellbar.

    Mir ist klar das es einigen wohl schwer fallen wird, das nachzuvollziehen. Kann die Aufstellung von Geräten solch einen großen Einfluss haben? Ja, das kann sie. Allerdings ist es wohl auch nicht einfach die richtige Wahl zu treffen. Wie schon feststellen musste, kann man woanders durchaus das gleiche Geld oder gar mehr auslegen, wird aber kein so tolles Ergebnis erzielen.

    Natürlich kann es auch sein das andere Racks vielleicht noch besser sind, wobei ich mir das kaum vorstellen kann. Da aber auch die Optik eine Rolle spielt, die hierbei für mich perfekt ist und der Klang stimmt, bin ich sehr zufrieden.


    Später machte ich dann mal folgendes Experiment:

    Ich nutze den Synthesis A40 Vollverstärker mit meinem Cambridge CXUHD als CD-Laufwerk, den internen DAC vom Synthesis A40, dazwischen noch den Mutec USB.

    Mehrmals stellte ich den A40 und den Cambridge vom Rack auf 2 Ikea Beistelltische, (auch mal mit Schieferplatten oder Basen dazwischen) und wieder auf das Rack. Von den Lautsprechern mal abgesehen kostet die Kette dann ca. 7500 UVP ohne Kabel. Ein 3er Rack von der Akkustikmanufaktur in dieser Ausführung wäre mir früher im Verhältnis zu diesen Geräten wohl zu teuer gewesen. Aber der Unterschied zwischen dem Rack und der einfacheren Aufstellung ist auch dabei schon sehr groß und wohl durchaus mit dem Klanggewinn zu rechtfertigen. Vermutlich ist es auch in diesem Preissegment besser, mehr Geld in die Aufstellung zu investieren als in neue, teurere Geräte.


    Das Rack ist zweifellos eine meiner wichtigsten Investitionen. Den vielleicht größten Unterschied im Verhältnis zum Geld brachte mir die Verbesserung der Stromversorgung, durch eine separate Schmelzsicherung, der Zuleitung von Suprakabel (ca. 10€ der meter) plus Stecker von Oyaide.

    Der Klanggewinn durch das Rack ist anders, noch größer, aber auch teurer bezahlt.

    Ich wüsste nicht in welche Komponente ich das Geld hätte reinstecken können, um eine ähnliche Verbesserung zu erzielen. Der Sprung von der Synthesis A40 zu dem EAR912 und den Transmitter-Endstufen ist finanziell größer als das Rack, aber bringt weniger.

    Ich habe auch mehr für den neuen Plattenspieler bezahlt, komme mit dem Rack für das Geld aber weiter.

  • Glückwunsch, das hört sich nach sehr sinnvoll investiertem Geld an :-)

    Entspricht auch meiner Erfahrung, dass die Aufstellung von Geräten eine große klangliche Rolle spielt.

    Und neben besserem Klang sind schöne Möbel auch schöner anzuschauen !

  • Servus,


    Frage in die Runde:

    Hat hier jemand Erfahrungen mit den Creaktiv Reference Racks und kann die vielleicht sogar in Relation zu Gütte oder Subbase Audio setzen?


    Besten Dank


    David

  • Anbei mal ein überarbeitetes Bild:



    Aktuell bin ich dabei noch etwas am Raum zu machen.

    Als nächstes würde ich dann mal die Gerätefüße und Speedster der Akustikmanufaktur testen wollen.

    Werde nur noch etwas Feintuning vornehmen wollen, ansonsten passt alles schon wunderbar.


    Grüße

    Frank

  • Hi Andreas,


    das sind die originalen Spikes und Untersetzer. Die haben auch einen Einfluss auf das gesamte Ergebnis. Werde mal nachfragen wie speziell die sind, meine mich aber zu erinnern das die extra angefertigt werden.


    Grüße

    Frank

  • Hallo Frank


    Netter Bericht und tolle Anlage hast du da.


    Ich habe 2014 auch ein Racksystem von Akustik Manufaktur erworben.

