Quadral Aurum Montan und der passende Verstärker

  • Hi, hier meine Audio-Kette :


    Lautsprecher Quadral Aurum Montan 9, Verstärker Unison Secondo, SACD-Player Marantz SA-8005, Stromfilter Furman Elite-16, AVR-Receiver Marantz SA-7010 (daran angeschlossen SVS SB-2000, ELAC Rear-Lautsprecher, Nubert Deckenlautsprecher).


    Für die reine Stereo-Wiedergabe bin ich auf der Suche nach dem idealen Stereo Verstärker.


    Vorgeschichte : Seit zwei Jahren "doktere" ich an einem tiefbass-Problem. Bei vielen Musikstücken mit Tiefgang (z.B. Red Hot Chili Peppers, London Grammar) und Hifi-Pegel (Konzertsaal-Niveau)kommt es zu stehenden Wellen. An der Raumakustik kann ich nichts mehr ändern (viel Fensterfläche, wenig Wand). Die Quadral-Lautsprecher habe ich durch massive Granitblöcke und darunter gelegte Vollgummimatte (1mm) vom Boden entkoppelt. Die Maßnahmen haben das eigentliche Problem nur geringfügig beeinflusst (etwas höhere Pegel). Nun hat ein Bekannter seinen 15 Jahren alten Accuphase Verstärker bei mir angeschlossen. Das Problem hat sich hörbar reduziert. Bei synthetischen Bässen (z.B. London Grammar) ist es weiterhin wahrnehmbar, aber deutlich geringer. Bei normalen Aufnahmen mit Tiefgang ist es gänzlich verschwunden. Der Accuphase Distributor hat mir erklärt, dass es höchstwahrscheinlich an dem hohen Dämpfungsfaktor des Verstärkers liegt.


    Ich bin nun auf der Suche nach einem passenden Verstärker zu meinen Quadrals. Vielleicht hat jemand ja einen guten Tipp für mich. Accuphase würde mich schon interessieren. Der Preis und der mangelnder Wettbewerb, Accuphase-Händler vor Ort strotz vor "Selbstbewußtsein" (Leihgabe nur möglich bei Hinterlegung des vollen Kaufpreises, kein erkennbarer Service), erschweren mir eine Kaufentscheidung hinsichtlich Accuphase .

  • Ob der eher etwas dunkler abgestimmter Emitter das Problem löst wag ich zu bezweifeln

    Vor allem wenn man schon weiß das der Accuphase der meineserachtens heller abgestimmt ist, etwas Abhilfe des Problems schaffte


    Lg

    AM

  • Hey Joe?,


    wie groß ist denn dein Hörraum? 15qm sollten es schon sein.


    Deine Montan sind echt klasse LS und an sich recht unkritisch bei

    der Verstärkerwahl. Wenn ich mich recht erinnere liegt die Effizienz so bei 86dB. Und da sie im Bass im positiven Sinn sehr potent sind, würde ich nach einem neutralen, kräftigen und vor Allem stabilen amp schauen, der die nötige Kontrolle für den Bass mitbringt

    Der Unison Secondo (habe den Ur-Unico hier) ist ja bewusst anders abgestimmt. Etwas soft in den Höhen und die absolute Bass Suchmaschine. Das ist dann schnell des Guten zuviel.


    Mit Accuphase kenne ich mich nicht aus. Spontan würde mir als Beispiel ein SL RG9/10 einfallen. Ein Musical Fidelity M5 vielleicht...



    Liebe Grüße Achim


    PS Was für einen Boden hast du? Stein, Holz...?

    Rega p3-2016 SE TT-PSU, Benz Glider SL, Heed Quasar, forte audio f44, McCormack DNA125, Dynaudio Contour II, Sennheiser HD600, Isoda, hms, Sun, Hannl


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

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  • Hallo kruegjoe,


    ASR Emitter II plus

    Dämpfungsfaktor 1000!!


    Tonale Abstimmung über Wechsel der gesteckten OP Amp einfach und günstig von "warm bis analytisch" möglich.

    Gute gebrauchte ab ca. 2.000€, auf die Austattung und den äußeren Zustand achten!


    VG

    Dieter

    diy: LW mit luftgelagertem Teller, Outer Ring und VTA Lifter,

    Pro-ject Perspective,

    2M Black, EPC 33 Jico SAS und Black Bird LO, MuFi MX-Vnyl,

    Dr. Fuss Steuerung,

    Kabelkonfektion diy

  • Nach meinem Verständnis haben stehende Wellen/ Moden nicht direkt etwas mit der Basskontrolle des verwendeten Verstärkers, sondern vielmehr mit dem Grundriss des Raums und der Positionierung der LS im Raum zu tun. Da wären wir dann beim Thema Raumakustik. Ob eine Vollgummimatte den LS effektiv vom Boden entkoppelt, kann ich nicht beurteilen. Vermutlich gibt es aber besseres (Stichwort Sylomer).


    Zunächst würde ich im Rahmen des Möglichen (Hörraum = Wohnzimmer?) versuchen, das Problem mit dem dröhnenden Bass durch die Positionierung der LS (insbesondere Entfernung zur Rückwand) zu mildern. Eine ausgeprägte Raummode wirst du so jedoch vermutlich auch nicht komplett entschärft bekommen.


