Welche Vorstufe empfehlen Grado Reference (High-Output)-Benutzer?

  • Hallo Grado-Freunde,


    welche Vorstufen werden denn von den Grado-Benutzern empfohlen? Ich betreibe ein Grado Reference Master 2 und bin auf der Suche nach einer neuen Vorstufe, nachdem die EAR 834p bei mir Radiosignale empfangen hatte und ich dies auf lange Sicht nicht so toll fand.


    Wäre schön, wenn es hier den einen oder anderen Tip gäbe. Preisbereich so bis ca. 1500,-, gerne auch gebraucht.


    Danke & Gruß,

    Dietmar

  • Danke erstmal für die Tips. Werden alle mal in die Überlegung mit einbezogen.


    Evtl. muss ich auch nochmal komplett den Verstärkerzweig überdenken (siehe meinen anderen Thread bzgl. Rauschen).


    Ein Croft Integrated R in Zusammenspiel mit der Croft RIAA R wäre evtl. eine gute Alternative. Hat die schonmal jemand mit einem Grado Reference gehört?


    Ansonsten wird für meine Lautsprecher (Guru QM10 II) immer wieder Naim empfohlen. Ein Supernait wäre auch ne Sache samt zugehöriger Stageline-Phonostufe. Jemand damit Erfahrung?

  • Eine Stageline Phono ist unterer Durchschnitt... Die war vor > 15 Jahren meine erste Phono. Alles danach war besser....sogar eine Vanguard II.


    Die ASR Mini Basis Exclusive kann man mit 47K Ohm 20K Ohm, 10 K Ohm abschließen.

    Das ist im Prinzip nicht schlecht...zum probieren.

  • Wenn Du deinen Verstärkerzweig überdenken möchtest, dann nimm einen (gebrauchten) Symphonic Line RG14 mit eingebauter MM/MC Stufe. Das klingt dann erheblich besser als ein Stageline und ist integriert. Damit hast Du die Verbindungskabel (RCA) und ein Netz-Kabel gespart.

    Du hast das Grado mit 5mV Ausgangsspannung, richtig?

  • Hhhmm...


    ich fand den Trichord Dino MK3 besser als den ASR Mini Basis Exclusive.

    Für Dein Budget kriegst Du sogar die "Vollausstattung" mit "Never-Connected"-

    Netzteil und hochwertigem Verbindungskabel.

  • Das Grado läuft dann problemlos an der internen MM Phono des Symphonic Line RG14.

    Der RG14 ist auf jeden Fall eine gute Alternative zum SuperNait plus Stageline.

    Damit hättest Du beide "Baustellen" erst einmal geschlossen.


    Gruß

    Horst

  • Moin Dietmar,

    > Ein Croft Integrated R in Zusammenspiel mit der Croft RIAA R wäre evtl. eine gute

    > Alternative. Hat die schonmal jemand mit einem Grado Reference gehört?


    Ein Grado Reference Platinum Wood war mir in der Kombination mit den beiden genannten Crofts zu "aufgeblasen". Ein Dynavector war da harmonischer, detailreicher und ausgeglichener.


    VG

    J.

  • Hallo Jan,

    danke für diese kurze Einschätzung. Auch die 834p neigt ja dazu, die Musik etwas "aufzuplustern". Das macht einerseits Spaß, aber ich kann mir schon vorstellen, was Du meinst mit dem "zu aufgeblasen".


    Da ich den Vollverstärker jetzt doch behalten werden, brauche ich nur noch ne Phono und da wäre die RIAA aber denke schon passend als Alternative zur EAR.

  • Hi, bei mir läuft ein Grado Reference2 the Reference an der Croft RIAA R (mit Rike caps). Das macht wirklich Spass. Hat mich wieder auf den MM Zweig gebracht, auch wenn MC bei mir weiter eine Liga höher spielt.


    10,000 years from now, when they're diggin' the shit out of our lost civilization and they find a CD, they're going to say: What the fuck is that?
    But if they find a record, they're gonna be able to play it back with a damn pine needle.


  • Hallo, ich kann nur für die Reference Serie 1 sprechen: Bei mir klang ein Reference Sonata 1 sehr ausgewogen an einem kleinen "Graham Slee Gram Amp 2 SE". Die größeren Graham Slees werden sicher auch gut gehen.


    Momentan spielt das Sonata über die interne Phono-Karte meines Heed Obelisk. Das kann untenrum zwar manchmal etwas fett werden, ist aber dennoch gut durchgezeichnet. Macht Spaß :-)

    Die Phonokarte ist angeblich baugleich mit der Heed Questar MM.

