Thorens TD 160 Mk V vs. Thorens TD 2001

  • Hallo Leute!

    Ich bin neu im Forum und bitte euch um Hilfe bei einer Entscheidung...

    Aktuelle dreht bei mir ein Thorens TD 160 S Mk V (Linn Basic Plus & Denon DL103). Ich hätte nun die Möglichkeit, gegen einen Thorens TD 2001 (mit TP90 ohne System) zu tauschen. Lohnt sich der Tausch? Wäre dies ein Upgrade?

    Ich habe schon einiges über den 2001er gelesen, vor allem dass er Probleme mit dem Antriebsriemen hat, kann man das Problem pauschalisieren? Wie schaut es mit Tuning-Möglichkeiten aus?

    Danke vorab für die Tipps!!

  • Die beiden TDs nehmen sich nicht viel. Ich würde den TD160S MK5 behalten wenn man damit zufrieden Musik hören kann.


    Gruß Stefan

    Malerei verwandelt den Raum in Zeit,
    Musik die Zeit im Raum :)

  • Hallo,


    der 2001er dürfte das höhere Tuning-Potential haben; der Tonarm ist für MC-Tonabnehmer sicher etwas geeigneter als der Linn, welcher doch recht leicht ist.

    Größeren Fortschritt sehe ich jedoch darin, dem vorhandenen Linn-Tonarm einen passenderen Tonabnehmer als das DL103 zu spendieren. Dieses spielt nämlich nur in schweren Tonarmen sein volles Potential aus.


    Sofern der Tausch ohne Zuzahlung vonstatten gehen soll, ganz klar: Tauschen, sofern der 2001er in einwandfreiem und unverbasteltem Zustand ist.


    Gruß,

    marc

  • Ich würde den 2001 nehmen, der ist ok, so wie er ist, besseres, eng tolerierte Lager mit hartem Lagerspiegel, der Tonarm ist gut, die ganze Konstruktion ist gut bedämpft (bloß keine zusätzlichen Maßnahmen), die Federn lassen sich von oben sauber einstellen, Tellermittelpunkt ist im Schwerpunkt. Hatte nie Riemenprobleme, SubChassis zu Rahmen müssen sauber eingestellt sein.


    Der 160, auch wenn es eine "S" ist, bleibt der klapprige Blechspieler mit schlaggerigem Bronzelager und unten eine Telfonscheibe und nie sauber einzustellen, konstruktionbedingt schwingt das Subchassie nie kolbenformig, die Achse ist nicht im Schwerpunkt. Da ist viel zu tunen, bis der auf gutem Niveau spielt.


    Für beide gilt, ein kräftiges Netzteil hilft weiter.

  • Kleine Korrektur.


    Der Tellermittelpunkt ist nicht im Schwerpunkt des Subchassis. ;)



    Gruß


    GandRalf


    It`s 106 miles to chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it`s dark and we`re wearin´sunglasses...


    Get it!!!

  • Der 160, auch wenn es eine "S" ist, bleibt der klapprige Blechspieler mit schlaggerigem Bronzelager und unten eine Telfonscheibe und nie sauber einzustellen, konstruktionbedingt schwingt das Subchassie nie kolbenformig, die Achse ist nicht im Schwerpunkt. Da ist viel zu tunen, bis der auf gutem Niveau spielt.

    Blödsinn.

  • Blödsinn.

    Tja, hab einen Thorens 145 mit 10mm Achse (schwerüberarbeitet: Phonosophie Federn, harten Lagerspiegel, Grundplatte mit Betonspirale mit 6 Schraube befestigt, Funkfirm Matte) auf dem Boden eingemottet. Der spielte recht schön.


    Deine Antwort nehme ich sportlich, sind ja nicht im Heim für ältere Töchter.

  • Ich sehe den wesentlichen Unterschied auch im Tonarm. Den Linn-Tonarm kenn ich nicht, aus dem Bauch heraus würde ich ihn aber schlechter als den TP90 einstufen. War das nicht der mit den Lagerproblemen?

    Der TP90 ist schon sehr gut auch wenn er seine Eigenheiten hat. Und mit einem Denon DL103 kannst Du am TD2001 eine böse Überraschung erleben. Ich hatte die Kombi mal in Betrieb und da schaukelt sich irgendwas aus, der Bass war überproportional und nicht sehr klar. Ich habe damals testweise das Subchassis lahmgelegt (U-Profile von unten angeschraubt), dann spielte die Kombi sauber. Aber das kann's ja nicht sein... Ein DL110 ist jedenfalls deutlich besser wenn der TD2001 im Serienzustand ist.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hi,


    ich würde den 2001er sofort gegen den 160er mit dem Linn Tonarm austauschen.


    Zur Begründung:


    Ich halte den TP90 eben für den leicht besseren Tonarm. Außerdem hast Du dann einen „reinen“ Thorens. Den 160er würde ich dann en eine Zweit-, oder Dritt-, oder X-Anlage integrieren.


    Der Einschätzung, dass der 103 am Linn nicht gut, aber am TP90 IMHO nicht viel besser funktioniert, würde ich zustimmen.


