Tsakiridis Achilles

  • Ich war angeln in der Bucht und dabei hat Achilles angebissen. Hoffe, er wird nicht zum leistungsmäßigen Engpass (Achilles-Ferse, har har) meiner Kette.

    Bevor der Grieche Gas geben darf - noch fehlt der passende VV - experimentiere ich aber mit Hörnern aus Lehrte (Menhir). Bin gespannt, wie die sich gegen die bisherigen Ecoutons machen.


    Damit sieht das Ausbauprogramm derzeit wie folgt aus:

    - aktuell: Copland CTA-401 -> Ecouton LQL 150

    - Stufe 1: CTA-401 -> Menhir

    - Stufe 2: Achilles -> Menhir


    Wenn es hier Erfahrungen mit den Tsakiridis Achilles Monos gibt, gerne hier posten!


    Schöne Ostern!

    Steffen

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  • Hi Knut,


    welches Gehäuse benützt du für den AD12202 M8?

    Ich hab noch 4x AD12202 M15 (NOS) liegen für ein Projekt und suche Inspiration.

    Ein kleines, lautes Alnicohörnchen für > 5 kHz hab ich schon.


    Viele Grüße,

    Tony

  • Hallo Knut ( Indie Röhre ),


    wenn ich das mal wüsste. Es gab hier ja vor Jahren einen Faden zum Thema und dort wurde die nicht von der Hand zu weisende Frage gestellt, warum denn keinen Tsakiridis-VV nehmen? Also steht Thalia auf der Liste. Zusammen mit Audio Innovations Ultrapath, Eastern Electric MiniMax, Klimo Merlin und Audreal XA3200 MKII. Bei einem schönen - gerne auch ein paar Tage älterem - Audio Research würde ich vermutlich schwach. Die beiden Chinesen wären für mich nicht unbedingt Herzenskäufe.


    VG

    Steffen

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  • welches Gehäuse benützt du für den AD12202 M8?

    Ich hab noch 4x AD12202 M15 (NOS) liegen für ein Projekt und suche Inspiration.

    Ein kleines, lautes Alnicohörnchen für > 5 kHz hab ich schon.

    es müsste jetzt das erste Bild in meiner Galerie sein.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • BTT: Tsakiridis Achilles


    Wie oben schon geschrieben, ist ein gebrauchtes Pärchen dieser SET bei mir eingezogen. Ich habe sie für nicht mal 9,5% des Preises der hier genannten Air Tight bekommen und da sie mich interessierten, einfach mal gekauft, ohne dass das nötige Drumherum (VV, Kabel...) vorhanden war.

    Sie sollten also erst mal rein zu "Dekozwecken" neben die LS gestellt werden. Als sie dann aber so dastanden, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, sie probehalber quasi notdürftig mit Bordmitteln laufen zu lassen. Also die Beipackstromkabel genommen und zwei glanzlose Billig-Stereo-Cinchstrippen an den tape-out meines Verstärkers angeschlossen. Aus DNM solid core Kabel und Bananensteckern für die Gartenbahn hab ich dann noch fix zwei kurze LS-Strippen gezimmert. Da der tape-out nicht am Volume-Regler hängt, konnte ich zunächst nicht Platte über die doch recht laute Ampearl RE1030 hören. Radio klappte aber sofort, da der TU-9900 über einen eigenen Level-Regler verfügt.

    Gesagt, getan und die beiden Monos mit sattem "Klack" der Power-Schalter in Betrieb genommen.

    An dieser Stelle muss ich kurz betonen, dass mir Optik und Haptik der kleinen Tsakiridis Monos richtig gut gefällt. Ich mag auch ihre Kriegsschiffarbe.


    Was dann aus den LS kam, hatte allerdings - im positiven Sinne - wenig mit Kriegsschiff und Krawall zu tun. So eine Räumlichkeit und Luftigkeit bei Stücken, die ich in letzter Zeit ziemlich häufig gehört habe (habe bspw. meine alten Dire Straits Platten neu entdeckt...), kannte ich bislang nicht. Und noch etwas fiel sofort auf: Ich brauche den PEQ nicht mehr, ohne den ich mit dem bisherigen EL34 PP Vollverstärker wegen einer penetranten Mode bei knapp 60Hz gar nicht erst anfangen brauchte. Bye bye, du doofe Mode! Ich muss zugeben, dass ich recht überrascht bin, dass sie "weg" ist, ich hätte gedacht, dass es vollständig am Raum und nicht am Verstärker gelegen hat. However, ich bin nicht böse um diesen sehr angenehmen Nebeneffekt.


