Ringkerntransformator polaritätsabhängig ?

  • Meine RIAA-Röhrenvorstufe wollte ich eigentlich vorstellen, alles fertig...dachte ich.

    Messwerte sehr gut, Brumm und Rauschen sehr wenig, also einschleifen. Dann ist

    da doch ein leises Brummen in den Lautsprechern. Kann doch nicht sein, hätte ich

    doch auf dem Oszi gesehen. Netzstecker gedreht, schon ist es kaum hörbar.


    Ist es vielleicht möglich, dass ein (preiswerter) Ringkerntrafo das Problem bereitet?

    Die Sekundärwicklung 140 V habe ich selbst aufgebracht, schön über den ganzen

    Trafo verteilt. DC- und HF-Filter sind auch im Netzteil, habe ich jeweils gebrückt,

    die Polabhängigkeit bleibt.

    Inzwischen habe ich auch den DC im Netz messen können, ist nur abends, wenn

    verschiedene Leute ihre "speziellen" Außenleuchten anschalten.


    Hat dazu jemand Erfahrung oder eine Idee, wie man dem beikommen kann?:wacko:

  • Servus.


    Der Unterschied könnte sein, ob / daß das Innere oder das Äußere der innen liegenden Primärwicklung an Masse liegt oder der heißen Phase.


    Ich nehme an, der Trafo hat keine Schirmwicklung ?!


    Gruss,

    Dieter.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


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  • Hallo, Dieter,


    der Trafo hat keine Schirmwicklung. Ich habe eben einen kurzen Hörtest an meinem

    Vollverstärker vorgenommen, in dem die fast gleiche RIAA-Röhre ist. Da gibt es

    keinen so hörbaren Unterschied bei Steckerdrehen.

    Meinst Du, eine Schirmwicklung (gleich nach der Netzwicklung) könnte da helfen ?

    Ich hatte das schon mal im Kopf, doch der Trafo in meinem Vollverstärker hat ganz

    sicher auch keine. Der ist allerdings ein 300W-Typ, während der in der externen

    Röhrenschaltung (nur MM) ein 30W-Typ ist.

    Danke erst mal für Deine schnelle Antwort.

  • Hallo.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Schirmwicklung


    Sonst mach doch eine Kupfer- oder Alufolie außen um den RKT, und erde die Folie an Masse.

    Die kapazitive Kopplung zw. den Wicklungen kann man so zwar nicht ändern, aber das noch nach außen tretende elektr. Feld.


    Gruss,

    Dieter.

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  • Hi, Dieter,

    danke für den Vorschlag mit der Folie.

    das hatte ich mal mit 3-4Wdg. CuL ohne Erfolg probiert, aber Du hast recht,

    ich versuch das noch mal mit einer Folie (Ende isoliert), an Masse gelegt.

    Meine Vermutung ist, dass der 2x12V je 15W- Trafo für 18 Euro (!) einen

    Kern enthält, der nicht so ganz "sauber" ist, wer weiß woher auch.

    Kein Sedlmeier.

    Besten Gruß, Klaus

  • Das mit der Folie geht leider auch nicht,

    wird wohl ein Kern mit nicht ganz korrektem Gemisch sein.

    Was anderes kann ich mir nicht mehr vorstellen.

    Das Netz hat hier keinen einwandfreien Sinus, der ist oben und unten

    um je 3 V abgekappt, aber exakt gleichmäßig, weil ich das mit meiner

    "Trickschaltung" (um den DC-Anteil genau messen zu können) auf

    die Stelle hinter dem Komma bestimmen kann. Aber was nützt´s...

    Gruß

  • Es hängt auch viel vom mechanischen Aufbau ab. Wenn der Trafo sich zu nah an der Röhre befindet streut das mag. Feld in die Röhre ein. Jeder Ringkerntrafo hat Streufelder, die lassen sich nie völlig ausschalten. Was ist mit Mikrofonie an der Röhre? Neigt die Röhre dazu, ist die Röhrenfassung mit Gummilager versehen. Auch ein Ringkerntrafo erzeugt mechanische Schwingungen.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Danke, Stephan.

    Es geht um Polarität. Bei einer Pol. des Netzsteckers ist das Teil so gut wie

    nicht hörbar (Brumm, Rauschen), bei Umdrehen des Steckers ist Brumm

    vorhanden.

    Egal ob der Trafo 1m weg ist. Ansonsten ist er mechanisch absolut ruhig,

    dafür sorgt die mit Gummidurchführungen entkoppelte Aluplatte, auf die

    der Ringkerntrafo mit seinen Gummilappen geschraubt ist.

    Zu Mikrofonie neigt jede (!) Röhre, eben mehr oder weniger. Aber das alles

    ist es nicht.

    Für die Anodenspannungen (150V UB / E88CC) habe ich 1400 Windungen

    auf den Trafo bringen müssen, das macht Spaß:wacko:. Denke, dass ich mir einen

    besseren Ringkerntransformator zulegen muss. Zum Glück brauchen Trafos mit

    höherer Leistung (als 30VA) nicht so viele Wdg./V.

    Besten Gruß von Klaus.

  • nzwischen habe ich auch den DC im Netz messen können, ist nur abends, wenn

    verschiedene Leute ihre "speziellen" Außenleuchten anschalten.


    Hat dazu jemand Erfahrung oder eine Idee, wie man dem beikommen kann?

    Gleichanteile im Netz sind übel, benutze für Quellen und Vorverstärkung einen Trenntrafo.

  • an Keeskopp:

    meine Frage "wie man dem beikommen kann" bezog sich auf die Polaritätsabhängigkeit

    des Ringkerntransformators.

    Den DC-Anteil bekommt man mit 2 Elkos und 4 Dioden weg, das ist billiger als ein

    Trenntransformator. Doch wenn man schon einen hat, ist der Trafo natürlich die

    bessere Wahl. Sollte der aber brummen, dann hilft natürlich die Anordnung mit

    der DC-Unterdrückung. Die habe ich vor jedem HF-Filter, weil Ringkerntrafos DC

    überhaupt nicht gern haben. DC-Filter sind in meinem Artikel "Verstärker mit einigen

    Neuheiten".

    Gruß Klaus

  • Es darf gelacht werden...

    Nach allen möglichen Ausschlussverfahren, um die Polaritätsabhängigkeit zu ergründen,

    habe ich unter meinen Probeaufbau (2 Leiterplatten, Trafo, Alu-Rückwand auf Holzplatte)

    eine große Aluplatte geschoben, mit der Alu-Rückwand verbunden.......

    Muss ich jetzt weiterschreiben? Ich glaube nicht. So viel zu einer Polaritätsabhängigkeit

    eines Ringkerntransformators, die es selbstverständlich gibt. Mit den entsprechenden

    unterschiedlichen Streufeldern.


    Brumm ist also jetzt auf Minimum, und dementsprechend kann ich in Kürze die "Kiste"

    hier komplett vorstellen, weil sie einfach (sehr) gut klingt.

    Beste Grüße.