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  1. Analogue Audio Association
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Bypasskondensator im Netzteil und bei Koppelkondensatoren

  • TIW300
  • 14. Februar 2019 um 10:35
  • TIW300
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    • 14. Februar 2019 um 10:35
    • #1

    Hallo im Forum,

    da ich verschiedene Infos über die Kapazität von Bypasskondensatoren bekommen habe, kann evtl.

    jemmand im Forum eine Klärung bieten.

    Im Netzteil hat man mir empfohlen eine Kapazität von 0,5% bis 1% vom Netzteilelko mit

    einem Bypasskondensator (z.B. orange drops) parallel beizuschalten.

    Ein anderer Informant würde eher ca. bis zu 5% der Kapazität vom Netzteilelko als Bypass

    empfehlen.

    Bei den Koppelkondensatoren sieht es ähnlich aus, ein Info lautet 1 % von der Kapazität des

    Koppelkondensators als Bypasskondensator ( z.B. silver mica) .

    Ein anderer Informant würde ca. 10% der Kapazität vom Koppelkondensator empfehlen als

    Bypass.

    Auf einer Internetseite habe ich einen messtechnischen Nachweis gelesen, das bei einem Bypass von 10% des

    Koppelkondensators keine Verbesserung des Messergebnisse erziehlt wurde, durch den Bypass.

    Somit auch kein verbessertes Hörergebnis möglich sei.

    Dies alles bezieht sich auf Bypässe für Röhrenverstärker nicht für Frequenzweichen.

    LG

    Lothar

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    • 14. Februar 2019 um 10:52
    • #2

    Parallel zu den Elkos im Netzteil wurden Wickelkonsensatoren von 5 - 10nF geschaltet, um HF-Dreck aus dem Netz zu eliminieren.

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist Realist und plant Wunder ;)

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    • 14. Februar 2019 um 10:54
    • #3

    Ein ganz ganz heißes Thema .... ^^:D:)

  • TIW300
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    • 14. Februar 2019 um 11:12
    • #4

    Das Netzteil besteht aus 5 Elkos mit je 10µf

    Der Bypass hat zwischen 0,5% und 1% Kapazität.

    Also 0,68% bedeutet 68nf ( orange drops) je Elko

    Ist aber immer noch mehr als 5-10nf Wickelkondensator

    Ich habe mich beim ersten Text vertan die 5% Bypasskapazität, die ich als Info

    habe beziehen sich auf Bypässe für Frequenzweichen, also für das Netzteil nicht relevant.

    Allgemein sei ein Bypass zwischen 0,1 nf - 100nf zu wählen.

    Entspricht ja den 10nF Wickelkondensator im Netzteil.

    10nF als Bypass habe ich auch als Info bekommen, die auch bei größeren Kapazitäten nicht überschritten werden sollten.

    Lothar

    2 Mal editiert, zuletzt von TIW300 (14. Februar 2019 um 11:27)

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    • 14. Februar 2019 um 12:31
    • #5

    Hallo Lothar,

    welche 'Quellen' hast Du denn?

    Peter

    PS: Orange Drops gibt es als MKT, MKP und KP

  • Techniclassic
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    • 14. Februar 2019 um 13:03
    • #6
    Zitat von bionear

    Ein ganz ganz heißes Thema .... ^^:D:)

    ...kein heißes Thema - ist Technik seit Existenz der Röhrentechnik mit Netzbetrieb...also seit - öhm - ca. 80 Jahren...

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist Realist und plant Wunder ;)

  • Calvin
    the intrepid ESELman
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    • 14. Februar 2019 um 13:05
    • #7

    Hi,

    eine generelle Aussage zu tätigen wäre unseriös, denn es kommt immer auf auf die Situation/Anwendung an.

    Da die Impedanzen der Caps interagieren kann es bei wildem unfachmännischen zusammenbasteln durchaus zu negativen Effekten kommen.