  • Hi Zusammen,


    ich habe bei mir das Grado Statement The Statement 2 aktuell, das Sonata 2 Reference ist im Zulauf und habe schon das Sonata1 Ref. und das Master 1 bei mir gehört.


    Alle drei Systeme unterscheiden sich und in etwa passt das auch zu den aufgerufenen Preisstaffeln. Dabei ist für mich das Statement The Statement 2 der absolute Hammer. Derzeit ist das eigentlich mein Lieblingsystem ... akurat, leuchtet alles aus, hat Punch, spielt richtig, tolle Stimmen (gefällt mir besser wie Koetsu) und irgendwie menschlich.


    Was nicht heißt, daß die anderen Systeme nicht gut sind. Ein altes Master 1, das von einem Freund zum Test hier war, hatte mich zum Kauf des großen Grados animiert und hat die Testteilnehmer fesseln können. Auch das Master ist jeden Cent wert, geht aber deutlich nicht so weit wie das The Statement 2. Ein Sonata 1 Reference, das ich hatte, hat mir auch schon gefallen, da muss man sich aber ein bissel dran gewöhnen, aber dann macht es auch richtig Spaß. Es spielte richtig, gute Stimmen und hat eigentlich nichts vermissen lassen. Vielleicht mit ein bissel Zurückhaltung und einem "minimalen Schleier" noch. Deshalb lasse ich das Sonata 2 kommen, da ich glaube genau das ist der Unterschied von der 1er zur 2er Serie, etwas mehr Attacke und ein insgesamt klareres Klangbild an sich. Der Test wird es zeigen demnächst. Wenn es aber zumindest Ansatzweise die Attacke des großen Grados hat, dann könnte das ein P/L-Tipp werden vielleicht. Ich werde es ja rausfinden können, eine echte Spielerei ... ;-)


    Ich prüfe alle Systeme an der SXono, die ich habe. Für mich die Vorstufe schlechthin. Die kann eigentlich bislang jedes System, daß ich hier geprüft habe - aller Art. Heißt die ist neutral, präzise und kann alles bis ins Frequenzende, unten Druck ohne Verzerrungen oben Brillanz ohne jede Schärfe und unglaublich dreidimensional. Für Grado, Lyra, Benz und Co. genau das richtige für mich.


    Zu dem Beitrag von Horst möchte ich sagen, daß ich genau das mit dem SL RGxx bestätigen kann. Ich habe einen RG9 MKIV, der von Hr. Gemein auf das Niveau RG10 MKIV HD Reference Master aufgerüstet wurde. Die Vorstufe da drin blieb aber meines Wissens von den Umbauten unberührt. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob es da in dieser Serie überhaupt Unterschiede gibt bei SL - vielleicht in unterschiedlichen Baujahren aber ich denke nicht innerhalb der Serie RG14/9/10.


    Wie Horst richtig sagt ist das ein genialer Einstieg in eine gute Phonokette. Die Vorstufe ist bereits derart gut da drin, daß man sicher in den 4-stelligen Bereich gehen muss um später besser zu werden. Die interne SL Vorstufe spielt bereits enorm dreidimensional mit sehr breiter und tiefer Abbildung und sehr detailreich. Derzeit habe ich ein AT150MLX dran und die Kombi macht schon enorm Spaß. Das Grado Sonata 1 hatte ich auch probiert damals und das war auch schon klasse. Aber man muss aufpassen bei SL, denn es ist nicht überall MM und MC Vorstufe drin. In einigen RG14ern habe ich gesehen, daß nur die MM drin ist und nicht auf MC umschaltbar ist. Ab RG9 ist MM und MC drin glaube ich.


    Einziger Kritikpunkt an der internen SL Vorstufe ist, daß sie nicht gänzlich Rausch frei ist, trotzdem noch niedriges Grundrausch-Nivieau. Was auch Null Problem darstellt, sobald Musik gespielt wird. Bei Licht betrachtet kann man damit bereits glücklich werden oder man investiert irgendwann doch noch vierstellige Summen in eine noch bessere externe Vorstufe.


    Eine SXono oder auch eine WBE Consequence No.96 sind zwar hörbar besser und ganz deutlich rauschärmer, aber eben auch zu deutlich höherem Invest.


    Fazit: Also ein RG14 oder RG9 mit MM/MC ist sicher ein Top Start für eine grundsolide Anlage und Phonokette. Zwar mit wenig Anpassungsmöglichkeiten, aber die sind schon Praxis gerecht hergerichtet und passen zu 80% der üblichen TA`s. Ansonsten stehe ich auf die Neutralität des Pass Gerätes, der so gar kein Limit für die Kette bildet und deshalb gut ist um alles der Grados zu zeigen, was dort drin steckt. Ein echter Spaß,


    Highfidele Grüße,

    Jürgen