Carlos Durandal PSE EL95 Lorelei Verstärker

  • Heinrich hat nichts von direkt geheizten Trioden geschrieben... Und er hat explizit Trioden- Mode dazugeschrieben...


    Besser nicht Klugscheissen wenn schon etwas genaueres Lesen Schwierigkeiten bereitet und ganz grundsätzliche Dinge nicht klar sind...

    „Doubt everything...“

  • Hallo Thorsten,

    Danke, genau den meine ich, in meinem Materiallager habe ich alle Teile

    gefunden. Nur die Treiber-Röhre habe ich nicht, ich will sie durch die 6N3P

    ersetzen, scheint von den Daten die Vorgänger-Röhre zu sein.

    Mit nur einer EL95 kommt vermutlich nicht mehr Leistung als bei der DARLING

    raus und davon habe ich schon genug gebaut. Deshalb PSE.

    Die EL95/PL95 sind noch dazu günstig, die Treiber-Röhre auch.

    Als ÜT habe ich 5KOhm von TBT und als Netztrafo einen Hammond, mit

    450V CT, 5V/2A, 6,3V/3A. Da 5 Volt vorhanden sind werde ich eine 5Y3

    oder eine 5Z4 als Gleichrichter vorsehen.

    Das Netzteil baue ich etwas einfacher, mit einer gemeinsamen Drossel

    und noch mal einer Siebkette für jede Vorstufe.

    Ich suche jemanden der mir sagt lohnt oder besser die Zeit sparen !


    Gruß und nochmal Danke

    heinrich

  • Hallo Heinrich,


    das ist vielleicht doch eine nette Alternative zu den Schaltungen mit angesagteren Röhren.


    Vor vielen Jahren hatte ich einen kleinen Eintakter mit EL90 im Triodenmodus gebastelt, einfach aus Neugierde. Keine Gegenkopplung, weder global noch lokal (abgesehen von der inhärenten der "Trioden" selbst).

    Damit läßt sich durchaus Musik hören, aber m.E. sind geschlossene Boxen Pflicht, sonst gerät die Basswiedergabe zu unkontrolliert.


    Leider ist in der oben verlinkten EL95 PSE-Schaltung kein Arbeitspunkt genannt -- +Ub der Endröhren=??
    Wäre interessant zu wissen, wo man mit dem Innenwiderstand der beiden EL95 parallel im Triodenmodus landet. Mal das Datenblatt studieren, ob dort auch Kennlinien für diese Beschaltung gezeigt werden...

    Viele Grüße
    Eberhard

    ----------------

    Die Menschen verhalten sich heutzutage auf der Erde wie in einem Spiel, in dem sie die Spielanleitung verloren haben.

    ( Christina von Dreien )

  • Hallo Eberhard,

    Die Daten die ich gefunden habe für Trioden Mode :

    µ - 15

    S - 5

    Ri- 3K

    Also etwa 1,5 KOhm Ri

    Ich wollte eigentlich eine 45 Endstufe bauen, bin aber an der Beschaffung von brauchbaren und bezahlbaren 45er gescheitert

    Gruß

    heinrich

  • Hallo Heinrich,


    danke für die Daten. Habe jetzt eben auch noch einmal geschaut, weil mich die Kennlinien interressieren -> Telefunken-Datenblatt . Die Kurvenschar sieht im Triodenmodus sehr schön homogen aus :thumbup:


    Anhand des in der Schaltungsbeschreibung angegebenen Stroms von 21mA pro Röhre und dem Kathodenwiderstand von 390 Ohm ergibt sich die Gittervorspannung zu -8,2 V. Im Kennlinienfeld findet sich dieser Punkt bei etwa +210V Anodenspannung (bzl. Kathode), womit dann die benötigte +Ub der Endröhren knapp +220V beträgt. Die Verlustleistung bleibt mit ~4,4W/Röhre noch deutlich unter dem zulässigen Wert. Sicher sehr von Vorteil, denn die EL95 hat nicht den Ruf besonderer Langlebigkeit - was aber auch ihrer spärlichen Heizung geschuldet sein mag.

    Man muß sich aber auch nicht verrückt machen - diese Röhre wurde von vielen Radioherstellern in feinen Geräten eingesetzt; Grundig, Saba, TFK usw. usf.


    Also: rein vom Datenmaterial her finde ich die Sache hochinterressant :)

    Würde mich sehr freuen, wenn Du gelegentlich Deine Eindrücke mitteilen würdest.


    P.S.: ich schaue noch einmal nach einem Datenblatt, wo die Kurvenschar der EL90 im Triodenmodus gezeigt wird. Das wäre ggf. noch eine brauchbare Alternative mit deutlich höherem Verlustleistungs-Limit und kräftigerer Heizung (0,45 versus 0,2A) und führt auch so ein Mauerblümchen-Dasein.