    Bei dem Beispiel mit 5 parallelen 10µFs sollte nur ein einzelner 10er für die Betrachtung herangezogen werden. Zwar fünftelt sich deren Gesamtimpedanz, aber der Verlauf über der Frequenz bleibt unverändert.

    Will man einen relativ konstanten, niedrigen Impedanzverlauf, dann ist als Faustformel von einem Faktor 10 auszugehen, also 1µF, 100nF, 10nF, 1nF, (genauer: Resonanzstelle der Impedanz des Caps jeweils eine Dekade höher) je nachdem bis in welche Frequenzbereiche abgeblockt werden muss.

    Je höher man frequenzmäßig kommt umso näher sollte der Cap am Verbraucher sitzen.

    Dabei ist zu beachten, daß die Versorgung einer (OP-)Verstärkerschaltung über die komplette Bandbreite des OPs abgeblockt sein sollte.

    Daher ist z.B. ein OPAmp-Tausch langsam-alt (und weit entfernt) gegen schnell-neu auch des öfteren mal freischwingend in die Hose gegangen.

    jauu

    Calvin

    ..... it builds character!

    gewerblicher Teilnehmer

  • FrankG
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    • 14. Februar 2019 um 13:52
    • #8

    Hi,

    Hubert Raith hatte Zusammenhänge mal hier erklärt. Ich finde es aber nicht mehr.

    Es ging um den Impedanzverlauf des Netzteilelkos.

    Ich weiß nicht, ob ich das noch zusammen bekomme.

    Wenn man sich den Impedanzverlauf eines Elkos ansieht, dann steigt diese ab einer bestimmten Frequenz wieder an. Dort sollte der erste Brückkondensator ins Spiel kommen und quasi übernehmen. Im Grunde genommen müsste man die Impdeanzkurven der Kondensatoren übereinander legen und die Brückkondensatorkapazität so wählen, dass die resultierende Kurve (immer der kleinste Wert bei einer Parallelschaltung) eine möglichst geringe Impedanz aufweist.

    D.h. wenn man es wirklich ernsthaft macht, muss man sich die Datenblätter der Kondensatoren besorgen. Die Lösung des kleinen Mannes ist, von Annahmen auszugehen. Z.B. bei einem Kondensator mit 1/10 Kapa überlappt sich dessen Impedanz mit dem zu brückenden Elko so, dass obige Forderung erfüllt ist.

    Tschau,

    Frank

    Entspanntes Hören, Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Captn Difool
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    • 14. Februar 2019 um 14:02
    • #9

    Uli, meinst Du Folien parallel zu den Netzteil-Dioden?

    Was Silver-Micas angeht, ich habe meinen kleinen, heftig umgebauten Toshiba SY-C 15 mit verschiedenen Koppelkondensatoren probiert. Erst 2,2µF MKS von Wima, 240kHz bei -3dB (wie auch im Netz als Originalbestückung mal erwähnt), dann 6,8µF MKS von Wima, Gernzfreq. fiel auf 140kHz. Dann Siemens 2,2µ MKH mit Glimmerkondensatoren 3,3nF parallel und erst bei 700kHz kam ich bei -3dB an. Bei einigen Schaltungen bringt das was.

    Natürlich wird dann wieder einer aufstehen und fragen, ob ich das mit 12kHz Sinus -3dB im Holzohr überhaupt wahrnehme? Ich behaupte ja, es geht nicht um die Grenzfrequenz, sondern um die Schnelligkeit, die auch zur räumlichen Wahrnehmung bei komplexen Signalgemischen beiträgt.

    Gruß André

    ____
    High End sollte eine besondere, herausragende Technik haben und nicht aus teuer bezahlten Lifestylegadgets bestehen.

  • Techniclassic
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    • 14. Februar 2019 um 15:52
    • #10

    nein - parallel zu den Elkos!