    Hierzu wären Raumakustikelemente (Stichwort 'Basstraps') oder elektronische Korrekturen (Stichwort digitaler sound processor, DSP oder Parametrischer Equalizer, PEQ) zielführend. Wirksame Basstraps sind großvolumig und sollten sinnvollerweise in den Raumecken (dort sind die Druckmaxima) aufgestellt werden. Sie tangieren somit die Raumeinrichtung, was häufig zum Veto nicht audiophiler Familienmitglieder (aka Ehefrau) führt.


    Bleiben DSP oder PEQ. Solltest du gerne und viel Musik von digitalen Quellen hören, würde ich mich tiefer in das Thema DSP einlesen. Da ich eine rein analoge Kette habe, wollte ich bei mir keine an sich unnötige AD/DA-Wandlung haben und habe zu einem analogen PEQ gegriffen. Es wurde ein Technics SH-9010, der mir als sog. notch Filter sehr schmalbandig eine üble Mode bei 58Hz unterdrückt.


    Ich weiss, dass Equalizer ein Sakrileg für alle die darstellen, die mit dem Mantra der kurzen Signalwege groß geworden sind. Ich schließe mich da explizit nicht aus und hatte echt Hemmungen, solch ein Gerät zu kaufen und anzuschließen. Der Erfolgt gibt diesem Weg in meinem Fall jedoch Recht. Falls du DIY magst, gibt es bei Thel Audio sehr vielversprechende Module für den Selbstbau eines PEQ...


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • baltaman Nach meinem Verständnis haben stehende Wellen/ Moden nicht direkt etwas mit der Basskontrolle des verwendeten Verstärkers


    Hallo Steffen,


    Raumakkustik und Positionierung der LS sind entscheidende Faktoren. Da bin ich ganz bei dir. Aber manchmal sind da leider Grenzen gesetzt. Und in diesem Fall halte ich die Kombination Montan/Unico für sehr unglücklich, so sehr ich den Unico mag.


    Ich kann meine Dyns wahlweise mit dem McCormack oder dem Unico ansteuern und der Unterschied in der Basswiedergabe/Qualität ist immens.


    Auch die An/Entkopplung der LS an den Boden kann hier sehr viel ausmachen, was du ja auch erwähnt hast.. Deshalb meine Frage nach der Bodenbeschaffenheit.


    Liebe Grüße Achim

    Rega p3-2016 SE TT-PSU, Benz Glider SL, Heed Quasar, forte audio f44, McCormack DNA125, Dynaudio Contour II, Sennheiser HD600, Isoda, hms, Sun, Hannl


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  • Hallo kruegjoe,


    Steffen hat Alles schon sehr passend beschrieben.

    Wenn Dein Bassproblem so stark ist solltest du auf jeden Fall die Raumecken hinter den LS bedämpfen. Das ist auch bei viel Glas machbar.


    Ein Beispiel:

    DSC06180.JPG


    Generell ist es so, dass ein Raum in den viel Schallenergie gegeben wird auch ein mehr an Bedämpfung zum vernichten von Schallenergie gebraucht. Folgt man diesem Grundsatz nicht kommt es zur hörbaren gegenseitigen Beeinflussung.


    Die oben gezeigte Maßnahme bringt ca. 80% der akustischen Raumqualität bei mir.

    Du kannst auch den elektronischen Weg gehen wie Steffen oder einen Amp von Lyngdorf oder Trinnov nutzen.

    Ich persönlich habe die Raumakustik passiv und aktiv optimiert.


    Viele Grüße

    Dieter

    diy: LW mit luftgelagertem Teller, Outer Ring und VTA Lifter,

    Pro-ject Perspective,

    2M Black, EPC 33 Jico SAS und Black Bird LO, MuFi MX-Vnyl,

    Dr. Fuss Steuerung,

    Kabelkonfektion diy

  • Nach meinem Verständnis haben stehende Wellen/ Moden nicht direkt etwas mit der Basskontrolle des verwendeten Verstärkers

    Hallo Achim,


    "diplomatisch" ausgedrückt :thumbup:

    ...ein Technics SH-9010, der mir als sog. notch Filter sehr schmalbandig eine üble Mode bei 58Hz unterdrückt...

    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass (digitale wie analoge) PEQ wirklich helfen, jedenfalls effektiver als ein Verstärker-/Endstufenwechsel!

    Die Kehrseite der Medaille: Optimal ist es die störend dröhnende(n) Mode(n) akustisch zu messen und den/die PEQ(s) passend darauf einzumessen.


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
    Ich höre & genieße mit meiner Ohr/Gehirnkombi! 8) Musikreproduktionsanlage siehe: über mich :)

  • Ich vergaß zu erwähnen, dass ich viel aus Posts von Winfried ( wgh52 ) abgeguckt/ gelernt habe und er mir extrem wertvolle Tips zum Einsatz des PEQ gegeben hat.

    Mein ausdrücklicher Dank hierfür nochmals, Winfried!


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • :merci::merci::merci:für die öffentliche Anerkennung!


    Ich helfe gerne!

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
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