    Bilder und weitere Klangbeschreibungen folgen, muss erstmal einkaufen, sonst gibt's Mecker von der Family... Bis gleich.

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  • So, weiter geht's. Inzwischen konnte ich einen kleinen Vorverstärker (ein DPA DSP S200, solid state british understatement aus den frühen 90ern) hier übers Forum gebraucht bekommen, so dass der Phonozweig nicht länger arbeitslos blieb.


    Komme ich also zur Klangbeschreibung. Nicht meine Königsdisziplin, aber ich versuche es mal...

    Auch wenn der Copland, nicht zuletzt seitdem er von der Black Lady (Ampearl RE1030) gefüttert wird, mich bei der räumlichen Abbildung nicht wirklich enttäuschte, gewinnt diese mit der 300B deutlich. Die Musik löst sich ganz selbstverständlich von den LS, gegenüber der bisherigen Abbildung gewinnt die Tiefenstaffelung abermals (zuletzt durch die Black Lady). Mich fasziniert das total, man erkennt das an der Uhrzeit, wann ich es in der letzten Woche morgens ins Bett geschafft habe (so um halb zwei)...

    Bei den Klangfarben sieht es ähnlich aus. Auf der "Cardas Frequency Sweep and Burn-In Record" (gemastered von Stan Ricker, RIP) gibt es z.B. eine Klavierpassage zu Überprüfung der Tonalität der Kette. Das Piano hab ich so nie gehört. Dieses Beispiel aus dem Feld "analytisches Hören" lässt sich ohne Probleme auf "ganzheitliches Hören" richtiger Musik übertragen, die Klavierpassage besteht ja nur aus dem mehrfach hintereinander angeschlagenen gleichen Ton. Marc Knopfler steht da plastisch im Raum und spielt in meinen Ohren so saugeil... Ich geh am Stock. Nils Lofgren auf Acoustic Live nicht weniger. Stimmen (Eva Cassidy, Tracy Chapman) gewinnen dieses Stück an Ausdruckskraft, das sich mir die Haare aufstellen. Dabei ist Achilles kein Weichzeichner oder Schönfärber, der kein PRaT kann. Metallicas "One" geht ab wie es soll. James Hetfields Gitarre ist da auf den Punkt. Und dass Lars Ulrich - zumindest in den früheren Tagen - nicht einfach draufgezimmert (ich rede über Speed oder was weiss ich was fürn Metal), sondern Schlagzeug gespielt hat, wird abermals deutlich.


    Als nächstes stehen Verbesserung von Aufstellung und Verkabelung der Achilles auf meiner Liste. Sie sollen mittels Spikes an ein Bambusbrettchen angekoppelt werden, das wiederum mit Sylomer-Pads entkoppelt wird. Ich hoffe, hierdurch die 300B unempfänglicher für Mikrophonie zu machen. Zudem gibt es bessere Stromkabel, zunächst wohl bezahlbare DIY-Strippen auf Basis Lapp Ölflex 3x2,5qmm, später vielleicht ein Upgrade zum von mir sehr geschätzten Groneberg QR. Beim NF-Kabel (ich brauche 3m) bin ich noch unentschlossen. Vielleicht ein Funk BS-2v2 oder was von Sommer oder Mogami 2549 oder Belden 8402? Ich weiss es noch nicht...


    Zum Schluss noch zwei Fotos... Die zu groß sind, um hier hochgeladen werden zu können.


    VG

    Steffen

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  • Schöner Bericht! Viel Spaß weiterhin.


    Guck Dir mal Supra Ply 2 Lautsprecher Kabel an. Ich weiß: ist nicht teuer genug ;)


    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Moin moin.

    Der DPA VV ist erst mal als Provisorium gedacht, als Zielbild stelle ich mir einen Röhren-VV vor. Da mich hier aber täglich neun hungrige Augenpaare anschauen, geht nicht immer alles sofort...

    Aber auch mit dem DPA (bin im Grunde schon dabei, das Kerlchen gern zu haben...) macht's Mords Spaß. Gestern Abend/ Nacht noch David Gilmour Live in Pompeji gehört. Junge, Junge...

    Was ich nicht verstehe, ist, warum sich so relativ absolut wenig über die

    Griechen zu lesen ist.


    VG

    Steffen

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