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist Realist und plant Wunder ;)

  • MartinR
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    • 14. Februar 2019 um 17:07
    • #11

    Hallo Zusammen,

    als ich mal mit dem Selbstbau angefangen habe, habe ich auch viel über das Parallelschalten von Elkos gelesen und deshalb Folienkondensatoren parallel geschaltet.

    Inzwischen mache ich es nicht mehr. Ist nämlich vollkommen überflüßig.

    Viele Grüße,

    Martin

  • TIW300
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    • 14. Februar 2019 um 17:48
    • #12

    Hi

    Meine Bezugsinfos sind wie folgt

    Kondensator-audio-consequent.de

    Audio-Röhrentechnik:Koppelkondensatoren-**frihu**.com - Part3

    Mica Cap-Intertechnik

    Kondensatorklang-Pievox.de

    High End Kondensatoren sup-audio.com

    Meine ersten Erfahrungen mit Mundorf open-end-music.de

    Widerstände, Übertrager, Kondensatoren für Röhrenverstärker homecookingwithvalves.de

    So am besten in Google eingeben, wie ich es geschrieben habe.

    Der orange drop ist ein 715P Propylenfolie/Folien Kondensator

  • Online
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    • 14. Februar 2019 um 18:04
    • #13
    Zitat von TIW300

    Hi

    Meine Bezugsinfos sind wie folgt

    Kondensator-audio-consequent.de

    Audio-Röhrentechnik:Koppelkondensatoren-**frihu**.com - Part3

    Mica Cap-Intertechnik

    Kondensatorklang-Pievox.de

    High End Kondensatoren sup-audio.com

    Meine ersten Erfahrungen mit Mundorf open-end-music.de

    Widerstände, Übertrager, Kondensatoren für Röhrenverstärker homecookingwithvalves.de

    So am besten in Google eingeben, wie ich es geschrieben habe.

    Der orange drop ist ein 715P Propylenfolie/Folien Kondensator

    Alles anzeigen

    Die Meisten davon sind nicht gerade 'neutrale' Ratgeber/Quellen oder enthalten auch viel Unsinn.

    z.B.: Der von 'Kondensator-audio-consequent.de' empfohlene Westlake ist kein Styroflex sondern ein MKT bzw. hat die Messwerte eines stinknormalen MKT.

    usw.

  • TIW300
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    • 14. Februar 2019 um 19:42
    • #14

    Ich habe allen Elkos im Netzteil einen Bypass von 0,68 % vom Kondensatorwert zugeschaltet.

    Ladeelko als auch der Siebkette.

    Der Ladeelko hat 10µf 550V und die Siebkette nach der Spule hat 4 x 10µF 450V.

    Sollte ich die Bypässe ändern?

  • Juergen_B
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    • 14. Februar 2019 um 21:01
    • #15
    Zitat von TIW300

    Auf einer Internetseite habe ich einen messtechnischen Nachweis gelesen, das bei einem Bypass von 10% des Koppelkondensators keine Verbesserung des Messergebnisse erziehlt wurde, durch den Bypass.

    Wenn jemand messtechnisch 'beweist' das irgendwo keine Unterschiede sind, dann muss er eigentlich erstmal zeigen welche Unterschiede seine Messtechnik denn überhaupt aufzeigen kann.

    Kann er z.Bsp. bei Kondensatoren nicht den Unterschied zwischen einen Wima MKP10 und einem FKP1 messtechnisch klar belegen, dann sind auch andere Messungen die relevante Unterschiede zeigen sollen (oder eben auch nicht) reine Zeitverschwendung.

    Zitat von Calvin

    Je höher man frequenzmäßig kommt umso näher sollte der Cap am Verbraucher sitzen.

    Dabei ist zu beachten, daß die Versorgung einer (OP-)Verstärkerschaltung über die komplette Bandbreite des OPs abgeblockt sein sollte.

    Das halte ich persönlich auch für sehr wichtig, nicht nur für OPs sondern auch für Röhrenschaltungen, dessen Voreile ja die extreme Schnelligkeit ist, mit der sie dem Musiksignal folgen können.

