Thorens TD-125 Justage Chassis Spaltmaß ?

  • Hi,


    hatte vor einiger Zeit schon mal nen ähnlichen Thread im Hifi-Forum, der dann aber irgendwann ein Eigenleben angenommen hat, zudem kam ich aus beruflichen Gründen längere Zeit nicht dazu, mich dem Thema zu widmen, hier also nochmal:


    Bin seit ca 2 Jahren dabei, mir nen TD 125 fertig zu machen, den ich mal defekt und unvollständig gekauft habe. Vollständig ist er schon länger, hier sind die Probleme, an denen ich mich grad abarbeite.


    - kleines Problem: Stroboskop, bzw. Geschwindigkeitseinstellung funktioniert nicht

    - großes Problem: ich kriege das Chassis nicht richtig eingestellt. Habe mittlerweile schon unzählige Stunden mit der Einstellung verbracht, aber irgendwas stimmt immer nicht.


    1. das Verhältnis von Chassis zur Zarge stimmt irgendwie nicht: Ist das Chassis in der Waage, sitzt es schief in der Zarge. Habe da längere Zeit mit meinem Nachbarn dran gewerkelt, der technisch äußerst versiert ist, der konnte sich das auch nicht erklären. Chassis wie Zarge scheinen in Ordnung, die Federtöpfe reagieren auf Drehung, aber ein wirklich befriedigendes Ergebnis kommt nicht dabei raus.


    2. Das Spaltmaß: Egal in welcher Einstellung, das Chassis scheint irgendwie schief in der Zarge zu sitzen (also nicht vertikal schief, wie oben beschrieben, sondern eben horizontal), sodass die Ecke hinten rechts an der Zarge aneckt, der Abstand "vorne", also zur Bedienblende, ist dagegen ziemlich groß.


    Hat jemand ne Idee?

    Hatte vor einiger Zeit schon angefragt, ob sich jemand aus dem Raum Frankfurt mal die Sache ansehen mag, da kam leider nicht wirklich ne Reaktion, sodass ich aber zumindest auf die theoretische Unterstützung seitens der Forenmitglieder hier bauen möchte. Würde mich echt freuen, wenn ich den Thorens wieder in Betrieb nehmen könnte.


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    Danke und viele Grüße

    Max

  • also, wie ihr seht, sitzt das Chassis schief, laut Libelle ist es jedoch in Waage.

    Besser kriege ich es durch Drehen an diesen Töpfen nicht hin

  • Du mußt die Klemmeisen auf dem Blechträger lösen, dann kann man das Chassis leicht verdrehen/verschieben. Ansonsten müssen die Federn neu gesetzt werden. Alternativ wäre noch die Schrägscheibenmethode bei ganz schlimmen Fällen.

    Gruß André


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  • Ok, hast du die Explosionszeichnung, resp. Foto des Service Manual?

    Da die Lagerachse mit dem Innenteller fest verbunden ist, vermute ich das Problem bei der Lagerbüchse Part S 830-422. Ausbauen und nochmals neu montieren, gegebenenfalls um 120° versetzt.

  • Hab mir die Bilder nochmal angesehen, warum ist die vordere Feder auf maximale Höhe gestellt? Dann kann natürlich auch nichts mehr funktionieren. Das Chassis kippt nach hinten.

    Gruß André


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  • Ok, hast du die Explosionszeichnung, resp. Foto des Service Manual?

    Da die Lagerachse mit dem Innenteller fest verbunden ist, vermute ich das Problem bei der Lagerbüchse Part S 830-422. Ausbauen und nochmals neu montieren, gegebenenfalls um 120° versetzt.

    danke dir, ih schaue erst mal nach Andrès Vorschlag, da leichter umzusetzen,



    vielen Dank aber schonmal für die Rückmeldungen!

  • Ist vielleicht eine dumme Frage aber ist deine Arbeitsfläche im Lot und auch der äußere Rahmen?


    Wenn du nicht weiter kommst könnte ich einmal vorbeikomme Ich komme aus Wiesbaden und arbeite in Rödelheim. Ich habe bisher drei TD126 wieder gangbar gemacht. Wunder kann ich allerdings keine vollbringen und es kann schon etwas zeitraubend und nervig sein das Subchassis zu justieren.


    Wie du schreibst hast du noch andere Baustellen an dem Gerät und auch der Rahmen sieht aus als benötigt er noch etwas Zuneigung. Diese Arbeiten würde ich erledigen bevor das Subchassis justiert wird.

    Gruß

    Lothar

    Musica Nova Poenix & Pandora, Lundahl L1933, Silvercore One to Ten, Audiolabor Fein, OSAWA PL500 Audiocraft AC33, TD126 Audiocraft AC300MKII, Benz ACE SL & Wood SL, Ortofon MC15Super, Jecklin Float Elektrost., CocktailAudio N15D, Lautsprecher Diy.


  • Hab mir die Bilder nochmal angesehen, warum ist die vordere Feder auf maximale Höhe gestellt? Dann kann natürlich auch nichts mehr funktionieren. Das Chassis kippt nach hinten.

    Also,

    nach einer erneuten halben Stunde "Justage" - oder: Töpfedreherei - habe ich Folgendes festgestellt:

    die von dir beschriebene "Kipplage" mit voll hochgeschraubtem Topf vorne ist die einzige Stellung, die mir meine Libelle als in-Waage anzeigt.....


