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  1. Analogue Audio Association
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J. S. Bach: Die Kunst der Fuge (in der Fassung von H.-E. Dentler)

  • Sebastian
  • 11. Februar 2019 um 23:56
  • totustuus
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    • 14. Februar 2019 um 20:22
    • #41

    analognicht / Schwurbel schrieb:

    "Die Dentler finde ich nicht "trefflich".

    "Die Dentler-Aufnahme ist bestimmt Klasse. Jeder wie er mag."

    Der Vergleich mit Sokolov hinkt und du scheinst die Dentler-Aufnahme nicht zu kennen.

    Dein obiges Urteil widerspricht sich, zumindest in dieser missverständlichen Formulierung, selbst.

    Gruß Klaus

  • annalognicht
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    • 14. Februar 2019 um 20:44
    • #42

    Hallo Klaus,

    ja. so wie du es nun zusammenschreibst ist es so.

    Ich meinte das die Aufnahme rein klanglich von Dentler bestimmt klasse ist.

    Der Vergleich Solokov hinkt nicht nur, es ist auch nicht als Vergleich zu verstehen. Jetzt kommen wir aber ganz weit ab von der "Kunst der Fuge" an sich. Sicher ein Punkt an denen viele Novizen quittieren, weil es dann zu detailliert wird.

    Trotzdem danke für deinen Einwand.

    Gruß Uli

    Gruß Uli

  • friedrich29
    Feuer und Flamme
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    • 14. Februar 2019 um 20:53
    • #43

    Es ist übrigens bis heute in der Musikwissenschaft umstritten, ob die Kunst der Fuge überhaupt zur Aufführung bestimmt war oder ob es sich womöglich doch in erster Linie um eine Art Unterrichtswerk bzw. Handlungsanwweisung in Fugen- und Kanontechnik handelt.

    Ansonsten hier mal ein Literaturhinweis zum Werk

  • silberfux
    Analogistenversteher
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    • 14. Februar 2019 um 22:45
    • #44

    Also auf die Gefahr, dass ich dann kein Kenner bin, gibt es Werke von Bach, die ich noch lieber höre.

  • kajetan
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    • 14. Februar 2019 um 23:00
    • #45

    Das ist ja auch völlig in Ordnung und ich habe auch nicht geschrieben, dass jeder die Kunst der Fuge lieben muss. Ich fand sie früher richtig anstrengend.

    Wenn man einmal Zugang gefunden hat, ist sie aber absolut faszinierend, nicht zuletzt auch was ihre extreme Interpretationsvielfalt betrifft. Im Laufe der Zeit haben sich bei mir etliche Einspielungen eingefunden, von cemablo solo bis orchestral, von romantisch bis werktreu und fast jede hat ihren besonderen Reiz.

    Streamen ist wie alkoholfreies Bier...scheint erstmal richtig zu sein, am Ende fehlt aber das Entscheidende.

  • Captn Difool
    BastlWastl
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    • 14. Februar 2019 um 23:23
    • #46

    Der Barock stand noch ein wenig unter dem nachwirkenden Einfluß der Renaissance. Dort war das Höchste die göttliche Ordnung. Kepler beschrieb das mal so, daß der Mensch erst eine bestimmte Reife erlangen muß, um die göttliche Ordnung zu erkennen. So auch in der Musik. Die Fuge ist auch ein Ausdruck der göttlichen Ordnung, die erst von fortgeschrittenen, gebildeten Menschen erkannt wird. So ist sie auch aufgebaut und symbolisiert verschiedene aufsteigende Potenzen, ähnlich wie unser Planetensystem, welche Kepler als erster erfolgreich mathematisch erfassen konnte (er war zuerst Mathematiker, danach Astronom). Die Fuge ist ein System wiederkehrender Ordnungselemente, die iterativ sich dem Höchsten nähert. Also durchläuft sie immer wieder eine Grundphrase, die bei jedem Durchlauf sich in der Tonlage, im Tempo und Arrangement ändert. Es scheint steif und starr und doch sind die Möglichkeiten so vielfältig. Das prägte die ganze damalige Wissenschaft. Musik und Wissenschaft lagen schon immer sehr dicht beieinander. Bach war sicher vom Prinzip der Fuge fasziniert und beschäftigte sich daher sehr intensiv mit diesem Thema.

    Gruß André

    ____
    High End sollte eine besondere, herausragende Technik haben und nicht aus teuer bezahlten Lifestylegadgets bestehen.