    Viele Grüße
    Eberhard

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    ( Christina von Dreien )

    The post was edited 2 times, last by Monophono: P.S. angefügt ().

  • Hallo Eberhard,

    Da ich die EL95 zum Schweine füttern habe, mache ich mir um die Haltbarkeit

    keine großen Sorgen.

    Die Röhre 6021 habe ich nicht, deshalb wollte ich die 6N3P/2C51 nehmen.

    Von den Daten könnte die funktionieren.

    Wenn ich erstmal die Richtung habe, werde ich vielleicht eine andere

    Treiberschaltung nehmen.

    Grüße

    heinrich

  • Hallo Heinrich,


    mit der 2C51 könntest Du Ufk Probleme bekommen , nur 100V anstatt der 200V bei der 6021.

    Muss mal schaun ob ich die Kiste mit den Bleistiftröhren auf die schnelle finde.


    gruss

    juergen

  • So die erste Hörprüfung hat er bestanden, noch nicht ganz fertig aber

    zum Beurteilen reichts schon.

    Erstaunlich tiefer und knackiger Bass, feinauflösend und räumlich.

    Aber im Vergleich mit einer DARLING nicht so viel "Honig".

    Aber ich kann jetzt schon sagen, man kann auch mit günstigen Röhren

    gute SE Verstärker bauen.

    Noch eine Frage :

    Die Subminiatur-Röhre 6021 habe ich durch die 6N3P/2C51 ersetzt,

    bis auf die Spannungsfestigkeit K/H scheint die gleich zu sein.

    Günstig sind nur noch die russichen 6N3, es gibt da aber alle möglichen

    Ausführungen.

    Hat da jemand Erfahrung, welche die klanglich Besten sind ?

    Gruß

    heinrich

  • Hallo Heinrich,

    ein paar Bilder wären klasse. An was für Lsp.-Chassis betreibst Du denn den RV?

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit RS-1009 / Triangle Scalene

    Mitglied der AAA

  • Hallo Heinrich,


    danke für Deinen Bericht :thumbup:

    Leider kann ich zu den betrachteten Röhrentypen keine Erfahrungen beitragen.


    Für einen eigenen Versuch mit EL95 PSE würde ich überlegen, ob nicht auch eine andere Eingangsröhre infrage käme, z.B. eine ECC84 o.ä. seltener verwendete; oder evtl. eine Pentode, ggf. auch im Triodenbetrieb, wie EF94, EF95. Hängt natürlich davon ab, wie der Bedarf an Verstärkung vor den beiden EL95 aussieht.

    Viele Grüße
    Eberhard

    ----------------

    Die Menschen verhalten sich heutzutage auf der Erde wie in einem Spiel, in dem sie die Spielanleitung verloren haben.

    ( Christina von Dreien )

  • Hallo Eberhard,

    Eine andere Eingangsröhre ist sicher kein Problem, ich wollte nicht zu viel

    ändern, deshalb bin ich bei der 6021 (6P3) geblieben. Ich habe sogar noch

    insgesamt 80,- Euro ausgegeben um verschiedene Fabrikate zu haben.

    In meinem Bestand waren nur 2 aus China. Die 6P3P scheint aber gar nicht

    schlecht zu sein, von denen die ich bis jetzt gehört habe, mach keine Probleme

    auch nicht die aus China. Sie sind auch überhaupt nicht mikrophonisch.

    Als Alternative könnte ich die ECC865 einsetzten da habe ich genug von.

    Aber erst mal lasse ich die 6P3P, mit dem Lade C werde ich noch etwas

    spielen, ist jetzt ein 15µF/450V Elko von Philips, bei den Katoden C der

    Endröhren werde ich auch noch etwas spielen. Als Koppel C habe ich

    WIMA FKP1 verwendet, Öl-Papier mag ich nicht besonders.

    Das Fabrikat der Endröhren ist RFT, ungeprüft aus der Schachtel,

    trotzdem liegen die K.Spg. alle bei 8 Volt. Von anderen Fabrikaten habe

    ich meist nur gebr. oder kleine Mengen. Werde aber mal z.B. Telefunken

    ausmessen. Aber auch mit der RFT könnte ich leben.

    Als Lautsprecher habe ich die IMPULSE von Frank Blöhbaum, sind für

    mich vom Preis und der Leistung hervorragend

    Zu den Bildern, als Computer Analphabet habe ich Probleme die einzustellen, livingvinyl hat es mir schon mal gezeigt, habe es aber wieder vergessen.

    Gruß

    heinrich