    Zum Tuning, am TP 90 funktioniert bei mit das AT 33 PTG/II, wie ich finde ausgesprochen gut. An den Linn würde ich - sofern ein MC eingesetzt werden soll - ein Goldring MC schrauben. Ein anderes Netzteil am 2001 macht, sofern der nicht defekt und elektronisch noch original ist, keinen Sinn, denn der 2001er hat eine eigene Spannungsversorgung. Der 160er kann mit einer externen Quelle elektronisch von 33 auf 45 umgeschaltet werden, ob das lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Außer dass damit ggf. die Drehzahl noch fein reguliert werden kann, ist das Potenzial gegenüber einem Tonabnehmerwechsel - aus meiner Warte mariginal.

  • Hi:


    Das einzige was mich an meinem 2001 nervt, ist, dass trotz sorgfältiger Justierung gelegentlich beim Start der Riemen abgeworfen wird.

    Natürlich kann man beim 160 eine externe elektronische Geschwindigkeitsumschaltung nachrüsten. Die zusätzlichen Kosten sollten dann aber beim Vergleich mit dem 2001 berücksichtigt werden.

    Weiterhin ist nach meiner Meinung die Federung des 2001 dem 160 überlegen und vor allem leichter justierbar. Unterm Strich ziehe ich den 2001 vor, wenn ich mich auch der m.E. weit übertriebenen Kritik des Kollegen Keeskopp am 160 nicht anschließen möchte.


    BG Konrad

  • Hi:


    Das einzige was mich an meinem 2001 nervt, ist, dass trotz sorgfältiger Justierung gelegentlich beim Start der Riemen abgeworfen wird.

    Wenn das Subchassis genau justiert ist, sollte noch der Riemen + Pulley mit Isopropanol gesäubert werden. Dann dürfte das eigentlich nicht mehr passieren (... wenn der Riemen i.o. ist).

  • Ich sehe den wesentlichen Unterschied auch im Tonarm. Den Linn-Tonarm kenn ich nicht, aus dem Bauch heraus würde ich ihn aber schlechter als den TP90 einstufen. War das nicht der mit den Lagerproblemen?


    Gruß

    Andreas

    Bei Linn gab es eine ganze Serie von Tonarmen. -Auch mit der Bezeichnung Basik.

    Zunächst war das ein s-förmiger Chromarm (Den genauen Hersteller kann ich jetzt nicht mal nennen). Danach kam ein gerader, recht leichter Basik aus dem Hause Jelco. Aktuell wird wieder ein Einstiegsarm unter der Bezeichnung Basik angeboten. Die massiven Lagerprobleme gab es mit dem Akito I (auch mit dem größeren Ekos I) die seinerzeit in Japan gebaut wurden. Die Nachvolgeversionen waren dann "Made in Scotland" und nicht mehr gar so anfällig.

    Die Arme waren mittelschwer, bis eher leicht eingeordnet. Mit (härteren) MC Systemen eher nicht kompatibel. Da gab es dann die schönen MM AT-Derivate Linn K9 und K5.

    Der TP 90 ist schon eher auf der "schweren" Seite, spielt aber (s.o.) wohl nicht unbedingt mit allen MC zufriedenstellend. ;-)

    Gruß


    GandRalf


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  • Das einzige was mich an meinem 2001 nervt, ist, dass trotz sorgfältiger Justierung gelegentlich beim Start der Riemen abgeworfen wird.

    Kann dazu die Riemen von Phonosophie empfehlen, am Thorens 145 und am P3 (soll ja der 2001 sein) hatte ich nie Abwurf, klar die Schwabbler müssen sauber justiert sein.

  • Kein Jelco, mW ein AT.

    Moin,


    weder noch. Die kamen daher, wo auch der originale Basik gebaut wurde, bis aufs Armrohr weitgehend baugleich mit den ADC Tonarmen.

    Neben dem S-förmigen Linn Basik gab es den geraden, leichten Basik Plus und den Basik LVX mit abnehmbarem Headshell. Effektive Masse je nach Abtaster und Auflagekraft lag bei Basik Plus und LVX so um die 10 bis 12 Gramm, leichte Arme.


    Regelmäßige Lagerprobleme weisen leider auch viele Basik-Arme auf. Hier ist allerdings das Horizontallager betroffen. Die Arme haben ein recht aufwändiges offenes Kugellager mit etlichen Stahlkugeln auf Messinglaufflächen. Die Stahlkugeln fräsen sich mit der Zeit eine Rinne ins Messing und verkanten dann in dieser. Ob das jeden Basik betrifft, weiß ich nicht so genau, hängt vielleicht von der Spannung des Lagers ab.


    Wenn sie funktionieren, sind das prima Tonarme, allerdings aufgrund der geringen Masse eher für MMs geeignet. Ich hatte selbst 'mal ein DL-103 in einem Basik Plus, Musik kam da auch 'raus.


    Grüße, Brent

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hi Keeskopp, danke für die Empfehlung. Nach sorgfältiger Justage und Reinigung von Riemen, Pulley und Subteller funktioniert es meistens für eine gewisse Zeit. Verlassen kann man sich aber nicht zu 100 % drauf.


    Der P3 ist eine Überarbeitung des 2001 durch Phonosophie / Ingo Hansen. Dort habe ich bisher nichts gekauft und werde dort auch in Zukunft nichts kaufen. Selbst wenn der Riemen noch so gut wäre.


    BG Konrad