    Und das geht natürlich nur, wenn alle passiven Bauelemente im Signalweg, und das ist halt der elektrische Wechselstromkreis zu dem Netzteil- Puffer- oder Stütz-Kondensatoren gehören, mindestens so schnell sind, wie die aktiven Bauelemente.

    Viele Grüsse

    Jürgen

  • TIW300
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    • 15. Februar 2019 um 01:04
    • #16

    Den messtechnischen Beweis habe ich auf der Internetseite

    Kondensatorklang-Pievox.de gelesen.

    Bei der Gleichrichterröhre ist die Ladeelkokapazität im Datenblatt angegeben.

    Bezieht sich der Wert auf Elkos oder MKP Kondensatoren?

    Lothar

  • MartinR
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    • 15. Februar 2019 um 17:18
    • #17

    Hallo Lothar,

    Zitat von TIW300

    Bei der Gleichrichterröhre ist die Ladeelkokapazität im Datenblatt angegeben.

    Bezieht sich der Wert auf Elkos oder MKP Kondensatoren?

    Kapazität ist Kapazität. Es ist völlig egal.

    Viele Grüße,

    Martin

  • TIW300
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    • 15. Februar 2019 um 17:43
    • #18

    In einem Bericht habe ich gelesen, das ein Elko nur ca. die Hälfte eines MKP entspricht.

    Wenn nun im Datenblatt 25µF für die Röhre zugelassen ist und der Elko 25µF hat,

    dann wäre der Elko gut demensoniert.

    Tausche ich den Elko gegen einen MKP 25µF aus wäre ein unterschied um 25µF

    entstanden also ca. 50µF im Verhältniss zum Elko.

    Die Röhre müßte also schneller ausbrennen.

  • Captn Difool
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    • 15. Februar 2019 um 17:48
    • #19
    Zitat von TIW300

    In einem Bericht habe ich gelesen, das ein Elko nur ca. die Hälfte eines MKP entspricht.

    Hat der Autor das irgendwie begründen können?

    Gruß André

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  • keeskopp
    Leech Looper
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    • 15. Februar 2019 um 17:59
    • #20

    Hallo,

    ich meine in den Beträgen geht hier einiges durcheinander. Betrachten wir doch mal das Netzteil, Frequenzgangbetrachtungen sind hier nicht das Thema.

    Das Netzteil soll STROM LIEFERN (bei möglichst konstanter Spannung) und zwar möglichst hurtig, bei Bedarf!

    Für Transitorgeräte sind Bypass-Kondensatoren Unsinn, denn dort sind große Kapazitäten gefragt (leider nur die miesen ELKOs) und Maßnahmen mit zusätzlichen Konstantstromquellen. Hatte mal einen Spektral-Vorverstärker, der hatte ganz viele kleine Elkos, die können nämlich schneller als große, Strom liefern.

    Röhrengeräte habe den Vorteil, die Energie geht über die Potentiale, d.h.die Ströme sind eher klein, mein Vorverstärker zieht im Mittel kaum 3mA. Ein Choke-Netzteil kann locker mit nur MKP-Kondensatoren (sind schneller als ELKOs) gebaut werden und Bypass 0.47/0.68uF Film-Foil-Kondensatoren (der kann superschnell Strom liefern) und dann 15nf Glimmer-Kondensatoren (der kann supersuperschnell). Werden die Bypässe zu groß, wird es langsamer.

    Das ist sehr einfach mit Rechteck-Funktionsgenerator und Oszillosscop überprüfbar.

    Übrigens ein 0,47uf Kondensator auf 200V aufgeladen hat immerhin die Ladung von 0,094 mAs.

    Es geht um STROMLIEFERUNG.

    Wenns gut ist, klingts auch klar wie Kloßbrühe mit unverschluckten Bässen.

    Gruß,

    Holger

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