  • friedrich29
    Feuer und Flamme
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    • 14. Februar 2019 um 23:29
    • #47
    Zitat von Captn Difool

    Also durchläuft sie immer wieder eine Grundphrase, die bei jedem Durchlauf sich in der Tonlage, im Tempo und Arrangement ändert.

    Äh, nein. Das mit dem Tempo und dem Arrangement ist komplett falsch.

  • Morfeus
    Audiophool
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    • 15. Februar 2019 um 09:08
    • #48

    Dagegen spricht schon Anordnung und Aufbau.

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  • Sebastian
    Musikliebhaber
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    • 15. Februar 2019 um 10:00
    • #49
    Zitat von friedrich29

    Es ist übrigens bis heute in der Musikwissenschaft umstritten, ob die Kunst der Fuge überhaupt zur Aufführung bestimmt war oder ob es sich womöglich doch in erster Linie um eine Art Unterrichtswerk bzw. Handlungsanwweisung in Fugen- und Kanontechnik handelt.

    Ansonsten hier mal ein Literaturhinweis zum Werk

    Das verlinkte Buch ist durchaus interessant. Allerdings wurde es vor über 25 Jahren veröffentlicht. Es repräsentiert also nicht gerade den aktuellsten Stand. Trotzdem: Die wahre Bestimmung des Werkes werden wir wohl nie erfahren. Meines Erachtens ist die Diskussion, ob es sich hier um ein Lehrwerk oder um ein Werk zur Aufführung handelt sehr artefiziell: Wenn ein Maler alle Kenntnisse seines langen Lebens über Farbwahl, Perspektive etc. versucht in einem Spätwerk zu vereinen, kommt ja auch keiner daher und sagt, das Bild sei nicht zum Anschauen gedacht, sondern nur als Lehrobjekt. Bach wäre sicher auch nicht eingefallen seine 6 Sonaten & Partiten für Violine solo oder seine 6 Cellosuiten an einem Abend konzertant aufzuführen. Trotzdem wird eher niemand behaupten, das seien nur Lehrstücke. Musik ist nun mal dazu da, sie erklingen zu lassen. Ob Bach an Stücken aus der Kunst der Fuge seine Freude im stillen Kämmerlein hatte, mit Fachleuten der Sozietät darüber fachsimpeln wollte oder sie vielleicht auszugsweise mal als Orgelvor- oder nachspiel im Gottesdienst zum Erklingen brachte, werden wir nie erfahren und es ist doch letztlich auch egal. Es ist eine Sammlung seiner unglaublichen Kunstfertigkeit, ein Lehrstück mit besonderer Ästhetik und er, der lange Zeit jeden Sonntag eine Kantate abliefern musste, würde vielleicht angesichts unserer Diskussion sagen "Wozu sollte Musik wohl gut sein , wenn sie nicht erklingen darf?"

    Sebastian

  • totustuus
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    • 15. Februar 2019 um 17:02
    • #50

    Ich habe heute, allerdings nicht über jpc, mein Exemplar der "Kunst der Fuge" (Nr. 710, signiert) erhalten bin sehr angetan von der hochwertigen Aufmachung, der Klangqualität und auch der Darbietungsform. Diese ist eine interessante Alternative neben anderen Werkeinspielungen, die ich kenne.

    Noch einmal danke für die Empfehlung, Sebastian!

    Gruß Klaus

  • aberlouer
    Mut zum Frieden!
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    • 15. Februar 2019 um 17:09
    • #51

    Mein Exemplar ist heute gekommen. Hören konnte ich noch nicht, aber die Box verspricht schon einiges.

    Neben einem sehr schönen Booklet finden sich in der Box drei (zumindest äußerlich) hervorragend verarbeitete LPs in stabilen Covern und gefütterten Innenhüllen, die auch noch ausreichend geräumig geschnitten sind.

    Gruß Rainer

    Einen Sozialstaat erkennt man daran, dass er die Armut bekämpft und nicht die Armen!

    und

    Es ist schwer die Welt ehrenamtlich zu retten, wenn andere sie hauptberuflich zerstören!

  • friedrich29
    Feuer und Flamme
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    • 15. Februar 2019 um 17:16
    • #52
    Zitat von Sebastian

    Das verlinkte Buch ist durchaus interessant. Allerdings wurde es vor über 25 Jahren veröffentlicht. Es repräsentiert also nicht gerade den aktuellsten Stand.