    Bin damals extra an den Bodensee gereist und habe ein paar Tage Kurzurlaub verbracht.


    Hatte dort in Langenargen auch ein erstaunliches Hörerlebnis!


    Sobald ich Zeit habe, werde ich mal hier was dazu berichten.


    Gruß Reiner

  • Danke.

    Arbeite noch am Feintuning. Herr Jäger gibt da auch noch gute Tipps für Sachen die man recht einfach und günstig umsetzen kann. Würde mich freuen auch von anderen über Erfahrungen mit der

    Akustikmanufaktur zu lesen.


    Grüße

    Frank

  • Habe mir dann doch mal ein paar Gerätefüße der Akustikmanufaktur kommen lassen.

    Je nach Ausführung kosten die schon etwas mehr als ich bisher an Spikes/Absorbern usw. getestet habe.

    Allerdings ist auch die Klangänderung groß und deutlich wahrnehmbar.

    Ich schreibe bewusst Klangänderung und nicht Verbesserung, da die Füße zwar unter jedem bisher getesteten Gerät deutlich zu Hören waren, aber nicht immer war diese Veränderung eine Verbesserung, sondern manchmal auch etwas zu viel. Ich habe Geräte wo diese Füße fast nicht mehr wegzudenken sind. Aber z. B. unter meinem CD-Laufwerk passiert dann "zu viel des Guten".

    Möglicherweise würden die passen wenn an anderer Stelle sich was verändert, da ich jetzt weiß was passiert werde ich das in Erinnerung behalten.

    Wo ich dann noch deutlich Begeistert von bin, ist das zum Testen mitbestellte Lautsprecherkabel.

    Meine Vovox Textura sind nicht schlecht und bisher habe ich auch bei teureren Kabeln nichts entdeckt was ich rundum besser fand. Oftmals waren einzelne Bereiche besser oder hervorgehoben, was oft einen "Wow-Effekt" hervorruft, aber wenn man dann länger hört entdeckt man Fehler, oder die sind einfach nicht tauglich zum langen Musikhören.

    Das Kabel von der Manufaktur ist aber noch viel neutraler als das Vovox und lässt einfach alles durch, ohne irgendwo selbst in Erscheinung zu treten. Schwer zu beschreiben, muss man einfach selber Hören und Testen.


    Viele Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    deine Erfahrungen mit den Untersetzern und Speedstern kann ich auch so bestätigen. Mir war es seinerzeit auch zuviel. Man muß es selbst an der eigenen Anlage testen und hören, ob es das macht, was man sich davon erhofft. Ich hatte mit anderen Untersetzern mehr Erfolg in der von mir gewünschten Richtung. Aber grundsätzlich hat das, was Herr Jäger da macht, hand und Fuß. Einige seiner Kabel hatte ich eine zeitlang auch, heute hab ich andere. Nichts bleibt ewig. Ist auch ein Hobby, wo Änderungen im set up wohl normal sind. Hoffe, irgendwann mal fertig zu haben.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Hallo rubicon

    Wenn man deinen Werdegang in allen Foren verfolgt hat, dann kommst du sicher nie an.

    Was du alles schon hattest und nach einiger Zeit wieder verworfen hast.

    Schwer zu verstehen, denke da z.B. an deine La Rosita Zeit.

  • Hallo rubicon

    Wenn man deinen Werdegang in allen Foren verfolgt hat, dann kommst du sicher nie an.

    Was du alles schon hattest und nach einiger Zeit wieder verworfen hast.

    Schwer zu verstehen, denke da z.B. an deine La Rosita Zeit.

    Was heißt verworfen? Ich war mit allem immer zufrieden. Aber es ist auch so:


    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.


    Søren Aabye Kierkegaard

    (1813 - 1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller


    Man kann auch einfach irgendwas nehmen und dann damit bis an`s Ende der Tage hören. Wichtig ist nur, daß es dir Spaß macht und du zufrieden bist. Ich war es immer, das hat nichts damit zu tun, daß man gelegentlich Komponenten austauscht. Einiges bleibt länger, anderes kürzer.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)