    Das von dir genannte Problem verstehe ich, nur muss es noch irgendeinen Grund dafür geben, denn mit weiter reingeschraubter Feder vorne bekomme ich erst gar keine Stellung hin, die im Wasser ist....

  • Die Arbeitsfläche ist weitgehend im Lot (habe die Balken, auf denen der TD aufliegt, sowie die Bedienblende überprüft und die Libelle zudem auf die hinteren Ecken der Zarge gesetzt, an machen Punkten gab es hier durchaus noch etwas Luft, aber alles im Rahmen: die Luftblase befindet sich schon stets in dem kleinen Kreis, wenn auch teils nicht zentriert in dessen Mitte. Aber wenn ich das gleiche Ergebnis bei dem Chassis hätte, wäre ich ja schon voll zufrieden)


    Vorbeikommen: Klingt prima, ich wohne in Fechenheim, liegt also nicht so ganz auf dem Weg... Wenn du trotzdem Zeit und Lust hast, freue ich mich natürlich sehr.


    weitere Arbeiten: An der Zarge will ich nichts weiter machen, generell gehe ich eigentlich davon aus, dass die Auslotung nicht daran scheitert, dass ich falsch an den Töpfen drehe, sondern dass da irgendwas anderes im Argen ist. Wenn dieses Problem gelöst sein sollte, kriege ich die Justage bei Bedarf bestimmt auch noch mal alleine hin und weiteren Arbeiten stünde nichts im Weg

  • tja, ich habe grad nochmal das Chassis abgemacht und die Federn angeschaut, sieht eigentlich alles gut aus (soweit ich das beurteilen kann).


    Dennoch: Ins "Lot" - also laut Libelle - kommt das Chassis dennoch nur, wenn ich die Schraube vorne ganz hoch schraube ....

  • Also,

    nach einer erneuten halben Stunde "Justage" - oder: Töpfedreherei - habe ich Folgendes festgestellt:

    die von dir beschriebene "Kipplage" mit voll hochgeschraubtem Topf vorne ist die einzige Stellung, die mir meine Libelle als in-Waage anzeigt.....


    Das von dir genannte Problem verstehe ich, nur muss es noch irgendeinen Grund dafür geben, denn mit weiter reingeschraubter Feder vorne bekomme ich erst gar keine Stellung hin, die im Wasser ist....

    Dann kauf mal ne Libelle, die stimmt. Das Chassis stellt man bündig gerade zum Rest der Zarge ein, der Plattenspieler muß selbst auf einem Brett im Wasser stehen. Das Schwingchassis ist nicht verstellbar um äußere Schieflagen auszugleichen, sondern nur um Ungleichgewichte zwischen Teller und Tonarm auszugleichen. Ich empfehle, von Handlungen abzulassen, wenn man diese nicht versteht und sich vorher zu informieren, denn sowas kann teuer werden, wenn es zu Folgeschäden kommt. Das nur als freundlicher Hinweis gemeint.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Hi max_samhain,


    so wie auf den Bildern sieht das ja furchtbar aus. Wenn die Libelle hier wirklich im Wasser sein sollte, kann die Zarge entweder nicht auf einer ebenen Fläche stehen - denke ich - oder das Chassis ist nicht korrekt mit der Zarge verbunden. Sind die in die Zarge geklebten Holzklötzchen zur Befestigung des Chassis noch original?


    Was anderes, wie sieht es mit der Libelle aus, wenn du sie auf die Tellermatte und/oder eine Schallplatte legst?


    Liefert die Libelle korrekte Ergebnisse?


    VG Rene


  • Dann kauf mal ne Libelle, die stimmt. Das Chassis stellt man bündig gerade zum Rest der Zarge ein, der Plattenspieler muß selbst auf einem Brett im Wasser stehen. Das Schwingchassis ist nicht verstellbar um äußere Schieflagen auszugleichen, sondern nur um Ungleichgewichte zwischen Teller und Tonarm auszugleichen. Ich empfehle, von Handlungen abzulassen, wenn man diese nicht versteht und sich vorher zu informieren, denn sowas kann teuer werden, wenn es zu Folgeschäden kommt. Das nur als freundlicher Hinweis gemeint.

    dass die Libelle nicht stimmen soll, ist hoffentlich mehr witzig als gut gemeint...


    Der Rest ist mir im Prinzip klar, auch wenn z.B Joel dir in der ein oder anderen Aussage widersprechen würde (Bündigkeit zwischen Zarge und Chassis).


    Was passiert, wenn ich an den Pötten drehe, habe ich im Übrigen verstanden - und viel mehr mache ich ja auch nicht. Unabhängig davon würde ich nie zur Unterlassung von Handlungen raten, nur weil man sie nicht versteht, aber das ist natürlich auch ne Frage der persönlichen Einstellung.

  • Hey Rene,


    also, wenn ich die Libelle auf meinen Fußboden oder meinen Tisch lege, zeigt sie dies als im Wasser stehend an, selbiges tut sie bei dem Untergrund, auf dem ich an dem Thorens schraube (wie ich ja oben beschrieben habe): sollte das Haus hier nicht schief gebaut, bzw. der komplette Boden schief verlegt sein, würde ich somit weder die Richtigkeit der Libelle noch die Planheit des Untergrundes hier anzweifeln.