    Ich kann dir da versichern, dass da in der behäbigen Musikwissenschaft nicht allzuviel passiert ist. Oder bist du auf dem aktuellsten Stand? Dann erzähle mir Dinge, die ich noch nicht weiß.


    Und sicher kannst du Spaß an der Musik haben, aber spezifische Aufführungsprobleme des Stücks rühren nun mal daher, dass dies nicht zwingend zur Aufführung vorgesehen war, was ja wiederum eine Chance für das Stück sein kann.

  • audiowala
    Forenshrek a.D.
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    • 15. Februar 2019 um 23:30
    • #53

    Alles von Bach klingt wie zwingend für eine Aufführung vorgesehen.

    Im Hörsaal.

    schrecklich amüsant, aber...

  • Online
    Rainer Bergmann
    Vinyl-Junkie
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    • 16. Februar 2019 um 11:20
    • Offizieller Beitrag
    • #54

    Jungs,

    die Theorien bringens doch nicht. Fragt doch mal ein begabtes Medium, ob man die Frage nicht direkt an Bach stellen kann. Vielleicht war es ja für seine Schüler gedacht und die waren der Meinung, das ist so phat, dass muss unbedingt aufgeführt werden und am besten gehen wir heute noch ins Studio. Gerüchteweise sollen die ersten LPs dieses Werkes noch von JSB himself von Hand signiert worden sein.;)

    Meine Box trägt übrigens die Nr. 325/1000 und ich bin begeistert. Tolle Musik und tolle Qualität! Danke für den Tipp!

    Gruß

    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

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  • totustuus
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    • 16. Februar 2019 um 11:26
    • #55

    Hier in diesem Forum wird oft über so viel Belangloses ausufernd schwadroniert - da ist der Diskurs über Bachs „Kunst der Fuge“ geradezu wohltuend und es ist schön, wie viele Mitglieder dieses Werk kennen und schätzen.

    Gruß Klaus

  • mullah
    Fortgeschrittener
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    • 16. Februar 2019 um 11:58
    • #56

    Hallo,

    Meine ist gestern angekommen.

    Ich bin gespannt und sage nochmals danke.

    Gruß Michael

    the sky is crying

  • der_yeti
    (̲̅:̲̅:̲̅[̲̅ ̲̅]̲̅:̲̅:̲̅)
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    • 16. Februar 2019 um 12:08
    • #57

    Der „letzte Stand“ wird wohl mit Bach zu Grabe getragen worden sein.

    So gesehen, kann die Frage nach der Intention des Stückes kaum verifiziert werden.

    Wie so oft wird das Werk in seiner inhaltlichen Absicht von vielen anderen _interpretiert_, ob Wissenschaftler oder Musiker.

    Die wahre Idee, oder Inspiration, könnte möglicherweise wesentlich trivialer gewesen sein.

  • silberfux
    Analogistenversteher
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    • 16. Februar 2019 um 12:20
    • #58

    Mal ganz ehrlich: Die Kennerschaft und auch gleich noch die erforderliche Reife zur Erkennung der Ordnung in der Welt und damit auch in der Musik in Frage zu stellen, sofern bei jemandem die Kunst der Fuge nicht auf Platz 1 der Hitliste der klassischen Musik steht, ist anmaßend und sachlich nicht begründbar.

    Herr Kepler war ein ehrenwerter Mann und es war/ ist ihm und anderen nicht verboten, Musikstücke unter dem Gesichtspunkt der Form und Ordnung sowie mathematischer Gesetze zu betrachten. Andererseits gibt es in der Musik durchaus noch andere Merkmale, womit ich deren Vorhandensein in der Kunst der Fuge nicht in Frage stelle. Der persönliche Zugang zur Musik ist eben nicht bei jedermann gleich und das gilt es zu respektieren.

    BG Konrad

  • thelivingyears
    inaktiv
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    • 16. Februar 2019 um 12:29
    • #59

    Meine Box ist heute bei mir eingetroffen:

    Nr. 36/1000

    Danke für den Tipp!

  • Morfeus
    Audiophool
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    • 16. Februar 2019 um 12:48
    • #60
    Zitat von totustuus

    Hier in diesem Forum wird oft über so viel Belangloses ausufernd schwadroniert - da ist der Diskurs über Bachs „Kunst der Fuge“ geradezu wohltuend und es ist schön, wie viele Mitglieder dieses Werk kennen und schätzen.

    Genau so ist es! Danke für den Beitrag.

    Sollen jetzt sogar solche Fachdiskussionen abgewürgt werden? Ich fasse es nicht...

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